Beiträge von Schmidt

    Stimmt bedingt, wenn man an die Taufe (oder auch die Kommunion) denkt. Der tatsächliche Eintritt erfolgt aber erst nach dem Erreichen der Religionsmündigkeit in Form der Konfirmation bzw. Firmung. Diese Entscheidung trifft der Konfirmand/Firmling und muss im Regelfall sogar bestätigen, die Entscheidung selbständig getroffen zu haben ohne äußeren Druck. Natürlich spielt die Familie dabei eine Rolle, dennoch kann diese das Kind nicht zwingen zu diesem Schritt, ebensowenig, wie die Familie nach dem 14. Lebensjahr weiter festlegen dürfte, dass man am Religionsunterricht teilzunehmen hätte. (Das zu akzeptieren fiel meiner Mutter beispielsweise sehr schwer, ihre Weigerung das entsprechende Schreiben der Schule zu unterzeichnen änderte jedoch gar nichts an meinem Austritt aus dem Religionsunterricht, denn mit 14 durfte ich das gegen den Willen meiner Eltern entscheiden.)

    Ich bin getauft, nicht aber konfirmiert und war dennoch Teil dieses Vereins, bis ich kostenpflichtig ausgetreten bin. Das war ein Verwaltungsvorgang, der mich 30,- Euro gekostet hat. Eine Konfirmation ist zumindest bei Protestanten keine Voraussetzung für die Kirchenmitgliedschaft.

    "Der theologisch begründeten Taufe entspricht die kirchenrechtliche Regelung, dass sie den Beginn der Kirchenmitgliedschaft bedeutet, was zivilrechtlich die Folge der Kirchensteuerpflicht hat. So ist die rechtliche Situation in Deutschland." https://fowid.de/meldung/wer-ist-kirchenmitglied

    Tut mir leid, ich mach hier keine informationstechnische Grundbildung für Fünftklässler, aber ich mach mal eine Ausnahme: Klick mich! - der erste Link ist für Europa ganz brauchbar, vielleicht hast du ja Ideen wie du Daten für den Rest der Welt erhalten könntest. ;)

    Der erste Treffer ist "Katholisch Leben". Zitat "Das Leben ist daher von der Empfängnis an mit höchster Sorgfalt zu schützen. Abtreibung und Tötung des Kindes sind verabscheuenswürdige Verbrechen" (GS 51,3). " Ähm, ja. Nein danke.
    Dass du meine Fragen nicht beantwortest, ist hingegen interessant.

    Ich find's übrigens toll, wie du ignorierst, dass in Deutschland 70% aller Menschen nicht deiner Meinung sind. Aber das ist ein häufiges Gedankenmuster bei...ach lassen wir das...

    An welcher Stelle tut er das?
    Tip: nur, weil jemand Mitglied einer Kirche ist, kann man dieser Person nicht automatisch bestimmte Ansichten unterstellen und auch nicht annehmen, dass diese Person eine besondere Bindung zu dieser Institution hat. Den Eintritt in die evangelische oder katholische Kirche kann man sich in Deutschland in der Regel nicht aussuchen, das passiert durch die Eltern.

    Bleiben wir konkret in Deutschland?
    Wie ist die durchschnittliche Einstellung in Deutschland zu Abtreibung, Selbsttötung, Monogamie, Homosexualität, Armenfürsorge, Bildung?
    Soll ich christliche geprägte Musik- und Kunstwerke wirklich aufzählen oder können wir darauf verzichten, dass aufzuzählen?

    Man muss also explizit Christ sein um eine Meinung zu Abtreibung, Selbsttötung, Monogamie etc. zu haben oder zu verstehen, dass Bildung wichtig ist? Wie die durchschnittliche Einstellung in Deutschland zu diesen Themen ist, weis ich um ehrlich zu sein nicht. In meinem Umfeld ist z.B. eigentlich jeder für die Verfügungsgewalt des Menschen über seinen eigenen Körper, also für die Möglichkeit der Abtreibung, der Selbsttötung etc. Wo kann man die durchschnittliche Meinungen zu diesen Themen in verschiedenen Staaten nachlesen?

    Ich habe mal ein interessantes Zitat herausgezogen:

    Gerade in großstädtischen Einzugsgebieten ist es zwar der Fall, dass das Christentum in den Klassenräumen nicht (mehr) die mehrheitliche Glaubensrichtung ist, aber Deutschland ist ja doch primär durch das Christentum beeinflusst - wurde ja auch ein paar Seiten vorher erklärt. Da frage ich mich, ob es wirklich notwendig ist, einen Religionsunterricht durchzuführen, der die Weltreligionen gleichberechtigt berücksichtigt. Bisher war es ja so, dass das Christentum die dominante Glaubensrichtung im Religionsunterricht war und von diesem Standpunkt aus Exkurse in andere Richtungen gemacht wurden. Da wäre die Frage, ob in Deutschland sozialisierte Kinder vertiefte Kenntnisse in jüdischer oder islamischer Theologie benötigen. Ich würde hier mal den Vergleich mit den Fächern Geschichte und Deutsch wagen, in denen primär deutsche Geschichte und deutsche Literatur gelehrt werden. Wie sähe die Situation aus, wenn man dazu übergehen würde, Weltgeschichte und -literatur zu unterrichten?
    Mit freundlichen Grüßen

    Selbstverständlich benötigt ein mündiger Mensch Kenntnisse über verschiedene Glaubensrichtungen und Weltgeschichte. Die Welt hört nicht an der deutschen Grenze auf. Wenn das Christentum so knorke ist, wird es ja kein Problem sein, wenn Kinder verstehen, welche Weltbilder andere Religionen lehren und warum es gar nicht so toll ist, wenn Religion und Politik miteinander verwoben sind und religiöser Glaube einen Einfluss auf die Wissenschaft oder andere relevante Bereiche des Lebens (insbesonderer anderer Menschen) hat.

    @Schmidt: Hmm...woran liegt die fehlende Verfassungswidrigkeit?

    a) die evangelische Kirche, jüdische und muslimische Verbände haben dem zugestimmt
    b) es gibt weiterhin katholischen Religionsunterricht, weil das Erzbistum Hamburg nicht zugestimmt hat
    c) beides

    Klick mich, ich erklär dir die Grundlagen (traurig, das über das Abendblatt sagen zu können)

    Du hast wehement dafür argumentiert, dass ein übergreifender Religionsunterricht wegen des Grundgesetzes unmöglich sei. Aber schön, dass du jetzt zurückruderst. ;)

    Diese Form des Religionsunterrichts ist zwar noch nicht ganz das, was ich mir vorstelle, aber schon mal ein guter Schritt in die richtige Richtung.

    Verwirr ihn doch nicht. Er sagt doch ganz klar, dass:

    Frauen sind doch per Naturgesetz wegen ihren Genen nicht gleich leistungs- und netzwerkfähig wie Männer. Daher kommt dann auch der Unterschied.
    (Völliges Offtopic: Wenn ich so einen Beitrag mit solchem Inhalt wie Schmidt lese, weiß ich ohne hinzuschauen, wer auf "like" klickt. Offenbar auch ein Naturgesetz)

    Ironie im Internet und so. Nunja.

    Dass meine Posts einem bestimmten User häufiger gefallen, liegt im Fall eines gewissen "Studenten" daran, dass er die Posts nicht versteht. Denn das, was er hier so absondert, widerspricht meinen Ansichten doch sehr.


    sorry für völliges Off-Topic, aber wenn man alle von dir gensnnten Punkte raus rechnet bleibt trotzdem noch ein Gehaltsunterschied von ca 5% übrig.
    Ich hab die Diskriminierung von Frauen in den letzten 19 Jahren mittlerweile so oft am eigenen Leib erfahren, ich bin es echt leid, dass es heißt selbst schuld.

    Wieviel dann tatsächlich übrig bleibt, ist je nach Datengrundlage unterschiedlich. Zwischen 2% und 5% liegen die plausiblen Berechnungen. Damit ist noch nicht nachgewiesen, dass der Unterschied in bestimmten Bereichen nicht unter Umständen gerechtfertigt ist (ich sage nicht, dass er das ist, sondern nur, dass die Möglichkeit besteht). Über konkrete Personen sagen diese statistischen Werte auch nichts aus.
    Dass ein ATler im mittleren Management eines DAX-30 Konzern mehr verdient, als eine Erzieherin in Teilzeit, geschenkt. Das ist kein Gender Pay Gap, sondern Setzen persönlicher Schwerpunkte. Das sagt etwas, über die Orientierung unserer kapitalistischen Gesellschaft aus, die man natürlich doof finden darf und die in der aktuellen Form auch nicht meinem Ideal entspricht. Das zeigt aber keine vermeintliche Diskriminierung der armen, gebeutelten, schwachen Frau aus.

    Wo bist du konkret aufgrund deines Geschlechts diskriminiert worden? Und zwar "nachweislich" und nicht "gefühlt".

    Ich habe neulich ein wunderbares Dokument einer Bezirksregierung gelesen. Dort war ausschließlich von Beamtinnen die Rede. Ich hatte mich etwas gewundert, warum das alles nur auf Frauen zutreffen sollte (ich meine, es ging um Pensionen) und hab wieder von vorn angefangen. Dort stand, dass mit der weiblichen Form natürlich auch die männlichen Beamten angesprochen seien, aber auf Gründen der Lesbarkeit darauf verzichtet würde.

    Ich grinse heute noch darüber!

    Abgesehen davon, dass es garmmatikalisch falsch ist, weil es kein generisches Femininum gibt und das Wort länger als nötig ist, stört mich das presönlich nicht. Da es im weiteren Verlauf wahrscheinlich offensichtlich nicht nur um Frauen geht, ist das unproblematisch. Genauso, wie das generisches Maskulinum. Ich verstehe das generelle Gejammer nicht.

    Elternunabhängiges BAföG eher nicht, da kommt es aber, wie chilli schon richtig angemerkt hat auf die Details an. Es ist dennoch eher unwahrscheinlich.

    "Normales", elternabängiges BAföG gibt es dem Grunde nach (wenn deine Ausbildung eine ganz normale duale Ausbildung war), ob du aber der Höhe nach tatsächlich etwas ausgezahlt bekommst, hängt vom Einkommen deiner Eltern, deinem eigenen Einkommen während des Studiums und deinem Vermögen ab.

    Ergo, s.o.- ob du da irgendwen mit "diskriminieren" oder "ausschließen" oder sonstwas willst - das kann keiner aus einem geschriebenen Wort sehen. Möglicherweise aus dem Kontext, ahrscheinlicher auch am Tonfall, aber ohne Gedankenlesen nicht beweisbar.

    Das sieht man aber auch nicht daran, dass jemand Texte gendert. Worte sind geduldig. Dadurch ändern sich keine individuellen Einstellungen und dadurch wird auch keine Gleichberechtigung erzeugt.


    Zitat von Miss Jones

    Ergo...
    viel TamTam. Ich schreib ja selbst gerne "frau" (weil "man" so viele Dinge tut, wofür ich ihn gerne mal wo hin treten würde und mir immer noch niemand gesagt hat, wo dieser Vollpfosten wohnt). Aber eher mit nem Zwinkern...
    Gibt mMn deutlich wichtigere Probleme. Und die Chauvis, die es wirklich so übermäßig dämlich meinen, änderst du so eh nicht. Da gibt es andere Maßnahmen.

    Dass du gelegentlich "frau" statt "man" schreibst ist zwar grammatikalisch/semantisch falsch (ich weis, dass du das weißt), stört mich persönlich aber kein bisschen, weil es einfach nur ein Wort durch ein anderes substituiert, in der Regel keine sinnfreien Schubladen aufmacht und genauso gut funktioniert.

    Tse, Schmidt setzt schon größere Schriftart ein, bald kommen die Ausrufezeichen, dann die Großbuchstaben.

    Ich schreibe am Smartphone und habe keine Ahnung, warum Teile des Textes eine merkwürdige Typographie haben. Für mich sieht der Text normal aus, bis ich ihn abschicke. Im veröffentlichten Post sehe ich die unterschiedliche Formatierung des Textes auch. Das ist nicht nur in diesem Thread so, sondern auch in anderen.
    Das ist keine Absicht!1!11

    Miss Jones hat auch den Lehramtsstatus "Lehrer" und die Erfahrungsgrade heißen hier "Einsteiger", "Fortgeschrittener", "Profi", "Meister". Wie kann sich dabei jemand mit gesundem Menschenverstsand ausgeschlossen fühlen oder vermuten, dass nur Männer gemeint sind? Und warum ist es grundsätzlich überhaupt relevant, ob ein Nutzer oder ein Student oder ein Dozent männlich oder weiblich ist? Das ist doch nur wieder ein sinnloses Aufmachen von Schubladen.

    Ob man jemanden diskriminiert und welche Wirkung Sprache hat, Buntflieger, entscheidet man nicht selber. Ob du das mit dem generischen Maskulinum tust oder nicht, entscheidest also nicht du.

    Ob ich jemanden diskriminiere, entscheide sehr wohl ich selbst. Dass sich jemand von dem, was ich tue diskriminiert fühlt, mag vorkommen, bringt aber nicht automatisch einen Handlungsbedarf meinerseits mit sich. Ich achte sicher nicht auf jede Befindlichkeit anderer Menschen. Würde ich das tun, dürfte ich zum Beispiel in der Schule kein Salami Brötchen mehr essen, weil sich eine Kollegin durch Fleischkonsum in ihrem Umfeld belästigt fühlt. Irgendwann ist es auch mal gut mit den Wehwehchen.

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