Beiträge von Schmidt

    Ich muss sagen, ich kenne das als Erwachsener gar nicht, dieses voll gesund einschlafen, durchschlafen und morgens aufwachen und schwupps ich bin krank.

    Also bis auf ein "ein bisschen Halskratzen" vielleicht, aber gut, da bleib ich ja nicht gleich zu Hause.

    Entweder schlafe ich unruhig, z.B. bei Magen-Darm-Ankündigung oder merke wie bei Grippe eh scho abends den heißen Kopf, da kann ich mir doch zusammenreimen, dass ich am nächsten Tag nicht arbeiten kann und melde mich eben gleich krank.

    Wenn ich arbeitsunfähig bin, dann meistens wegen Migräne. Das merke ich dann erst beim Aufwachen (und mindestens die resten Stunden des Tages sind dann direkt gelaufen). Grippale Infekte oder ähnliches habe ich fast nie. Es ist schon Kahre her, dass ich mich wegen soetwas arbeitsunfähig melden musste.

    Ansonsten schlafe ich in der Regel wie ein Stein. Keine Probleme mit dem Ein- oder Durchschlafen. Wenn ich nach meinem natürlichen Rhythmus leben kann, brauche ich auch keinen Wecker. 7,5 Stunden nach dem Einschlafen wache ich von selbst wieder auf. Leider geht das im Alltag nicht.

    Was ich mich frage... Wenn man erst um 10 oder 11 Uhr aufsteht, weil man später Unterricht hat, wie kommt man dann auf eine 45 bis 50 Stundenwoche, wie es häufig behauptet wird? :teufel:

    Für den Fall, dass das kein Witz war: indem man bspw. gelegentlich Wochenenden durchkorrigiert oder nicht von 7:00 bis 15:45 Uhr arbeitet, sondern von 10:00 bis 18:45 Uhr.

    Aber um das möglichst frühzeitig geht es doch gerade. Es gibt anscheinend Kollegen, die bei späteren Unterrichtsbeginn lange schlafen und auch erst spät merken, dass sie dienstunfähig sind. Ist es nun berechtigt von der Schule zu erwarten, dass sich diese Personen schon morgens abmelden oder nicht?

    Nicht

    Zitat

    Welcher System man nun verwendet und ob Anrufe zu einer bestimmten Uhrzeit sinnvoll sind, ist eine andere Frage. Die Frage, um dir es mir geht ist: Kann ich von einer Lehrkraft erwarten sich vor dem allgemeinen Unterrichtsbeginn krank zu melden, auch wenn sie erst um 10:00 Uhr Unterricht hat.

    Grundsätzlich ja

    Du kannst aber nicht erwarten, dass Lehrkräfte um 6:45 Uhr aufstehen, prüfen ob sie arbeitsfähig sind und dann bei Bedarf weiterschlafen. Das ist absurd.

    Man meldet sich so frühzeitig wie möglich krank. Ist bereits am Vortag klar, dass man sich arbeitsunfähig melden muss und man muss morgens anrufen, weil es noch niemand geschafft hat, ein sinnvolles System einzuführen, dann stellt man sich einen Wecker, meldet sich rechtzeitig krank und geht wieder schlafen. Wenn sich eine Arbeitsunfähigkeit am Vortag noch nicht abzeichnet, ist niemand verpflichtet, den Schlaf um 6:45 Uhr zu unterbrechen, um die Arbeitsfähigkeit zu prüfen.

    Bei uns findet im Januar wieder ein Tag der offenen Tür statt, wo alle Kolleginnen und Kollegen auch am Samstag von 9-16.00 Uhr in der Schule sind.

    Wie wird das bei euch, wenn überhaupt, berechnet?

    Als Arbeitszeit aufschreiben und an einer anderen Stelle einsparen. Samstag ist ein normaler Werktag. Würde mich auch nerven, aber was will man machen.

    Wenn es bei dir anders ist, stellst du dir einen Wecker auf 7:00 Uhr.

    Warum sollte ich?

    Zitat

    Es ist ein normaler Arbeitstag für dich.

    Der beginnt bei mir nicht um 7:00 Uhr. Wie kommst du auf die abwegige Idee, dass der Arbeitstag jedes Lehrers grundsätzlich um 7:00 Uhr beginnt?

    Zitat

    Weder Ferien noch Wochenende noch Urlaub.

    Sag bloß.

    off topic

    find ich es etwas amüsant, dass unerfreuliche PISA-Resultate im Forum als "off topic" eingestellt werden -

    und beruhigend, dass sie dann doch heftig diskutiert werden (nein, ich habe jetzt nicht 160 Posts gelesen).

    on topic

    So wahnsinnig wichtig ist Pisa nun auch wieder nicht. Dass es Probleme im Schulsystem gibt ist davon unabhängig.

    Der Artikel beschäftigt sich dennoch mit - wie ich schrieb - ähnlichen Problemen. Und nach den bisherigen Infos ist die Insolvenz eine zukünftige Gefahr.

    Und neben dem Aspekt, dass wir der TEin alle nicht direkt helfen können (und dabei aber für sie das beste hoffen), sind in dem Artikel doch eventuell Infos für Interessierte an der Thematik.

    Dem will ich nicht widersprechen. Das Zitat hat mich nur irritiert, weil Insolvenz eine ganz andere Baustelle ist.

    Also zumindest hier in Sachsen arbeiten an Schulen in privater Trägerschaft Lehrkräfte, die nicht fertig ausgebildet sind oder darauf warten, beim Staat eine Stelle zu bekommen. Solange der Staat solche Gehälter anbietet, mutmaße ich, dass ein Privatschulsystem in Deutschland nie eine ernsthafte Rolle spielen wird.

    In Hessen arbeiten an staatlichen Schulen auch zahlreiche Lehrkräfte die nicht fertig ausgebildet sind oder darauf warten, irgendwo eine Planstelle zu bekommen.

    Das ist nicht zwangsläufig schlecht.

    Wir reden darüber, ob es zumutbar ist sich um 7:00 Uhr schon krankzumelden, wenn man erst um 11:00 Uhr Unterricht hat. Wenn ich erst 1h vorher krank werde, also um 8:00 Uhr noch topfit bin und um 9:00 Uhr die Krankheit ausbricht, dann hilft es mir auch nicht, dass ich um 7:00 Uhr fit war.

    Woher soll ich wissen, ob ich um 7:00 Uhr topfit bin oder nicht? Wenn ich am Abend vorher noch fit bin und erst um 11 Unterricht habe, schlafe ich um 8 Uhr noch.

    Wir reden hier doch über den Normalfall.

    Nein, wir reden von den Situationen, in denen man sich ausnahmsweise nicht bis 7:00 Uhr krankmelden kann. Zum Beispiel, weil man zu diesem Zeitpunkt wegen späteren Unterrichts noch schläft.

    Wirklich niemand hat hier auch nur angedeutet, eine Krankmeldung absichtlich hinauszuzögern oder um 6:30 Uhr aufzuwachen, sich nochmal umzidrehen und dann erst um 9:00 Uhr Bescheid zu geben, statt sich so früh wie möglich krankzumelden.

    Erstaunlich, wenn Lehrkräfte über eigene Belastung und Burnout klagen und zugleich dann Drill bei Kindern wollen, um mit Ostasiatischen Ländern mithalten können.

    Ich klage nicht über Burnout oder Überlastung. Mir hätte es als Schüler gut getan, etwas Druck zu erfahren, so gefordert zu werden, dass ich tatsächlich aktiv lernen muss und für bestimmte Grundlagen Drill zu erfahren. Ich habe diverse Schüler in meinen Kursen, die davon auch profitieren würden.

    Es geht nicht darum, mit den ostasiatischen Ländern "mithalten" zu können.

    Mein Gott Leute, wo ist das Problem? Im Normalfall ruft man halt um 0700 an. Wenn man erst um 11 Unterricht hat und auf dem Weg zur Schule Magen und Darm sich melden und ihr auf einmal 10 cm höher sitzt, dann bleibt nichts anders übrig als sich auch noch nach 0700 krank zu melden. Shit happens. Im wahrsten Sinne des Wortes.

    Sag ich ja. Aber dann muss man sich vorwerfen lassen, unkollegial oder ein undisziplinierter Teenager zu sein, weil man nicht unabhängig von Unterrichtsbeginn um 6:30 Uhr aufsteht.

    Aber doch nicht, wenn man am Abend vorher quietschfidel ist.

    Das hier hast du im Bezug darauf geschrieben. Hier ging es darum, dass man erst beim Aufstehen merkt, dass man nicht arbeitsfähig ist.

    Heißt das, du rufst um 9 Uhr an und sagst, dass du um 10 Uhr nicht kommen kannst und die meisten Schreiber hier finden das gut? Sorry, du hast nicht einfach nur einen Computer, den du ausnahmsweise heute nicht anmachen kannst. Wir sind ein kleines Kollegium, da hat fast niemand eine Freistunde und kann schnell mal vertreten. Finde ich unkollegial.

    das bedeutet, dass ich Krankheitsfall mich gegen 7 per mail wasauchimmer abmelde.

    Das stellt grundsätzlich niemand in Frage. Aber wenn ich um 7:00 Uhr nicht wach bin und auch am Abend vorher noch nicht absehen konnte, dass ich am nächsten Tag nicht arbeiten kann, dann melde ich mich eben erst um 9:00 Uhr oder wann auch immer ich die Arbeitsunfähigkeit erkenne, krank.

    Rechthaberisch bist gerade eher du.

    Aber wer nicht grundsätzlich um 7:00 Uhr aufsteht und Kappen im Unterricht nicht als respektlos ansieht, ist ein undisziplinierter Teenager. Verstehe schon. ;)

    Ach naja, das hieß es von den Ukrainischen Schülern auch und dann hat sich herausgestellt, dass dort alle Nachhilfe nehmen, um im Stoff ein Jahr weiter zu sein als hier.

    In Ostasien gehen (mittel bis stark leistungsorientierten) Schüler auch irgendwann, spätestens die letzten zwei Jahre vor dem Schulabschluss, in Paukschulen, um optimal auf die universitäre und die beruflichen Zugangsprüfungen vorbereitet zu sein. Aber die Schule schafft die Grundlagen dafür.

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