Ich persönlich halte es eher mit der Aussage von Bolzbold vor einiger Zeit: "Wenn es mir im Endeffekt die Arbeit erleichtert bzw. bei der Arbeit hilft investiere ich auch mal Geld" (und Zeit).
Mit dem Geld gebe ich dir Recht, das investiere ich auch gerne mal.
Aber bei der Zeit sieht es anders aus: Wenn ich Zeit investiere, damit ich danach effektiver arbeite, ist es selbstverständlich Arbeitszeit. In meiner Freizeit würde ich nie und nimmer eine Stunde in einer überfüllten S-Bahn in die völlig überfüllte Berliner Innenstadt fahren, um mich zu einem Verlagshaus durchzuschlagen.
Eine Freizeitveranstaltung am Samstag wäre für mich z.B. der Besuch einer Handarbeitsmesse, ein Kurs zu einem Hobby, ein Ausflug mit Familie/Freunden oder wenn ich zu einer Fortbildung fahre, auf der ich mich die ganze Zeit in die Kantine setze und futtere / Kaffee trinke, dann könnte ich sagen: Ich war nur wegen des guten Essens / Kaffees da.
Der Besuch einer Bildungsmesse zählt für mich - genau wie der einer Fortbildungsveranstaltung (mit nicht so überzeugender Verpflegung)- als Arbeitszeit. Besonders, wenn ich dabei noch für die Fachschaft einkaufen müsste. Fahrzeit genauso - wie einige hier schon schrieben: Nur wenn ich konkret etwas arbeiten würde.
Klar ist dabei, dass ich nicht mit Ende der 46,xx Stunden ohne Rücksicht auf Verluste den Griffel fallen lasse, sondern natürlich die Woche zu Ende arbeite und nötige Dinge tue. Da es hier aber um das formale Erfassen der Arbeitszeit geht, würde ich es auch so eingeben.