Selbstverständlich gibt es einen Weg zwischen Herunterspielen/Lügen und Panikmache. Man sagt einfach, wie’s ist. Natürlich unter sehr konsequenter Beachtung des Datenschutzes.
Ob die Eltern von betroffenen SuS dann untereinander noch mehr kommunizieren (tun sie bei uns bisweilen), darauf haben wir keinen Einfluss.
Wir veröffentlichen niemals Namen, schicken dann eben aber in bestimmten Fällen ganze Klassen in Quarantäne, weil wir als Kollegium bewerten, wie mit den Regeln in der jeweiligen Gruppe zumindest in der Schule umgegangen wird.
Dass es außerhalb des Schulgeländes sehr problematisch ist, sehen wir auch und hören immer wieder Beschwerden von Anwohnern.
Die verschiedenen Ärzte bei den Gesundheitsämtern sind unterschiedlicher Meinung. Sie sagen teilweise selbst, dass man bei unklarer Lage besser einmal zu vorsichtig ist, zumal sie mit der Verfolgung der Kontakte eh nicht mehr hinterher kommen. Manche freuen sich auch, wenn wir einfach SuS zu Hause lassen (eine Quarantäne dürfen wir nicht aussprechen), dann müssen sie sich nicht mit Vorgesetzten diesbezüglich auseinandersetzen. Ab Klasse 7 bzw. ab dem 12. Lebensjahr bekommt man keinen Wisch mehr für den Arbeitgeber. Wir verfahren also erst ab Klasse 7/8 so und würden im Notfall auch Kinder betreuen (kurzer Dienstweg-passt).
Niemals würden wir aber gegenüber Eltern oder Presse behaupten, Schule sei sicher. Die Eltern sind doch nicht blöd und wir gewinnen immer, wenn wir auch mit Fehlern oder Schwächen unsererseits offen umgehen.