Trotzdem merke ich, wie sehr mich unsere unterschiedliche Lebensrealität belastet. Für mich war Freiheit immer etwas, das ich mir hart erkämpfen musste. Mein größter Traum war es immer, unabhängig zu sein – selbstbestimmt leben, die Welt entdecken, nicht eingesperrt sein.
Jetzt stehe ich am Ende meiner Ausbildung, Mitte 20 – und habe das Gefühl, plötzlich doch wieder fremdbestimmt zu sein. An Ferien gebunden, an horrende Preise, Menschenmassen, Vorgaben, die mich an genau das erinnern, wovon ich mich eigentlich lösen wollte. Es fühlt sich an, als würde ich für ein Leben mit ihm einen großen Teil meiner Freiheit aufgeben müssen, der für mich immer lebenswichtig war. Und das macht mir Angst.