Haltet Ihr es dann für sinnvoll, für so einen spezialisierten Rahmen die allgemeine Hochschulreife zu vergeben?
Ich finde es schon etwas absurd, wenn man als sportlich talentierter Mensch den Bildungsgang für Gesundheit und Soziales mit dem Schwerpunkt Sport belegt, um einen guten NC für das Jurastudium zu erreichen.
Ich finde das gar nicht absurd, das ist doch das Schöne an unserem durchlässigen Bildungssystem.
Am Gymnasium ist die Wahl der Abiturfächer an bestimmte Bedingungen geknüpft, die drei Bereiche Sprachen, Gesellschafts- und Naturwissenschaften mit Mathematik müssen vertreten sein. Ich kann als LKs keine zwei Gesellschafts- oder Naturwissenschaften oder Fremdsprachen wählen. Wenn ich Sport, Kunst oder Musik als Abiturfach haben möchte, muss ich trotzdem die drei Bereiche abdecken.
Wenn ich mir die Prüfungsfächer an BKs durchlese, scheinen die Bedingungen da eben viel fachspezifischer zu sein, so dass ich nicht noch zusätzlich in Sprachen und Gesellschaftswissenschaften geprüft werden muss, wenn ich eine bestimmte Fachrichtung belege.
Die Fächerzusammensetzung und der allg. Fächerkanon ist doch auch nicht abschließend allgemein für alle Fachrichtungen an Hochschulen. Warum sollte man die Wahlmöglichkeiten in der Schulbildung künstlich klein halten, wenn man danach eine noch eingeschränktere Wahl treffen kann? Du verkennst die Bedeutung der fachlichen Inhalte der Schule mit den Kompetenzen, die fürs Studium notwendig sind.