Beiträge von Conni

    Mal ein paar Highlights?

    "forfar geforer"

    "Er salte nich tanzen den das kom zuunfelen kamen"

    "wen dieser zeihen hammt dann kamn mann einfach weiter varen"

    "er solte sein puddind innnRucksach lauen"


    Nein, kein Deutschtest.

    Ja, nach der analytisch-synthetischen (journalistisch und laienhaft verkürzt auch gerne mal "Fibelmethode" genannt) Methode gelernt.

    Nein, alle keine LRS.

    3. Klasse

    fela nein Klaube isch nisch und dan wöde mann meaken und dan ist beser so

    Die schönsten der letzten Woche: höchr, höcher, hör, höste, höhste, hörste, bese, beser, besen, am bessten, langre, am länsten (alles mehrere Wochen geübt)

    Danke, Conni, für deine Erfahrungen - ich werde das dem Arzt auch mal so schildern. Danke auch für die Normwerte - ich hab ja wirklich überhaupt keine Ahnung. Das einzige, was ich richtig gemacht habe, ist, auf das Kind zu achten und gegenfalls nachzufragen. Tja. Morgen werde ich gleich den Vater anrufen und nach dem Diabetologen fragen! Und mal wieder eine Schweigepflichtsentbindung ausdrucken.

    Die Normwerte sind aber die für Erwachsene. Für Kinder bin ich mir da auch nicht sicher. Unverantwortlich von den Eltern.

    Ich habe jetzt mal den Heulesmiley verwendet: Das ist einfach traurig, dass du keine Informationen bekommst. Das ist eine potenziell lebensbedrohliche Erkrankung. An meiner letzten Schule hatten wir ein Kind mit frischem Diabetes, da kam eine medizinische Assistentin für ein halbes oder ein Jahr und hat mit dem Kind gemeinsam Blutzucker gemessen und Insulin gespritzt.

    Einen Notfallpen hatte das Kind immer (!) in einer Umhängetasche dabei. Wenn es spielen wollte, hatte die Tasche die Pausenaufsicht oder die um die Zeit betreuende Lehrerin/Erzieherin.

    Ich würde an deiner Stelle ebenso ratlos dastehen und wäre auf Informationen angewiesen, die du vom Arzt bekommen solltest.

    Gesunde Menschen haben einen morgendlichen Blutzucker von 60 bis 100 (edit: Erwachsene). 2 Stunden nach dem Essen nicht über 140. 350 scheint eine ziemliche Hausnummer zu sein.

    "Meine Mama kam erst heute Abend spät, deswegen konnte sie es nicht mehr unterschreiben."

    ...

    Am nächsten Tag kommt das Kind mit einem ausgefüllten, etwas verknitterten Rückmeldezettel und der unangetasteten Kopie und gibt mir beides.

    Kind: "Das habe ich doch nicht gebraucht. Ich habe den alten Zettel doch gefunden! Er lag auf meinem Schreibtisch/ in meiner Schublade/ in meiner Hausaufgabenmappe/ in meinem Schulranzen!"

    Ich frage, wenn das über Wochen nicht unterschrieben ist, durchaus mal, ob die Kinder in der gleichen Wohnung wie ihre Eltern wohnen...

    Deine Schüler sind ja noch ordentlich. Meine an der Ex-Schule fanden verloren gegangene Zettel hinter dem Bett oder im Geschwisterzimmer oder in der Küche, so wie sie aussehen, war die Butter drin eingepackt.

    Wobei ich jetzt mal sagen muss, dass mir neulich mal eine volle Kaffeetasse in hohem Bogen vom Schreibtisch gesegelt ist und neben dem offenen Schulrucksack ein Stapel mit Kopiervorlagen und meinem Kalender obendrauf lagen. Sah alles auch nicht mehr so neu aus.

    Auf diesem Schreiben zur Dokumentation wird unten ermöglicht, Kopien uninterpretierbarer Dokumente an das Gesundheitsamt zu schicken. Da braucht man dann ja auch wieder eine Schweigepflichtsentbindung.

    Ich schreibe das jetzt mal nur so, weil ich die per Handschrift in meine Impfausweise eingetragenen Impfungen z.T. nicht lesen kann.

    "Wenn jeder etwas mehr darauf achtet, kriegen wir das in den Griff"

    "darauf": wahlweise Müll im Klassenzimmer, Vandalismus, Handynutzung, ordentliche Kleidung der Schüler, vulgäre Sprache...

    "Im Sinne des einheitlichen pädagogischen Handelns..." hieß das an der Ex immer, wenn es wieder mal darum ging, WC-Gänge im Unterricht zu verbieten.

    "Den einen Schüler mehr merkt man doch gar nicht."

    "Freuen Sie sich, wenn die Klassengröße erhöht wird, dann kompensieren die Kinder die angeordnete Drosselung der Heizanlagen."

    "Auch Sie müssen im Gleichschritt mit den Parallelklassen unterrichten."

    "Ihre Klasse ist nicht so schwach, wie Sie immer behaupten! Ihre Klasse war bei VERA die zweitbeste im Rechtschreiben, mit nur 72% Schülern, die den Mindeststandard nicht erreichen."

    Letztlich gibt es zu jeder Studie eine Gegenstudie.

    Oder auch dieser Artikel... aus dem ich gerne zitieren (und hervorheben) möchte:

    Zitat

    Vor allem in großen Klassen, in denen mindestens 20 Schüler unterrichtet werden, zeigt sich ein Effekt, wenn die Schülerzahl reduziert wird. Jedes Kind weniger führt in solchen Klassen in der dritten Jahrgangsstufe im Fach Deutsch zu Leistungszuwächsen, die – bezogen auf ein Schuljahr – denen von zweieinhalb Unterrichtswochen entsprechen.

    Die reden nicht von 26 statt 28 Schülern in einer Klasse, sondern von 20 und weniger. 26 oder 28 macht kaum einen Unterschied aus meiner Sicht, es sei denn Nr. 27 und 28 sind zusätzliche Schüler mit individuellen Verhaltensanforderungen.

    Ich finde auch, dass es auf das Einzugsgebiet ankommt: In meiner letzten Klasse im Brennpunkt konnte ich meinen 21 Schülern (davon 16 mit Förderplan) nicht gerecht werden. Jetzt habe ich 27 (davon haben 10 überwiegend überschaubare Lern- und Verhaltensschwierigkeiten) und es funktioniert deutlich besser.

    Ich habe damals Schulen angeschrieben. Recherchiert habe ich über die Seite der Senatsverwaltung (Schulinspektionsbericht hat z.B. ein eigenes Kapitel über die Führungsstrukturen), Homepage. Dann Mails geschickt und Schulen angeschaut bzw. telefoniert.

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