Mir stellt sich die Frage, was der Vergleich zwischen zwei willkürlich gewählten Kindern zu wissenschaftlichem (!) Erkenntisgewinn beiträgt.
Als nächstes muss man zwischen "eingestellten" und "nicht eingestellten" Kindern differenzieren. Das Kind mit diagnostizierter ADHS ist, wenn es eingestellt ist, nicht von einem Kind ohne diagnostizierte ADHS zu unterscheiden. Dann wäre da noch die Frage, ob es sich bei dem zweiten Kind nun um ein Kind ohne Diagnose oder auch ohne ADHS handelt - aber vielleicht habe ich das auch einfach überlesen.
Danke, Bolzbold. Ich bin ebenfalls sehr irritiert. Es ist eine rein willkürlich gewählte, anekdotische Evidenz.
Kinder mit diagnostiziertem ADHS sind höchst unterschiedlich - genauso unterschiedlich wie Kinder mit nicht diagnostizierter ADHS und wie Kinder ohne ADHS. Damit fängt es schon an. Welches Kind wähle ich aus und warum?
Du hast beim 2. Kind nichts überlesen - es wird einfach nicht gefragt. Man kann da auch einfach ein Kind nehmen, welches ähnliche Verhaltensweisen zeigt, aber keine Diagnose hat.
Bestimmte Einschätzungen kann ich zusätzlich gar nicht vornehmen. Eins "meiner" ADHS-Kinder zeigt z.B. in der Schule nie Traurigkeit, niemandem gegenüber. Es versucht, cool zu sein und besteht laut darauf, dass vieles so unfair ist. Im Vergleich zu anderen Kolleg:innen bin ich aber am wenigsten unfair, da frage ich mich dann, ob sich das Kind in meiner Gegenwart "wohlfühlt". Tja, keine Ahnung.