Beiträge von Schmidt

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    In der Universität erlebte ich es genau so als Standard wie im ZfsL. Ich habe zuletzt von Menno Baumann die Bücher "Systemsprenger in der Schule" und "Verstehende Diagnostik in der Pädagogik" gelesen. Das zweite, neue Fachbuch ist nun mit Doppelpunkt zum Gendern statt generischem Maskulinum verfasst. Auch die Fachzeitschrift Grundschule Sachunterricht, die ich hier digital vorliegen habe, gendert mit Doppelpunkt.

    Also pädagogischer Elfenbeiturm

    Dass die Mehrheit das Bedürfnis nach Repräsentation einer Minderheit ablehnt, vor allem wenn dieses als Angriffspunkt der Rechtspopulist*innen / -extremist*innen genutzt wird, ist nun wenig überraschend.

    Frauen sind eine Minderheit? Frauen sind nicht repräsentiert? Wie bitte?

    Zumal es um das Gendern mit Sternechen und Sprechpause geht, nicht um die Repräsentation von Frauen. Das sind ganz unterschiedliche Punkte.

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    Es gäbe diese Abwehrreflexe und die Debatte an sich sicher nicht, wenn es nicht genutzt würde.

    Das Problem sind Menschen, die Sexismus und rechten Populismus unterstellen, wenn andere Menschen das Gendern ablehnen. Schubladen können alle Extremisten, egal auf welcher Seite.

    In letzter Zeit konnte man beobachten, wie sich die recht lesefreundliche Doppelpunktschreibweise samt Pausensprechweise immer breiter durchgesetzt haben.

    Bei wem soll sich diese Schreibweise durchgesetzt haben?

    Die Doppelpunktschreibweise ist genauso, wie die Schreibweise mit * oder ähnlichem nicht barrierefrei. Warum muss man sich irgendwelche diskriminierenden Schreibweisen ausdenken, statt einfach die bereits vorhandenen und barrierefreien sprachlichen Mittel zu verwenden, wenn man auf eine geschlechter"gerechte" Sprache wertlegt?

    Die Pausensprechweise fällt mir auch vereinzelt (sehr negativ) auf. Für den Sprachfluss ist das unsinnig. Und auch hier gilt: es gibt bereits sprachliche Mittel um alle Geschlechter explizit anzusprechen (wenn Geschlecht so wichtig ist und man wer auf so etwas legt).

    Zum Ausgangsthema: solange keine offizielle Anweisung hierzu vorliegt, musst du es nicht anstreichen. Ich persönlich würde es beim ersten Auftreten anstreichen (weil es objektiv falsch ist), aber ansonsten nicht weiter berücksichtigen (weil die Schreibweise vertretbar ist und ich wegen so einem Quatsch kein Fass aufmache). Du kannst es aber auch einfach ignorieren.

    Bei Grundschülern tut sie es generell nicht, die ziehen einfach an, was sie schön finden und überlegen nicht, ob sie damit jemand auf dem Schlips treten könnten - und diese Freiheit gönne ich den Kleinen von Herzen. Mein kleiner Neffe ist drei Jahre alt und hat von meiner Mutter mal eine Kappe gekauft bekommen, weil seine Sonnenmütze vergessen ging und es einfach zu heiß war. Diese Kappe ist so mit das Hässlichste, das es unter dieser Sonne gibt, es gab irgendwie nichts anderes und meine Mutter war damals fast peinlich berührt, aber der Schutz ging vor. Mein Neffe geht NUR noch mit dieser Kappe raus. Er liebt sie über alles. Sobald man versucht, ihm zu erklären, dass er sie nicht immer aufhaben müsste, gibt es Tränen.

    Ich erwarte auch von Grundschülern und -schülerinnen noch nicht, dass sie das, das sie schön und bequem finden, opfern für den "generellen Geschmack".

    Ich bin in der 3. Klasse zwei Monate lang nur mit Badekappe in die Schule gegangen. Meine Klassenlehrerin war da mit meiner Mutter einer Meinung: wenn es der Persönlichkeitsfindung dient, warum nicht?

    Diese Diskussion, dass Grundschüler unhöflich seien und in ihre Schranken gewiesen werden müssten, wenn sie mit Kappe in die Schule kommen, ist mir vollkommen neu. Das gibt es in meiner Welt, zu der auch Grundschulen gehören, nicht.

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    Völlig verständlich, wenn KuK ihren SuS der 8.-10. Klasse da eine Sensibilität mitgeben, denn in der Altersklasse ist es wichtig zu wissen, dass es Situationen gibt, in denen der eigene Geschmack/die Bequemlichkeit hintenan stehen sollte, allerdings stelle ich selbst bei den SuS meiner Grundschule fest, dass, wenn der Schulfotograf kommt, sie sehr klaren Wert darauf legen, geschniegelt und gespornt zu kommen.

    Sicher muss dafür sensibilisiert werden. Im Vorstellungsgespräch für einen Ausbildungsplatz weiß man nicht, wen man gegenüber hat, der erste Eindruck muss stimmen. Deshalb geht man da geschniegelt hin. Genauso, wie zum Fototermin in der Schule. Aber das ist ja gerade der Punkt: Schule ist nicht Vorstellungsgespräch.

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    Mein Bruder ist Tonmeister an der Philharmonie Berlin. Er hatte letztens ein Konzert mit einer japanischen Highschool zu mischen - Blasorchester.

    Da schrien alle "AYE!!!", standen stramm, waren in Uniform und lieferten eine enorme Leistung ab, die schon von klein auf eingedrillt wird.

    Die Suizidrate unter Jugendlichen ist in Japan sehr hoch. Zumal Kappe/Jogginghose ja erstmal gar nicht mit der Leistung zusammenhängen. Weder der Leistung in der Schule noch der Leistung in anderen Bereichen. Und wie/was gedrillt wird ist auch unabhängig davon, was die Schüler anhaben.

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    Denn darum ging es eigentlich. Sind Jogginghosen Zeichen für mangelnden Respekt, bzw sollte auf Kleidung mehr Wert gelegt werden, um den Wert der Schule in ein anderes Fahrwasser zu lenken?

    Welchen Wert meinst du? Manche Schüler haben Jogginghosen, die teurer sind, als das komplette "Outfit" mancher Kollegen.

    Drückt ein klassisches Mathelehrer-Karohemd und eine ältere Jeans mehr "Wertschätzung" aus, als eine ordentliche und saubere Jogginghose und Kappe?

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    Und ich bin mir sehr unsicher, ob respektlose Kinder respektvoller werden, nur weil man sie zwingt, bestimmte Kleidung zu tragen. Druck erzeugt in der Regel Gegendruck, daher zweifele ich daran.

    Jugendliche in Schuluniformen können extrem unhöflich sein und Jugendliche in Jogginghose und Kappe extrem höflich und hilfsbereit. Das eine hängt nicht mit dem anderen zusammen.

    Insgesamt verstehe ich einfach nicht, wie man Menschen, und dann auch noch Schüler, so auf Äußerlichkeiten reduzieren kann. Wer Jogginghose und Kappe trägt, ist unhöflich, wer ein Hemd trägt ist nicht unhöflich. Dass das eine weit verbreitete Einstellung ist, ist mir klar. Von Lehrern erwarte ich aber mehr.

    Aber...ist das nicht exakt das, das man dich auch fragen kann?

    Völlig unironisch, völlig ohne Provokation - wirklich.

    Ich verlange nicht von anderen, dass sie sich auf eine bestimmte Weise kleiden, weul ich das für richtig halte. Ich persönlich halte es für unangebracht, wenn sich Schüler (egal welchen Geschlechts) mit extrem knappen Hosen kleiden oder dreiviertel des Bauchs herausschauen. Daraus leite ich aber nicht ab, dass die Schüler das zu unterlassen haben.

    Ich kritisiere nicht, dass Menschen eben Ergebnis ihrer Sozialisation sind und das bei manchen dazu führt, dass sie das Tragen von Kappen als unhöflich empfinden. Was ich kritisiere ist die mangelnde Reflektionsfähigkeit, das Bedürfnis, Schüler zu kontrollieren (bei Erwachsenen kann man das ja in der Regel nicht) und die Praxis, dabei nicht wenigstens ehrlich zu sein ("Ich möchte nicht, dass ihr Kappe tragt, weil ich das als unhöflich empfinde."), sondern unpassende "Argumente" zu erfinden ("Später auf der Arbeit dürft ihr auch keine Kappe tragen!", "Kappe Tragen ist total unhöflich, dass will unsere Gesellschaft nicht!").

    Genau über dem von dir gewählten Zitat stand bereits die Antwort:

    Und nachfolgend:

    Meine Sozialisation ist offenbar nicht deine, meine Wahrnehmung von Konventionen nicht deine.

    Die eigene Sozialisation ist doch aber kein Maßstab für Verbote. Warum müssen sich andere Menschen an das halten, was du für richtig hältst? Wo ist da die Grenze?

    <Mod-Modus>

    Soll ich hier dicht machen oder könnt ihr sachlich weiter diskutieren ohne euch gegenseitig zu beleidigen?

    Danke im Voraus.

    kl. gr. Frosch, Moderator

    Wenn du dir schon die Mühe machst, meeine Beiträge zu löschen, könntest du ruhig dazu schreiben, welchen Teil du als Beleidigung empfindest. Wahr sind alle Teile meines Beitrags.

    guckt man sich doch schon mal das an, was ihr hier heute macht, wie viele der Grundschüler würden das aushalten?

    Bis du ein Grundschüler? Was genau wird hier denn heute gemacht?

    Veraltete und unsinnige "Benimmregeln" die sich irgendwer grundlos ausgedacht hat und die schon lange keine allgemeine Gültigkeit mehr haben, muss man nicht unterstützen. Es gibt außer ein paar subjektiver Befindlichkeiten keinen Grund, Schülern vorzuschreiben, dass sie in der Schule keine Basecap/keine Jeans/keine Sneaker/keine T-Shirts/keine Jogginghose tragen dürfen. Ich finde diesen Zwang, Schülerindividualität wegen eigener Empfindungen unterdrücken zu wollen abstoßend.

    Nein, warum sollte die Schulleitung da einschreiten, das tun schon die Lehrer, wenn sie es denn mitbekommen, aber das bekommen sie eben auch nicht immer mit.

    Na wenn das so einfach wäre, dann kann man doch gleich gehen, wenn einem die Hausordnung nicht passt und nicht mit Grundrechten argumentieren. ;)

    Vergiftetes Klima, in dem sich weder Schulleitung noch Lehrkräften um eine Verbesserung scheren, aber ein Basecap ist furchtbar unhöflich und gehört daher verboten. Da stimmen die Prioritäten. 👍

    Wie du meinst, sieht unsere Hausordnung eben anders und ist so von der Schulkonferenz (also auch von Eltern und Schülern) abgestimmt worden. Sehen also scheinbar noch mehr Leute anders als du.

    Dass antiquierte und irrationale Ansichten weit verbreitet sind, habe ich nicht bezweifelt. ;) Wenn man oft genug auf BS hinweist, stellt sich vielleicht ein Umdenken ein. Das hat in der Geschichte schon oft funktioniert.

    Es bedingt sich gegenseitig.

    Aber wenn Jugendliche die Wahrnehmung ihres Umfeldes nicht berücksichtigen, können sie Nachteile haben, das wurde hier schon erwähnt. Warum soll man ihnen das nicht erklären? Wenn es die "gewohnte" Kleidung ohne Provokationsabsicht ist: Darauf zu warten, dass die Chefetage eines Betriebes plötzlich während des Bewerbungsgesprächs die "unangemessene" Bekleidung toleriert, ist naiv (nur als Beispiel).

    Und wenn ihnen ganz einfach das Umfeld nicht genehm ist, können sie natürlich provozieren - mit Absicht. Ob man sich "als Umfeld" darauf einlässt, muss man natürlich selber wissen.

    Die Schule ist keine Chefetage eines Betriebs. Natürlich spricht man darüber, wie Kleidung auf Menschen wirken kann. Man muss dem, was man sich als allgemeine Regeln vorstellt aber nicht selbst hinterherlaufen. Warum sollten für Vorstellungsgespräche dieselben Kleidungsempfehlungen herrschen, wie in der Schule?

    Eine Zahnarzthelferin meines Zahnarztes hat immer unterschiedlich gefärbte Haare, zur Zeit ist es pink. Der Schreiner Azubi der Schreinerei neben uns trägt grundsätzlich Basecap, genauso, wie manche unserer Schüler. Meine Kollegen aus der IT haben teilweise Shorts und Flipflops zur Arbeit getragen. Man muss wirklich nicht jeder antiquierten Vorstellung mit vorauseilendem Gehorsam begegnen. Das Argument "das ist später im Berufsleben auch nicht anders" war noch nie überzeugend.

    Dann müssen auch politische Inhalte verurteilt werden - und das wiederum passiert kaum, da das Fettmarkierte genauso auch von Teilen der Union und der FDP gefordert wurde und auch noch wird, ohne dass mir hier ein medialer Aufschrei bekannt wäre.

    Lies dich bitte erstmal in die Aussagen verschiedener Politiker ein. Das hast du bisher offenbar noch nicht geschafft, sonst würdest du den Unterschied in den Aussagen sicher verstehen.

    Das stimmt so pauschal nicht. Natürlich kann man mit Kleidung ganz bewusst Signale senden, ob als Provokation oder als Zeichen der Anpassung. Und das geht schon bei Kindern los und hört unabhängig vom Alter nicht auf.

    Wer gerne Jeans, Basecap und T-Shirt trägt, trägt in der Regel einfach gerne Jeans, T-Shirt und Basecap (z.B. weil das in ihrer Subkultur zum Standard gehört) ohne damit jemandem zu nahe treten zu wollen. Dass insbesondere die Kappe als respektlos wahrgenommen wird, ist in der Regel nicht Ziel der Kleidung.

    Zitat

    Da habe ich alles schon erlebt, und ich habe selbst schon mit untypischer Kleidung (vor allem als Jugendlicher) provoziert oder meiner lieben altmodischen Oma einen Gefallen getan. Alles ganz normal, oder?

    Dass Jugendliche mit ihrer Kleidung provozieren können, liegt an der Wahrnehmung ihres Umfelds, nicht an der Kleidung per se. Wenn sich die Eltern über schwarz lackierte Fingernägel aufregen und in der Schule am schwarzen Hut herumkritisiert wird, dann liegt das nicht an den schwarzen Fingernägeln oder dem Hut, sondern nur an der Vorstellung, die Eltern und Lehrer davon haben, wie die Kinder zu sein haben, statt zu akzeptieren, wie die Kinder sind.

    DU hast dich also daran nicht gestört. Ich nehme a) nicht an, dass du jeden Hochzeitsgast einzeln gefragt hast und b) auch nicht, dass jeder bei so viel Toleranz deinerseits sein Missfallen zum Ausdruck gebracht hätte, hätte er/sie es empfunden.

    Wen interessiert, ob sich ein Hochzeitsgast an der Kleidung anderer Hochzeitsgäste stört? Es interessiert einzig die Ansicht des Paares, das heiratet.

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    Ja, und vor diesem Interpretieren ist kein Mensch gefeit, das passiert ganz automatisch und mag man sich für noch so tolerant halten.

    Man kann üben, Menschen nicht nach ihrem Äußeren zu beurteilen. Das halte ich nebenbei auch für ein wichtiges Bildungsziel. Gegen eine reflexartige Interpretation kann man nichts tun, das stimmt. Aber glücklicherweise haben wir einen Kopf, der zum Reflektieren und Lernen fähig ist.

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    Und die Behauptung, dass es sehr selten wichtig ist, was andere von einem denken, halte ich für äußerst gewagt.

    Mach dich doch selbst nicht so abhängig davon, was andere von dir denken. Oder eigentlich davon, was du denkst was andere von dir denken könnten. Auch das Selbstbewusstsein, sein eigener Mensch zu sein und sich nicht blind davon abhängig zu machen, was andere vielleicht denken könnten, ist ein Bildungsziel.

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    Aha, und das entscheidest dann du, wann das der Fall ist?

    Teilweise

    Manchmal sehe ich Probleme bei Schülern und spreche diese an. Manchmal haben Schüler Probleme und fragen nach möglichen Lösungen. Alle Menschen sind unterschiedlich. Manche brauchen ein komplett reizfreies Umfeld, um effizient arbeiten zu können, andere brauchen Chaos um sich herum.

    Es ist noch nicht so lange her, dass Jeans, Sneaker und T-Shirt in der Schule als respektlos bezeichnet wurden. Heute ist das alles vollkommen normal und auch unter Lehrern verbreitet.

    Bis zu einem gewissen Grad sind sie auch in der Lage, diese Grundregel auf verschiedene Lebensbereiche anzuwenden. Dass sich unsere Gymnasiasten bei Bewerbungsgesprächen im Hoodie vorstellen oder bei der Abiverleihung im Tanktop auf die Bühne gehen, kommt meines Wissens nach eher selten vor. Im Bereich Schulalltag haben sie die Thematik aber, glaube ich, oft nicht so präsent.

    Auf der letzten Hochzeit, auf der ich war, sind auch Jugendliche mit Basecap (und im Anzug) herumgelaufen. Hat sich niemand dran gestört. Warum auch?

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    Wenn mir jetzt Schüler mit Klamotten im Schulgang entgegenkommen, die ich als "könnte auch heute Nacht beim Schlafen so getragen worden sein" interpretiere, dann kommt da bei mir eine gewisse Aussage an. Nämlich die, dass in der Schule beim "Arbeiten" die gleiche innere Haltung herrscht wie beim Netflixen und Pizzaessen zuhause auf der Couch oder im Bett.

    Mich interessiert die tatsächliche Arbeitshaltung, Beteiligung im Unterricht, Leistung in Prüfungen, Entwicklung etc., nicht das, was ich meine in Kleidung hineininterpretieren zu können.

    Wenn jemand mit der Arbeitshaltung oder Konzentration Probleme hat, dann spreche ich bspw. auch an, dass die Kleidung helfen kann, sich selbst in eine andere mentale Haltung zu bringen. Manchen Menschen hilft es, über die Kleidung gegenüber sich selbst auszudrücken, dass sie jetzt im Arbeitsmodus sind. Wenn das Verhalten kein Problem ist und der Schüler auch selbst kein Problem sieht, dann kann er meinetwegen im Schlafanzug im Unterricht erscheinen. Die Schüler mit Kappe sind aber in der Regel normal angezogen.

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    Mir wäre es aber lieber, wenn mir meine Jugendlichen sowohl durch ihre Handlungen, als auch durch ihre Attitüde verdeutlichten, dass ihnen bewusst ist, dass es in der Schule um was anderes geht als um chilliges Fortnite-Zocken zuhause im Sessel.

    Um was geht es für Schüler denn in der Schule genau? Und wie werden sie durch das Tragen einer Kappe am Erreichen dieses Ziels/dieser Ziele gehindert.

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    Weil ich auch oft den Eindruck habe, dass den Jugendlichen wiederum oft gar nicht bewusst ist, welche Signale sie möglicherweise mit bestimmter Kleidung aussenden.

    Sie senden nicht Signale, andere Menschen interpretieren etwas in die Kleidung hinein. Dessen sollte man sich bewusst sein. Man sollte sich aber auch bewusst sein, dass es nur in wenigen Fällen wichtig ist was andere Menschen von jemandem denken. Und auch, dass es hier meistens um den ersten Eindruck geht. Im Vorstellungsgespräch, zieht man sich eine Stufe besser an, als im Job eigentlich notwendig, weil man nur eine Chance für einen ersten Eindruck hat. Im Unterricht, lernt man Menschen kennen; die dürfen sich gerne so anziehen, wie es ihrer Persönlichkeit entspricht.

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