Beiträge von Conni

    Aber dann ist es ja schon zu spät. Oder springst du einen Schritt zurück, bevor dich jemand vorne was fragen kann? Du darfst nicht vergessen, dass dir das alles wurscht ist, einem 58-jährigen Kollegen mit Diabetes aber nicht. Für den ist jeder Kontakt mit der potentiellen Gefahr verbunden, zu sterben. Es gibt seit Beginn der Pandemie diese beiden Fragen: Was muss die Gesellschaft und wie geht es jedem einzelnen. Und bei der letzte Frage hilft kein "mach doch einfach blablub".

    Aus dem Fenster oder durch die Wand.

    Echt, meine kommen hinter meinen Schreibtisch gekrabbelt, wenn ich zurückrutsche. Inzwischen habe ich einen "Puffertisch" aufgestellt. Da hat es 12 Minuten gebraucht, bis die erste sich drübergelehnt hat, um mir wieder ganz nah zu sein. Danach habe ich nochmal gemeckert und seither geht es.

    Nicht zu vergessen die Aerosole, die sich im Laufe der Zeit so bilden, wenn 28 Personen in einem zu kleinen Raum atmen. Lüften verdünnt die etwas, ja, aber trotzdem ist es weiter eine Gefahr.

    Klar kenne ich das, Conni . Geht halt momentan leider nicht. Die Kleinen überkommt es manchmal, aber wenn ich sie rechtzeitig an die Regel erinnere, fällt ihnen auch wieder ein, dass da was war und sie nehmen von selbst Abstand. Ist alles nicht so einfach!

    Hier funktioniert es absolut gar nicht. Vielleicht liegt es wirklich daran, dass du ein Mann und kein Klassenleiter bist.

    Du würdest den Kids sagen, dass es momentan dieses Virus gebe und dass du, weil du besonders anfällig für eine Erkrankung seist, erst einmal ein bisschen Abstand zu den Schülern halten müsstest. Daher würdest du erst einmal an deinem Pult vorne bleiben und stets die Maske tragen.

    Grundschule im "Berliner Paradies", 4. Klasse. Nach 2 Minuten kommen die ersten Schüler nach vorne mit 20 cm Abstand.

    Ich kämpfe seit August.

    Warst du nicht schon im Referendariat? Wo bist du denn da? 12. Klasse?

    Bei uns ist das nur zu 2 Anlässen nötig:

    1. Weihnachtsmarkt. Da machen es die Horterzieherinnen: Verlängerungskabel besorgen, CD-Player anschalten, Weihnachts-CD rein, Play drücken, fertig.

    2. Einschulung. Da macht es die andere Musiklehrerin mit ihrer Klasse: Gitarre stimmen und gemeinsam singen.

    An meiner Ex-Schule kümmerte sich ein Erzieher drum, der hatte das als Hobby.

    Ich habe mal eine Fortbildung gemacht, die nur nutzte, wenn man genau diese Anlage hatte und schon einiges Vorwissen. Oder sehr viel Vorwissen, sodass man es auf eine andere Anlage übertragen konnte. Ich hatte einen selbstgekauften CD-Player (immerhin!) und habe dann alles wieder vergessen.


    Dann gab es eines Tages die Situation, dass irgendeine Veranstaltung war, der zuständige Lehrer für die Technik aber nicht da war. Somit musste ein anderer Lehrer sich darum kümmern, der davon gar nichts, aber auch wirklich gar nichts verstand (sorry für diese harten Worte aber es war nun mal so):

    Das hast du echt toll gemacht, dass du den unfähigen Lehrern geholfen hast. Ich helfe auch immer beim Dorf-Tierarzt aus, wenn er erfolglos den Staubsaugerroboter repariert, damit die Depressionen der Katze, die nicht mehr drauf fahren kann, beendet werden.

    Ich finde es von dir einfach super, dass du schon im Studium alles lernen willst, damit du später im Lehrerberuf rundumverfügbarundkompetent bist.

    Könnte Zynismus enthalten, sorry für diese harten Worte.

    Das würde ich aufschreiben, weil es in direktem Zusammenhang mit deiner Tätigkeit an der Schule steht und das mit deinem Sold/Gehalt abgegolten ist.

    So würde ich es auch sehen: Alles was zu meiner Tätigkeit in der Schule gehört und mit dem Gehalt ausgeglichen ist, ist Arbeitszeit. Alles was von anderer Seite bezahlt ist, würde ich wie einen "Nebenjob" werten und nicht in die offizielle Arbeitszeit zählen.

    Es ist manchmal gerade für die Kinder etwas gewöhnungsbedürftig, wenn es dann Kuskus mit Quark und einem Kohl gibt oder aber Kartoffeln mit Gemüse und vegetarischer Bratwurst, aber die Sachen sind bei Luna wenigstens meist nicht verkocht.

    Luna hatten wir vor einigen Jahren an meiner Ex-Schule. Ich fand es ziemlich gut und noch eine Kollegin.

    Es wurde dann aus mehreren Gründen wieder "abgewählt": Besorgte Eltern, die die Entwicklung ihrer Kinder wegen des fehlenden Schweinefleischs gefährdet sahen, nur 2 Essen (und die letzten bekamen das, was vorher die meisten nicht mochten. Am durchschlagensten waren die Speisereste, die vor der Tür gelagert werden mussten und immer erst am Folgetag mitgenommen werden "konnten", sodass unser Schulhof der Partytreff der umliegend beheimateten Ratten wurde.

    Danach hatten wir den gleichen Caterer wie an der neuen Schule. Der war nicht schlecht, gerade wegen des Obst/Rohkost-Buffets, aber seit das Essen kostenfrei und so bio wie möglich sein muss, hat er deutlich nachgelassen.

    Lass mich raten: Pudding - Pommes - Eierkuchen - Nudeln mit Tomatensoße im Wechsel?

    Dann würden die Kinder ja wenigstens essen.

    Kartoffeln mit Soße und 3 Möhrenstückchen.

    Kartoffelbrei mit Soße und 5 Erbsen.

    Reis mit Soße, 3 Fleischstückchen und 2 Erbsen.

    Couscous mit Soße und 5 Maiskörnern.

    Nudeln mit komischer Soße. (Dann essen die Kinder wenigstens Nudeln pur.)

    Reis mit Fischfilet (Größe eines Fischstäbchens).

    Manchmal sogar Grießbrei oder Milchreis (dann essen die Kinder).

    Manchmal wird wenig geliefert, dann dürfen die Kinder sich nicht nachholen und sind noch hungrig.

    Möglicherweise gibt es dazwischen bessere Gerichte, ich bin schon lange nicht mehr in der Mensa gewesen, das ist ein Raum der Art, in der ich mich lt. Betriebsarzt coronabedingt am besten nicht aufhalten soll.

    Was gut funktioniert, ist das Frischebuffet. Also eigentlich. Im Moment gibt es dann halt Äpfel oder Gurkenstücke.

    Du hast gerade mit dem Studium angefangen. Dir jetzt einen Kopf zu machen, wie du in 7 Jahren Mittag essen wirst, finde ich gelinge gesagt befremdlich.

    Vielleicht wird es bei euch wirklich eine erträgliche Mensa geben, das wäre doch fein. Wenn nicht, kannst du immer noch über was anderes nachdenken. Wer weiß, ob es dann noch Lieferando gibt oder inzwischen die Drohnen direkt durchs Fenster auf den Lehrertisch liefern?

    Bei uns essen die meisten Kollegen kalt, ansonsten haben wir eine Mikrowelle. In der Schulmensa dürfen wir erst ab 13.30 Uhr essen und da das Schulessen in Berlin kostenfrei für Grundschüler ist und billig, aber bio sein muss, ist es meist ein ziemlicher Fraß. Schlechter sind - zumindest an manchen Tagen - nur die Nudeln vom Chinaimbiss um die Ecke.

    Ich wünsche euch allen ein frohes Weihnachtsfest. Insbesondere denjenigen, die gesund sind, wünsche ich, dass sie nie eine chronische Erkrankung bekommen mögen, bei der das Risiko, durch Covid (oder eine ähnliche Infektion) monatelang auszufallen und schwere Folgeschäden bis hin zur dauerhaften Arbeitsunfähigkeit davonzutragen, deutlich erhöht ist.

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