Hm, ich habe an meiner BBS schon in sehr vielen Bildungsgängen unterrichtet und noch nie Klassen gehabt, in denen so extrem laut ist/war, wie du es berichtest. Gerade in den Bildungsgängen im sozialen Bereich, in denen ich bereits eingesetzt war (Berufsfachschule Pflege, BFS Sozialpäd. Assistenz, Fachschule Sozialpädagogik), war es nie laut in meinem Unterricht; genauso wenig aber in den meisten anderen Bildungsgängen, in denen ich unterrichte (z. B. Berufliches Gymnasium und Fachoberschule).
Klar gibt es Klassen - wie z. B. die "Berufseinstiegsschule" (für SuS ohne oder mit schwachem Hauptschulabschluss) -, wo den SuS die Konzentration schwer fällt und es auch mal zu einem etwas höheren Lärmpegel kommt, aber als wirklich "laut" habe ich es noch nie empfunden. Auch deine Schilderungen bzgl. täglicher Anwesenheit der Polizei und KuK, die "nie ein ganzes Schuljahr in diesen Klassen überleben", kann ich nicht bestätigen. Wir haben im Gegenteil KuK, die ausschließlich oder zumindest mit einem sehr großen Teil ihrer Stunden in der BES eingesetzt sind - seit Jahren freiwillig und ohne dadurch ins Burnout gerutscht zu sein oder gar gekündigt zu haben.
Kann ich so bestätigen. Sicherlich gibt es Klassen in denen es anfänglich laut ist. Gerade die Bildungsgänge im Übergangssystem sind da so. Das legt sich aber schnell wieder, wenn man sich mit Schülerinnen und Schülern beschäftigt. Ich unterhalte mich zu beginn immer einige Stunden mit der Klasse über was auch immer. Das mache ich zwischendrin auch, wenn der Fokus verloren ist.
Das sind eben Menschen, wenn man sich ehrlich für andere Menschen interessiert, dann entsteht eine Beziehung und das Miteinander funktioniert. Das ist zumindest meine "Strategie" als Person ohne päd. Studium.