Beiträge von schaff

    Ich habe mal eine Frage zu der Arbeitszeit.

    Soweit ich weiß beruhen die Depundatsstunden auf eine reguläre 43(?) Stunden Woche.

    Angenommen ich unterrichte ein volles Depundat (sagen wir 25 U-Std) in Doppelbesetzung. Wenn eine Unterrichtsstunde in Doppelbesetzung nur 0,5 Std bringt müsste ich 50 Unterrichtsstunden unterrichten. Das macht dann 50*3/4 = 37,5 Zeitstunden. Also 37,5 Stunden die ich nur vor SuS sitze. Da ist keine Minute vorbereitung/Nachbereitung oder sonstiges mit drin (Wie elternabende, Konferenzen etc.). Wenn man diese 50 Stunden fair verteilt, muss ich immer noch 25 Std selbst vorbereiten. Plus den ganzen zusätzlichen Kram, den man als Lehrer machen muss. Dafür bleiben mir nichtmal 6 Stunden.:angst:


    Wenn ich jetzt vergleiche, mit einem vollen Depundat in Solobesetzung. Dann komme ich auf: 25*3/4= 18,75 Zeitstunden, die ich im Unterricht verbringe. Ich habe also etwas mehr als 24 Stunden um 25 Unterrichtstsunden vorzubereiten + den anderen Kram.


    Habe ich einen Denkfehler oder ist das wirklich, wie samu geschrieben hat, ausbeutung?

    Soweit ich weiß bist du ein Langzeitstudent, wenn du in einem Studiengang zu lange braucht. Da du aber ja den Master of Education zeitnah abschließt und ein Drittfach quasi anfängt zählt das glaube ich nicht. Letzenendes würde ich einfach mal in der Studienberatung nachfragen, wie genau das geregelt ist.


    Zum Thema ob du es noch studieren solltest. Ich würde es abhängigmachen, ob du es dir leisten kannst. Nochmal 2-3 Jahre für die Inhalte nachzustudieren. In deinem alter sehe ich jedenfalls nicht das Problem.

    Grundsätzlich hast du mehrere Möglichkeiten.

    - Du bleibst weiter Vollzeitstudent und versuchst die fehlenden Inhalte so schnell wie möglich nachzustudieren.

    - Du studierst in Teilzeit. Kannst so nebenbei arbeiten und verdienst mehr. (Benötigt allerdings deutlich mehr Zeit)

    - Du machst die Fakulta als Zertifikatskurs während des Berufsaltags nach. (Hier kommt es aber drauf ab, ob gerade Bedarf für das Fach exisitiert, sodass du an einem Solchen Kurs Teilnehmen kannst)

    Ich wollte schon damals als Schüler Lehrer werden, mir fehlte damals aber noch das Abitur bzw eine andere Studierberechtigung. Diese habe ich über einen riesen Umweg erlangt und befinde mich nun in den letzten Zügen des Studiums.


    Ich habe das gefühl, dass du dich selbst unter druck setzen willst, weil du ja "schon" Anfang 20 bist und deine Freunde alle schon wissen wie Ihr leben aussieht. Lass dir gesagt sein. Du musst dich jetzt noch nicht festlegen, was du dein Leben lang beruflich machen willst. EIn paar schlenker in die "falsche" Richtung sind nicht schlimm. Evtl sogar förderlich, weil du andere Erfahrungen sammelst und vorallem auch für dich bestimmte Sachen Ausschließen kannst.


    Ich habe auch ein Wenig das gefühl, dass du auch Lehrer werden willst weil du es "kennst". Du warst ein großteil deines Lebens in der Schule und hast im Wesentlichen nur den Beruf des Lehreres kennengelernt. Ich will dir das nicht ausreden, aber vllt solltest du zumindest mal (Anhand deiner Interessen) andere Berufe anschauen. Auch welche die "nur" eine Lehre brauchen. Wenn du dann noch immer Lehrer werden willst. Wieso nicht? Und selbst wenn du nach 5 Jahren studium feststellst, dass Lehrer sein für dich nichts ist. Dann ist das zwar ärgerlich aber kein Weltuntergang. Ich würde an deiner Stelle auch als zweites Fach eins wählen, womit du (falls du kein Lehrer werden willst) in andere Berufe einsteigen kannst ohne alles von der Pike auf erneut lernen zu müssen. Das nur als Tipp am Rande.

    Der Teil mit der Krankschreibung über die Sommerferien ist korrekt. Du musst dich ja auch krankschreiben lassen, wenn du innerhalb der Ferien normal krank wirst.

    Ansonsten aber herzlichen Glückwunsch zur Schwangerschaft :)

    Warum soll er/sie denn etwas reinschreiben, was noch gar nicht bestätigt ist? Blutdruck wird doch eh gemessen, dann wird man sehen.

    Hab das geschrieben um Ihm/Ihr die unsicherheit zu nehmen, was falsch zu machen. Zu viel kann man nicht reinschreiben. Im Zweifel wird man nur gründlicher Untersucht. (Was ja ggf. auch positiv sein kann, falls dadurch etwas schlimmeres endeckt wird.)

    Ich find den Passus gerade nicht mehr, aber ich meine mich erinnern zu können, dass das schwer wird. Da, wie die Bezirgsregierung angemerkt hat, es kein öffentlicher Dienst ist.
    Und zum anderen muss die Tätigkeit eine ähnliche sein, die du auch als Lehrer nachgehst. Insbesonderde sollte es der gleichen Besoldungsstufe entsprechen. Eine Ausbildung auf der Höhe eines Gesellen entspricht ja eher dem mittleren dienst und nicht dem gehobenen/höheren. Und mit lehren hat das ja auch nicht viel zu tun.


    Aber wie gesagt, ohne gewär. Ist alles nur aus dem Gedächnis geschrieben.

    Das Beispiel lautete: man solle den Chef über eine geplante Schwangerschaft informieren. Das kann niemand ernst meinen.

    Wenn das hier wirklich jemand so gesagt hat, dann hab ich das wirklich überlesen. Dann änder ich meine Meinung zu: "So gut wie niemand..." ist das in Ordnung? :rose:

    Nein, noch mal gaaaanz laaaangsaaaam: Mutterschutz ist kein gebrochenes Versprechen sondern steht Müttern zu. Wann die Mutter schwanger wird geht den AG einen feuchten Kehricht an. Dass Schulen schuljahresweise planen ist halt doof aber ist so. Wenn die TE erst in 3 Monaten oder 3 Jahren schwanger wird, muss auch Ersatz gefunden werden.


    Du verdrehst die Tatsachen, auch wenn du sie rot und fett und in Schriftgröße 26 tippst.

    Darum geht es hier auch garnicht. Weder, ob der AG irgendein Anrecht darauf hat zu erfahren, wann und wie jemand Schwanger wird, noch darum dass die Folge davon ist, dass Ersatz gefunden werden muss. Nur darum, ob es Fair/Moralisch ok ist, dem Arbeitgeber die Tatsache zu verschweigen, dass man (in diesem Fall ging es Glaube ich um die Übernahme einer Oberstufe) die Leistung sehr wahrscheinlich (auch aufgrund der Gesetzeslage) nicht erbringen kann.

    Und dies nur verschweigt, weil man Angst hat den Job deswegen nicht zu bekommen.


    Was würdest du als Schulleitung besser finden: Wenn dir einer so früh wie möglich bescheid gibt, dass es im Zeitraum X nicht da ist (Grund ist egal - sofern rechtlich Legal, wie im Fall der Schwangerschaft). Oder wenn du überspitzt gesagt Morgens einen Anruf bekommst... "ich komm heute übrigens nicht... achja und die nächsten X Monate auch nicht"


    Laut deiner Logik ist es ja egal, weil Ersatz ja eh gefunden werden muss.

    Es geht doch darum, ob ich moralisch falsch handle, wenn ich oben genannte Dinge nicht im Bewerbungsgespräch nenne. Ob ich meinen zukünftigen Arbeitgeber bewusst täusche, wenn ich im Bewerbungsgespräch nicht angebe, dass ich eine chronische Erkrankung o.ä habe. Das war meine Frage. Das wird ja hier Schwangeren vorgeworfen.

    Und genau DAS ist das problem, wieso sich hier alle gegenseitig anzicken... .Moral ist meiner Meinung nach etwas persönliches. Ich für meinen Teil würde es vermutlich erwähnen. (Je nachdem ob ich der Meinung bin, dass meine Erkrankung/Zustand ein Problem mit sich ziehen könnte) Das habe ich in der Vergangenheit immer so gehandhabt und natürlich sind mir dadurch einige Türen versperrt geblieben - Aber am Ende des Tages konnte ich ruhig schlafen.


    Daher ist meine Meinung: Man handelt genau dann Moralisch, wenn man sich zumindest versucht in die Gegenseite hineinzuversetzen. Wie würde ich es in seiner Position finden, wenn mir mein gegenüber das verschweigen würde? Und dann wähle ich die Entscheidung, mit der ich ruhig schlafen kann.

    Dabei ist es unerheblich, ob ich mich am Ende dazu entschlossen habe es zu verheimlichen, oder offen und ehrlich war. Ich muss in jedem Fall mit den Konsequenzen leben!

    Dass sie von vornherein darauf verzichten soll, hab ich tatsächlich nicht gelesen. Ich geb aber auch zu, dass ich nicht jeden einzelnen Beitrag bis ins kleinste Detail durchgelesen habe. Das sie damit rechnen muss den Job nicht zu bekommen (wenn sie erlich ist), ist leider die Wahrheit. Aber es geht (wie im Beispiel meiner Freundin) auch anders. Sie hat einen unbefristeten Vertrag bekommen, gerade weil sie Schwanger geworden ist. (Das das nicht die Regel ist, ist mir auch klar).


    Ich für meinen Teil habe ihr auch nur geraten, dass mit sich selbst aus zumachen. Wenn sie damit leben kann, das beim Gespräch zu verheimlichen, soll sie es tun. Wenn sie damit rechnet anschließend gewissenbisse zu bekommen, sollte sie es erwähnen und (damit riskieren den Job nicht zu bekommen).

    Aha also bis zur 12. Woche darf man es verschweigen, auch im Bewerbungsgespräch, danach nicht?

    Naja, wenn der Mutterschutz erst Weihnachten beginnt sollte das ja klappen, so grob überschlagen.

    Der Fairnisshalber sollte man es dann irgendwann zumindest dem Chef erzählen, damit dieser Zeit hat sich um Ersatz zu kümmern. Rechtlich gesehen muss man es natürlich nicht. Aber das stand hier auch nie zur Debatte

    Aber letztendlich ist eine Schwangerschaft nicht so sicher, dass sie 100%ig weiß, dass sie ausfällt. Gehen wir nun mal davon aus, auch wenn ich es ihr sicher nicht wünsche, dass sie eine Fehlgeburt hat, dann hat sie auf eine Stelle verzichtet, weil sie 100%ig ausfällt, nun tut sie das aber gar nich

    Wer sagt, dass sie auf die Stelle verzichten soll?


    Nachtrag: Und natürlich würde ich es einer Frau nicht nachtragen, wenn sie in den ersten 3 Monaten der Schwangerschaft, nicht damit haussieren geht.

    Meinen Beitrag haste nicht gelesen, wa?

    Doch. Nur hast so so viele Beispiele geannt, dass man (bzw ich) diese nicht gleichsetzen würde.


    Ein (aus jetziger Sicht nicht bekannte(r)) Unfall, Schwangerschaft, Krankheit, etc., ist (was zuverlässigkeit betrifft) eine andere Geschichte, als wenn ich zum Zeitpunkt der Bewerbung schon weiß, dass es passieren wird. Eine geplante schwangerschaft würde ich auch zu ersteren zählen. Eine Person ist in meinen Augen auch dann noch zuverlässig, wenn sie plant schwanger zu werden. Da dies nunmal nur bedingt PLanbar ist.


    Zum Thema Krankheiten, die jetzt schon bekannt sind. Viele von den von dir geannten Krankheiten (Depressionen) können tatsächlich als Schwerbehinderung anerkannt werden. (Und führen dann auch zu entsprechenden nachteilsausgleichen. Die muss der Vorgesetzte sogar wissen, wenn man einen entsprechenden Nachteilsausgleich haben will. )


    Es geht (zumindest mir) auch nicht darum, dass Frauen/ Schwangere schlechtere AN sind. Denn wie du schon gesagt hast... Bis zum gesetzlich vorgeschriebenen Mutterschutz, kann die Frau i.d.R. Ihre Arbeit fortführen. Und auch wenn sie im entsprechenden Mutterschutz/Elternzeit geht, ist das nicht weiter schlimm, weil nunmal jeder ersetzbar ist. Je früher ich das aber als Chef weiß, desdo mehr Zeit habe ich um mich um Ersatz zu kümmern. Und hier kommt die Unzuverlässigkeit ins Spiel. Wenn ich weiß dass ich ausfallen werde (Es aber Verheimliche, weil ich mir einen Vorteil dadurch erhoffe) dann beginnt bei mir die unzuverlässigkeit. Und das hat in meinen Augen nichts mit der Schwangerschaft zu tun, sondern lässt sich auf alle anderen von dir genannten Beispiele übertragen).

    Ich glaube das Problem ist nicht eine potentielle Schwangerschaft, die zu missgunst führt (bzw. zur Täuschung). Es geht dadrum, dass sie es weiß. Sie weiß, dass sie in der nächsten Zeit ausfallen wird. Das ist so als würde ich dir versprechen, dich morgen zum Flughaven zu fahren, mit dem wissen mir heute Nacht, mit der Kettensäge, in den Fuß zu schneiden.

    Niemand hier (soweit ich das überblicken kann) hat was dagegen, dass jemand plant schwanger zu werden.

    Ich zitiere mich mal selbst, denn die Frage wurde noch nicht beantwortet: Mr Jules (und alle anderen, die das Verschweigen höchst unmoralisch finden): wie lautet deine / eure Antwort???

    Bei einer dauerhaften Stelle. Wenn die schwangere besser als alle anderen ins Team passt - Ja. (In der Hoffnung, dass ich Sie nach der Elternzeit noch lange in der Schule halten kann.)

    Bei einer Vertretungsstelle, die in etwas solange dauert bis zum begin des Mutterschutzes/Elternzeitbegin geht - Ja.

    Bei einer Vertretungsstelle, die deutlich über das Ende der Schwangerschaft geht, und ich auch nicht plane die Schwangere dauerhaft ins Team zu integrieren - vermutlich nein

    Dieser Thread zeigt wunderbar, warum Gleichberechtigung nur eine Theorie ist.

    Nein, wenn ich jemanden einstelle, weil ich umbedingt eine Stelle besetzen muss (aus welchen Gründen auch immer) und der AN schon beim bewerbungsgespräch weiß, dass er die nächste Zeit ausfallen wird. Hat das nichts mit dem Geschlecht zu tun. Wenn ich mich als Mann irgendwo bewerbe, obwohl ich weiß, dass meine Freundin/Frau schwanger ist und ich danach für die Zeit X in elternzeit gehe, dann würde ich das tatsächlich im Bewerbungsgespräch erwähnen. ALlein schon weil ich nicht ewig in Elternzeit sein werde und irgendwann wieder zurück an meinen Arbeitsplatz gehen will und dort nicht als "Arsch" abgestempelt werden will. Ja natürlich muss ich dann damit rechnen den Job nicht zu bekommen. Aber das mus

    1. und wer kommt für ihren Lebensunterhalt vom Sommer bis zum Winter auf?

    2. wo steht hier etwas von einer Planstelle? Es geht um 2 verschiedene Vertretungsstelle .

    Ich habe jetzt angenommen, dass es

    1) die beiden Vertretungsstellen (in Schule 1) überbrücken diese Zeit?

    2) einmal um 2 Vertretungsstellen in Schule 1 geht oder um eine Planstelle in Schule 2?

    Eine schwierge Situation in der du da steckst. Rein rechtlich zwar klar (das dir durch die schwangerschaft keine Nachteile entstehen dürfen), moralisch nicht ganz so leicht zu beantworten.

    Ich würde an deiner Stelle versuchen, dich auch in die Rolle deines Zukünftigen Chefes zu versetzen. Wie würdest du es finden, wenn du jemanden einstellst, der anschließend, aufgrund einer schwangerschaft, weg ist.


    Am Ende musst du entscheiden, mit welcher Entscheidung du am besten leben kannst.

    - Mit offenen Karten spielen und riskieren die Stelle nicht zu bekommen, aber dafür mit "reinen" Gewissen. (Und falls du die Stelle doch bekommen solltest, dann zumindest von der Seite aus ein gutes Arbeitsklima hast)

    - Es verheimlichen und ggf. damit Leben zu müssen eine Zeitlang der Buhmann zu sein.


    Diese Entscheidung kann dir glaube ich niemand Abnehmen.


    Noch eine Geschichte aus meiner eigenen kleinen Welt. Meine Freundin (Erzieher) hatte sich innerhalb einer Einrichtung auch Jahrelang von einer Vertretungsstelle zur nächsten gehangelt und wurde am Ende auch schwanger. Doch obwohl der Arbeitgeber es wusste (Er wusste sogar, dass sie 2 Jahre in Elternzeit gehen wollte), hat er den Vertrag nicht einfach auslaufen lassen, sondern ihr eine Festanstellung gegeben (und sich sofort um einer Vertretung gekümmert). So kann es also auch gehen.


    Finanziell gesehen, steht dir auch ohne Job Eltergeld zu. (Und zwar prozentual vom Mittelwert der Einkünfte aus den Letzten 12 Monaten). Wenn du also nicht die Planstelle bekommen solltest, sitzt du nicht auf dem trockenen. Und was das mit der verlängerung der Vertretungsstelle betrifft. Wenn dich deine aktuelle Schulleitung leiden kann und du deinen Job gut machst, wirst du auch die Verlängerung bekommen (ggf. befristet auf begin deines eigenen Mutterschutzes).

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