Mir ist unklar, warum meine Aussage, dass ich meinen Hinterbliebenen die Wahl lasse, zu der Schlussfolgerung führen kann, ich wolle mich nicht mit dem Tod beschäftigen. Das Gegenteil ist nämlich der Fall.
Ich habe mich schon erheblich mit meiner Sterblichkeit auseinandergesetzt, also z. B. eine Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Testament notariell erstellt. Auch wissen meine Kinder, wo sie alle Unterlagen finden können, welche Anträge wo zu stellen sind, auf welchen Konten welches Geld zu finden ist usw. Das sind Dinge, die ansonsten wirklich unnötig Zeit und Nerven kosten.
Von irgendwelchen Diensten oder letzten Wünschen, die den Verstorbenen zu erfüllen seien, halte ich nichts, es sei denn, die Hinterbliebenen brauchen sowas zur Trauerbewältigung.
Mein Vater wollte z. B. zunächst „im engsten Kreis“ beerdigt werden, bis ich mit ihm darüber gesprochen habe, dass es evtl. doch einige Leute gäbe, die sich gerne mit einer schönen Beerdigungsfeier an ihn erinnern würden. Und eine schöne Beerdigung mit vielen Leuten gab’s dann auch.