Beiträge von s3g4

    Ach....
    "aus Liebe"...
    Natürlich ist man mit jemandem aus Liebe und natürlich denken die allerwenigsten bei der Einladung zu einer Party, ob die gerade begangene Ausbildung des Eingeladenen irgendwann einen Abschluss mit Aufstieg bedeutet.
    Trotzdem trifft man seine Entscheidungen nicht aus der Luft gegriffen, sondern würde dann aus einem Pool an Möglichkeiten wählen. Diese Möglichkeiten bewegen sich milieunah. Und wenn man zum Beispiel nach Sicherheit strebt , dann guckt man nach sicheren Berufen. Leute trifft man entweder in Real Life bei Hobbies, die auch etwas über einen aussagen oder im nicht realen Leben nach Stichworten, die eben auch gemeinsame Interessen oder Werte aufzeigen.

    Oder es eben überhaupt nicht wie du beschreibst.

    Da fällt mir ein: Ich hatte mal eine Schülerin, die hatte noch das Namensschild von ihrer Arbeit an. Da stand auch "Frau Vorname" drauf. Ihre Mutter und Vater waren beide nicht-deutsch und optisch kam sie nach der Mutter und der Name war aber vom Vater und das war zu "verwirrend", da fand sie es mit dem Vornamen einfacher. :D

    Wenn dann noch "Frau Elfriede" drauf steht, dann sind die Boomer komplett verwirrt :D

    Bei mir wird jeder in meinem Unterricht so angesprochen, wie ich selbst angesprochen werden möchte.

    Also Frau/Herr Nachname (die Vornamen kenne ich oft gar nicht). Ich empfinde unterschiedliche Anreden als respektlos gegen den "kleineren" in diesem Gefälle. Ich fand das auch in der Schule nicht gut, dass ich die Lehrkräfte anders ansprechen soll, als die mich angesprochen haben. Sowas gibt es danach auch nie wieder. Entweder man ist Perdu oder Persie. Wieder ein Punkt auf der Liste "merkwürdige Gepflogenheiten der Schule".

    Aufstieg zur Lehrkraft.

    Oder Abstieg, weil man wieder in der Schule landet, wo man ja hergekommen ist ;)

    Das Studium einer Ingenieurswissenschaft gilt gemeinhin als Aufstiegsstudium, in dem Mitglieder aus nichtakademischen Haushalten den Aufstieg schaffen.

    Ein Professor hat immer scherzend vom akadamischen Proletariat gesprochen (gemeint Ingenieurinnen und Ingenieure [sich selbst eingeschlossen]).

    Ich kann das selbst gar nicht einordnen, denn mit universitärer Ausbildung hatte ich keine Berührung.

    Vielleicht zur Klarstellung: Die Sie-Form bleibt selbstverständlich bestehen – also in der Art „Thomas, können Sie …“. Allerdings wurde in der Konferenz festgelegt, dass in den schulischen Ausbildungen der Anlage B und E die Anrede zwingend in der Form „Herr/Frau Müller, können Sie …“ erfolgen soll.

    Mit Vorname siezen finde ich wiederum sehr befremdlich. Aber ihr da oben (nördlich) macht sowas ja.


    Die Fachkonferenz ist in keinem Fall der Ort, wo sowas verbindlich beschlossen werden kann. Eine vernünftige SL würde solche unnötigen Beschlüsse auch verhindern/kassieren.

    Ich meine es ist rechtlich ok, wenn sowas beschlossen wird und es ist entsprechend auch verbindlich. Aber nicht in den Gremien, die du hier anführst. Das kann nur die Schulkonferenz beschließen.


    An sich halte ich solche Beschlüsse für ziemliche Nebelkerzen. Hat man nichts besseres zutun als so einen Quatsch regeln zu wollen?

    Die Gesellschaft wandelt sich und wenn sich ein Land für eine natalistische Politik entscheidet: gut so. Aber für das Land und nicht für Auserwählte.
    Dass das Beamtentum bei Lehrkräften quasi nur aus Pfadabhängigkeit und sachfremden Überlegungen (Lehrermangel und Wählerstimmen) erhalten bleibt, sollte hoffentlich jedem klar sein.

    Für das Land geht das doch gar nicht. Also geht schon, man könnte Gesetze erlassen, die alle dazu zwingen Kinderzuschläge zu zahlen. Ich bin mir sehr sicher, dass sowas politisch niemand durchkommt.

    Oder meinst du alle im Landesdienst? Ja klar kann man machen. Meiner Meinung nach sind die hohen Zuschläge rauseilender Gehorsam der Länder wegen den Verfassungsklagen gegen die Besoldung an sich. Dass sowas auch andere Probleme erzeugt verstehe ich.

    Sicher wandeln sich Gesellschaften und damit die rechtlichen Normen um dem gerecht zu werden.

    Spielt es denn eine Rolle in der Fragen wieso Lehrkräfte beamtet sind? Ich finde nicht.

    Ausfall durch Wandertag, Praktikum, schulinterne Maßnahme ohne Aufsicht?

    Nein das wird nicht erfasst. Ich habe auch ohne Unterricht immer etwas zutun. Warum sollte deshalb etwas abgezogen werden?

    Wenn für dich der Unterricht wegen Fortbildung ausfallen muss, ist das dann auch negativ? Bekommt ihr Mehrarbeit, wenn der Wandertag länger dauert als der Unterricht an diesem Tag? Bei längerem Praktikum werden andere Aufgaben verteilt, wenn wirklich viel Unterricht bei einer Lehrkraft ausfällt.

    Was sind schulinterne Maßnahmen?

    Ich stelle nicht in Frage, dass Kinder Zeit und Geld kosten (u.a. deswegen hab ich keine 😄), aber Job - nee, sorry, das ist zu aufgeblasen für schnöde Vermehrung 😉

    Das ist sogar wichtiger als ein Job. Wenn ich mal nicht in der Schule auftauche, ist das ziemlich egal. Wenn ich mich nicht um meinen Nachwuchs kümmere, hat das direkt folgen für mich und den Nachwuchs.

    Die auf Beamte beschränkte Regelung der Kinder/Mietzuschläge in NRW über die Begründung der Alimentierung finde ich auch völlig aus dem Lot geraten. Erstens weil das Alimentationsprinzip zwar individuell (auch für mich) nett ist, aber in keinerlei Gleichgewicht mehr zu den Pflichten und Zwängen des Beamtentums steht. Alles was das begründete gibt es nicht mehr (Versetzungen überall hin, Residenzpflicht, Nebentätigkeitsverbot, 'Leben für den Staat', quasi Berufsverbot für die Ehepartnerin, Mitsprache des Staats bei Heirat, ...)

    Zweitens ist der Unterschied zu den Angestellten völlig absurd, da die sich nur formal in einem anderen Rechtsverhältnis befinden und in der Praxis weitgehend den gleichen Anforderungen unterliegen wie die Beamten.

    Das ist aber alles eine Sache, die auf der politischen Ebene bearbeitet und gelöst werden muss.

    Da können die Kollginnen und Kollegen nichts dafür und ich finde es auch nicht in Ordnung subtil immer wieder wegen dieser Zuschläge zu sticheln. Ich gönne es jedem, der diese Zuschläge aktuell bekommt.

    Dein Auffassung ist im rechtlichen Sinne ziemlich egal. Es ist ganz klar, dass es hier einen riesigen Unterschied gibt zwischen Beamten und Angestellten gibt. So lange das nicht gerichtlich überprüft wird, bleibt es dabei wie es deine Landesregierung vorgesehen hat. Von sich aus wird da kein Politiker dran gehen.

    Leute, die ihre eigenen Kinder als "Job" bezeichnen, kann man auch nicht ernst nehmen. Das ist kein Job, sondern eine Lebensweise, für die man sich aktiv entschieden hat.

    Und für deinen Beruf hast du dich nicht aktiv entschieden? Natürlich sind Kinder kein Job, aber man hat mit denen schon viel zutun. Das kostet Zeit, genau wie ein Job. Im besten Fall mag man seine Kinder, dann ist der Zeitverlust in Ordnung :)

    Was hast du denn alles schon ausprobiert? Bei mir tritt er unterschiedlich auf, ich bekomme ihn aber auch nicht ganz los. Am schlimmsten ist es, wenn ich daran erinnert werde oder ich mich damit befasse. Da ich ihn schon Jahrzehnte habe, habe ich gelernt ihn meistens zu überhören. Am besten helfen dann andere Geräusche.

    Ist bei mir ähnlich. Ablenkende Geräusche beim Einschlafen helfen mir. Also nicht irgendwas, ich höre mir dann ganz leise Podcasts oder ähnliches an, mit Themen die mich nicht so richtig interessieren. Wobei mein Tinitus auch bessser geworden ist, zumindest ist das Geräusch nicht mehr so nervig. Kann aber auch Gewöhnung sein, ich kann ja niemanden fragen ob es sich geändert hat :D


    Stress ist ein großer Faktor dabei. Wenn ich merke, es wird schlimmer, dann ziehe ich mich zurück und mache nur das bare minimum.

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