Beiträge von s3g4

    oh das ist gut. Heißt das, dass man in NDS unterschiedliche Gutachten bekommt, wenn man sich gleichzeitig / knapp nacheinander für unterschiedliche Stellen bewirbt?
    In NRW gilt die Begutachtung zwei Jahre, egal wofür.

    Bei uns sind die Gutachten ein Jahr gültig. Es kann aber passieren, dass das Schulamt trotzdem ein neues Gutachten fordert. War bei mir so.

    Nein, ich kann (und möchte) nicht backen. Das ist mir zu unflexibel. Beim kochen kann man noch nachsteuern, beim Backen ist man dem Backofen hilflos ausgeliefert.

    Was ist deine unötigste Angewonheit?

    Plan: Keine Ahnung

    Also ehrlich gar nicht. Vielleicht bin ich noch Lehrkraft mit 67 Jahren, vielleicht auch schon 10 oder 20 Jahre vorher versetzt/ausgewandert/selbstständig gemacht. Wer weiß schon was passiert. Das ist soweit weg, es kann soviel passieren bis dahin.

    Status jetzt: ich bin zufrieden und möchte eigentlich nichts ändern.

    Schulleiter müssen ja auch selbst Unterricht beurteilen zb von Referendaren oder Beförderungen. Dann sollten Sie schon wissen, was guter Unterricht ist und selbst zumindest passabel unterrichten

    Um Unterricht beurteilen zu können, muss man selbst nicht sonderlich gut unterrichten. Genau wie ein Fußballtrainer, kein Topstürmer sein muss.

    Es ist natürlich nicht verkehrt als SL, wenn man guten Unterricht gestalten kann. Es ist aber nicht das Kerngeschäft und mir ist es vollkommen egal ob der Unterricht meine SL gut oder schlecht ist.

    Dass der Unterricht völlig unerheblich ist, würde ich nicht sagen, aber in der Tat : er muss laufen, das sehe ich genau so. Dieser popanz mit Unterrichtsentwurf, Durchführung, Reflexion ist in der Tat unsinnig , aber wird auch deswegen gemacht um unliebsame Kandidaten aus dem Verfahren zu kicken. Denn da kannst du immer irgendwas bemängeln und wenn man will, auch so stark, dass der Bewerber aus dem Verfahren fliegt. Das ist der Sinn des Ganzen

    Es fehlt hier einfach an passenden Einfällen: Lehrkräfte werden mit UBs bewertet. Da hat sich niemand weiter Gedanken gemacht. Für eine Fachleitung mag das sinnvoll sein, für Funktionsstellen oder Schulleitung ist das unwichtig.

    Ich habe mittlerweile so viele Aufgaben, die kein anderer außer dem stellvertretenden Schulleiter überhaupt hinbekommt, dass ich mich sicherlich nicht schäme, bereits nach 4,? 5 (?) ich weiß es gar nicht mehr genau, Jahren befördert geworden zu sein. Ich glaube ich habe mich beworben ziemlich schnell nachdem ich "durfte"

    Ich habe mich auch vor Ablauf des ersten Jahres nach der Verbeamtung auf Lebenszeit beworben. Bei der kommissarischen Beauftragung war das Jahr knapp rum.

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    Ich weiß nicht, wie es bei dir ist, aber was mich wirklich stört: 6 Wochen Jahresurlaub. Ich bin ja 12 gewohnt. Ja, ich weiß, was jetzt für Kommentare kommen.

    Aber besonders bei einer Teilabordnung muss man ja vermutlich die 6 Wochen INNERHALB der Ferien nehmen. Das ist ja echt das schlimmste, was passieren kann. Bei einer Vollabordnung kann man sie wenigstens so nehmen, dass man mal günstig verreisen kann.

    Mit Kindern ist eine Teilabordnung prima. aus den 6 Wochen kann man auch mehr Urlaub mit Gleit-, Ferien- und Feiertagen basteln :)

    Schlimm ist das aber nicht wirklich und es ist ja auch kein Dauerzustand.

    Ich denke für mich wäre es heilsam, die andere Seite wirklich mal zu sehen, ich habe da so einen the grass is greener on the other side Effekt.

    Ich bin davon geheilt. Meine Abordnung endet 2026 und das ist auch gut so. Ich mag die Leute, mit denen ich zusammen arbeite gerne, sonst wäre ich schon früher raus. Der ganze Apparat ist merkwürdiger, als man es sich vorstellt. Aber ich verstehe nun vieles deutlich besser. Es ist auf jeden Fall die Erfahrung wert.

    wenn in dir der Gedanke nagt; Wie wäre es, Lehrer zu sein? Und dann kannst du entweder mit dem Grummeln im Bauch da sitzen bleiben und irgendwann frustriert sein oder du bewegst dich aus der Komfortzone raus.

    Das passt bei mir auch sehr gut. Ein Kollege hat mich im Gespräch darauf gebracht, weil von seinem Nachbarn erzählte, der Lehrer an einer beruflichen Schule ist. Der Gedanke hat mich über mehrere Wochen nicht losgelassen. Ich bin von Natur aus eher introvertiert und stehe nicht gerne vor Leuten, also zumindest dachte ich das immer. Aber es hat mir persönlich immer extrem viel gebracht, wenn ich meine Komfortzone komplett verlasse. Mit und für Menschen zusammen arbeiten ist mir immer schon leicht gefallen. Ich kann Menschen extrem gut lesen und komme eigentlich in jeder Gruppenzusammensetzung gut zurecht. Nur im Mittelpunkt stehe ich nicht gerne. Das wollte ich auch damit ändern. Ich muss sagen, da hat sich der Wechsel für meine persönliche Entwicklung extrem gelohnt.

    s3g4 nichts darüber wie "sinnstiftend" der Job ist oder leuchtende Kinderaugen? 🥺

    Leider nicht. Ich mag meine fachlichen Inhalte aber gerne und rede mit anderen gerne darüber. Ich freue mich, wenn Zusammenhänge verstanden werden. Das ist so das, was den leuchtenden Erwachsenenaugen am nächsten kommen würde :D

    In RLP sind Beförderungen auf A14 an BBSen nicht an Aufgaben gebunden.

    Habt ihr die noch?

    Interessanterweise scheint das Lehramt dann doch attraktiver gewesen zu sein für dich ;) Tatsächlich als offen interessierte Frage: Was gab dann den Ausschlag dafür?

    Ja, das Geld war nicht der Hauptpunkt. Ich habe mich Netto etwas schlechter gestellt. Kann aber dafür jetzt überwiegend meine Arbeit freier einteilen und selbst gestalten wie mein Unterricht aussieht. Außerdem muss ich keine Fehler von anderen mehr ausbügeln und bekomme dafür Druck von oben. Auch war mir die Stabilität wichtig. Ich habe eine Insolvenz mit erlebt und wollte nicht mehr in einem so hohen Maß von der Weltwirtschaftlage abhängig sein. Ferien waren auch gutes Argument :) Das Beschreibt eigentlich die meisten Beweggründe.

    a) Auf wie viele Arbeitgeber trifft das statistisch gesehen zu? Vor allem in Bereichen, in denen man mit einem Staatsexamen in Deutsch, Geschichte oder Sport arbeiten kann.

    Keine Ahnung. In dem Bereich werden so gut wie keine Menschen außerhalb der Schule gebraucht. Wenn die gut verdienen wollen, dann müssen sie irgendwo quereinsteigen.

    b) welche Aufgaben gehen mit A14 einher und welche Verantwortung hat man in anderen Berufen nach Beförderung mit 1200€ brutto mehr?

    Meine A14 ist der Vertretungsplan als Hauptaufgabe. Diese Beförderung wäre eine Gruppenleitung in der Entwicklung gewesen mit 3 Entwickler plus ich. Das war aber auch vor 7 Jahre, inflationsbereinigt wären es sicherlich 1600€ heute.

    Das wir hier darüber reden, ob sich eine Beförderung wegen 600€ (A14) oder 800€ Brutto (A15) lohnt zeigt, dass wir manchmal ein bisschen den Bezug zur Welt außerhalb des Schulsystem verloren haben.

    richtig. Bevor ich meinen letzten Arbeitgeber verlassen habe, wurden mir ca. 1200€ Brutto mehr angeboten, wenn ich doch nicht kündige. Ok ich hätte auch Personalverantwortung für 3 Personen gehabt.

    Oder meinst du die Summen sind außerhalb niedriger?

    Bei A15 ebenfalls. Sie wird aber erst nach 9 Monaten Probezeit ausgehändigt.

    In Hessen gilt das für alle Beförderungen. Ich bekommen meine A14 Urkunde auch erst nach der Bewährungszeit zum nächsten Beförderungstermin (wir haben Oktober oder April). Heißt nach der Auswahl Mitte August warte ich nun bis April, weil die Bewährungszeit mind. 3 Monate ist. Also wurden aus 3 Monaten, 8 Monate. So kann man auch sparen :D

    Das alles setzt natürlich voraus, dass ich mich auch bewähre. (was ich hoffe)

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