Beiträge von s3g4

    Haltet Ihr es dann für sinnvoll, für so einen spezialisierten Rahmen die allgemeine Hochschulreife zu vergeben?

    Ich finde es schon etwas absurd, wenn man als sportlich talentierter Mensch den Bildungsgang für Gesundheit und Soziales mit dem Schwerpunkt Sport belegt, um einen guten NC für das Jurastudium zu erreichen.

    Ich finde das gar nicht absurd, das ist doch das Schöne an unserem durchlässigen Bildungssystem.

    Am Gymnasium ist die Wahl der Abiturfächer an bestimmte Bedingungen geknüpft, die drei Bereiche Sprachen, Gesellschafts- und Naturwissenschaften mit Mathematik müssen vertreten sein. Ich kann als LKs keine zwei Gesellschafts- oder Naturwissenschaften oder Fremdsprachen wählen. Wenn ich Sport, Kunst oder Musik als Abiturfach haben möchte, muss ich trotzdem die drei Bereiche abdecken.

    Wenn ich mir die Prüfungsfächer an BKs durchlese, scheinen die Bedingungen da eben viel fachspezifischer zu sein, so dass ich nicht noch zusätzlich in Sprachen und Gesellschaftswissenschaften geprüft werden muss, wenn ich eine bestimmte Fachrichtung belege.

    Die Fächerzusammensetzung und der allg. Fächerkanon ist doch auch nicht abschließend allgemein für alle Fachrichtungen an Hochschulen. Warum sollte man die Wahlmöglichkeiten in der Schulbildung künstlich klein halten, wenn man danach eine noch eingeschränktere Wahl treffen kann? Du verkennst die Bedeutung der fachlichen Inhalte der Schule mit den Kompetenzen, die fürs Studium notwendig sind.

    Und an den berufsbezogenen Aufgaben, die oft sehr greifbar sind. Wenn ich ans Maschinenbau-Abitur denke, sind die Aufgaben sehr anwendungsbezogen und nicht so abstrakt.

    Dann macht ihr das wohl irgendwie besser. Das ist bei uns nicht so bzw. es wurde ja bereits gesagt, dass wir bei den Prüfungen keinen Unterschied haben.

    Worüber diskutieren wir denn dann hier regelmäßig wenn es um zu hohe Lehrerarbeitszeiten geht? Dass in der Praxis implizite Erwartungshaltungen des Dienstherrn und letztlich auch die Eigenansprüche der Beschäftigten nicht immer zur rechtlich klaren Situation einer definierten durchschnittlichen Wochenarbeitszeit und täglichen Höchstarbeitszeiten passen, ist doch letztlich eine Binsenweisheit.

    Ich weiß was du meinst und es stimmt bei den Lehrkräften teilweise oder vielleicht sogar mehrheitlich auch (wir wissen es ja gar nicht). Das bedeutet aber nicht, dass es in andere HO-Umgebungen auch so ist. Ich kenne da keine Zahlen, aber ich habe bisher nichts in dieser Richtung mitbekommen oder gelesen.

    Verpflichtende Präsenz hat immerhin den Vorteil, dass die zugehörige Arbeitszeit auch korrekt erfasst wird...insbesondere auch mit Blick auf ein verbindliches Ende der täglichen Arbeitszeit. Arbeitszeitmodelle ohne Präsenz beinhalten immer auch die vergleichsweise hohe Gefahr der Erwartung unbezahlter Überstunden, die aber unter den Tisch gekehrt werden können. Genau diese Diskussion führen wir doch hier mit Blick auf den ungebundenen Arbeitszeitanteil von Lehrkräften auch regelmäßig.

    Eine solche Diskussion habe ich noch nie irgendwo in diesem Zusammenhang gehört. Die Arbeitszeit wird im Homeoffice genauso erfasst, wie vor Ort. Da gibt es vom AG gar nichts weiter zu erwarten. Wenn die Arbeitszeit rum ist, ist der Kram aus und er kann gerne Emails schicken.

    Vielleicht habt ihr aber irgendwo anderes mitbekommen?!

    Wenn Du bei der Reanimation einen Fehler machst, wird Dir das nicht angelastet. Wenn Du aber gar nichts machst dann schon. In dem Zusammenhang auch beachten. Wir haben gegenüber Schülern eine Garantieanstellung. Dies wird leider vielfach verkannt.

    Wenn man regelmäßig den Erste-Hilfe-kurs macht, weiß man das aber eigentlich. Ich kann's gar nicht mehr zählen, wie oft mir das erzählt wurde.

    Noch blöder wird es, wenn Du dir neben den PV-Modulen auf dem Dach auch noch ein kleines Windrad in den Garten stellst. Auf dem Lande sind die Gärten ja durchaus groß genug dafür. PV-Strom wird mit ca. 8ct/kWh vergütet, Windstrom mit 6ct/kWh. So, jetzt bekomme mal auseinander dividiert welche kWh von welchem Erzeuger kommend in den Eigenverbrauch gegangen ist und welche eingespeist wurde. Wie gesagt mußt du das dann erzeugerabhängig aufschlüsseln. Einfach die Summe des eingespeisten Stroms zu nehmen reicht nicht.

    Mehrere Stromzähler 🤷 es wird einem überhaupt nicht leicht gemacht damit. Zugegeben, die Energieversorger haben da gar kein Interesse dran.

    Drum sage ich meinen Schülern auch immer: "Der Bankberater ist kein Berater, er ist ein Verkäufer, der euch Finanzprodukte verkaufen will. Mit der Grundeinstellung müßt ihr in so ein Gespräch rein gehen."

    Auf die Spitze getrieben hat es damit der nette Herr Pohl mit seiner DVAG. Davor warne ich eigentlich jede Klasse, wenn es mal um Versicherungen oder Finanzen geht.

    So, was macht man dann? Die ganze Fahrt abbrechen, weil man nicht genug Lehrkräfte für die komplette Gruppe zusätzlich zu einer Einzelbetreuung für die Heimfahrt hat? Wer trägt die doppelten Reisekosten für die Lehrkraft, die mit dem Schüler nach Hause fährt und wieder zurück nach London reisen muss (dann mit dem Flugzeug)?

    Muss er halt selbst sehen wo er bleibt. Ich fahre ja auch nicht mit jedem einzelnen nach der Schule nach Hause. (Da wäre ich erst am späten Abend daheim.)

    Manche Dinger hier sind einfach nur noch absurd.

    Ich schon. Mann und Tochter. Beide Maschinenbau studiert, arbeiten aber Produktionsnah. Homeoffice nur in Ausnahmefällen möglich, aber beide wollen das auch nicht.
    Ansonsten haben wir auch viele in Familie und Freundeskreis, die in Berufen arbeiten, in denen kaum Home Office möglich ist ( Handwerk, Logistik…)

    Wenn die Aufgabe HO kaum zulässt, ist das ja auch verständlich. Wenn der AG aber bloß aus Prinzip Präsenz fordert, muss sich keiner wundern, wenn man keine Mitarbeiter findet.

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