Beiträge von Schmidt

    Wir sind in einem Forum, einem schriftlichen Medium. Emotionen finden im Kopf des Lesers statt.

    Der geneigte Leser sieht in deinen Beiträgen, dass du deine Ansicht mit Scheuklappen darbietest und es nicht schaffst, andere Positionen nachzuvollziehen. Wer es nicht schafft, die menschlichen Aspekte "auf der anderen Seite" anzuerkennen, der hasst. Wenn alle Menschen "auf der anderen Seite" Terroristen oder wenigstens Sympathisanten sind, die ruhig weggebombt werden können, dann ist das eine hasserfüllte Einstellung. Und wenn man es gut findet, dass hunderttausende endlich vertrieben werden, dann ist das ebenso hasserfüllt. Das kenne ich zur Genüge.

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    Die Leute sind nicht mehr gewohnt, dass jemand auf der Sachebene einen sehr klaren Standpunkt bezieht, wenn dass passier, kann es ja nur daran liegen, dass der andere "vor Hass schäumt".

    Man kann auch selbst eine deutliche Position beziehen und dennoch anerkennen, dass es andere Ansichten gibt und das Problem komplex ist. Du wirst es kaum glauben, aber auch ich habe bei vielen Fragen eine sehr klare Position. Andere Menschen haben auch bei vielen Fragen sehr klare Positionen. Die Menschen, mit denen ich enger zu tun habe, schaffen es aber in der Regel, auch andere Positionen zu sehen und zu verstehen, auch, wenn das die eigene Position nicht ändert. Man kann ganz problemlos der Ansicht sein, dass Israel gerade kaum eine andere Möglichkeit hat, als ihre Bodenoffensive durchzuführen, gleichzeitig aber sehen, dass das unter Palästinensern zu unglaublich viel Leid führt und über dieses Leid auch berichtet werden muss.

    Es ist sehr bereichernd unterschiedliche Positionen zu sehen und zu verstehen, auch wenn sie nicht der eigenen entsprechen. Solltest du mal ausprobieren.

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    Ist im Grunde die gleiche Reaktion eines Schüler, der glaubt, er habe die 6 in Mathe bekommen, weil "der Lehrer ihn hasst" und nicht, weil er 2 und 2 nicht addieren kann.

    Beliebte Technik: Menschen diskreditieren, indem man sie mit Schülern vergleicht.

    Soviel Arroganz ist schon eklig.

    Klar, die bösen Nazis haben nichts mit den Deutschen zu tun. Niemand war für sie, alle dagegen.

    Hä? Wo kommt der Nonsens denn auf einmal her?

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    Moebius und FLIXE haben sich vielleicht genauso über euch geärgert, wie ich jetzt.

    Joa, das trifft mich hart.

    Die Frage, was genau jemand tun soll, der Vorbereitungen durch die Hamas beobachtet, hätte ich tatsächlich gerne noch beantwortet.

    Das scheint für dich ja irgendwie ganz einfach zu sein.

    Klar kann man das erwarten, das "Heranführen" ist an der Schule schon passiert. Meine Drittklässler lesen sich im Selbstlernsemester für Deutsch gerade schier zu Tode.

    Literatur Lesen ist nicht dasselbe, wie wissenschaftliche Texte Lesen. 100 Seiten Literatur habe ich zu Schulzeiten in zwei Stunden gelesen. Für 100 Seiten wissenschaftliche Texte braucht man in den Geisteswissenschaften als Anfänger schon mal 20 Stunden, für Lehrbuchtexte 10 Stunden, wenn man die bearbeiten und verstehen will.

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    Was willst du an der Uni noch "heranführen"? Jede Woche eine Seite mehr lesen oder was? Nee, lies einfach oder such dir ne andere Beschäftigung.

    Vielleicht studierst du selbst erstmal eine Geistes- oder Gesellschaftswissenschaft und lehrst dann in diesem Bereich an der Uni. Es hilft, wenn man weiß, wovon man spricht.

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    Ich hatte vor 20 Jahren keine 12 Veranstaltungen pro Woche und die habe ich auch jetzt nicht.

    Woran das wohl liegt? Vielleicht daran, dass Naturwissenschaften und technische Studiengänge anders aufgebaut sind, als Geistes- und Gesellschaftswissenschaften?

    Bei uns haben Erstsemester im Gymnasisllehramt bspw. mit den Fächern Englisch und Deutsch 11 unterschiedliche Veranstaltungen mit 21 SWS. Wenn die in jedem dieser Seminare 100 Seiten wissenschaftliche Literatur pro Woche lesen sollen, sind das 1100 Seiten pro Woche.

    Wer hat angegriffen?

    Darüber wurde ebenfalls berichtet.

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    Und niemand hat die Vorbereitungen ihrer Angehörigen, Nachbarn bemerkt?

    Was genau soll jemand machen, der etwas bemerkt? Das ist so ein Spruch, den man auch nur aus einem sicheren, rechtsstaatlichen Land heraus bringen kann.

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    Plattypus habe ich bereits erwidert, wer sind die anderen mindestens beiden (du hast extreme Worte (Hass, Schaum vor dem Mund, auskotzen) verwendet)?

    Lies dir die extrem emotionalen Beiträge von Moebius und FLIXE nochmal durch.

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    Das fordert außer evtl. Plattypus niemand (und ihm geht es auch eher um die israelischen Soldaten).

    Klar, die Forderung nach dem Einsatz von Atombomben kann man so natürlich schönreden.

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    Du stellst übertriebene Behauptungen auf und ich habe dich daher anders eingeschätzt

    Welche Behauptungen sollen das sein?

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    Ich schrieb bereits, über chemicus und deine Beiträge habe ich mich in diesem Thread besonders geärgert, klang für mich so wie Oberlehrer, die vom sicheren heimischen Sofa Kommentare über Verhalten und Völkerrecht halten.

    Jaja, schon schlimm, wenn man die Vertreibung Hunderttausender für eine Tragödie hält.

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    Ich behaupte nicht, dass jeder immer Schuld ist, aber wenn ich zustimme, gar juble, unterstütze (wenn ich meine Kinder entsprechend entziehe), trage ich dazu bei.

    Das hörte sich gerade noch anders an.

    Mit der Kindererziehung hatten die Eltern im Nationalsozialismus übrigens nicht mehr viel zu tun. Dafür gab es die Hitlerjugend und den BDM.

    Es kann durchaus latenter Antisemitismus sein. Ich denke, von einem harten Kern abgesehen, gibt es wenig Menschen, die Juden jetzt per se hassen wollen. Die falschen Vorstellungen sind aber trotzdem vorhanden.

    Welche Vorstellungen sollen das sein? Ich verbinde mit Juden gar keine besonderen Vorstellungen. Es ist schon gewagt, grundsätzlichen Antisemitismus zu unterstellen.

    Und ergänzend wird das durch die zunehmende Verschulung in Bachelor/ Master ja noch zusätzlich gefördert; wenn Studis kaum Wahlmöglichkeiten aber umso mehr vorgegebene Pflichtseminare mit vorgegebenem Workload, durchstandardisierten Modulen und Studien- und Prüfungsleistungen haben, die ins ECTS-System gepresst werden, fällt es insbesondere Studienanfänger*innen auch schwerer, sich an das "neue" System zu gewöhnen - viel ist ja wie in der Schule.

    Das kann ich so nicht bestätigen. An meiner Uni gibt es, nach Einführungskursen in den ersten zwei Semestern, eine große Themenauswahl. Wieviel in den Seminaren gelesen wird, ist auch nicht "von oben" vorgegeben. Für irgendeinen Workload interessiert sich auch kaum jemand. Es steht zwar auf jeder Veranstaltung eine bestimmte Zahl CP/ECTS drauf, der tatsächliche Aufwand, der ja so oder so sehr individuell ist, ist davon aber unabhängig. Durchstandardisiert ist da gar nichts.

    Das Problem liegt nicht im System ansich, sondern an einer schlechten Umsetzung in vielen Studiengängen.

    In den Naturwissenschaften, Mathematik und den technischen Studiengängen gab es in den ersten sechs Semestern so oder so noch nie, auch nicht zu Diplom-Zeiten, viele Wahlmöglichkeiten.

    Jede Woche mussten die Studis 100 Seiten lesen. Das sind die Vorgaben und ich kann nichts dagegen machen. Das gleiche Seminar wird von vielen Dozenten angeboten und wir alle haben diese Vorgaben.

    Da ist schon das erste Problem: Erstis müssen an das wissenschaftliche Lesen von umfangreichem Textmaterial herangeführt werden. Du kannst denen nicht einfach jede Woche 100 Seiten hinklatschen und erwarten, dass sie die tatsächlich lesen. Selbst, wenn das 100 Lehrbuch Seiten sind, schafft das kaum ein Ersti. Vorballem, da die wahrscheinlich nicht nur dein Seminar besuchen.

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    1. Obwohl es ein Handout von mir gab, wo die Literatur zu finden ist, kamen trotzdem jede Woche Fragen: "Wo ist der Text?

    Warum stellst du die Texte nicht digital zur Verfügung?

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    Die Texte wurden grundsätzlich nicht gelesen. Dies hat meinen Unterricht massiv gestört. Dadurch waren keine Diskussionen möglich, ich konnte dadurch dann auch nicht helfen und stand da vorne wie in einer Vorlesung und habe halt meine eigenen Folien vorgelesen.

    Das wundert mich bei der Textmenge nicht.

    Warum sind so viele auf der Flucht? Weil Israel vorgewarnt hat und nicht einfach wie Hamas aus heiterem Himmel überfällt.

    Das wurde auch berichtet. Ändert aber nichts daran, dass nicht hunderttausendeIIsraelis auf der Flucht sind, sondern mal wieder Palästinenser vertrieben werden.

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    Und schon wieder Hass. Wer (du schreibst sogar Plural "manche") kotzt sich hier seinen Hass mit Schaum vor dem Mund aus?

    Das tuen mindestens drei Nutzer hier. Allen voran plattypus, der fordert, Palästina einfach mit Atombomben auszulöschen.

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    Die Situation macht mir große Sorgen, wenn Israel nicht schnell erfolgreich ist, kann es sich zum 3. Weltkrieg ausweiten. Viele Länder einschließlich China und Russland warten darauf.

    Wie kommst du darauf? Alle anderen Konflikte und auch der Nahost Konflikt haben bisher nicht zum dritten Weltkrieg geführt. Dafür braucht es schon ein bisschen mehr.

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    Aber hier glauben einige, es geht nur um schwache Palästinenser und starke Israelis.

    Die palästinensiche Zivilbevölkerung ist schwach und Israel im Vergleich zur Hamas stark. Darum geht es aber nicht. Ich bin gar nicht grundsätzlich der Ansicht, dass sich Israel aktuell falsch verhält. Das wird mir hier nur unterstellt, weil ich nicht danach schreie, dass die Palästinenser sofort von den guten Israelis ausgelöscht werden müssen.

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    Und auch deine Sichtweise teile ich nicht. Deine Sichtweise teilten viele Deutsche in den 50er Jahren, "die bösen Nazis, ich dagegen ...".

    Ich wurde erzogen dem Spruch, wer Böses verhindern könnte und es nicht tut, ist mitverantwortlich.

    Jaja

    Solche Sprüche nehme ich nur von Menschen ernst, die sich auch so verhalten. Die allermeisten Menschen gehen mit Scheuklappen durchs Leben und interessieren sich kaum für ihre Mitmenschen. Die meisten Menschen wollen einfach nur in Ruhe gelassen werden und ihr Leben leben.

    Mit deinem Argument, ist jeder DDR Bürger daran schuld, dass Menschen durch den Machtapparat getötet wurden und jeder Iraner ist daran schuld, dass dort Menschen ermordet werden.

    Ich habe heute mehr über das Leid im Gazastreifen als in Israel gelesen.

    Dort sind gerade hunderttausende Menschen auf der Flucht. Dass eher darüber berichtet wird, als über die Partei, die diese Fluchtbewegung verursacht hat, ist nachvollziehbar.

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    (Wie im russischen Krieg gegen Ukraine (Unterscheidung zwischen Putin und russischen Volk) wird jetzt zwischen Hamas und den Palästinenser unterschieden. Leider jubeln auch viel zu viele Russen wie Palästinenser weltweit mit. Putin, Hamas wurden gewählt und erhielten auch später noch mehrheitlich Zustimmung. Kinder werden entsprechend indoktriniert. Und hier möchte man nicht Katar verärgern. Das Erdgas ...

    Ja, komplizierte Situation. Daher verstehe ich noch weniger, wie manche hier mit Schaum vor dem Mund ihren Hass auskotzen.

    Übrigens, nach dem zweiten Weltkrieg wurde der deutschen Bevölkerung vorgeworfen, dass sie zugeschaut und die Gräueltaten zugelassen haben. Damit hätten sich auch jeder Deutsche mitschuldig am Verbrechen an den Juden gemacht, der nicht aktiv an Verbrechen beteiligt war, sich aber auch nicht gegen die Nazis gewehrt hat. Und diese Sichtweise gilt häufig noch heute! Die Palästinenser verhalten sich genauso wie damals die Deutschen 1945. Also ist auch jeder Palästinenser an den Verbrechen an Israel und den Juden mitschuldig, der zumindest die Idee der Auslöschung Israels mitträgt, wenn er auch nicht aktiv am Terror beteiligt ist.

    Diese Sichtweise teile ich nicht. Weder bei Deutschen nach dem zweiten Weltkrieg noch bei den Palästinensern.

    Du trägst also die Erzählung, dass die Flüchtlinge vor allem aus wirtschaftlichen Gründen kommen und ihre andere Kultur Probleme bereitet, über die du sie dann definieren möchtest?

    Was hat der Fluchtgrund mit Antisemitismus zu tun? Wenn jemand aus bspw. Syrien flieht, weile er Angst vor Zwangsrekrutierung hat (was ein legitimer Fluchtgrund ist), kann trotzdem Antisemit sein.

    Kommt man in vielen Sportvereinen bei vielen Fahrten. Wir hatten als letztes 100 Kinder in einer Turnhalle zusammen als Unterkunft oder 150 in einer Turnhalle mit zwei Mensaräumen. Dann auch noch Altersunterschied von bis zu 6 Jahren, das haben sich die meisten auch nicht wirklich so ausgesucht. ;)

    Was habt ihr für merkwürdige Fahrten? Sowas habe ich noch nie erlebt. Wir sind bestenfalls als Mannschaft mal irgendwo hingefahren. Wer nicht wollte oder konnte, ist daheim geblieben.

    Vermutlich warst du kein Wehrpflichtiger.

    Zu meiner Zeit gab es die Wehrpflicht noch. Ich habe mich für die Laufbahn als Reserveoffizier entschieden. Wir hatten selbst in der Grundundausbildung mehr Zeit für uns und mehr Platz, als auf jeder Klassenfahrt. Zudem sind alle, rie da sind, aus einem gemeinsamen Grund da.

    Das ändert auch nichts daran, dass Schüler heute außerhalb der Schule nicht in solche Situationen kommen.

    die das Handeln einer Terrorgruppe relativieren und das Handeln Israels auf die gleiche Stufe stellen im größten deutschen Lehrerforum unwidersprochen stehen bleiben.

    Nein, ich stelle das Handeln von Terrorgrupoen nicht auf die gleiche Stufe, wie das Handeln Israels. Das ist eine dreiste Unterstellung, die sich auch nicht durch die zitierten Textteile "belegen" lässt.

    Wenn du mit weniger Schaum vor dem Mund und etwas mehr Rationalität an meine Aussagen heran gingst, würdest du das auch verstehen. Das scheint dir aber nicht möglich zu sein.

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