[...] und kleiner gruener frosch ist leider in seiner Haut als SL gefangen. [...]
Da möchte ich mal als eine ebenfalls in der erwähnten Haut gefangene eine Lanze brechen.
Ich habe in meinen Anfangsjahren Folgeveranstaltungen nicht genehmigt, weil in den vorherigen Fahrten erkennbar war, dass die Belastung (Tages- & Wochenarbeitszeit sowie körperliche & teilweise emotionale) zu hoch war. Dies war nicht nur an den jeweiligen (vermeintlichen Helden-)Erzählungen als auch an den danach auftretenden Krankenständen erkennbar.
Der Shitstorm von allen Seiten war enorm. Kollegen (insbesondere auch die, die selbst nie fahren), ÖPR, Eltern, Schüler - sogar das RP wurde eingeschaltet.
Nach langem Ringen haben wir dann das traditionelle Fahrtenprogramm massiv eingedampft; es fährt immer mindestens eine Lehrkraft mehr mit, als traditionell notwendig und es muss bei neuen Fahrtideen im Vorfeld die vertretbare Belastung plausibel gemacht werden - dann fällt halt mehr Unterricht aus. So what, wenn das für alle (Lehrer, Eltern, Schüler, SL, RP) als zu zahlender Preis ok ist?
Insgesamt hat sich dadurch die Qualität des Fahrtenprogramms aus meiner Sicht gesundgeschrumpft, die Unterrichtsquantität hat aber natürlich zunächst abgenommen (vielleicht wird das aber über hoffentlich geringeren Krankenstand) kompensiert.
Diese Option des etwas großzügigeren Unterrichtsausfalls gibt es in der Grundschule so natürlich weniger.