Beiträge von Conni

    craff
    Vielen Dank für diesen Beitrag. Auch mir sprichst du aus der Seele.
    Wir erhalten von allen Seiten Druck, sollen jüngere Kinder mit durchschnittlich weiter abnehmenden Fähigkeiten zu Schulbeginn in jahrgangsgemischten Klassen unter "kostensparender Abschaffung" verhaltensauffälliger, sprachauffälliger und lernbehinderter Kinder an mehr und z.T. gleich hohe, z.T. höhere Ziele als vor Änderung des Rahmenlehrplanes (2004) heranführen.
    Grüße,
    Conni

    Maya
    In genau dieser Lage war ich vor 2 Jahren auch. Lies doch mal im Differenzierungs-Thread, da habe ich schon etwas beschrieben, was ich vereinfacht habe.

    Lesekarteien:
    Kohl-Verlag: Das ganz neue Lesetraining - habe ich für Kl. 1 bis 3 laminiert.
    Dann habe ich noch eine Kartei vom Ruhrverlag: "Lies dich schlau!" Hier ist die Vielfalt größer (falsche Wörter finden, falsche Informationen finden etc.) und es sind einfach mehr aufgaben.

    Schreiben: Ich habe ein Heft von dem Lessmann-Verlag zerschnitten und laminiert. Das sind Kinderreime, hat mit dem aktuellen SU-Thema nichts zu tun.

    Als Schreibschriftlehrgang kann ich den von "Papiertiger" empfehlen: Es werden mehr wichtige Buchstabenverbindungen geübt als im Jandorf-Heft, die Hefte sind ansprechend gestaltet. Nach ein paar Seiten finden sich zudem Abschreibtexte auf den Seiten, die von den Kindern in ein Deutschheft übertragen werden. Unsere Kinder kommen damit weit besser klar als mit dem Tinto-Heft. Das Jandorf-Heft hat einen sehr sehr hohen Übungsumfang. Meine Schüler würden das überwiegend nicht in einem Schuljahr schaffen.

    Gruß,
    Conni

    aust
    Die Sprachfreunde-Bücher und -Arbeitshefte sind recht anspruchsvoll und auch die Aufgaben sind hier sehr variabel. Elaine sucht ja etwas quasi selbsterklärendes.

    Elaine
    Klasse 2: Wir haben Flex und Flo, da gibt es ein Arbeitsheft und ein Übungsheft, das reicht normalerweise aus für Unterricht und Hausaufgabe. Im Wochenplan liegt das 5-Minuten-Trainingsheft von Mildenberger. Für sehr schnelle Rechner oder zusätzlichen Übungsbedarf gibt es passende Kopiervorlagen, die sich auch für Hausaufgaben eignen. (Die Kopiervorlagen von Einstern 2 bieten eine Reihe von Wochenübungsblättern, die auch mal als Hausaufgabe herhalten können.)
    In Deutsch gibt es mal eine angefangene Duden-Heft-Seite oder etwas im Schreibschriftlehrgang.

    Klasse 1: In Deutsch gibt es als Hausaufgabe Schreibübungen zum aktuellen Buchstaben (Druchschriftlehrgang), in Mathematik arbeiten die Kinder individuell weiter.

    Achja, was mir gerade noch einfällt: Es gibt von Beenen (sind jetzt Cornelsen angegliedert) "Freiarbeitsbündel". Das sind Kopiervorlagen mit verschiedenen Fächerschwerpunkten. Da gibt es eins für Mathematik Klasse 1/2, überwiegend selbsterklärende Aufgaben und Kontrollstreifen zum Umknicken. Und es gibt das Einmaleins-Rennen. Daraus lassen sich 8 A5-Hefte erstellen, die immer gleiche Aufgaben enthalten. Wenn du viel Zeit (und viel Kopien) hast für die Einmaleinsreihen, ist das sicher eine Möglichkeit. Ansonsten kann man da auch ein paar Seiten rauskopieren und als Hausaufgabe ausgeben.

    Grüße,
    Conni

    Simian
    Ich habe meine Arbeitszeiten deutlich reduziert, mit unerwartetem Effekt:

    In meiner ersten eigenen Klasse habe ich jeden Abend korrigiert, analysiert, vorbereitet. An den Wochenenden habe ich individuelle Wochenpläne erstellt etc. Die Wochenpläne flogen in der Gegend herum, es hat lange gedauert, bis ich in dieser Klasse disziplinmäßig "ein Bein auf den Boden" bekam. Und ich habe viele Elterngespräche geführt.
    Gleichzeitig hatte ich einige sehr ungnädige Eltern, die auf mir herumhackten, mich dafür verantwortlich machten, dass ihr Kind ein Heft verschusselt hatte, mit den "neuartigen Methoden" (Lesen durch Schreiben, individuelles Lernen) nicht klar kamen, nur noch in Gegenwart des Schulleiters mit mir reden wollten etc. Die Notbremse habe ich dann um Ostern herum vor 4 Jahren gezogen: Ich hatte durch Frustessen 10 kg zugenommen und fühlte mich nur noch müde, ausgelaugt und frustriert. Danach habe ich etwas weniger gearbeitet und mir 2 Abende und einen halben Wochenendtag "frei" genommen.
    Es war dann im 2. Schuljahr eine umgängliche Elternschaft, die mich nett verabschiedet hat, als ihre Kinder eine neue Lehrerin bekamen.
    Und ich habe einiges gelernt...

    Inzwischen arbeite ich sehr eng mit meiner Parallelkollegin zusammen. Ich verbringe dadurch mehr Zeit in der Schule, aber dafür deutlich weniger Zeit zu Hause beim Arbeiten. Da meine Kollegin und ich in vielen schulischen Dingen auf einer Wellenlänge liegen und uns bei anderen Entscheidungen gut einigen können, hilft uns diese Teamarbeit sehr weiter. Da wir beide die Schüler beider Klassen zumindest etwas kennen, können wir auch über einzelne Schüler sprechen, beraten oder einfach nur mal Dampf ablassen. Zudem teilen wir uns Arbeit auf: Eine kopiert für Klasse 1, eine für Klasse 2 die Wochenplanblätter. Die Grobplanung machen wir gemeinsam. Meine Arbeitshefte bleiben in der Schule. Die Wochenplanaufgaben kontrolliere ich ebenfalls fast nur noch dort.
    Der Wochenplan ist für beide Klassen gleich, es gibt nur einen Unterschied zwischen Erstklässlern und Zweitklässlern. Die Arbeitshefte sind so ausgewählt, dass schnellere Kinder schon alleine weiterarbeiten können, langsame länger an einem Thema verweilen können. Für leistungsstarke / schnell arbeitende Schüler gibt es weitere Karteien und Lernspiele in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden und Aufgabenbereichen. Und wenn ein Kind den Wochenplan gar nicht schafft, dann bekommt es ebenfalls weniger schwere Aufgaben oder weniger Aufgaben (je nach Problemstellung).
    Damit haben wir einen großen Teil der - effizienten, sinnvollen - Differenzierung abgedeckt. Der Rest der möglichen Differenzierung wird in einer Zusatzförderstunde, mit Hilfe der Lesepatin, der Erzieherin und der Sonderpädagogin abgedeckt.
    Im letzten Jahr haben wir noch sehr viel gesessen, in diesem Jahr ist es schon deutlich weniger geworden. (2. Jahr in der jahrgangsübergreifenden Schuleingangsphase) Wir haben uns Sachen, die effizient waren und die Kinder unterstützen beibehalten und ineffiziente Sachen aufgegeben. Wenn die Kinder im Wochenplan arbeiten, dann ist es eben sinnvoller, dass ich mich um Kinder kümmere, als dass ich einen Beobachtungsbogen ausfülle. Beides parallel geht nicht, also entscheide ich mich.
    Die Regelung, dass Kinder in der Schuleingangsphase verweilen können, macht es auch etwas einfacher, denn dann geht es nicht sofort um "sitzen bleiben". Im ersten Jahr war es schwierig, aber inzwischen gibt es eben mehrere Eltern mit guten Erfahrungen an der Schule mit diesem 3. Verweiljahr. Außerdem müssen wir im Herbst "vorwarnen" und dann nach Ostern entscheiden. Manche Eltern beobachten dann ihr Kind, sehen dessen Schwierigkeiten und wollen dann von selber, dass das Kind ein 3. Jahr bleibt.

    Ich habe jetzt im Winter oft nur noch 45 bis 50 Stunden gearbeitet und einen bis eineinhalb freie Wochenendtage gehabt. Dies wird sich nach Ostern wieder ändern (Berichtszeugnisse und Lernentwicklungsbögen - dauerte im ersten Jahr auch eeeeewig, inzwischen bin ich etwas schneller geworden...), aber ich habe berechtigte Hoffnungen, in diesem Jahr zum ersten Mal seit dem Start des Referendariats etwas vom Frühsommerwetter "real" und nicht nur durch ein Fenster zu sehen.

    Grüße,
    Conni

    PS: Danke, mikael und bolzbold, ihr habt das so schön auf den Punkt gebracht, schaffe ich mit meinem weiblichen Sprachzentrum leider nicht. :D

    Wochenplan sind derzeit bei uns 4 bis 6 Unterrichtsstunden pro Woche.

    Britta
    Die Rahmenlehrpläne sind in jedem Land anders. In unseren ist es so, dass auch fächerverbindend und fächerübergreifend gearbeitet werden soll - und das finde ich sehr sinnvoll, man kann es nämlich auch übertreiben.
    Wir halten es im allgemeinen so, dass wir versuchen, sprachliche Phänomene thematisch einzuordnen. Wenn es aber gerade nicht passt, dann passt es nicht. Ich finde es nicht sinnvoll, sich abzurackern und fächerverbindende Aspekte zum Sachunterricht inklusiver entsprechender Arbeitsblätter unter hohem zeitlichen Aufwand herbeizuzaubern, wenn noch genug andere Aufgaben auf einen warten (Telefonate mit Jugendamt, Schulpsychologie, Elterngespräche, Förderpläne etc.). Da bin ich eindeutig dafür, Prioritäten zu setzen.
    Und wenn das Thema im Rechtschreibbereich "ie" heißt, dann gibt es selbstverständlich zur Einführung eine Übung oder ein Arbeitsblatt dazu, das zum sachkundlichen Thema passt. Zum Festigen und Üben nutze ich dann aber auch die Seiten im oben erwähnten Duden-Heft, die sind thematisch gar nicht gebunden. (Was ich nicht mache: ein thematisch total unpassendes Blatt kopieren und die Kinder daran üben lassen.)

    Conni
    PS: Etwas anderes ist es, wenn es um Unterrichtsbesuche und dienstliche Beurteilungen (Verbeamtung) geht, dann muss das ganze natürlich sattelfest begründet werden.

    6 Teilungsstunden, davon 3 für die Erstklässler und 3 für die Zweitklässler (die anderen sind in der Zeit beim Sport). Im Durchschnitt finden 4 dieser Teilungsstunden auch tatsächlich statt. (Aufhebung von Teilung durch Vertretung!)
    4 Stunden, in denen wir gemeinsam mit der Parallelklasse jahrgangshomogene Gruppen herstellen, da hatte ich im letzten Schuljahr auch mal 33 Kinder zu sitzen, bis meine Kollegin den Oberchaoten mit zu den Erstklässlern genommen hat.
    Damit haben wir im Durchschnitt 6 Stunden pro Klassenstufe für die Einführung zur Verfügung. Das reicht uns für Deutsch und Mathe. In den anderen Fächern machen wir meist das gleiche für beide Klassenstufen.

    Dazu kommen 5 bis 7 Erzieherstunden, allerdings können wir mit den Erzieherinnen nicht gemeinsam planen, da sie keine Zeit dafür haben, dadurch werden einfach wertvolle Ressourcen nicht genutzt. Und wenn die Erzieherin krank ist: Pech gehabt. In manchen Schulen ist es auch so, dass die Erzieherinnen sich weigern, eine Teilgruppe zu nehmen und mit denen was zu erarbeiten, denn sie werden ja nur für's Erziehen bezahlt. Da haben wir mit unseren Glück, meine Erzieherin nimmt auch mal alle Erstklässler.
    Aber eigentlich brauche ich das mit den oben genannten Stunden selten, da ich in den übrigen Stunden eben am Wochenplan arbeiten lasse. Dann nimmt die Erzieherin eher einzelne Kinder mit raus und übt mit diesen lesen oder rechnen.

    Elaine
    Tinto 2 hatte ich auch nur 1 Jahr, mit den gleichen Erfahrungen wie du.
    Wir haben im Wochenplan:

    - Aufgabe 1: Abschreibübung von der Tafel (passend zum SU- oder zum Rechtschreibthema)
    - Aufgabe 2: im Mathe-Übungsheft eine Seite
    - Aufgabe 3: eine Seite im Schreibschrift-Heft, wer fertig ist, bekommt Abschreibtexte aus einer laminierten Kartei
    - Aufgabe 4: eine Seite im Leseheft (Jandorf-Verlag), wer fertig ist, nimmt sich eine von vielen Lesekarteien vor
    - Aufgabe 5: ein Deutsch-Arbeitsblatt: manchmal mit rechtschreiblichem Schwerpunkt, manchmal mit Grammatikschwerpunkt, manchmal in Verbindung zum Sachunterricht
    - Aufgabe 6: ähnlich Aufgabe 5 oder ein Mathematikblatt oder auch mal eine Lük-Übung passend zum Deutsch- oder Sachunterricht, variiert je nach Erfordernissen

    Nur die Aufgaben 5 und 6 sind kopierte Blätter. Die Aufgaben 2 bis 4 werden komplett aus Arbeitsheften oder Karteien gestellt.

    Auch relativ gut und zumindest zum Teil wochenplangeeignet sind die Hefte vom Duden-Paetec-Verlag: Üben mit Lexi 1/2: "Richtig schreiben" und "Sprache entdecken". Bei ersterem wiederholen sich bestimmte Übungsformen mehrere Seiten lang.

    In Klasse 1 sieht es ähnlich aus: Hier haben wir ein Buchstabenheft, das für jedes Kind teilweise im Wochenplan bearbeitet wird, auch Aufgaben aus dem aktuellen Matheheft. Zusätzlich werden Buchstaben mit Kopien geübt und gefestigt. Sobald die Kinder lesen können, arbeiten sie ebenfalls im Leseheft.
    Und aus Tinto 1 - mMn viel besser als Tinto 2 - können doch auch die Übungen zum Silbenschwingen und Wörterverschriften im Wochenplan liegen. Sicher nicht ab Beginn des Schuljahres, aber irgendwann wissen die Kinder ja, wie das geht.

    Gruß,
    Conni

    Wir haben in unseren Schuleingangsphasenklassen in Berlin die lernbehinderten (und die verhaltensauffälligen) Schüler schon drin. Und wir müssen für alle Kinder, die irgendwelche Probleme haben oder irgendwann mal haben könnten, Förderpläne schreiben. Bei mir waren das im ersten Halbjahr 16 (von 24) Kindern, im 2. Halbjahr werden es vermutlich 18 von inzwischen 27 Kindern sein, die einen derartigen Plan benötigen. Plus 7 Förderpläne für meine eine Stunde Förderunterricht pro Woche. Plus 6 eigenständige Förderpläne für die Kinder, die in den sagenhaften 2,5 Stunden sonderpädagogischer Förderung, die meiner Klasse zur Verfügung stehen, gefördert werden. (Die haben dann eben 2 Pläne diese Kinder: einen für die sonderpäd. Förderung und einen für den Klassenunterricht.) Dazu noch 2 Einschätzungen für Schüler, die ich in diesem Schuljahr in die 3. Klasse abgegeben habe.
    Eigentlich ist man nur noch am Förderplanschreiben. Umsetzen lässt sich eine detaillierte individuelle Förderung unter diesen Voraussetzungen beim besten Willen nicht. Ich mache es jetzt einfach so, dass ich den Kindern mit den meisten Schwierigkeiten reihum an ihrem persönlichen Schwerpunkten weiterhelfe. Dann kommt eben jeder der schwierigsten Fälle alle 2 Wochen mal während der Wochenplanarbeit mit einer persönlichen Einheit ran. (Häufiger geht es nicht, da ich die übrige Zeit damit beschäftigt bin, die Kinder, welche die grundlegenden Fähigkeiten zum selbstständigen Bearbeiten einer Aufgabe nicht mitbringen, zum Weiterarbeiten zu motivieren und den anderen ihre Fragen zu beantworten. Nebenbei müsste ich ja noch beobachten und Lernentwicklungen protokollieren, das lasse ich momentan ganz sein. Und ja, ich hole mir schon Kinder mit ähnlichen Schwierigkeiten zusammen, um ihnen gemeinsam etwas zu erklären. Trotzdem reicht es nur für "alle 2 Wochen".)

    Eigentlich muss man bei diesem individualisierten Lernen ja immer wissen, wo wer im Moment ist und welche Schritte als nächstes folgen sollten. Dies ist m.M.n. unter den Bedingungen, unter denen ich arbeite gar nicht vollständig zu leisten. Selbst in meinem ersten Unterrichtsjahr als Klassenleiterin habe ich immer nur die Hälfte meiner Schüler wirklich detailliert einschätzen können, obwohl ich Protokolle noch und nöcher geführt und jedes Wochenende Hefstapel ausgewertet habe. Die individuelle Förderung einzelner Schüler, die nötig gewesen wäre, um Defizite im Wahrnehmungsbereich, in der Feinmotorik und in sozialen Belangen gezielt anzupacken, war aus Gründen der Häufung derartiger Fälle auch damals schon nicht möglich. Der Aufwand stand in keinem Verhältnis mehr zum Nutzen.

    Gruß,
    Conni
    PS: Ich rede von Klassenstufe 1/2
    Edit: es hängt natürlich immer von den Bedingungen ab. Es macht einen großen Unterschied, ob du viele selbstständige Kinder hast, welches soziale Milieu herrscht etc.

    strubbelsuse
    Für mich kam das im bisherigen Threadverlauf noch nicht deutlich genug heraus. Gerade auch weil simian ja nochmal nachfragte, ob Eltern dann verlangen können, dass ihr Kind so gefördert wird, dass dann alles gut klappt.

    venti
    Ja, die Erfahrung habe ich auch.
    Ich habe auf dem Elternabend darum gebeten, dass die Eltern ihre Kinder zu Hause unterstützen beim Aufbauen von Konzentration und Ausdauer. Wie sie das machen sollten, fragte mich ein Elternpaar.
    Ich sagte dann, wenn ihr Kind zu Hause lesen oder in einem Heft rechnen übt sollen Fernseher, Radio und Computer aus sein. Ferner solle dann eine Seite ohne Unterbrechung gelesen oder 10 Aufgaben ohne Unterbrechung gerechnet werden. Da staunten die Eltern nicht schlecht.
    Und da liegen sehr viele der Probleme.
    Ich habe momentan 2 Kinder in der Klasse, die eine ständige individuelle Betreuung bräuchten, um überhaupt schulische Aufgaben bearbeiten zu können. Das eine Kind malt, das andere bastelt z.B. statt Buchstabenblätter oder Rechenaufgaben zu erledigen. Manchmal läuft das eine Kind auch an meinem Pulloverzipfel hinter mir her, während ich das andere unterm Tisch hervor- oder vom Flur hereinhole. Und wenn ich dem einen Kind sage, dass es alle Flächen mit der Zahl 1 bitte rot ausmalen soll und es hat keine Lust auf rot, sondern auf grün, dann weint es entweder und verweigert die Arbeit komplett oder malt bockig alles grün aus.
    Zum Glück ist beiden Elternhäusern bewusst, dass es da gewisse Grenzen gibt.

    Grüße,
    Conni

    Ich würde zu den beiden von Strubbelsuse genannten Grenzen noch die Grenzen des Kindes hinzufügen.

    Was nutzt einem Kind ein tolles, individuell gestaltetes Arbeitsblatt (oder ein Lernspiel oder auch ein Malblatt), wenn es gar nicht die Voraussetzungen (Wahrnehmung, Konzentration, Ausdauer, emotionale Reife) mitbringt, um dieses zu bearbeiten und für das Erfüllen seiner Aufgabe ständige individuelle Betreuung bräuchte?
    Hinzu kommen eben auch Faktoren der Intelligenz und der Vorbildung. Du kannst nicht aus jedem Kind einen Super-Schüler machen.

    Wenn die Klasse leistungsstark ist - probier es aus.
    Bei mir hatten 2. Klassen bisher maximal 10 Aufgaben, aber ich würde unsere Klassen auch nicht als "leistungsstark" betiteln.

    Wie wäre es denn mit folgendem Kompromiss: Stelle 10 (oder 12?) Stationen auf. Für Kinder, die fertig sind, machst du einen extra Tisch (oder eine extra Ablage) und dort legst du die restlichen Aufgaben als Zusatzaufgaben hin, falls das in deiner Variante von "Stationslernen" möglich ist. Dann können die Schnellen noch zusätzlich etwas machen, aber wenn die Zeit für die Zusatzaufgaben nicht reicht, ist es auch nicht sooo schlimm...

    Noch eine Frage: Auf deinem Laufzettel, malen die Kinder da ihre fertigen Stationen aus? Wenn sie das schon gewöhnt sind, sollte es doch eigentlich nicht so problematisch sein, ein paar Aufgaben mehr zu nehmen als sonst.

    Meins klebt relativ gut, ist aber bei weitem nicht so stark wie ein richtiger Magnet. Für ein mit stärkerer Folie laminiertes A5-Blatt habe ich 2 Stücken a 3 bis 4 cm gebraucht. (Das Band ist aber recht schmal 1,2 cm)
    Alle Teile, die ich in den letzten 3 Jahren damit laminiert habe, halten noch.
    Meins sieht etwa so aus:
    http://www.betzold.de/selbstklebende…0m-rolle-4.html
    http://www.aurednik.de/katalogseiten/gross/0386.jpg - linke Seite, das ist es vermutlich...

    Boah, sorry, ich wollte mich hier eigentlich nicht einmischen, aber jetzt platzt mir echt die Hutschnur, bei dem was vereinzelte GS-Kolleginnen hier von sich geben.
    Klar, die verbeamteten Kolleginnen, die 5 min nach Unterrichtsschluss alles von sich werfen und aus jeden Ferien gebräunt zurückkommen, habe ich auch.
    Aber einige meiner Kolleginnen sind eben auch sehr engagiert, führen jeden Abend mehrere Elterntelefonate (sozialer Brennpunkt), nach Unterrichtsschluss Zielvereinbarungsgespräche mit Schülern, bereiten Projekte vor. Andere korrigieren eben Wochenpläne und Lernstandstest, schreiben Berichtszeugnisse, schreiben Förder- und Lernpläne, dekorieren Klassenraum und Flur nett, halten Kontakt zu Kitas, schulen jedes Jahr ein oder bilden sich im sonderpädagogischen Bereich oder im Bereich des sozialen Lernens fort.
    Mit 35 Stunden Wochenarbeitszeit komme ich definitiv nicht hin und verstehe auch nicht, wie das geht. Und - ja, ich arbeite jedes Wochenende mindestens einen halben Tag, meist einen ganzen, denn da bereite ich meinen Fachunterricht vor. Und ich leiste mir das, um das nicht in der Woche abends zu machen.
    Wenn ich die Schule vor 15 Uhr verlasse, ist das die absolute Ausnahme (und um 15 Uhr habe ich 7,5 Stunden Arbeitszeit ohne Mittagspause hinter mir).
    Vom Frühsommer habe ich nie was, denn da schreibe ich Berichtszeugnisse (neben den Lernstandsanalysen und den Kontakten zur Kita sowie der Vorbereitung des Schuljahresabschlusses und der neuen Einschulung), brauche dafür alle Wochenenden und Feiertage und das kann ich auch nach 3 Jahren nicht mal eben nebenbei machen.
    Und auch ich brauche zum Korrigieren RUHE, ich kann nicht vor einem Fernseher korrigieren (genausowenig wie ich mich bei laufendem Fernseher vernünftig unterhalten kann).

    ... und ich arbeite trotzdem noch weniger als ein Oberstufenlehrer mit Korrekturfach und Abi-Kurs...

    Nee, ich hab richtig gelesen, aber das ist wohl ein Druckfehler im Prospekt:

    Im Prospekt steht

    100 m
    _______
    2,5 cm

    Online steht

    1m
    _____
    2,5 cm


    Kam mir schon komisch vor, soviel Magnetband für so wenig Geld, da wären die paar Magnete nicht ins Gewicht gefallen.
    Naja, so ist es dann nicht mehr so wirklich attraktiv.

    Danke für den Hinweis!

    Oh you poor! I feel with you! I am very happy about that I am only a Ground School Teacher and that I only week-plans and sometimes some music short-controls to control have.
    We in Berlin have also no March-Holidays. But we have Bunny-Holidays (wunderful expression!) in April around the Easter-Weekend.

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