Beiträge von Schmidt

    Vielleicht sollte man sich in der modernen Zeit mal vom "eingestempelten Minuten zählen an der Arbeitsstelle" lösen. Stichwort: mobiles Büro und Arbeiten von überall her.

    Im mobilen Büro und Arbeiten von überall, ist man beim Arbeiten auch eingestochen. Mit einem Klick ist das erledigt.

    Es geht doch gerade darum, dass die Arbeitszeit erfasst werden muss, aka dass man irgendwie eingestochen sein soll, wenn man arbeitet oder das wenigstens nachträgt. Meinetwegen müsste das nicht so sein, ich habe meine Arbeitszeit im Griff und solche sinnlosen Diskussionen darüber, dass Duschen und Radfahren offensichtlich keine Arbeitszeit sind, wären dann auch hinfällig. Es muss aber sein, weil Arbeitszeit nun mal auf eine bestimmte Art erfasst werden muss. Welche Arbeiten Arbeitszeit sind (das Aufschreiben und Ausarbeiten einer Idee bspw.) und welche nicht (das Radfahren, bei dem eine Idee entsteht), ist im Arbeitsrecht schon ausführlich, wenn aucch nicht abschließend besprochen worden.

    Rein rechtlich ist es das. Klar ist man dann nicht eingestempelt. Vor Gericht wäre es im Zweifel Arbeitszeit, besonders, wenn man diese Zeit dann im Büro einspart.

    Nein, der Arbeitsweg ist keine Arbeitszeit.

    Wenn man nicht eingestempelt ist, wird man für diese Zeit nicht bezahlt und ist nicht innerhalb seiner Arbeitszeit. Du kannst ja gerne eine Entscheidung heraussuchen, in der das Argument "Ich bin zwar Auto/Fahrrad gefahren, aber ich habe an die Arbeit gedacht, die Zeit will ich bezahlt haben" durchgegangen ist.

    Zitat

    Müßig ist es aber alle mal, ich sehe aber keinen Unterschied ob ich an meinem Schreibtisch, in der Dusche oder auf dem Fahrrad überlege.

    Duschen ist keine Arbeitszeit, Fahrradfahren auch nicht. Am Schreibtischsitzen hingegen schon. Das ist der Unterschied.

    Zitat

    Schau dir mal die Arbeitsumgebung von Google oder Meta an.

    Dort gibt eine ganze Reihe von Freizeit angeboten, die während der Arbeit genutzt werden können und wo sicherlich viele Idee beim Kickern oder Trainieren entstehen.

    Bei Google oder Meta sticht niemand ein. Die Unternehmen profitieren davon, wenn ihre Arbeitnehmer möglichst nicht nachhause gehen. Das ist nicht so Pro Arbeitnehmer, wie du denkst.

    Zudem reden wir über Deutschland und das deutsche Arbeitsrecht.

    Zitat

    Ich hatte die Idee, die dann zu einem Patent führte beim Gewichtheben. Offiziell war das keine Arbeitszeit, aber der Arbeitgeber hätte ins eigene Fleisch geschnitten wenn er dies nicht als Arbeitszeit anerkannt hätte.

    Du weißt schon, dass du dir hier selbst ins Knie geschossen hast?

    Doch, bei festgestellten Sprachdefiziten gibt es die!

    Es gibt in diesen Fällen eine Vorschulpflicht. Vorschule ist etwas anderes als Kita.

    Zitat

    Vor Pisa haben uns unsere Bildungspolitiker immer wieder erzählt, wie toll das deutsche Bildungssystem ist. Mangels empirischer Daten ließ sich die gefühlte gegenteilige Wirklichkeit nicht belegen.

    Pisa gibt es schon länger, mit ähnlichen Ergebnissen. Der "Pisa-Schock" ist auch schon über 20 Jahre her. Jedesmal, wenn die Ergebnisse veröffentlicht werden, gibt es großes Gejammer, aber es bleibt im Wesentlichen alles beim alten. Warum das so ist, ist auch klar: um etwas zu verbessern, braucht es einen Plan, Personal und Geld. Das Gejammer und Herumdiskutieren kann man sich langsam wirklich sparen.

    Mein eigenes Bundesland Hamburg hat nach dem ersten PISA-Schock ein eigenes, detailliertes Validierungssytem aufgebaut und entscheidende Verbesserungen eingeführt, wie zum Beispiel die 4 1/2-jährigen Untersuchung mit folgender KiTa-Pflicht, wenn Defizite erkannt werden.

    Es gibt in Hamburg keine Kita Pflicht.

    Zitat

    Ohne Pisa wäre es kaum dazu gekommen, und die Daten werden zur kontinuierlichen weiteren Verbesserung genutzt. Wenn andere Bundesländer die Chance nicht nutzen, ist das kein Mangel von PISA.

    Warum braucht man einen internationalen Äpfel-Birnen-Vergleich, um herauszufinden, dass zuviele Schüler zu schlecht Deutsch sprechen?

    Die Frage muss man nur anders herum stellen: warum sollte es für andere keine Arbeitszeit sein, wenn sie auf dem Fahrrad im Kopf arbeiten?

    Weil Wege zur Arbeit und von der Arbeit nachhause de jure und de facto keine Arbeitszeit sind. Egal in welchem Beruf und unabhängig davon, ob man grundsätzlich im Homeoffice arbeitet oder nicht.

    Man kann durchaus in seiner Freizeit auch mal über den Job nachdenken.

    Doch natürlich.

    Auch hier wieder der Vergleich zur freien Wirtschaft: wenn ich auf der Fahrt zur Arbeit meinen Tag strukturiere und überlege, dass ich zuerst Aufgabe A erledige, um 14:00 Uhr ein Meeting habe und um 16:00 Uhr Feierabend mache, dann logge ich mich nicht ein und trage die Zeit des Arbeitsweges selbstverständlich nicht als Arbeitszeit nach. Für Lehrer gilt dasselbe.

    Wenn durch die Arbeitszeiterfassung die Grundlagen für die Deputatsanpassungen vorgenommen werden, sollte die Erfassung aber auch korrekt und nicht "Pi mal Daumen" oder "jede Woche wie die Woche davor" sein.

    Das stimmt, ich sehe aber auch nicht, was so kompliziert daran sein soll, bspw. in Zeitstunden aufzuschreiben

    Montag:

    - Unterricht 4,5 Stunden (6 Unterrichtsstunden)

    - Korrektur 2. Klassenarbeit Englisch 7b 2 Stunden

    - Recherche/Konzeption Unterricht Englisch LK 12a 1 Stunde

    - Pausenaufsicht 0,5 Stunden

    - Studienberatung Abiturienten 2 Stunden

    Summe Montag 10 Stunden

    Das dauert keine fünf Minuten.

    Oder irre ich mich und es gibt hier viele User*innen, die das Kopieren an irgendwen delegieren können?

    Wir versuchen so wenig wie möglich zu kopieren, aber wenn es notwendig ist, müssen wir es leider selbst machen. Ich halte es auch eher für eine Ausnahme, dass man über Kopiergehilfen verfügt, die das übernehmen.

    Auch wir dürfen nicht an die Spülmaschine in der Mensa, da sie nicht zur Schule gehört sondern nur vom Essensanbieter der Schule genutzt werden darf, hat Versicherungsgründe. Wir dürfen aus Hccp Gründen die Küche rein theoretisch nicht mal betreten. Das kenne ich auch aus jeder Betriebskantine so.

    Hier wurde behauptet, Lehrer dürften die Spülmaschine einräumen, Schüler aber auf keinen Fall. Wenn auch Lehrer nicht in die Küche dürfen, müssen sie sich auch nicht um das Geschirr kümmern.

    Zitat

    Einen Teil kann man natürlich im Lehrerzimmer in die Spülmaschine stellen, das machen wir auch so. Aber Eltern und Schüler sollte man da ja nun auch nicht unbeaufsichtigt reinlassen.

    Von unbeaufsichtig sprach niemand. Im Ausgangskommentar ging es darum, dass Schüler sich um das Geschirr kümmern und eine Lehrkraft beaufsichtigt.

    Zitat

    In der Schule meiner Tochter haben die Eltern zu allen Festen übrigens einfach eigene Teller und Besteck mitgebracht. Nur zur Einschulung nicht.

    So kann man es natürlich auch machen.

    Wer hat sich bei der Einschulung um das schmutzige Geschirr gekümmert?

    Ja, eine gewerbliche Spülmaschine darf nur vom Essensanbieter oder dem schulischen Personal befüllt werden, es geht nicht um so eine "Billig"-Maschine, wie man sie zu Hause hat

    In unserer Mensa räumen auch Schüler, nach kurzer Einweisung, gelegentlich die Maschine ein. Wir hatten sogar mal eine Koch AG, in der Schüler sogar Herde bedient haben.

    Weil die Bedienung der Maschine und die Verantwortung nur durch schulisches Personal übernommen werden darf (also selbst von anderen Trägern eher nicht, ein Glück sind die Erzieher auch alle staatlich bei uns).

    Eine Spülmaschine darf nur von schulischem Personal befüllt werden? Das halte ich für ein Gerücht.

Werbung