Beiträge von Conni

    Aber wahrscheinlich bist du halt keine typische Vertreterin des Löwen. Oder der Mond ist bei dir im siebten Haus, irgendeine Erklärung muss es geben...
    ...und schon wieder eine musikalische Assoziation:

    https://m.youtube.com/watch?v=N9oq_IskRIg

    8) Als Kind wurde mir von einigen Verwandten gesagt, ich passe nicht zu meinem Sternzeichen. Da habe ich überlegt, ob ich versehentlich vertauscht wurde.
    Mond im Steinbock. Ich sei zuverlässig und treu und hielte meine Emotionen zurück.
    In meinem 7. Haus wohnt kein Planet. Nur ein Skorpion. Der ist besitzergreifend, eifersüchtig und rachsüchtig.
    Hach, das nächste Horoskop erzählt mir, ich sei ein Doppellöwe, weil ich die Sonne im 5. Haus habe. Damit verbinde ich leidenschaftliche Lebensbejahung mit übersteigertem Ego. Und ein bisschen im 4., da entwickelt man keine besonderen Egozüge. :sterne:

    Notiz an mich: Musik-Curriculum: "Die Planeten"

    Also meine zyklischen Stimmungsschwankungen hängen vor allem von meinen Hormonen ab, ob’s jemand wissenschaftlich belegt oder nicht! :hitze: :eisig: :sterne: :verliebt: :rotwerd: ;( :sauer:

    Eine der Aussagen, die ich mir wegen des ausgehenden Popcorns verkniffen habe. Die kann man sogar messen (die Homone, nicht die Maiskörner) und ihren biochemischen Einfluss erklären. Macht meine Ärztin regelmäßig, da die bei mir etwas herumspinnen.


    Da kommt einem ja immer etwas entgegen. Und das, was einem da so entgegen kommt, hat ja nicht zwangsläufig etwas mit mir zu tun. Die Klasse ist einfach manchmal "so". Aufgedreht, ruhig, konzentriert...
    Und oft ist es doch so, dass in den Fluren, auf dem Pausenhof, eine generelle Stimmung, Gefühlsgewichtung, wahrnehmbar wird, - da ähneln sich viele Schüler in ihrer Art. Das mag viele Faktoren haben. (Montag, Wetter, Aufregung wegen weißichwas...) Aber letztlich, vermutlich, ist das ganze eingebettet in einen größeren Rhythmus.

    Ja, diese Stimmungen gibt es. An meiner derzeitigen Schule konnte ich beobachten, dass diese Stimmungen meistens von ca. 5 bis 10% der Schüler "hervorgerufen" werden. "Der Rest" fällt nicht weiter auf, weil diese 5 bis 10% sich so anders verhalten oder so viel Aufmerksamkeit fordern.

    Manchmal sind es mehr Schüler, die außergewöhnlich reagieren - z.B. hatte meine Klasse am Mittwoch (nach deinem Kalender Fantasietag) einen hochgradig weißen Tag und am Donnerstag (Fantasietag) einen hervorragenden Gemeinschaftstag. Fast alle trugen diese beiden Tage mit. Wetterwechsel. Tiefdruckgebiet, Regen.

    Zitat von "Mondschule"


    Sie begann Vergleichsarbeiten zu schreiben. An Phantasietagen war die Sprache der Schüler ausschweifend und bildhaft, an Aufmerksamkeitstagen verdichtet und auf den Punkt gebracht.

    Kann ich nicht bestätigen bei meiner Klasse. Würde mich freuen, wenn es so wäre.

    Hier greift nun auch das Phänomen der sich selbst erfüllenden Prophezeihung: Wenn ich meine Aufmerksamkeit darauf richte, dass vielleicht gerade ein Pflanztag ist und nun bei meinen Schülern nach Veränderungen suche, werde ich sie finden - und wenn sich nur einer anders verhält, der rückt in meinen Fokus.
    Gleichzeitig ändert sich auch etwas an meiner Haltung: Wenn ich in die Klasse gehe und mich selber vorher darauf fokussiere, dass ich heute eine Gruppenarbeit machen möchte und diese bitte produktiv und ohne Streit laufen soll, dann funktioniert das in meiner Klasse auch: Ich kenne die Schüler so gut, dass ich die Gruppen passend zusammenstelle. Notfalls passe ich spontan an: X verträgt sich heute super mit Z statt wie sonst mit Y --> Ich tausche die Gruppenzusammensetzung. Gleiches bei spontanem Streit. Beste Freunde kommen nur dann in eine Gruppe, wenn sie gemeinsam arbeiten können. Gleichzeitig nicht in der 1. Stunde, da sind die Kinder noch nicht richtig angekommen. Etc. pp. Letztlich stelle ich mich mit der Erwartung "Ihr könnt das!" vor die Klasse und erinnere noch einmal an die Gruppen, bei denen es bei der letzten Gruppenarbeit super klappte.
    Streit gibt es noch: Bei Tiefdruckgebieten und nahendem Regen oder wenn ich selber nicht richtig gut fokussiert auf das Ziel war. Zusätzlich gibt es 2 Kinder, bei denen Gruppenarbeit an sich kritisch ist, weil sie beide der Chef sein und alles bestimmen wollen, aber keine Kritiv vertragen. Die frage ich, ob sie mitmachen können oder lieber alleine arbeiten wollen. Und ein Kind habe ich, das hat bei Gruppenarbeiten unabhängig von Mond und Wetter immer Rückzugstage.

    Zitat von "Mondschule"


    Ansonsten versuche ich gerade Wege zu finden, das Ganze wirklich zu untermauern und es aus der Subjektivität zu holen. Darum bin ich hier, wollte wissen, ob hier vielleicht jemand ist, der sich damit beschäftigt hat. Wäre doch spannend, den Kindern immer genau das zu geben, was sie gerade "verdauen" Können.

    Ja, das wäre in der Tat spannend, wenn das stimmen würde. Man könnte das auch durch gute Beobachtung und sehr schnelle, flexible Reaktionen schaffen. Und - wenn man sich an Tierkreiszeichen und diese durchstreifendem Mond orientiert - sollte man nicht die Kinder aus den Augen verlieren, auf die die Voraussagen nicht zutreffen. Die könnten sich dann u.U. unverstanden fühlen.


    Apropros Curriculum: Ich könnte heute dringend einen auf Gemeinschaft fokussierten Tag gebrauchen.

    Ich wünsche mir ein Forum, in dem ich jede ernst gemeinte Thema zur Diskussion stellen kann, ohne durch den Kakao gezogen zu werden.

    Ich (persönlich und vor allem auch als Moderatorin) wünsche mir ein Forum, in dem ich mich darauf verlassen kann, dass ernst klingende Fragen auch ernst gemeint sind. Zu oft schon kamen ernst klingende Fragen von wegelagernden Trollen - und das schürt längerfristig das Misstrauen einiger erfahrener User gegenüber neu Angemeldetn, die hier als erstes eine ungewöhnliche oder plakative Frage stellen.

    Zitat von elefantenflip

    Meine These, dass der Mond einen Einfluss haben kann, stütze ich auf die Beobachtung, dass eines meiner eigenen Kinder bei Vollmond laut und wild im Schlaf vor sich hinspricht. Es gibt ja auch schlafwandelnde Kinder.

    Ich habe um Vollmond herum auch mehrere müde Kinder in der Klasse. Den meisten ist es in den Nächten zu hell, das hat Einfluss auf die Zirbeldrüse. Meine Jalousie schließt z.B. auch nicht gut genug, um den Vollmond draußen zu lassen, sodass ich unruhiger schlafe. Das passiert mir aber auch, wenn ein Krankenwagen mit Blaulicht auf der anderen Seite der Straße steht.

    Zitat von elefantenflip

    Aus dem biologisch-dynamischen Anbau habe ich mitbekommen, dass Holz zum hochwertigen Gebrauch (Instrumentenbau, Möbel) nach alter Lehre nur an bestimmten Tagen des Monats gefällt wird, weil damit Rissen vorgebeugt wird.
    Ich kenne auch eine Bekannte, die darauf schwört, nach einem uralten Mondkalender ihre Haare zu schneiden und Blumen zu gießen.

    Das Problem ist nun, dass viele hier wissenschaftlich orientiert sind. Beides ist wissenschaftlich nicht nachgewiesen. Beim 1. würde mich sehr interessieren, ob es tatsächlich einen Zusammenhang gibt (oder wieso die alten Meister ihn herstellten) und wenn ja, worin genau dieser besteht.
    Zum Mondkalender: Ja, solche Bekannte habe ich auch. Ich habe noch nicht mitbekommen, dass eine davon glücklicher ist oder sonst welche positiven Auswirkungen hat, die Menschen ohne Mondkalender nicht haben. (Den Rest meiner hier anknüpfenden Ausführungen habe ich lieber gestrichen, damit ich nicht noch mehr Popcorn bereitstellen muss.)

    Irritationen rief bei mir dieser Thread aus folgendem Grund hervor: Es ist zwar offiziell nur nach dem Mond gefragt (und du beantwortest genau auch nur diesen Teil der Frage), aber die Überschrift stellt gleichzeitig eine ganz andere Frage, da wird der Tierkreis erwähnt und dann ist man im Bereich der Astrologie. Wenn man die in Mondschules Profil verlinkte Homepage anschaut, erfährt man, dass aus Mondschules Sicht den Tierkreiszeichen, abhängig von ihrem zugrunde liegenden Element, unterschiedliche Eigenschaften zugeschrieben werden, welche mit der 4-Säfte-Lehre, die in der Anthroposophie aufgegriffen wurde, und damit zur Waldorfpädagogik gehört, verknüpft sind.
    4-Säfte-Lehre gilt heute nicht mehr als besonders aktuell. Anthroposophie ist umstritten. Waldrofpädagogik ist umstritten. Astrologie ist umstritten. - Um es positiv auszudrücken.

    "Ach Gott, jetzt auch noch Sternzeichen!", war mein erster Gedanke. Ja, ich kenne Menschen, die auf Horoskope und Tierkreiszeichen schwören und danach Menschen beurteilen oder ihre Tagesgeschäfte ausrichten. Konkret habe ich eine Kollegin, die neulich im Lehrerzimmer stand und in meinem Beisein laut verkündete, dass Löwen (nein, nicht die Tiere) keine Lehrer sein sollten, die wären zu dominant und zu cholerisch und würden arme Kinder traumatisieren. Sie ahnt trotz ihrer Selbstsicherheit und "tierkreisischen" Erfahrung (und des im Lehrerzimmer hängenden Geburtstagskalenders) bis heute nicht, welches Sternzeichen ich habe, denn bei mir ist sie sich sicher, dass ich eine gute Lehrerin bin.

    Zitat von elefantenflip

    Wenn man davon ausgeht, dass der Mond Auswirkungen haben kann, kann er eben auch Auswirkungen auf die Lehrkraft haben. Es könnte ja auch sein, dass alleine die Einstellung der Lehrerin zum Mond und die erwartete Schülerreaktion eine andere Erwartungshaltung der Lehrerin zur Folge haben....... und eine selbsterfüllende Prophezeiung in Gang setzen. ...

    Das ist ein sehr guter Gedanke, denn davor ist leider keiner gefeit, auch nicht Barbara Gloetz.
    Mir fiel sofort Freitag, der 13. ein als ein Beispiel sich selbst erfüllender Prophezeihungen. Und schwarze Katzen.


    Ich gehe jetzt mal schulinternes Curriculum schreiben, damit ich morgen in der Fachkonferenz nicht mit schwarzen Katzen werfen muss, um mich vor dem Zorn der anderen zu schützen.

    Heute kam ein Schüler zu mir: "Frau Conni, haben wir in der 4. Klasse schon Sexualkunde?"
    Ich: "Ja."
    Kind geht zum Platz zurück und unterhält sich mit seinen Freunden.
    Einer sagt relativ laut: "Sexualkunde brauchst du, um schwanger zu werden und Kinder zu bekommen."

    Fördern inklusiv finde ich sehr gut, sehr anschaulich. Damit arbeiten gerade 2 meiner Schüler (Rechnen bis 100, Einmaleins).
    Wir hatten auch "Rechnen ohne Stolperstein". Das ist auch gut aufgebaut, hat sehr sehr viele Seiten zum kleinstschrittigen Üben, setzt aber eine völlig andere Anschauung des Zahlenraums bis 10 voraus, welcher mit den meisten Mathebüchern nicht kompatibel ist.

    "Zucht und Ordnung" klingt sehr ablehnend. Da kann natürlich keiner sagen, dass er das befürworte. Zucht und Ordnung will ich auch nicht. Eine vernünftige Arbeitsatmosphäre schon. Sie scheint mir die Grundlage aller Lernerfolge zu sein.

    Ich konkretisiere, was ich damit meinte:
    - Konsequenzen bei kleinsten Disziplinverstößen (Eltern in Schule zitiert, die damals auch noch pro-Schule reagierten) - bis hierhin finde ich es in Ordnung,
    - bei größeren Verstößen wurde der Betrieb, in dem die Eltern arbeiteten, informiert, diese wurden dort zum Chef zitiert und bekamen richtigen Ärger (das würde etwa 5 bis 8 Elternhäuser meiner Klasse heutzutage betreffen), ferner gab es Fahnenapelle, bei denen Tadel vor der ganzen Schule vergeben wurden, ebenso wie Lob. Beides wurde von der Klasse massiv schlecht angenommen, da man damit "aus dem Einheitsbrei" herausragte,
    - wer nicht passte, wurde entweder an die Sonderschule abgeschoben oder als Außenseiter abgecancelt (habe einen überdurchschnittlich intelligenten Bruder, der in der DDR zum totalen Schulversager wurde),
    - Einheitslernen. Jeder lernte zur gleichen Zeit das gleiche. Dies war genauestens vorgegeben: Was muss in welcher Stunde unterrichtet werden. MUSS. Keinerlei Abweichen, wer mal eine "aktuelle Stunde" zu einem aktuellen Thema (Mama von Mitschülerin im Krankenhaus) einschob, bekam richtig Ärger. Mein Bruder ist ausgetickt, weil er damit nicht klarkam. Ich habe mich weggeträumt, weil ich massiv unterfordert war und 6 Jahre komplett in Fantasiewelten zugebracht, danach etwas seltener. Bei kleinsten Äußerungen, wenn man z.B. einen Buchstaben schon kannte, bevor die Lehrerin ihn benannte, wurde man blöd angemacht, bloßgestellt und beschämt. Je nach Lehrerin mehr oder weniger.
    Gleichschrittig marschierende Masse.

    Mimi am Zaun. Ali im Haus. Musste ich tausendfach schreiben. *lach* Einheitlich waren sie glaube ich nicht, ich weiß eine Freundin hat eine andere Fibel als ich. Ich habe meine nämlich noch.

    Es gab eine Neubearbeitung?
    Ich war so böse und habe mir Lesen, Schreiben und Rechnen vor Schuleintritt selber beigebracht. Lautiert habe ich dabei gar nicht. Das gab erstmal richtig Ärger in der Schule.
    Du musst noch dazuschreiben, dass Zaun und Haus als Bildchen gedruckt waren.
    Ich denke, die besseren Ergebnisse lagen nicht nur an der Methode. In meiner Erinnerung hatten wir mehr Deutschstunden, mehr "Zucht und Ordnung", gleichschrittiges Lernen aller, 2 Stunden Vorschularbeit täglich im letzten Kindergartenjahr etc.

    Stimmt, das ist der nervige Part, dass du für die Wiedereingliederungshilfe eine seelische Behinderung oder zumindest die Gefahr einer solchen nachweisen musst, aber normalerweise kennen die LRS-Institute vernünftige Ärzte und unabhängige Psychologen die einem da weiterhelfen können (Schulangst, Verweigerung in Lernsituationen, innerfamiliäre Konflikte um Hausaufgaben, man kann da schon was finden).

    So habe ich es bei "meinen" gemacht. Allerdings ist nun der schulpsychologische Dienst sauer auf mich, weil ich die Kinder nicht dort habe testen lassen und versucht mich mit dem Bestehen auf penetranter Übergenauigkeit beim derzeit vorliegenden Antrag zu ärgern. (Die Schule hat einen Rückpfiff erhalten, dass wir jetzt alles dort zuerst zu melden haben. Schade eigentlich.)

    Bekommt die Schülerin eigentlich außerschulische Förderung? Bei so einer schweren LRS müsste doch Wiedereingliederungshilfe über das Jugendamt möglich sein um einen externen Therapeuten zu bezahlen (der dann auch im Bereich LRS sicher besser ausgebildet ist als quasi alle Deutschlehrer an Schulen)...

    Bei uns bekommen sie das erst, wenn sie aufgrund der Teilleistungsschwäche eine psychische Störung entwickelt haben, das Kind also quasi in den Brunnen gefallen ist. :sauer:

    Meine Schüler und Eltern bekommen regelmäßig Rückmeldung über den Lernstand, insbesondere auch über Bereiche, die noch geübt werden müssen. Insofern ist das Zeugnis dann nur noch ein offizielles Dokument, das aber keine Überraschungen für die Eltern enthält und von diesen vor dem Hintergrund der laufenden Informationen auch verstanden wird.

    Funktioniert leider nicht überall. Eigene Erfahrungen aus dem Brennpunkt. Trotz mehrfacher protokollierter Gespräche.

    Ehrlich?
    Ich habe das Murren überhört. Reaktion aufs Murren: Immer wieder ein Lob für Kinder, die ohne zu murren angefangen hatten zu schreiben. Manchmal auch: "Es wird nicht gemurrt, sondern geschrieben." Das mag vielleicht nicht grundschulgerecht klingen, aber das Problem dauerhaft murrender Klassen hatte ich nie.
    Für fertige Seiten im Heft und besonders schön geschriebene Texte habe ich Lob und Aufkleber verteilt.

    Ich finde es erschreckend, pauschal die letzten 5 Jahre des Deutschunterrichts in Frage zu stellen. Nur weil man Deutschlehrer ist, muss man sich nicht auf dem Gebiet der LRS Förderung auskennen oder diese kompetent beherrschen.

    Selbst wenn man sich fortgebildet hat, kann man davon noch lange nicht zaubern. Es gibt Kinder mit so schwerer LRS, dass die Buchstaben gar nicht visuell geordnet werden können und einige Laute vom Hören nicht unterschieden werden können.

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