Was soll diese Beleidigung?
Minderwertigkeitskomplexe?
Welche Beleidigung?
Ich sehe hier nur eine Beleidigung von deiner Seite.
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Und das ständige Erklären müssen, nervt einfach, gerade wenn man Deutscher ist. Du warst Ausländer, also nicht in der gleichen Situation.
Für Ausenstehende ist dad genau dieselbe Situation. Jemand sieht anders aus, also wird gefragt. Welchen Pass jemand hat und wo er aufgewachsen ist, sieht man niemandem an.
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Ich kenne es auch nur aus Gesprächen. Mein Jahr in den USA ist nicht vergleichbar . Da war ich fremd, fühlte immer noch als Deutsche, nicht US-Amerikanerin, aber als Deutscher in Deutschland ständig erklären zu müssen, man sei deutsch...
Auch hier: niemand kann anderen in den Kopf gucken oder sehen, ob eine andere Person deutsch ist oder nicht. Ich werde in Deutschland auch gelegentlich gefragt, wo ich herkomme. Manchmal, weil ich nicht ganz biodeutsch aussehe, manchmal, weil ich gelegentlich Dialekt spreche, manchmal auch einfach so, weil das eine normale Frage ist, die man sich in Unterhaltungen manchmsl gegenseitig stellt.
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Die Nachfragen, wo man wirklich herkommt, unterstellen letztendlich, man würde lügen oder zumindest seine Herkunft verheimlichen.
Es geht nicht darum, dass irgendwer, am besten noch zusammenhanhslos, nachfragt, dann nicht glaubt, dass die Person in Deutschland geboren wurde und weiter bohrt. Das hat jemand im Verlauf der Diskussion dazu gedichtet.
Statt berufsmäßig empört zu sein, könnte man auch erstmal prüfen, um was es eigentlich geht.
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Meine Freundin will einfach auch mal über etwas anderes mit Fremden reden und nicht immer über ein Land, dass sie nicht kennt oder ihre Familiengeschichte. Die interessanten Gespräche, die ich mit Fremden (z. B. im Zug) habe, kann sie nicht führen, weil immer wieder alles was sie sagt auf ihre "Herkunft" zurück geführt wird. Sehr einseitig, kein echtes Interesse, sondern Schubladendenken. Und sie passt nicht in die Schublade (Vorurteile treffen nicht zu).)
Warum sollten sich Menschen im Zug mit Fremden unterhalten, wenn sie nicht an dem interessiert sind, was sie nachfragen? Dass es nervt, ständig über seine Herkunft gefragt zu werden, habe ich nicht geleugnet. Aber wirklich vorwerfen kann man es anderen auch nicht. Auf der einen Seite sollen sie offen gegenüber anderen Kukturen sein, dann müssen sie anderen aber ansehen, zu welcher Kultur sie sich zugehörig fühlen und dürfen nicht nachfragen. Menschen können nicht hellsehen. Wenn ein Individuum von bestimmten Fragen genervt ist, dann muss es das sagen. Wenn jemand nicht über ein bestimmtes Thema sprechen will, dann muss die Person das sagen. Wenn man sich lieber über etwas anderes unterhalten möchte, dann muss man das auch sagen. Die einen sind in Deutschland geboren, fühlen sich als Deutsche, haben keinen Bezug zu den kulturellen Wurzeln ihrer Eltern und fühlen sich direkt diskriminiert, wenn jemand fragr, woher sie kommen. Andere sind gerade erst in Deutschland angekommen und unterhalten sich gerne über ihr Heimatland. Wieder andere sind schon sehr lange hier, haben mehrere Staatsangehörigkeiten und fühlen sich mehreren Kulturen zugehörig. Von außen lassen sich diese Personen nicht unterscheiden.
Ich habe auch keine Lust, mich mit Fremden über meine Kinder zu unterhalten oder darüber, wo denn die Mutti sei, und werde trotzdem regelmäßig darauf angesprochen. Solche Unterhaltungen kann man entweder direkt unterbinden oder man lässt sich darauf ein. Die Frager müssenund können nicht wissen, was im Kopf des Gegenüber vorgeht.