Beiträge von CDL

    Meine Erdbeeren fallen den Schnecken zum Opfer,

    meine Stachelbeere ist komplett kahl gefressen

    und mein Rasenmäher ist eben kaputt gegangen.

    Es lebe der naturnahe Garten.

    Ich weiß sooooo gut, was du meinst. Habe letzte Woche über 20 Schnecken aller Art von meiner neuen, kleinen, inzwischen fast komplett kahlgefressenen Nektarine geklaubt. Die Vieher sind sogar wetterbedingt ganz nach oben, in die Forsythie gekrochen, die üblicherweise um diese Zeit voll in der Sonne steht. 😢

    Moin,

    nachdem es für Pinnwandeinträge keinen Meldebutton gibt (oder ich zu blind war), mir aber immer mal wieder solche Neuuser: inneneinträge auffallen, die meinen, es wäre bereits Mittwoch, folgend der heutige Freund des Mittwochs, samt direkter Beitragsmeldung an die Mods durch mich.

    Du bist noch nicht im Schuldienst, wenn ich mich richtig erinnere, oder hast du schon mal eine Erst- oder Zweitkorrektur im Abitur vorgenommen?

    Habe das eben noch einmal nachgelesen. @Theaitetos denkt über einen Seiteneinstieg nach aktuell. Angesichts der Grundhaltung zu Dienstpflichten, pädagogisch angemessenem Handeln oder auch ganz banal, wie man sich als anständiger Mensch in einer Machtposition nicht aufführt und selbige nicht missbraucht, um sich selbst einen faulen Lenz zu machen, hoffe ich sehr, dass du dich umorientierst Theaitetos, da mir andernfalls sowohl deine künftigen SuS, als auch deine künftigen KuK von Herzen leid tun.

    Glücklicherweise denkst du offenbar ja über den Weg inklusive Ref nach. Das lässt dann zumindest hoffen, dass du entweder im Rahmen desselben, sowie einer folgenden Probezeit lernst deinen Job anständig zu machen oder alternativ über deine eigene Grundhaltung nachhaltig stolperst und dann eben ein Ref oder auch eine Probezeit nicht bestehst, was bei einem derart schwerwiegenden Verstoß gegen dienstliche Pflichten der Fall wäre. Die charakterliche Eignung für eine Verbeamtung auf Lebenszeit erfüllst du mit einer solchen Vorgehensweise nämlich nicht, genauso wenig wie die Voraussetzungen für eine generelle Tätigkeit im Schuldienst. Da gehst es also bei einem solchen vorsätzlichen Verstoß gegen dienstliche Vorgaben nicht einfach nur darum, dass ein SL dich mal ein bisserl anschreien würde.

    Ja, wenn du es nicht liest, fängt es dich nicht emotional ein. Dem subjektiven Teil des Urteils (die Bewertung) überlässt du dem Erstkorrektor und wenn objektiv was schief läuft, dann soll die Gegenseite geeignet widersprechen (inwieweit die Benotung VA-Qualität hat, sei dahingestellt, weil bei fehlendem verwaltungsprozessrechtlichen Rechtsschutz, gibt es noch den informellen Weg). Die Erstkorrektur dagegen ist gewissenhaft und korrekt auszuüben, da gibt es m.A.n. keine Diskussion.

    Im schlimmsten Fall passiert was? 2h von der SL angeschrien werden kann dann getrost gegen die Zeitersparnis abgewogen werden.

    Das ist dann der ultimative Offenbarungseid als Lehrkraft.

    Ich muss bei einer Zweitkorrekturen an jedem einzelnen Bausteinchen der Prüfung zumindest durch grüne Haken die Erstkorrektur bestätigen, sowie ebenfalls eine Note festsetzen und mit meinem Namen unterzeichnen, dass ich dabei die Korrekturvorgaben des Landes eingehalten habe.

    Hätte ich, wie von dir so schamlos angeregt, dabei in einem der letzten Jahre einfach nur blind abgehakt, ohne selbst ernsthaft zu lesen und zu korrigieren, dann wäre mir verborgen geblieben, dass die Erstkorrektorin die Korrekturvorgaben für bestimmte Teile schlicht komplett ignoriert hatte. In dem Fall hätte das zwar einfach nur unverdient bessere Noten zur Folge gehabt für die betroffenen SuS. Das betrifft dann aber ja auch unsere SuS mit, die schlechtere Noten erzielen, nur weil sie korrekte Korrekturen erhalten haben, aber am Ende dennoch um dieselben Schul- und Ausbildungsplätze konkurrieren müssen. Weder als Pädagogin, noch als als Landesbeamtin entpricht das meinem Ethos. Was ich unterzeichne, was ich bewerte, das habe ich inhaltlich auch entsprechend zur Kenntnis genommen und angemessen gewürdigt. Andernfalls können wir Noten dann nämlich auch einfach anfangen zu würfeln oder nach Sympathie bewerten.

    Kann man sich nicht einfach – ganz unproblematisch – der Bewertung des Erstkorrektors vollumfänglich anschließen und abstempeln?

    Und wenn der Erstkorrektor völligen Unfug betrieben hat an manchen Stellen ignoriert man das einfach?

    Ja sicher rechne ich mal was auf nen Zettel. Das ist aber nicht meine Unterrichtsvorbereitung.

    So egal ist das nicht. Wieso sollten die Jugendlichen anders arbeiten als du selbst?

    Du meinst, wenn Sachsens Lehrpersonen Dienstgeräte haben, die inkompatibel sind mit weiteren Endgeräten an den Schulen, dann sollen auch Sachsens SuS im Zweifelsfall nutzlose Hardware herumschleppen dürfen? :zahnluecke: Zumindest wäre damit abschließen die Sinnhaftigkeit einer verpflichtenden iPad- Anschaffung auf Elternkosten ohne dazugehöriges Konzept geklärt für Quittengelee . :lach:

    Ich bin hier fast immer deiner Meinung, aber hier bin ich ganz klar bei chilipaprika! Ich habe drei Schulen erlebt (reicher Vorort einer reichen Stadt und immernoch mittelmäßige Gesamtschule als die zwei Extreme) und wenn ich mit dem Anspruch meiner Ref-Schule (der reiche Vorort) an die Gesamtschule gegangen wäre, dann hätte ich keine sechs Noten mehr zur Verfügung gehabt, sondern nur 3-6. Das kann die Lösung auch nicht sein. Ich muss hier ans Bildungswissenschafts-Studium denken: Soziale und individuelle Bezugsnorm sind wichtig. Genau wie Chili spreche ich hier natürlich nicht vom Abi, sondern vom Weg dorthin.

    Aber gibt das den SuS auf dem Weg zum Abitur nicht letztlich ein völlig unzutreffendes Bild von ihrem Leistungsvermögen, wenn soziale und individuelle Norm nicht nur Teil der mündlichen Rückmeldung sind oder in die Jahresendnote mit einfließen, wenn jemand zwischen zwei Noten steht, sondern auch die Fachnoten kontinuierlich mit beeinflusst?

    Ich halte beide Normen ebenfalls für wichtig, deshalb fließen diese an anderer Stelle mit ein.

    Aber vielleicht ist das auch so ein Fall, wo wir schriftlich aneinander vorbeischreiben, der sich mündlich aber leicht auflösen lassen würde. Denn natürlich schaue ich bei der Art der Leistungsmessung ebenfalls genau auf meine Klassen, weil ich meinen SuS die Möglichkeit geben möchte ihre Stärken zu zeigen, nicht nur jede Schwäche sezieren will. Vor allem in den Nebenfächern setze ich deshalb zahlreiche Formate ein, die über reine KAs/Tests hinausreichen. Schließlich will ich meine SuS auch dazu ermutigen an ihren Schwachstellen weiterzuarbeiten oder überhaupt erst den Mut und die Kraft zu finden, sich diese einzugestehen.

    Und CDL : Gibt es an der Realschule auch eine externe Zweit- und ggf. Drittkorrektur?

    Es gibt in der Sek. I eine externe Zweitkorrektur. Bei Unterschieden im Ergebnis muss die Lehrkraft, die die Erstkorrektur durchgeführt hat einfach mitteln, um die Endnote zu il den. Eine Drittkorrektur gibt es nicht.

    Ich spreche jetzt ausdrücklich nicht von Abiturerfahrungen, aber selbstverständlich muss ich meinen Selbstanspruch senken / der Schule anpassen.
    Oder soll ich etwa nach zwei Jahren 50% der Französisch-Schüler*innen eine 5 geben?
    Ja, die Sozialnorm spielt eine Rolle und sie ist eben je nach Standort und Umwelt anders.

    Wenn die Hälfte der SuS nur mangelhafte Leistungen in Französisch erbringen würden gemessen an dem, was sie nach zwei Jahren können sollten, dann bekämen sie natürlich eine dementsprechende Note.

    Ich sitze gerade an der Zweitkorrektur für Englisch dran und es ist fürchterlich. Ich möchte nicht unkollegial sein, aber der linke Rand, also mein Rand, hat doppelt so viele Korrekturzeichen wie der rechte Rand (= Rand des Erstkorrektors). Es sind auch immer wieder die gleichen Fehler, die übersehen wurden. Mir scheint es, dass die Lehrkraft selbst Probleme mit der englischen Sprache hat. Nun bin ich am überlegen, ob ich das melden soll oder nicht.

    Das klingt ja so, als ob wesentliche Fehler gemacht worden wären bei der Erstkorrektur. Bei uns in der SEK.I würde das bedeuten, dass ich sofort meine Schulleitung ansprechen müsste, damit diese mit Schulamt und RP klären kann, wie mit der Erstkorrektur umgegangen werden soll. Wie sind die Vorgaben im Abitur dazu?

    Das klingt EXTREM spezifisch und nach einer wirklich kleinen Zielgruppe bundesweit unter den Lehrkräften, die du überhaupt ansprechen möchtest. Ob davon überhaupt jemand hier mitliest im Forum weiß ich nicht, weshalb ich dir empfehlen würde Schulen, die diese Ausbildung anbieten direkt zu kontaktieren.

    Bitte darum, deine Anfrage direkt an die entsprechenden Lehrkräfte weiterzuleiten. Ergänze dabei von vornherein weitere Informationen, die relevant sein könnten und deren Fehlen Leute davon abhalten könnte dir letztlich zu helfen. Ich denke dabei vor allem an den zeitlichen Umfang des von dir angedachten Interviews, die Art und Weise, wie dieses erfolgen würde, sowie Fragen zu Vertraulichkeit/ Anonymisierung. Darüber hinaus sollte deine Anfrage an Schulen deinen Klarnamen enthalten, deine Hochschule, die Art der Abschlussarbeit (Bachelorarbeit, Masterarbeit, Promotion,…), sowie eine Kontaktadresse per Email.

    Viel Erfolg!

    Eine Fremdkorrektur hatte ich noch nie, und ich bin sicher, dass es mit einem Gymnasium eines anderen Sozialtyps doch zu Unterschieden führen könnte.

    In der SEK.I sind die Korrekturen zwar nicht anonymisiert, aber zumindest nicht schulintern. Wir sind im Verbund mit mehreren anderen SEK.I- Schulen in unserer Stadt und tauschen mit diesen alle Jahre wieder sämtliche Korrekturen aus. In Französisch bedeutet das beispielsweise regelmäßig, dass ich als Zweitkorrektorin alle Jahre wieder (eh sei denn, ich bin Erstkorrektorin) sämtliche Zweitkorrekturen der anderen Schulen im Verbund bekomme (alle anderen Fächer haben höhere Belegzahlen und werden deshalb stärker verteilt).

    Bei den Gemeinschaftsschulen im Verbund gibt es jedes Jahr recht deutliche Abweichungen zwischen Erst- und Zweitkorrekturen in sämtlichen Fächern. Unser Eindruck im Kollegium ist, dass an diesen neben der kriterialen Norm auch eine soziale Norm in die Notengebung einfließt. Anders lassen sich die Punkte für manche Freitextaufgaben z.B. in Französisch nicht erklären. Umgekehrt gibt es bei unseren SuS prinzipiell höchstens marginale Abweichungen bei der Bewertung der Zweitkorrektoren. Gleiches gilt auch für die andere Realschule in unserem Verbund, die tatsächlich ein anderes Einzugsgebiet hat als wir, aber nichtsdestotrotz vergleichbare Bewertungskriterien hat wie wir offenbar.

    Schulintern stellen wir vor allem bei den mündlichen Prüfungen immer wieder fest, dass wir letztlich dieselben Standards setzen und auch erwarten. Die Notenfindung ist mit meiner einen Kollegin insofern immer nur eine Sache von Sekunden (wir sind beide recht zackig, wenn es darum geht, die entscheidenden Parameter zur Notenbegründung aufzuzählen), mit der anderen Kollegin brauchen wir zwar immer ein paar Minuten, das liegt aber einfach daran, dass diese etwas länger braucht, um die entscheidenden Argumente zu benennen, damit sie ruhigen Gewissens mit einer Note d‘ accord gehen kann.

    Ich glaube, der Sozialtypus einer Schule kann zwar eine Rolle spielen, muss es aber nicht. Relevanter ist meines Erachtens welchen Selbstanspruch ein Kollegium hat und verfolgt und nicht nur den eigenen SuS vermittelt, sondern auch neuen KuK.

    Ja, läuft in allen (?) anderen Bundesländern anders wie ich hier gelernt habe. Deswegen bringt es nichts, wenn wir Baden-Württembergler uns hier äußern.

    Verrückt. Aber, in dem Fall gehen wir dann wohl den angeblich immer den Bayern vorbehaltenen Sonderweg. Vielen Dank für die diversen Hinweise darauf an mich durch verschiedene User: innen.

    zu 2: also ich würd mal beim Erstkorrigierenden anrufen - das ist doch nen Kollege.

    Zumindest im Abitur kennt man diese doch gar nicht, da das komplett anonymisiert erfolgt und zentral verteilt wird oder läuft das bei euch anders?

    Ich weiß nicht, wie bei euch die Schulen aussehen. Bei uns kann man sich durchaus mal für das Korrigieren ins Lehrerzimmer setzen, ich muss auch immer mal wieder kopieren oder etwas laminieren. Dann müssen mal Materialien für die kommenden Stunden gesucht werden oder man hat ein Gespräch mit Kollegen. Ich mag natürlich auch keine Freistunden aber man kann sich durchaus in der Zeit beschäftigen. Notfalls setze ich mich mit einem Stapel Hefte, Mappe oder was immer ins Lehrerzimmer und korrigieren. Oder halt mit einem Laptop. Wir haben sogar Kollegen, die nachmittags oder am Wochenende in die Schule fahren, um noch was zu vorbereiten.

    Wenn du weiterliest, erfährst du, dass es an Susannea sSchule tatsächlich von Beginn an keinerlei Lehrerzimmer gegeben hat, welches trotz Anbauten auch später nicht ergänzt wurde, wohingegen andere Räumlichkeiten für z.B. Erzieher: innen aber zwischenzeitlich ebenfalls weggefallen sind und umgewidmet wurden in Klassenräume.

    Konfessionen müssen zwar auch rein, auf die paar Religionslehrer kommt es nicht drauf an.

    Als die Schule gebaut wurde passte das mit den 12 Klassen, da war weder an Hort in der Schule noch Schulhelfer, Verwaltungsleiter, Hortleitung oder Hilfshausmeister zu denken.

    Man hat noch einen 2. Gebäudeteil mit Halle, Klassen- und Teilungsräume angebaut, aber nein, keinen Räumen für Personal.

    Unfassbar, wie personalfeindlich eure Schule offensichtlich dann schon von Beginn an geplant wurde, wenn keinerlei Rückzugs- und Pausenraum für Lehrpersonen (oder inzwischen auch weitere Professionen) mitgeplant wurde.

    Warum geht ihr da nicht auf die Barrikaden, damit sich das zumindest jetzt ändert? Das ist doch untragbar, dass ihr für 90 Personen tatsächlich keinerlei Teamraum/Klassenzimmer/ etc. habt, sondern nur einen winzigen, durch Stellwände abgetrennten Bereich eines anderen Raumes!

    Ich verstehe wahrscheinlich immer noch nicht. In Ba-Wü gab es ein ausgeklügeltes System, was man abwählen durfte, Mathe und Deutsch waren immer dabei.

    Nur um das klarzustellen: Mathe und Deutsch durften in BW noch nie (ich korrigiere:) seit rund vierzig Jahren nicht mehr komplett abgewählt werden. Falls du also mit "waren immer dabei" das gemeint haben solltest.

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