Beiträge von Conni

    Das war jetzt nur eine Überlegung für eine mögliche weitere Einsatzmöglichkeit. Mir geht es mehr um die Idee an sich.
    Aber ich denke nicht, dass die Kinder das sofort so unglaublich negativ sehen und ablehnen, nur wenn sie bemerken, dass man die Lampen mit einer Fernbedienung steuert

    So aus meiner Unterrichtserfahrung heraus: Die meisten nicht. Aber in unserer Schule sind in jeder Klasse einige Schüler, die absolut cool sind oder absolut witzig und das zeigen müssen, auch schon in der 1. Vielleicht gibt es die ja in deiner Praktikumsschule nicht.

    In den jüngeren Klassen könnte man auch nur eine zentral platzierte Lampe nehmen und diese personalisieren. Also so im Sinne einer Wunderkugel, die neue Aufgaben für die Kids ausspuckt. Da ich noch nicht soooo viel mit Kindern gearbeitet habe weiß ich nicht, wie beeindruckt die von so etwas sind, aber in meiner Studenten-Fantasie sind sie es sehr :D

    Überlege dir, was du tust, wenn einer nicht beeindruckt ist und demonstrativ "LANGWEILIG!" schreit oder "Das machst du selber!" und dann 25 Kinder mit "Jaaaaa, du machst das hahahahaha!" antworten und du je nach Klasse 5 bis 20 Minuten brauchst, bis sich alle wieder beruhigt haben.
    Ansonsten: Probiere es doch aus, wenn du es selber gut findest.


    und was mich immer am meisten gefrustet hat, war dass ich keine Zeit für diese Kinder hatte. Mein Problem war gar nicht in erster Linie, dass ich keine Ideen hatte, was ich mit den Kindern machen soll oder dass ich kein geeignetes Material finde, sondern dass ich keine Zeit hatte das vernünfitg mit Ihnen einzuführen und zu begleiten... Ich würde mir einfach wünschen, dass das durchdachter und professioneller stattfindet. ... Meiner Meinung nach braucht es im Wesentlichen drei Dinge: das Know-how (Fortbildungen, multiprofessionelle Teams etc.), Zeit (Teamstunden, durchgehende Doppelsteckung...) und Raum (Teilungsräume, Funktionsräume...). Nichts davon wird auch nur annähernd ausreichend umgesetzt.
    Ich finde das gruselig.

    Da könnte ich jetzt einige Male "agree" schreiben.
    Ich habe das Gefühl, in meiner Klasse keinem mehr gerecht zu werden. (Das liegt nicht nur an Inklusion, sondern gerade bei uns auch daran, dass die Hürde für "sonderpäd. Förderbedarf" immer höher gelegt wurde in den letzten Jahren und es immer weniger sonstige Fördermaßnahmen, z.B. LRS-Klassen bei gleichzeitig zurückgehender Kita-Förderung gibt.) Individuelles, selbstorganisiertes Lernen kommt: Funktioniert ca. 5 Minuten, dann setzt sich das Lernvermeidungsverhalten meiner vielen inoffiziellen Fördeschüler, die ich nach Rahmenlehrplan beschulen muss, durch.

    Ich bin nicht sicher, ob es jedem meiner offiziellen Förderschüler an der Förderschule besser gehen würde.


    Im Endeffekt werden damit alle Bewerber mit diesen Fächern zum Grundschul-Exkurs erpresst, oder? Mit den 3-Jahren-GS als Mittel der Konkurrenz um den Arbeitsplatz.

    Auch witzig: einerseits sagt man, dass man die Bewerber mit diesen Fächern am Gym. gar nicht brauche, ihnen Arbeitslosigkeit drohe - andererseits garantiert man ihnen so die Verbeamtung.

    Das habe ich mich auch schon gefragt: Wenn man sie nicht braucht, wo steckt man sie dann nach der Zeit, die sie "an der GS abarbeiten müssten" hin?

    Da ist nur so ne Abkürzung drauf F408G, "irgendwie spricht man da so Sprache". Die kenne sie nicht. Aber es sei ihr nicht gut gegangen, damals. Gar nicht gut.

    F 40.8 sonstige phobische Störung (Arbeitsphobie?)
    Mein PC wusste schon, warum er mir auf 3 (!) Browsern das Video verweigert. Das ist kein Spamschutz, das ist Selbstschutz.

    Einsatz:
    - Förderstunden für Kinder mit Förderbedarf (das machen aber auch Nicht-Sonderpädagogen, da die Stunden nicht reichen),
    - helfen den Klassenleitern beim Erstellen der Anträge für Feststellungsverfahren,
    - ggf. Schulleistungstests / Intelligenztests,
    - Sichtung der Vorschüler, Elterngespräche zum rechtzeitigen Einleiten von Feststellungsverfahren,
    - Beratung der Nicht-Sonderpädagogen

    Im Unterricht sind sie gar nicht, da wir nicht genug Förderstunden für alle Kinder zugesprochen bekommen. Die Kinder werden dadurch klassenübergreifend in Gruppen zusammengenommen.
    Entlastung im konkreten Unterricht erhalte ich nicht.

    8) :victory: Ob die Moderatoren die Finanzierungs- und Wohnungsproblematik aus diesem Thread rausholen? Wäre eine Aufgabe.

    Pepe:
    Wenn ich das versuchen sollte, gebe ich allen MItschreibern hier meine Kontonummer und hoffe auf eine entsprechende finanzielle Spende zur Unterstützung meines Altbaus für den Mehraufwand heute Abend. ;)

    Damit Pepe nicht arm wird, habe ich das Problem anders gelöst und den Thread umbenannt. :dollar:

    ...an meiner Schule gibt es jetzt sogar eine AG, die festlegen soll, wie wir anhand der Ergebnisse effektiver arbeiten sollen.

    Öhm.... aha. Das ist ja auch klar, dass es nur an den Lehrern liegt und nicht an den Kindern, mit denen man arbeitet. :autsch:

    Ich habe übrigens auch die wichtigsten Aufgabentypen vorher geübt, damit sich die Kinder etwas weniger unsicher fühlen. Und ich hatte in den Auswertungsgesprächen weinende und verängstigte Kinder und Eltern. Die geschworene verbesserte Lernhaltung nebst früherem Schlafengehen hat etwa 4 Wochen gehalten.

    Bei uns gab es einen hochwichtigen Elterninformationsflyer auf Blancopapier.

    Für den Fall, dass über 70% den Mindeststandard nicht erreichen, bitte unbedingt ein bisschen Wein, Amaretto oder sowas bereithalten.
    Ich fand die Vera-Ergebnisse meiner Klasse nicht überraschend, aber deprimierend, das Elend nochmal so geballt zu betrachten.

    Fachkonferenz: Wir haben festgestellt, dass die leistungsschwachen Kinder über mehrere Klassen verteilt werden sollten, das aus sozialen Gründen aber wenig sinnvoll ist.
    Und dass wir mehr Rechtschreibung üben sollten. Da machen dann die paar Kinder mit guten Erfolgen mit, die es bei Vera gut konnten und vergrößern den Abstand zum Rest der Klasse.

    In nahezu allen Fällen hatte ich zugegeben bisher den Hochmut zu denken, dass ich das als gewöhnlicher Klassenlehrer auch alleine schaffen würde.
    Sätze wie "Ohne Doppelbesetzung geht nichts" und diese Weltuntergangsstimmung angesichts der Inklusion konnte ich bisher einfach (noch) nicht nachvollziehen.

    Klar: Bei einigen schwerwiegenden Verhaltensauffälligkeiten ist ein Sonderpädagoge sicherlich durchaus nötig. Aber "unbeschulbare" Extremfälle sind vergleichsweise selten.
    Förderkinder der geistigen Entwicklung bekommen dazu ohnehin schon einen Integrationshelfer bereitgestellt.

    Warum fühlen sich so viele Regelschullehrer der Inklusion nicht gewachsen?
    Und was haben Sonderpädagogen für Möglichkeiten / Kompetenzen, die Regelschullehrer nicht (mit ein bisschen mehr Mühe) aufbringen könnten?

    1. GE bekommt nicht per se einen Integrationshelfer. Bei uns gar keine.
    2. "Unbeschulbare Extremfälle": Kommt auf die Definition an.
    3. Ja, vielleicht kann man viele Stunden irgendwie herumbringen und damit alle "irgendwie beschulen". Als Grundschullehrerin habe ich allerdings vor allem gelernt, Unterrichtsstoff ans Kind zu bringen und einen Rahmenlehrplan einzuhalten. Um dies umzusetzen, benötige ich eine halbwegs arbeitsbereite und arbeitsfähige Klasse. Und ab einer bestimmten Anzahl von auffälligen Schülern ist das alleine nicht mehr zu packen. Ohne Doppelsteckung fallen bei mir viele meiner Schüler mit sonderpäd. Förderbedarf oder ohne sonderpäd. Förderbedarf mit hoher Förderbedürftigkeit massiv hinten runter. Egal wie viel Mühe ich mir gebe. Es ist nicht zu bewältigen. Man verschleißt einfach nur enorm dabei.
    Ich wünsche dir nach erfolgreicher Prüfung eine Klasse an meiner Schule - nicht als Vertretungslehrer, sondern als Klassenleiter mit allem Drum und Dran.

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