Wir sind in einem Forum, einem schriftlichen Medium. Emotionen finden im Kopf des Lesers statt.
Der geneigte Leser sieht in deinen Beiträgen, dass du deine Ansicht mit Scheuklappen darbietest und es nicht schaffst, andere Positionen nachzuvollziehen. Wer es nicht schafft, die menschlichen Aspekte "auf der anderen Seite" anzuerkennen, der hasst. Wenn alle Menschen "auf der anderen Seite" Terroristen oder wenigstens Sympathisanten sind, die ruhig weggebombt werden können, dann ist das eine hasserfüllte Einstellung. Und wenn man es gut findet, dass hunderttausende endlich vertrieben werden, dann ist das ebenso hasserfüllt. Das kenne ich zur Genüge.
ZitatDie Leute sind nicht mehr gewohnt, dass jemand auf der Sachebene einen sehr klaren Standpunkt bezieht, wenn dass passier, kann es ja nur daran liegen, dass der andere "vor Hass schäumt".
Man kann auch selbst eine deutliche Position beziehen und dennoch anerkennen, dass es andere Ansichten gibt und das Problem komplex ist. Du wirst es kaum glauben, aber auch ich habe bei vielen Fragen eine sehr klare Position. Andere Menschen haben auch bei vielen Fragen sehr klare Positionen. Die Menschen, mit denen ich enger zu tun habe, schaffen es aber in der Regel, auch andere Positionen zu sehen und zu verstehen, auch, wenn das die eigene Position nicht ändert. Man kann ganz problemlos der Ansicht sein, dass Israel gerade kaum eine andere Möglichkeit hat, als ihre Bodenoffensive durchzuführen, gleichzeitig aber sehen, dass das unter Palästinensern zu unglaublich viel Leid führt und über dieses Leid auch berichtet werden muss.
Es ist sehr bereichernd unterschiedliche Positionen zu sehen und zu verstehen, auch wenn sie nicht der eigenen entsprechen. Solltest du mal ausprobieren.
ZitatIst im Grunde die gleiche Reaktion eines Schüler, der glaubt, er habe die 6 in Mathe bekommen, weil "der Lehrer ihn hasst" und nicht, weil er 2 und 2 nicht addieren kann.
Beliebte Technik: Menschen diskreditieren, indem man sie mit Schülern vergleicht.
Soviel Arroganz ist schon eklig.