Beiträge von Schmidt

    Und dabei ist seit 2012 dank des Bologna-Prozesses der Abschluß des staatlich geprüften Technikers mit dem des Bachelors vergleichbar. Da sollte dann doch wohl auch zumindest ansatzweise ein vergleichbares Niveau erwartet werden können?

    Beliebter Fehler. Die Abschlüsse sind gleichwertig, aber nicht gleichartig. Eine Aussage über das Niveau und die Inhalte wird im DQR/EQR nicht getroffen. Ein Bachelor in Anglistik ist auch gleichwertig zu einem beliebigen Techniker. Der DQR/EQR drückt einfach nur aus, dass beide Abschlüsse innerhalb ihres Ausbildungsweges auf der gleichen Stufe stehen. Daraus ergibt sich keine Rechtsbindung oder irgendwelche anderen Konsequenzen.

    Was den Dreisatz und den Logarithmus angeht: beim Logarithmus kann ich ja noch irgendwie nachvollziehen, wenn man da einen Moment braucht, bis sich erschließt, was das eigentlich soll und man damit rechnen kann. Das kann relativ abstrakt wirken.
    Aber beim Dreisatz hört der Spaß auf. Wer den nicht hinbekommt will entweder nicht oder ist eher unterdurchschnittlich intelligent. In beiden Fällen hat der Schüler an einem Gymnasium nichts zu suchen.

    @Schmidt - der Tag wird so nicht eintreten. Ich habe gestern dem kleinen Zefram Cochrane in meinem 3. Schuljahr leider für seinen Vortrag in Sachunterricht eine 6 geben müssen. Sein Technikgeschwurrbel war viel zu irrational. Er hat daraufhin geschworen, dass er sich nie wieder mit Warpfeld-Theorie beschäftigen würde.

    So leicht ist es, die Geschichte zu verändern. :)

    Kl.gr.Frosch

    :traenen:

    Morse: Schwierige Frage. Dann dürfte es keinen freien Sonntag, keine CDU, keine religiösen Feiertage, keinen Religionsunterricht, keinen Gottesbezug im Dienstrecht für Beamte, usw. geben.

    Der freie Sonntag ist im Arbeitszeitgesetz geregelt und dient angemessenen Ruhezeiten von Arbeitnehmern sowie zur Förderung der Familie (weil alle an einem Tag in der Woche frei haben). Von einer religiösen Bedeutung ist er deshalb schon längst los gelöst.
    Selbstverständlich darf man die CDU wählen (wenn man das denn wirklich möchte). Dass sich eine Partei auf dem Papier christlich nennt steht der Trennung von Kirche und Staat nicht entgegen.
    Kein Religionsunterricht ist natürlich sinnvoll (siehe dieser Thread).
    Welchen Gottesbezug im Dienstrecht? Wenn du den Diensteid meinst: die Schlussfloskel "So wahr mir Gott helfe." muss nicht gesagt werden. Eine komplette Abschaffung wäre nicht schädlich.
    Was die Feiertage angeht: macht nichts. Dann kann man sich überlegen, was wirklich feiernswert ist und entsprechende Feiertage einführen. Statt Weihnachten feiert man dann Wintersonnenwende oder den Internationalen Tag der Abschaffung der Sklaverei. Es finden sich genug Anlässe, um christlich inspirierte Feiertage abzulösen.


    Zitat von Lehramtsstudent

    Dafür dürfte sich wohl eher keine Mehrheit in unserem Land finden. Andererseits gibt es ja keine Religionspflicht in unserem Land. Du kannst in deinem stillen Kämmerlein die Religion deiner Wahl ausüben oder dich auch gegen jegliche Glaubensgemeinschaft entscheiden. Das wird dir durch das Grundgesetz ermöglicht. Wie du jedoch damit umgehst, dass die Mehrheitsgesellschaft ggf. deine Ansichten nicht teilt, muss das Individuum mit sich ausmachen.

    Mehrheitsgesellschaft? Ok, auf dem Papier sind etwas über 50% der Deutschen Christen. Die meisten davon dürften schon lange keine Kirche mehr von innen gesehen haben, wissen nicht, warum Ostern gefeiert wird und können keinen Psalm aufsagen. Sie sind also defacto Atheisten.

    P.S.
    Welcher ist denn dein Lieblings-Psalm? Da du ja sicher 12 Jahre Religionsunterricht genossen hast und ein frommer Christ bist, fällt es dir bestimmt schwer, nur einen auszusuchen. Sie sind ja alle so toll.

    Wenn wir heute frei entscheiden dürften, ob Harry Potter oder Religion ein eigenes Unterrichtsfach werden sollten, dann hast du Recht. Aktuell sieht es so aus, dass Religionsunterricht durch das Grundgesetz legitimiert ist und in einem demokratischen Staat muss schon sehr viel passieren, dass man eine Änderung dieser besonderen Rechte in Betracht zieht. Von daher reicht es nicht, zu überlegen, ob verpflichtender Religionsunterricht (heutzutage noch) sinnvoll ist (Diese Frage mussten sich die Gründerväter vor damals 70 Jahren überlegen.), sondern eher andersherum, ob die Änderung dieses Absatzes sinnvoll ist. Und bei aller Liebe, da sind mir die Gegenargumente nicht schwerwiegend genug. Dann müsste vom Religionsunterricht schon ein erheblicher Schaden ausgehen und das ist bei einer wissenschaftlichen Ausrichtung des Unterrichts, der bestimmte Bildungsstandards zu erfüllen hat, erteilt durch eine studierte Religionslehrkraft (Nur studierte Religionslehrer dürfen auch tatsächlich Religion lehren.), eher unwahrscheinlich.

    Also ist dein Argument tatsächlich: wir machen das so, weil es schon immer so war. Gut zu wissen. Warum strampelst du dich dann vorher mit Pseudo-Argumenten so ab?

    Es müssen keine Argumente gegen ein Unterrichtsfach gesucht werden, sondern dafür. Und da hat Religionsunterricht nun mal leider nichts zu bieten.

    @Zusammenhang Christentum und deutsche Kultur: Mir fielen da zunächst die 10 Gebote ein, an denen sich z.B. unser Grundgesetz orientiert. Wenn allerdings von einigen Usern hier ein Zusammenhang bestritten wird, könnte man ja überlegen, ob unsere deutsche Gesellschaft eher nach Maßstäben des Islams oder des Buddhismus geordnet ist. Ich bin kein Experte, was beide Religionen betrifft, weiß aber zumindest, dass im Islam das Beten und Waschen sehr viel strenger gesehen werden und dass im Buddhismus das Thema "innerer Frieden" eine größere Bedeutung einnimmt.


    Die 10 Gebote lauten (in gängiger verkürzter Form):

    1. Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir.
    2. Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen.
    3. Du sollst den Feiertag heiligen.
    4. Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren.
    5. Du sollst nicht töten.
    6. Du sollst nicht ehebrechen.
    7. Du sollst nicht stehlen.
    8. Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.
    9. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus.
    10. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, Knecht, Magd, Vieh noch alles, was dein Nächster hat.

    Das Grundgesetz widerspricht dem ersten Gebot, indem es gerade eine Religionsvielfalt zulässt.
    Das Grundgesetz sagt nichts zu den restlichen Geboten bzw. enthält keine Bezüge zu diesen.

    Ein paar Gebote findet man (nicht nur in Deutschland, sondern quasi in jedem Land der Welt) im Strafrecht wieder (2 (mit einer sehr weiten Auslegung und nur im Bezug auf den Glauben anderer), 5, 7, 8), eines im Bundesurlaubsgesetz (3 (mehr oder weniger)). Die restlichen sind im Recht vollkommen irrelevant (4, 6, 9, 10).

    Genau genommen ist das Recht diverser arabischer Staaten näher an den 10 Geboten, als unseres.
    Denn in vielen Ländern steht es unter hohen Strafen, den Namen des Herrn zu missbrauchen, einem anderen Glauben als dem örtlich üblichen anzugehören, Ehe zu brechen usw. Archaische Regeln um das Volk im Zaum zu halten eben.

    Als jmd. der hier indirekt selbst schon Religion kritisiert hat, möchte ich folgendes zu bedenken geben:


    Im Fach Gemeinschaftskunde gibt es auch ein Dogma:
    "[...] wobei jedoch die freiheitlich-demokratische Grundordnung, wie in Grundgesetz und Landesverfassung verankert, nicht in Frage gestellt werden darf," (Bildungsplan B.-W.)

    Was genau ist die Kritik am Religionsunterricht? Ist es wirklich das Vorhandensein eines Dogmas per se? Oder ist es nicht eher der konkrete Inhalt bzw. ein ganz bestimmtes Dogma, gegen das sich die Kritik richtet?

    Mich stört auch dieses Dogma. Es muss erlaubt sein, über die freiheitlich-demokratische Grundordnung ergebnisoffen zu diskutieren. Eine Ordnung, von der behautet wird, sie sei die beste denkbare, muss einer solchen Diskussion standhalten (was sie meiner Meinung nach tut).

    Weil das Christentum die dominante Religion hierzulande ist.

    Na und? Alles, was du als "christlich kulturelle Prägung" bezeichnest, hat mit dem Christentum gar nichts zu tun. Deiner Argumentation nach können nur Christen gute Menschen sein (habe ich bereits geschrieben, aber du hast es wohl überlesen), sich gegenseitig helfen, in Gemeinschaften agieren usw. Das ist aber offensichtlich nicht der Fall. Christen sind genauso gut, schlecht, nett, "böse", oder was auch immer, wie alle anderen Menschen (wie kommt man darauf, das dies anders ist?), nur glauben sie eben zusätzlich noch an eine Fantasiekreatur (Gott) und nehmen Geschichten (Bibel) für bare Münze.


    Zitat von Lehramtsstudent

    Wie schon zuvor geschrieben, die Kinder lernen auch zentrale Merkmale anderer Religionen kennen, aber eben nicht mehr, weil das
    Christentum in der deutschen Kultur von größerer Bedeutung ist als der
    Buddhismus, welcher wiederum in Thailand von größerer Bedeutung ist.

    Das Christentum hat in der deutschen Kultur genausoviel oder wenig Einfluss, wie andere Religionen.
    Die Kirche ist extrem mit dem Staat verflochten, ob das gut ist, wage ich aber zu bezweifeln. Die Kirche ist ein Unternehmen, das es geschafft hat, sich über Jahrhunderte staatlich fördern zu lassen. Warum sollte man so eine Organisation darin unterstützen, ihren Einfluss noch weiter auszubauen? Jeder darf glauben, was er will und auch gerne dem christlichen Glauben fröhnen. In der Schule hat so eine Betrachtung aber nichts zu suchen.

    Du wurdest schon mehrfach gefragt, inwiefern das Christentum die deutschen Kulturen beeinflusst und warum dieses Fach konfessionsgebunden in der Schule bestehen soll. Eine Antwort hast du bisher nicht geliefert. Steh doch einfach dazu, dass das eine unreflektierte, irrationale Prinzip-Meinung ist. Dann braucht man da gar nicht weiter diskutieren.

    Ein konfessionsgebundener christlicher Religionsunterricht in der Schule ist jedenfalls nicht rational zu begründen.


    Zitat von Lehramtsstudent

    Die Beispiele wären zwei Stellen innerhalb der Bibel, in denen Wiedergeburt eine Rolle spielt.
    Den Bezug zum Alltag hast du auch im Geschichts- und Deutschunterricht
    (Stichwort: Anforderungsbereich III).

    Warum sollte jemand Bibelstellen lernen?

    Du beantwortest die gestellte Frage nicht: die Frage war nicht, inwiefern der Alltagsbezug in anderen Fächern hergestellt wird, sondern, wie das Thema "Wiedergeburt" in Bezug zum Alltag der SuS gesetzt werden soll.


    Zitat von Lehramtsstudent

    In Fächern wie Musik oder Deutsch beschäftigt man sich auch mit Ausgedachtem, von daher ist die Aussage, dass das nur bei Religion zutreffe, in dem Sinne falsch. Letztendlich ist die Bibel kein anderes Primärmedium als ein Jugendroman oder eine Sonate und folglich geht man im Unterricht damit sowohl rezeptiv als auch produktiv um

    Das ist so, als wäre der Deutsch Unterricht vollständig (12 Schuljahre lang) auf Goethes Faust aufgebaut. Die Bibel ist ein Phantasieprodukt, das lange genutzt wurde, um die dummen Massen im Zaum zu halten. Die Bibel, Glauben, Christentum haben natürlich eine historische Bedeutung, keine Frage. Und auch heute noch hat Religion in vielen Konflikten eine zentrale Rolle. Dass kann und muss gelehrt werden. Aber bitte in einem reflektierten, (der Schule angemessenen) wissenschaftlichen Diskurs, und nicht als Glaubenslehre, die zum Ziel hat, das Wort Gottes als Wahr anzupreisen. Denn das ist Religionsunterricht.

    Inhalte religiöser Sozialisation:
    1. Interesse gegenüber religiösen Themen und Fragen
    2. positive Grundhaltung gegenüber einer bestimmten Glaubensgemeinschaft
    3. Erwerb von Wissen von inhaltlichen Annahmen und Glaubensüberzeugungen
    4. Entwicklung des religiösen Urteils im Sinne eines strukturgenetischen Prozesses
    (spektrum.de)

    Die studierten Religionslehrer können sicher besser erklären, was genau hinter den einzelnen Punkten steckt, aber ein mögliches Beispiel, neben den christlichen Festen wäre z.B. der Aspekt der Nächstenliebe. Kinder lernen das Prinzip meist anhand der Martinsgeschichte kennen und können dann im Anschluss überlegen, was die Moral der Geschichte für die heutige Zeit bedeutet und wie sie selbst im Rahmen ihrer Möglichkeiten Nächstenliebe praktizieren können.

    • @1 Warum muss der Unterricht dann konfessionell sein? Das steht diesem Zweck eher entgegen. Es gibt noch viele andere Religionen als das Christentum.
    • @2 Warum nur gegenüber "einer bestimmten Glaubensgemeinschaft"? Wenn man eine positive Grundhaltung gegenüber religiösem Glauben erreichen will, dann ist das nicht konfessionell gebunden. Ob die Grundhaltung zwangsläufig positiv sein muss oder entsprechender Untericht ergebnisoffen sein darf kann man diskutieren.
    • @3 Wieso muss das konfessionell gebunden sein? Es gibt deutlich mehr als eine Religion.
    • @4 Was das sein soll weiß ich nicht. Jedenfalls ist moralische Erziehung nichts religiöses. Denn sonst wären nur gläubige Christen gute Menschen (was auch immer das genau ist), was natürlich vollkommen absurd ist.

    Wir fassen zusammen: du weißt selbst nicht so genau, warum ein konfessioneller Religionsunterricht notwendig sein soll, bist selbst nicht religiös, aber Religionsunterricht gehört schon aus irgendwelchen Gründen zur deutschen Kultur dazu. Aus welchen auch immer.

    Wie man anderen helfen kann und nicht immer nur an sich selbst denkt, hat rein gar nichts mit Religion zu tun.

    Mensch und Welt: [/b]Mensch als Geschöpf Gottes, Möglichkeiten und Grenzen, Vielfältigkeit der Mitmenschen, Sinn des Lebens und eigene Identität
    Gott: eigene Vorstellungen von Gott, Beziehung Mensch-Gott, Erfahrungen von Gottesbegegnungen in der Bibel
    Jesus Christus: Zugang zu Gott; Leben, Tod und Auferstehung; Beispiel für eigenes Leben und Handeln
    Kirche: christliche Gemeinschaft, Kirche als sakraler Raum
    Religion: unterschiedliche Perspektiven der Weltdeutung, persönliches Leben und Kultur
    Bibel: Altes und Neues Testament, Elemente der Entstehungsgeschichte und ausgewählte Bibelinhalte, Übertragung biblischer Erzählungen auf die heutige Zeit

    Neben rein christlichen finde ich darin auch ethische, historische und gesellschaftliche Themen. Welche Inhalte sind jetzt derart problematisch, dass sie eine Grundgesetzänderung notwendig erscheinen lassen?

    Problematisch sind (mindestens): Mensch als Geschöpf Gottes, eigens Vorstellung von Gott, Beziehung Mensch-Gott, Zugang zu Gott, Leben/Tod/Auferstehung.

    Diese Inhalte gehören in die Märchenstunde aber nicht in die Schule. Die anderen Inhalte gehören umfassen betrachtet und in die Hände eines nicht religiös indoktrinierten Lehrers, also in einen Ethikunterricht (in dem dann entsprechend reflektiert auch über Märche wie die Auferstehung und ähmliches gesprochen werden kann).

    Was ist denn ein "Pseudofach"?
    Sind Bio und Kunst auch Pseudofächer?


    Zur Ausgangsfrage: wenn du ein drittes Fach studierst und die Studienzeit nicht um mehr als ein Jahr "überziehen" willst, hast du natürlich weniger Zeit für die anderen Fächer.
    Weniger Zeit kann (muss aber nicht) schlechtere Noten bedeuten. Da Fächer und Noten die wichtigsten Auswahlkriterien sollten beide optimiert werden.

    Die Bedarfsprognose habe ich nicht da, aber Pflege an beruflichen Schulen in Kombination mit Deutsch sollte safe sein.

    Wenn du Lust auf Sport hast und den Test bestehst, probier es aus. Im Vordergrund sollte aber immer dein "Hauptstudium" stehen.

    Das Ref kann so oder so laufen. Kommt auf Seminar und Schule an.
    Beide Varianten haben Vor- und Nachteile.

    Wenn du erst das Ref machst und dann auswanderst, kannst du sagen, du bist Lehrer, denn das bist du dann offiziell und formal. Mit abgeschlossener Ausbildung ist dein Status sicher auch im Ausland ein anderer, als ohne.
    Außerdem kannst du bei einer möglichen Rückkehr einfach(er) in den Schuldienst eintreten und je nach Alter sogar noch eine Planstelle bekommen.
    Mehr Unterrichtserfahrung schadet sicher auch nicht.

    Nachteil ist natürlich, dass deine Motivation bzw. deine Durchbeißfähigkeit darunter leiden kann, dass du gar nicht zeitnah in den deutschen Schuldienst willst. Außerdem kann es sein, dass du warten musst, nicht sofort einen Refplatz bekommst und sich deine Pläne dann noch weiter nach hinten verschieben.

    Ich würde mich wahrscheinlich erst mal fürs Ref bewerben und schauen, wie das läuft. In der Wartezeit schon mal an der DaF Zusatzqualifikation arbeiten. Wenn es sofort einen Zusage gibt, das Ref antreten und nach Kräften versuchen, parallel an der DaF Quali weiter zu arbeiten um dann nach erfolgreichem Ref sofort "abhauen" zu können. Wenn es nicht auf Anhieb klappt, intensiv an der Quali arbeiten und dann jedes halbe Jahr neu entscheiden.

    Ich kann jedenfalls nachvollziehen, dass das eine schwierige Entscheidung ist.

    Zitat von goeba

    Was soll das mit der Digitalisierung in der Grundschule? Setzen da die Leute aus der freien Wirtschaft an, weil sich die Grundschüler (und vielleicht auch ihre Lehrer) weniger wehren? Oder haben manche Leute ein völlig falsches Bild vom Abstraktionsvermögen von Grundschülern? Oder habe ich da ein falsches Bild davon, scheitern bei mir nicht wenige Schüler am anspruchsvollen Fach Informatik, weil ich so ein schlechter Lehrer bin?

    Grundschule, weil diese Menschen der Meinung sind, je früher je besser?
    Ja, viele Leute haben ein vollkommen falsches Bild vom Abstraktionsvermögen von Grundschülern. So auch die zitierten Zeitgenossen.
    Das Argument ist, sie scheiterten, weil sie nicht so früh wie möglich mit digitalen Medien in Kontakt gekommen sind. Dass der Umgang mit digitalen Medien (auf den Digitalkunde abzielt) mit Informatik wenig zu tun hat verstehen solche Menschen auch nicht.

    Dass der Frauenanteil in der IT laut der Industrie erhöht werden soll, hat einen einfachen Grund: mehr potentielle Arbeitnehmer bedeuten geringere Gehälter. Und Frauen kriegen ihre Zähne bei Gehaltsverhandlungen oft nicht auseinander und lassen sich mit weniger abspeisen. Auch einen gender pay gap gibt es objektiv nicht (mehr).

    Was das Begeistern angeht: Mathe gibt es ab Klasse 1. Bringt auch nix.

    Ich halte Digitalunterricht in der Grundschule für Quark. Ab Klasse 8 oder 9 kann man damit anfangen.

    Zitat von O. Meier

    Aber ein halbes Jahr auf 125% ist Unsinn.

    Das mache ich gerade, um für ein Sabbatical zu "sparen". Mein zweites Jahr geht bald zuende.

    Aber du hast natürlich Recht, dass sich niemand dauerhafte (und das ist für mich auch schon ein halbes Jahr) Überstunden gefallen lassen muss, wenn er das nicht explizit möchte.

    Zitat von Lehramtsstudent

    Meistens ist das auch kein Problem, weil in der Grundschule vor allem Frauen arbeiten und die ja häufig in Teilzeit gehen. Wie das dann mit Männern ist, die ja in der Regel Vollzeit arbeiten...

    Genauso wie mit Frauen, die Vollzeit arbeiten. Hättest du drauf kommen können.


    Zitat von Lehramtsstudent

    Du schreibst ja, dass es durchaus problematisch ist, dass viele Ausbildungen in Deutschland 3,5 Jahre dauern. Warum macht man es dann nicht (ähnlich wie mit vielen Studiengängen an der Uni) so, dass man auch zum 2. Halbjahr eine Ausbildung anfangen kann?

    Die meisten dualen Ausbildungen dauern 3 Jahre. In Handwerk/Technik gibt es ein paar, die 3,5 Jahre dauern, das ist aber eher die Ausnahme.

    Warum Schulen das nicht anbieten? Weil es dazu Betriebe braucht, die einstellen, und das passiert in der Regel ein mal im Jahr.

    Dass eine DIW Studie vom DIW veröffentlicht wird, ist normal.
    Dass die Formulierung nicht absolut ist, spricht für die Qualität, nicht dagegen.
    Die Kontrollvariablen (Alter, Geschlecht, Muttersprache, Anzahl Bücher zuhause, Nationalität), sind genau die Kontrollvariablen, die ich erwarte.
    Die Studie wirkt schlüssig. Die Autoren sagen selbst, man müsse das Ergebnis überprüfen und andere Bundesländer untersuchen.

    Ganz abgesehne davon, dass die Ergebnisse meiner persönlichen Erfahrung entsprechen, ist das schon mal ein guter Anfang, die Frage für Deutschland wissenschaftlich aufzuarbeiten.

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