Ich wünsche mir ein Forum, in dem ich jede ernst gemeinte Thema zur Diskussion stellen kann, ohne durch den Kakao gezogen zu werden.
Ich (persönlich und vor allem auch als Moderatorin) wünsche mir ein Forum, in dem ich mich darauf verlassen kann, dass ernst klingende Fragen auch ernst gemeint sind. Zu oft schon kamen ernst klingende Fragen von wegelagernden Trollen - und das schürt längerfristig das Misstrauen einiger erfahrener User gegenüber neu Angemeldetn, die hier als erstes eine ungewöhnliche oder plakative Frage stellen.
Zitat von elefantenflip
Meine These, dass der Mond einen Einfluss haben kann, stütze ich auf die Beobachtung, dass eines meiner eigenen Kinder bei Vollmond laut und wild im Schlaf vor sich hinspricht. Es gibt ja auch schlafwandelnde Kinder.
Ich habe um Vollmond herum auch mehrere müde Kinder in der Klasse. Den meisten ist es in den Nächten zu hell, das hat Einfluss auf die Zirbeldrüse. Meine Jalousie schließt z.B. auch nicht gut genug, um den Vollmond draußen zu lassen, sodass ich unruhiger schlafe. Das passiert mir aber auch, wenn ein Krankenwagen mit Blaulicht auf der anderen Seite der Straße steht.
Zitat von elefantenflip
Aus dem biologisch-dynamischen Anbau habe ich mitbekommen, dass Holz zum hochwertigen Gebrauch (Instrumentenbau, Möbel) nach alter Lehre nur an bestimmten Tagen des Monats gefällt wird, weil damit Rissen vorgebeugt wird.
Ich kenne auch eine Bekannte, die darauf schwört, nach einem uralten Mondkalender ihre Haare zu schneiden und Blumen zu gießen.
Das Problem ist nun, dass viele hier wissenschaftlich orientiert sind. Beides ist wissenschaftlich nicht nachgewiesen. Beim 1. würde mich sehr interessieren, ob es tatsächlich einen Zusammenhang gibt (oder wieso die alten Meister ihn herstellten) und wenn ja, worin genau dieser besteht.
Zum Mondkalender: Ja, solche Bekannte habe ich auch. Ich habe noch nicht mitbekommen, dass eine davon glücklicher ist oder sonst welche positiven Auswirkungen hat, die Menschen ohne Mondkalender nicht haben. (Den Rest meiner hier anknüpfenden Ausführungen habe ich lieber gestrichen, damit ich nicht noch mehr Popcorn bereitstellen muss.)
Irritationen rief bei mir dieser Thread aus folgendem Grund hervor: Es ist zwar offiziell nur nach dem Mond gefragt (und du beantwortest genau auch nur diesen Teil der Frage), aber die Überschrift stellt gleichzeitig eine ganz andere Frage, da wird der Tierkreis erwähnt und dann ist man im Bereich der Astrologie. Wenn man die in Mondschules Profil verlinkte Homepage anschaut, erfährt man, dass aus Mondschules Sicht den Tierkreiszeichen, abhängig von ihrem zugrunde liegenden Element, unterschiedliche Eigenschaften zugeschrieben werden, welche mit der 4-Säfte-Lehre, die in der Anthroposophie aufgegriffen wurde, und damit zur Waldorfpädagogik gehört, verknüpft sind.
4-Säfte-Lehre gilt heute nicht mehr als besonders aktuell. Anthroposophie ist umstritten. Waldrofpädagogik ist umstritten. Astrologie ist umstritten. - Um es positiv auszudrücken.
"Ach Gott, jetzt auch noch Sternzeichen!", war mein erster Gedanke. Ja, ich kenne Menschen, die auf Horoskope und Tierkreiszeichen schwören und danach Menschen beurteilen oder ihre Tagesgeschäfte ausrichten. Konkret habe ich eine Kollegin, die neulich im Lehrerzimmer stand und in meinem Beisein laut verkündete, dass Löwen (nein, nicht die Tiere) keine Lehrer sein sollten, die wären zu dominant und zu cholerisch und würden arme Kinder traumatisieren. Sie ahnt trotz ihrer Selbstsicherheit und "tierkreisischen" Erfahrung (und des im Lehrerzimmer hängenden Geburtstagskalenders) bis heute nicht, welches Sternzeichen ich habe, denn bei mir ist sie sich sicher, dass ich eine gute Lehrerin bin.
Zitat von elefantenflip
Wenn man davon ausgeht, dass der Mond Auswirkungen haben kann, kann er eben auch Auswirkungen auf die Lehrkraft haben. Es könnte ja auch sein, dass alleine die Einstellung der Lehrerin zum Mond und die erwartete Schülerreaktion eine andere Erwartungshaltung der Lehrerin zur Folge haben....... und eine selbsterfüllende Prophezeiung in Gang setzen. ...
Das ist ein sehr guter Gedanke, denn davor ist leider keiner gefeit, auch nicht Barbara Gloetz.
Mir fiel sofort Freitag, der 13. ein als ein Beispiel sich selbst erfüllender Prophezeihungen. Und schwarze Katzen.
Ich gehe jetzt mal schulinternes Curriculum schreiben, damit ich morgen in der Fachkonferenz nicht mit schwarzen Katzen werfen muss, um mich vor dem Zorn der anderen zu schützen.