Es gibt doch eine Menge X an Eltern, die für ihre Kinder einen konfessionellen Religionsunterricht wünschen
Und wen interessiert was sich Eltern wünschen?
Es gibt doch eine Menge X an Eltern, die für ihre Kinder einen konfessionellen Religionsunterricht wünschen
Und wen interessiert was sich Eltern wünschen?
Das ist richtig. Aber Religionsunterricht in der Schule klärt auf und zeigt auch einen anderen Blick auf die Religion. Gleichzeitig wird auch dafür gesorgt, dass die Jugendliche später nicht auf irgendwelche falschen Aussagen reinfallen....
Das macht Ethik auch, oder vielleicht auch besser ohne Geschmacksrichtung 🤷
Wollen wir lieber das die Kinder nachmittags direkt von den Religionsgemeinschaften unterrichtet werden? Ohne Aufsicht durch den Staat?
Wenn Eltern das wollen, findet das eh statt. 🤷
Boah ... Was bist denn du für ein Banause!? Also nein, jetzt muss ich schon mal die schwerstbeleidigte Chemikerin raushängen lassen. Die BASF ist das umsatzstärkste Chemieunternehmen DER WELT!!! Das sind gewissermassen die Katholiken unter den Christen, wenn du so willst
Die BASF ist wahnsinnig mit eigener Karte vom Werksgelände (die braucht man auch). Gefühlt 500km Dampfleitung, 1 Millionen Kessel, Kolonnen und viele andere Apparate.
Richtlinien zum RU oder Curricula werden auch nicht gewürdigt.
Sicher?
Alles anzeigenOK, dann zerpflücken wir jetzt doch einfach mal den Lehrplan für katholische Religionslehre, NRW. Da heisst es bei den allgemeinen Bildungszielen:
"Der katholische Religionsunterricht ist theologisch geprägt aus der christlichen Überzeugung, dass Gott in der Geschichte der Menschen und zu ihrem Heil wirkt, [...]"
Also 1. : Es GIBT Gott, daran besteht gar kein Zweifel. Das ist der allererste Satz des Lehrplans. Es gibt keinen ergebnisoffenen Diskurs im Unterricht, ob es Gott gibt oder nicht, es GIBT ihn. Punkt. Aber das nur so nebenbei bemerkt, das hat ja mit deinem Ansinnen grade konkret nichts zu tun.
Weiter heisst es:
"Das bedeutet: Der katholische Religionsunterricht in der Grundschule ...
- ... ist gebunden an den Glauben der Kirche, d. h. an das Zeugnis der christlichen Überlieferung und ihrer Wirkungsgeschichte.
- ... beachtet bei der Auswahl der Fachinhalte das Kriterium der Zentralität der Glaubensaussagen und deren Bedeutsamkeit für die Erfahrungswelt der Kinder.
- [...]"
OK, du hast recht. Wenn man das ernst nimmt - und das tun wir hoffentlich, es handelt sich ja um den offiziellen Lehrplan für das Fach katholische Religionslehre - dann hat die unterrichtende Lehrperson gar keinen Spielraum, sie ist gebunden an den Glauben der Kirche. Wie wir alle wissen, ist die Ehe eines der 7 Sakramente der katholischen Kirche und sie ist definiert als Verbindung zwischen Mann und Frau. Wir nehmen das jetzt also ernst, das bedeutet Frauen heiraten keine Frauen und Männer heiraten keine Männer. Ups. Da haben wir einen Widerspruch zum gültigen Gesetz der Bundesrepublik Deutschland? Egal, das Grundgesetz garantiert ja Glaubensfreiheit.
Wir schauen weiter, was es in den konkreten Lernbereichen so gibt:
"Schwerpunkte sind:
- [...]
- nach Gott suchen und fragen
- die Welt als Schöpfung Gottes deuten"
Ups. Es gibt also gar keinen Zweifel daran, dass der liebe Gott die Welt erschaffen hat, da steht es doch. Die Kinder sollen das exakt so lernen. Sie sollen nach Gott suchen und fragen und ihn als Schöpfer anerkennen. Hat jetzt mit deinem konkreten Ansinnen wieder nichts zu tun, aber das hab ich dir ja grad oben schon rausgeschrieben. Ich wollte nur noch mal auf die phänomenale Ergebnisoffenheit und Wissenschaftlichkeit des katholischen Religionsunterrichts hinweisen, die ja hier seitenweise so schön betont wurde.
Im Lehrplan für Chemie steht übrigens nicht drin, dass die BASF Kunststoffe ganz toll findet und die Chemielehrperson deshalb angehalten ist, den Schülerinnen und Schüler zu erklären, dass wir durch die Gnade der BASF in einer Plastikwelt leben. Es steht auch nicht drin, dass ausschliesslich Lehrpersonen, die die FDP wählen und von denen man ausgehen darf, dass sie die Interessen der BASF vertreten, Chemie unterrichten dürfen. Bei der Gelegenheit WillG Natürlich gibt's die noch, ich bin am Donnerstag mit einer meiner Klassen zu Besuch in Ludwigshafen
Warum soll ich den Lehrplan für katholische Religionslehre kennen? Mir ging es nur darum, dass, wenn man Unterricht, unabhängig von welchem Fach man jetzt genau spricht, kritisiert, es auch an etwas Handfestem festmacht, sei es das Curriculum oder irgendwelche Studien. Anekdoten oder die persönliche Haltung (geprägt durch die persönlichen Erfahrungen) gegenüber der dahinterstehenden Fachwissenschaft oder gar Institutionen bringen uns für die Diskussion wenig.
Wenn du damit argumentierst, dann solltest du wenigstens mal reingeschaut haben bevor du lospolterst.
Es gibt reichlich Schriftstück, die man gegen die Institutionen verwenden könnte. Macht man aber nicht, weil es in unserer Gesellschaft geduldet oder sogar gefördert wird.
(Sarkasmus) Warum sollte das anders sein, nur weil es um Menschen geht?
Ich weiß nicht was daran sarkastisch sein soll, das ist Fakt.
Wenn Ehe in der katholischen Kirche als Verbindung von Mann und Frau definiert ist, ist es dann nicht ein Widerspruch, dass demnächst katholische Religionspädagogen offen homosexuell sein dürfen und sogar fachlich orientierte Kritik an Lehre möglich sein soll?
Zu gnädig von der Kirche.
War das vorher nicht so? Durfte vorher (oder jetzt immernoch) keine Kritik geäußert werden? Und reitest die ganze Zeit auf dem Lehrplan rum, den du selbst nicht kennst? Samma...
Das weiß ich. Entsprechend kommen auf das Gerät auch keine privaten Daten. So gesehen haben wir praktisch das Eigentum an dem Gerät aufgegeben.
Aber selbst gekauft? 🤣 Oh Mann das kann man sich nicht ausdenken
Als Kind stehst du dem hilflos gegenüber und bist in einer Abhängigkeitsposition, das ist mehr als irgendein Mensch.
Ja, aber was genau hat das mit dem Thema zu tun?
Man kann auch unter anderen Lehrpersonen leiden als unter Geistlichen und sich von ihnen indoktriniert und bedrängt fühlen und noch viel mehr.
Jeder Mensch könnte das und nun?
Aber das ist doch nicht das Problem der Kirche? Dann beschwere dich bei deiner Gemeinde, dass sie dort einen Kindergarten betreiben sollen? Oder mache einen Elternverein und Gründe einen eigenen? Aber was willst Du da der Kirche vorwerfen? Sollen sie keinen Kindergarten betreiben, damit alle Eltern 15 km fahren sollen? Ich finde 15 km übrigens auch nicht wirklich problematisch. Wir haben hier genug Ecken, wo man 15 km fahren muss um überhaupt irgendeinen Kindergarten oder eine Schule zu erreichen.
Hast du ein großes Buch voller zusammenhangsloser Ausreden? Ich bin jetzt endgültig raus.
Nö... dass - wenn man die Paragraphen der Reihe nach liest - eigentlich alles klar sein müsste. Man sollte nur nicht erst mit §12 beginnen
Das ist kein Roman...
Wenn der Schulträger unbedingt die überteuerten schneidbrettchen mit dem Apfel drauf haben will, dann haftet er selbst dafür. Ich würde so einen Vertrag nicht unterschreiben.
Dann schicke doch deine Kinder auf einen anderen Kindergarten? Wo ist das Problem?
Es gibt keine Alternative. Habe ich schon geschrieben. Ja wir hätten die Kinder auch jeden Tage 15km pro Strecke fahren können. Organisatorisch wäre das zwar nix geworden, aber ja ne ist kein Problem. Wir haben die dort nur hingeschickt, damit ich mich drüber aufregen kann.
Findest du das schlimm? Wenn ja, warum?
Ja das ist schlimm. Nicht nur für Kritiker der "herrschenden" Kirchen, sondern auch für andere Glaubensgemeinschaften "zweiter Klasse".
Wenn man alles am Geld bemisst, sicher.
Sonst hast du ja nix vorgebracht außer des Streikrechtes. Eine Angestellte Lehrkraft kann genauso versetzt und abgeordnet werden. Du wiegst dich da in einer falschen Sicherheit.
Weil man seinen Kindern ein angenehmes Schulumfeld unter lauter christlich sozialisierten Kindern ermöglichen möchte und sich von anderen abgrenzen will
das ist ziemlich traurig.
weil die Schule die einzige Privatschule weit und breit ist und etwas, das Geld kostet natürlich besser sein muss oder man selbst besser ist
ein komisches Argument. Aber das könnte natürlich jemand haben.
weil man seinen Kindern dies finanziert,
weil die Schule durch evangelikale Spender herausragend ausgestattet werden kann und man dies gerne in Anspruch nimmt
das mag sein.
weil man nicht sehen kann oder will, was Evangelikale auch in Deutschland mit ihrem Einfluss bewirken und dass man sie damit stützt
haben die das? Ich sehe den Einfluss in dem Dorf in dem aktuell noch wohne. Das ist schon verstörend.
Das bedeutet, dass der Freistaat bei rund 47.000 Privatschülern spart oder wie siehst du das?
Ja das mag stimmen. Wer dann so blöd ist und eine solche Schule eröffnet ist aber selbst schuld. Das sind ja alles Dinge, die vorher bekannt sind.
Zudem hat s3g4 hat ja geschrieben, dass es eine andere Kita im Umfeld gibt
Richtig eine andere von 7, die von Kirchen betrieben werden. Es wäre aber organisatorisch nicht möglich gewesen die Kinder dort unter zu bringen und einen Platz hätten wir eh nicht bekommen 🤷
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