Beiträge von MarieJ

    Bei uns an der Schule sind schon mehrere Seiteneinsteigerinnen wieder gegangen, weil der Job ihnen im Vergleich zu dem, was sie vorher gemacht haben, zu anstrengend und nervenaufreibend war. Ist anekdotisch, aber vielleicht nicht allzu selten und hängt natürlich sehr von der Schülerschaft und auch vom Kollegium ab.

    Sicher gibt es auch Fälle, in denen man eben „einfach“ sein Fachwissen vermittelt und nicht gleichzeitig noch auf tausend andere Dinge achten/eingehen muss.

    Zitat @MedienMaster “… jedoch sollte man darauf achte, dass niemand direkt angegriffen oder Aussagen niedergemacht werden.“

    Man muss auch nicht jeden Müll einfach unwidersprochen hinnehmen. Es gibt keine sinnvolle Toleranz nur der Toleranz wegen.

    Manche schießen sicher übers Ziel hinaus, hier im Forum kommen aber bisweilen auch Provokationen oder Dämlichkeiten, die entsprechende Reaktionen hervorrufen. Dann „Mimimi, ihr seid böse zu mir“, finde ich oftmals voll daneben.

    Warum denn "meist"? Das ist "nie" der Fall.

    Du hast Recht. Ich habe vorsichtshalber „meist“ geschrieben, weil ich nicht weiß, bei welchem Steuersatz man wie viel herausbekommt. Hat Seph aber schon geschrieben.

    Vielen Dank für die Ermutigung, hier standfest zu bleiben. Mein SL möchte am Montag von mir den Gesetzestext wissen, nach dem man die Kosten nicht auf die Eltern umlegen kann. Ich versuche es mit der Richtlinie für Schulfahrten und -wanderungen iVm §331 StGB. Hoffe, das reicht aus. Fingers crossed!

    Warum sollst du den Gesetzestext heraussuchen? Das ist nicht dein Job, dafür wirst du nicht bezahlt! Die Rechtslage muss deine Schulleitung präsent haben, wenn sie dich anweist.

    Ich finde es befremdlich, dass sich jemand mit einem Usernamen, der Teile eines unschönen Schimpfwortes enthält, in einem Forum, in dem auch Unvertraute sich duzen, über Kinder überheblich äußert, die das Siezen nicht hinkriegen.

    (Watn Satz; den mache ich jetzt aber nicht mehr eleganter😊.)

    Mit „damals gabs auch schon solche Sachen“ ist - zumindest von mir - auf keinen Fall gesagt, dass diese Sachen nicht schlimm sind und waren und auch nicht, dass man darüber nicht mit den Kindern/Jugendlichen sprechen müsste, um diese Auswüchse möglichst zu verhindern.

    Ich finde es nur unerträglich, wenn immer behauptet wird, die Jugend von heute verrohe o. ä.

    Man kann im Zweifelsfall ja in die dreißiger Jahre schauen oder sich von seinen Groß- bzw. Urgroßeltern erzählen lassen, was damals so los war.

    Apropos Kaugummis:

    Ich finds supernervig, in so wiederkäuende Gesichter zu schauen, manche kauen aber auch sehr dezent. Das wäre jedoch nur mein persönliches Ding und kein Kriterium für eine Regel.

    Es ist einfach eine schwer zu entfernende, klebrige Pest.

    Bei uns ist’s verboten und natürlich versichern ausnahmslos alle SuS, denen ich sage, sie mögen ihren Kaugummi entsorgen, dass sie nie, nie dieses Ding irgendwo hinkleben würden.

    Merkwürdigerweise kleben aber an vielen Orten welche.

    Die hat bestimmt der Pumuckl dahin geklebt.

    … Die nämlich drücken sich (auch an unserer Schule) so lange die Kehle zu, bis sie blau anlaufen!

    Dank TikTok kann das jeder mit Anleitung üben...

    Solche Sachen gab es auch schon in meiner Teeniezeit in den 70ern - komplett ohne Internet.

    Heute können sich die meisten gar nicht mehr vorstellen, dass sich die dollsten Dinge auch völlig analog super schnell in der entsprechenden Altersklasse verbreiten.

    MarieJ

    Mach was Du für richtig hältst. Übernehme dann aber bitte auch den Job des Gefahrstoffbeauftragten, damit es kein Konfliktpotential gibt.

    wie passt das zu:

    Das Borax, habe ich das entsorgt? Müsste den ich halte mich ja streng an die RISU🤷🙈

    Heißt das, dass du dich auch nicht an bestimmte Regeln hältst, wenn du sie nicht sinnvoll genug oder etwas anderes wichtiger findest?

    Was würde eine Gefahrstoffbeauftragte denn dazu sagen?

    mjisw Du behauptest, CDL käme argumentativ nicht weiter.

    Interessant ist, dass du auf meinen Beitrag keine weitere Argumentation mehr hast. Denn du möchtest einmal mit Statistik argumentieren, dann wieder nicht. Auf den Hinweis, dass das von dir Befürchtete allenfalls eine Marginalie darstellt (die Bedingungen der Möglichkeiten solcher Szenarien sind noch nicht einmal klar), reagierst du nur mit weiteren absurden Annahmen sowie Behauptungen über das Aussehen von Transmenschen.

    Wenn das „Argumentieren“ sein soll, kann man es auch einfach lassen.

    Deine „Argumentation“ ist vergleichbar mit:

    „ Man muss Messer verbieten, weil da jemand mit verletzt/umgebracht werden könnte.“

    Die überwiegende Verwendung von Messern ist aber glücklicherweise eine andere.

    Je besser begründet, je besser nachvollziehbar, umso eher halten sich Menschen an Regeln. Man kann versuchen, sie mit „ist halt so“ zu locken. Viel Erfolg.

    Mir ist nicht klar, inwiefern ich deinen Kommentar auf meine Äußerungen beziehen soll, inhaltlich stimme ich deiner Aussage zur Nachvollziehbarkeit von Regeln ja vollständig zu.

    Also nochmal zur besseren Verständlichkeit meiner vorherigen Beiträge:

    Ich halte mich an die Regel, in Fachräumen kein Essen und Trinken zu erlauben, obwohl ich es in der Allgemeingültigkeit nicht einsehe. Eine entsprechende Diskussion mit der Gefahrstoffbeauftragten bzw. bei einer Konferenz ergab leider keine Änderungsmöglichkeit.

    Ansonsten bin ich eine deutliche Vertreterin von sinnvollen Regeln. Bisweilen sind vor allem Regeln in größeren Gruppierungen in Randbereichen, speziellen Situationen oder auch für spezielle Personen nicht sinnvoll. Dennoch müssen manche Regeln sein, weil es sonst zu kompliziert wird und es für jede Gelegenheit eine Regel geben müsste.

    Bei uns auf dem Schulhof dürfen beispielsweise keine Schneebälle geworfen werden, ist im Getümmel zu gefährlich. Das müssen auch diejenigen SuS befolgen, die durchaus kontrolliert werfen können oder wenn nicht viele SuS draußen sind.

    Bei mir hört keine die schlichte Aussage „is halt so“, vielleicht aber mal „ich weiß es nicht, muss ich nachfragen“, wenn ich nach Begründungen gefragt werde.

    Man darf in Fachräumen nicht essen oder trinken, um eine Kontamination der Nahrungsmittel oder Chemikalien zu unterbinden. Auch wenn ich in meinem Unterricht keine wirklich gefährlichen Arbeitsstoffe für Schülerexperimente einsetze, ist dies eine wichtige Erfahrung für die zukünftige Lebenswelt im Beruf. Wer da im Laborbereich isst, kriegt eine Abmah LPnung u d kann im Wiederholungsfall im Jobcenter weiter essen.

    Verziehe mit bitte, aber als Physiklehrerin müsstest du das aber wissen. Ich wundere mich gerade.

    Natürlich kenne ich die Argumentation, gleichwohl halte ich sie vor allem natürlich im Physikraum für kompletten Unsinn.

    Wenn nicht gerade experimentiert wird oder auch im Chemielabor selbst, gibt es m. E. keinen vernünftigen Verbotsgrund. Für irgendeine weit entfernte, zukünftige Situation lernt man nicht durch eine aktuell unsinnige Regel, die in anderen Kontexten durchaus sinnvoll sein kann.

    Falls die Raumluft kontaminiert sein sollte oder sich auf den Tischen gefährliche Restchemikalien befinden, dürfte in dem Raum gar kein Unterricht stattfinden.

    Zur Ausgangsfrage schließe ich mich Antimon an:

    Natürlich nicht vor den SuS diskutieren oder gar Kolleg:innen als altmodisch abkanzeln. Wer die Regel abschaffen möchte, muss dies im entsprechenden Gremium vorbringen und sich ansonsten - von mir aus auch zähneknirschend- in der Schule daran halten.

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