Das ist ein Teil des Berufs, den man von außen nicht sieht.
Es funktioniert nicht vollständig. Nie.
Du musst für dich einen Weg finden, wie du das aushältst.
Für zieldifferente Förderschwerpunkte kann man andere Lernmittel bestellen, z.B. "Fördern inklusiv" für Mathe.
Es gibt fertige Kopiervorlagen mit Differenzierung (z.B. Forder- und Förderkopiervorlagen von Flex und Flo) oder 3fach differenzierte von Volk und Wissen und Mildenberger.
Der Rest über Zusatzaufgaben, die hängen davon ab, was du für Material hast, kaufen darfst (Schule), kaufen kannst (privat) und wie viel Platz du hast. Wir bekommen jährlich Klassengeld und dafür habe ich mir 2 Karteien von Finken mit Logico-Rahmen angeschafft. Dazu habe ich Mathekarteien (selbst gekauft) und diverse Arbeitsblätter aus Kopiervorlagen (selbst gekauft). Im Prinzip hätte ich auch noch Sachbücher, die sind aber im Keller, weil im Klassenraum kein Platz ist. Dann habe ich differenzierte Lesehefte zusammengestellt und die kopiert, darin arbeiten die Kinder selbstständig.
Zusätzlich gibt es Unterrichtsmaterial, welches gut differenziert, z.B. Flex und Flo und Flex und Flora, da hast du zu jedem Gebiet Aufgaben auf dem Mindeststandard-, Regelstandard- und Optimalstandardniveau und kannst im Heft differenzieren, solange kein Förderbedarf "Lernen" vorliegt oder massive LRS/Rechenstörung.
Es kostet alles viel Zeit und Geld. Ich habe einige Jahre und Fehlversuche gebraucht, um zu einigermaßen funktionierenden Möglichkeiten zu kommen und fühle mich auch heute noch täglich unzulänglich, weil ich eigentlich noch mehr differenzieren müsste und viele Kinder eine persönliche Betreuung benötigen würden, die alleine in normaler Klassenstärke (25+) nicht leistbar ist.