Beiträge von CDL

    Nein, ich will dir zeigen, wie sonderbar das klingt und du mit der komischen Formulierung, was "Frau" so muss, meiner Meinung nach das Gegenteil von dem ausdrückst, was du offenbar wolltest. Da Zauberwald dich und StateOfTrance in einem Beitrag zitiert hat, bin ich wohl nicht die einzige, der dieser Satz aufgestoßen ist. Aber dann ist ja nun alles geklärt.

    Wo genau hat Zauberwald mich denn zitiert? Ich kann den Beitrag gerade nicht finden, auf den du dich offenbar beziehst. Das einzige, was ich in diesem Thema von Zauberwald als Reaktion auf mich gefunden habe ist ein „Danke“ an einem der Beiträge, in dem ich auf states Aussagen inhaltlich reagiere. „Aufgestoßen“ scheint also nur dir die Formulierung zu sein.

    Dann zitiere ich dich halt ganz und sehe es immer noch genauso. Deine Mutter musste besonders kämpfen, einfach nur, weil sie eine Frau war und deswegen benachteiligt wurde, wie so viele andere ihrer Generation. Wir hoffen alle, dass das irgendwann passé sein wird, selbst in Mitteleuropa, wo es Frauen tendenziell natürlich inzwischen leichter haben als in vielen Teilen der Welt. Warum haben sie es inzwischen leichter als in vielen Teilen der Welt? Weil sie jahrzehntelang dafür gekämpft haben. Deswegen finde ich deine Aufforderung,

    unangenehm. Frau muss gar nichts, was andere nicht auch müssen, da gibt es nichts zu betonen. Oder anders: "Mann muss auch für sich selbst kämpfen und es sich selbst wert sein, eigene Ziele zu erreichen, statt sich nur von einem Partner oder einer Partnerin abhängig zu machen im Leben."

    Wenn du es schon verallgemeinern möchtest, dann wäre wohl „Man“ das Ersatzwort, dass du suchst. Ja, das müssen alle Menschen tun, geschlechtsunabhängig. Was ich geschrieben habe ist- ich wiederhole mich- zunächst einmal genau das, was meine Mutter uns beigebracht hat 1:1.

    Du möchtest meine Unterstützung dieser Aussage meiner Mutter jetzt dahingehend auslegen, dass ich es für normal erachten oder gutheißen würde, dass Frauen teilweise mehr kämpfen müssten oder sollten qua Geschlecht. Damit missverstehst du mich. Angesichts meiner sonstigen Einlassungen zu dem Thema würde ich sagen wahlweise missverstehst du mich an dieser Stelle mutwillig oder weil wir aus irgendeinem unerfindlichen Grund gerade komplett aneinander vorbei reden. Ich hoffe, es ist lediglich letzteres.

    Ich versuche es also noch einmal mit anderen Worten, um meinen Standpunkt begreiflich zu machen. Ja, Frauen haben eher jahrhunderte- als jahrzehntelang für ihre Rechte kämpfen müssen hierzulande und müssen das, wenn man sich Dinge wie das Recht über den eigenen Körper zu bestimmen betrachtet oder auch Aufstiegschancen in weiterhin patriarchal geprägten Bereichen, auch weiterhin tun, einfach, weil sie Frauen sind in einer zu lange, zu exklusiv patriarchal geprägten Gesellschaft.

    Wir oder vielmehr die Frauen vor uns haben vieles erkämpft und erreicht. Ich sehe dennoch noch einen weiten Weg vor uns, um wegzukommen von patriarchal geprägten Schemata hin zu einer genderinklusiven Gesellschaft, die dann tatsächlich allen Geschlechtern gerecht werden kann. Leider sehen viele junge Frauen, aber auch junge Männer nicht, dass Emanzipation kein Selbstläufer ist. Wenn wir hin wollen zu der Art Gesellschaft, die mir persönlich vorschweben würde, dann müssen letztlich natürlich wir alle uns darum bemühen, gleich welches Geschlecht wir haben oder welchem wir uns zugehörig fühlen mögen.

    Ich persönlich wollte ursprünglich schreiben, man müsse für sich selbst kämpfen. Meine Mutter hat das an solchen Stellen aber immer ganz bewusst so formuliert, dass wir Frauen sprachlich sichtbar wurden, indem sie formuliert hat, dass frau für sich kämpfen müsse. Sie meinte immer, dass wir uns niemals hinter Männern verstecken oder vor ihnen kleinmachen sollten, geschweige denn von ihnen klein machen lassen sollten. Meine Formulierung ehrt den Geist der Emanzipation, in dem ich aufgezogen wurde. Das darf dann anderen Menschen auch unangenehm sein, bevorzugt jenen, die meinen Emanzipiation- die es heutzutage allen Geschlechtern erlaubt sich freier und jenseits von Rollenstereotypen zu entwickeln- sei vernachlässigbar oder gar überholt.

    Genau. Deswegen haben wir leistungsschwache Laberbacken in den Gymnasien und leistungsstarke, aber introvertierte Kinder in anderen Schulformen.

    Gibt es beides, habe ich aber definitiv so weder gesagt, noch gemeint. Liest sich aber natürlich bedeutend reißerischer als das, was ich geschrieben habe.

    Zitat

    Doch, ich denke, dass die schriflichen Leistungen schon eine sehr hoch zu wertende Aussagekraft haben. Der gedrillte Schüler wird das Abitur vermutlich ebenso bewältigen, wenn auch gedrillt, wie der "Auswendiglerner", der offensichtlich über die notwendigen kognitiven Fähigkeiten verfügt, zum richtigen Zeitpunkt das Wesentliche zu lernen und abrufen zu können. Der schriftlich schwache Kandidat, der sich aber munter beteiligt, ist tendenziell derjenige, mit dem man später ständig Notenpalaver hat.

    Kann sein, muss es aber nicht. Spätestens wenn wir bei profanem Multiple Choice angelangt sind- auch eine Form einer schriftlichen Leistungserhebung- dürfte die Aussagekraft für die Befähigung ein Abitur zu erlangen doch recht überschaubar sein allein basierend auf dieser schriftlichen Leistungserhebung. Umgekehrt umfassen gute, fachbezogene mündliche Noten zumindest in meinem Bundesland nicht die simple Frequenz der Beteiligung, sondern natürlich ausschließlich die fachliche Qualität der Beiträge.

    Wer also „munter labert“ bekommt auch bei mir an der Realschule nicht automatisch eine mündliche 1, wohingegen SuS, die sich weniger eigenaktiv beteiligen, dafür aber prinzipiell richtige Antworte geben, egal ob sie sich selbst gemeldet haben oder unerwartet aufgerufen wurden natürlich die Eins vor dem Komma haben bei der mündlichen Fachnote.

    Jemandem, der schriftlich gut performed, die Gymnasialeignung abzusprechen, ist aber absurd.

    Das habe ich auch nicht getan, denn das wäre natürlich absurd, nachdem ich weder die Art der Leistungserhebung kenne und bewerten könnte, noch den Schüler selbst kenne und angemessen einschätzen kann.

    Pauschal Gymnasialeignung anzunehmen, nur weil bestimmte schriftliche Leistungen stimmen wäre aber auch absurd, denn dazu gehört mehr als das reine Potential- zumindest um direkt ab Klassenstufe 5 am Gymnasium erfolgreich sein zu können.

    Einige SuS und hier vor allem Schüler werden abgeschult von den allgemeinbildenden Gymnasien, weil sie letztlich ungeachtet ihres Potentials grundlegende Probleme beim Arbeits- und ggf. Sozialverhalten haben, die einen ausreichenden schulischen Erfolg am Ende am Gymnasium (zumindest auf direktem Weg) trotz entsprechender GS- Empfehlung verhindern. Die landen dann bei uns an der Realschule, weshalb ich durchaus weiß, dass es zumindest hier in BW längst nicht ausreicht, wenn man schriftlich gut ist in bestimmten Teilbereichen, aber z.B. generell unvollständig und mit mangelnder Sorgfalt bestimmte andere, ebenfalls notenrelevante Aufgaben erledigt, sich nicht ausreichend zu organisieren schafft, etc. Meist machen diese SuS dann auf dem längeren Weg doch noch ihr Abitur, erst einmal werden aber einige irgendwann zwischen Klassenstufe 5 und 9 zu uns abgeschult.

    Läuft das in NRW tatsächlich so anders? Gibt es bei euch keinerlei Abschulungen an SEK.I- Schularten?

    Ich bin nicht seit Jahren hier Mitglied. Du musst mich da verwechseln. Ich meine der eine von dir zitierte Ausdruck stammt von Schmidt.

    Du meinst, dein aktueller Account besteht nicht seit Jahren. Geschenkt. Du als Person bist hier unter diversen Accountnamen seit vielen Jahren präsent. Die Mehrheit der langjährigen User: innen, die hier auch regelmäßig schreiben wissen, unter welchen anderen Usernamen du hier bereits aktiv warst. Ich werde keinen davon nennen, nachdem du das offenkundig auch nicht machst, aber bitte hör auf zu versuchen Leuten wie mir einen Bären aufbinden zu wollen. Ich kenne sogar noch einen deiner ganz frühen Accounts, der offenbar deinen Realname beinhaltet hat, weshalb die Beiträge unter diesem Namen irgendwann vermutlich im geschützten Bereich verschwunden sind oder gelöscht wurden auf deinen Wunsch hin, als dir irgendwann klar wurde, wie viel du unter diesem Accountnamen von dir privat preisgegeben hast.

    Ach so, und nein, Schmidt mag nicht gendern, er ist aber definitiv zu klug, um eine absurde Formulierung, wie „weibliche Lehrer“ anstelle von „Lehrerinnen“ einführen zu wollen.

    Wie verstehst du diese Äußerungen?

    Welche Äußerungen? Falls du die Aussage meinst, die ich hervorgehoben und zu der ich nachgefragt hatte, dann ist mir nicht unmissverständlich klar, ob du jetzt deine persönliche Ansicht wiedergibst oder nur das, von dem du meinst, dass das irgendwelche ungenannten Personen (die Diakonie? Menschen, die die AfD ablehnen? …) derart sehen würden. Genau deshalb habe ich ja nachgefragt. Etwas mehr Kontext deinerseits würde mir dabei helfen zu verstehen, was du mit deinen Äußerungen tatsächlich aussagen oder auch erfragen möchtest.

    Ich finde unsere Kommunikation überhaupt nicht problematisch. Ich verstehe deine Formen und du verstehst ja auch die Funktionsweise des generischen Maskulinums, auch wenn du es selber nicht konsequent verwendest. Aber unsere Kommunikation ist daran doch nie gescheitert.

    Das habe ich auch nicht behauptet. Ich merke mir aber auch recht genau, wer im Forum generell nicht gendert und frage im Regelfall nach, wenn etwas in meinen Augen missverständlich formuliert ist. Ich habe den Eindruck, dass das bei dir ähnlich ist. So ticken aber ja nicht alle hier, denn ja, gescheiterte Kommunikationen gibt es hier immer mal wieder. Manche User: innen produzieren recht häufig solche stockenden bis versiegenden Kommunikationsenden, sei es aus Unwillen sich verstehen zu wollen oder Unwillen, sich verständlich auszudrücken, nur um irgendein Prinzip zu beweisen. Spontan fallen mir dazu zwei Usernamen ein die das schon seit Jahren perfektioniert haben als System für sich.

    Und ja, er denkt die Tests bilden den Hauptanteil der Note --> Dort zeigt der Schüler, wie gut er eigenständig sein Wissen abrufen kann so seine Ansicht.

    Dann wäre das doch der relevantere Ansatzpunkt, dem Kind klar zu machen, dass dem nicht so ist und das, wenn ich deine Auflistung korrekt verstehe, lediglich 1/3 der Note ausmacht, der Hauptteil also durch andere Leistungen erzielt wird, bei denen dieses Kind aktuell eben noch deutlich schwächer aufgestellt ist.

    Ich frage euch eben, was ihr dazu denkt, ob ihr ähnlich benotet (1/3 Mitarbeit und Heft, 1/3 HÜs, 1/3 Tests für die Note) und ob andere auch das Gefühl haben, dass man so Talente verliert die in höheren Stufen erst ihr Potenzial voll nützen würden.

    Ich weiß nicht, was „HÜs“ sind. Grundlegend habe ich aber Fächer, in denen die mündliche Mitarbeit bei mir bis zu 50% der Gesamtnote ausmacht (kenne auch KuK, bei denen das 60% sind). 40% sind dann schriftliche Leistungen, bei denen unter Umständen aber 30% auf Test entfallen und 10% z.B. Ordnernote/Heftnote (in 5/6/7). Bin allerdings sein der SEK.I.

    Ich weiß nicht, wie das Schulsystem in Österreich geregelt ist. Hier in Deutschland ist es kein Beinbruch nicht direkt am Gymnasium zu landen, selbst wenn man grundlegend das Potential für ein Abitur mitbringt. manche SuS benötigen schlicht etwas mehr Zeit, um ihr Potential entfalten zu können bzw. um sich die erforderliche Arbeitshaltung anzueignen.

    Rund ein Viertel unsere Fünftklässler an der Realschule haben eine Gymnasialempfehlung, kommen aber dennoch zu uns. Am Ende von Klasse wechseln mindestens 40% unserer Abgänger: innen auf ein berufliches oder- in sehr seltenen Fällen- ein allgemeinbildenden Gymnasium, um im Anschluss an die Mittlere Reife ihr Abitur zu machen. Darüber hinaus haben wir jedes Jahr in Klassenstufe 5/6 nicht nur zahlreiche SuS, die vom Gymnasium zu uns wechseln müssen, weil sie dort überfordert waren, sondern auch immer ein paar SuS, die umgekehrt von uns an ein Gymnasium wechseln, weil sie letztlich dort besser aufgehoben sind.

    Gibt es diese Art von Durchlässigkeit in Österreich nicht?

    ps. Seph: usw wären vergessende Zettel, nicht fertige Werkstücke, fehlende Buntstifte und falsche Farben (rosa statt lila verwendet...), nicht (sauber) ausgemalte Bilder (zb ein Landkarte im SU war zum ausmalen), unterstreichen freihand statt mit Lineal und dergleichen.

    Werkstücke sind benotete Leistungen, wenn diese nicht fertig gestellt werden gibt es berechtigt schlechtere Noten.

    Wenn Farben z.B. bei einer Klimakarte oder Gefieder o.ä. relevant bzw. vorgegeben sind, weil es keine freie, kreative Aufgabe ist, dann ist eine Abweichung natürlich notenrelevant.

    Bilder nicht sauber auszumalen gehört mit zu dem, was die Kinder erlernen müssen und kann ebenfalls berechtigt in Noten einfließen.

    Ich mag mich täuschen, ich habe aber den Eindruck, dass du nur bedingt Ahnung hast von den Kriterien, die für die Notengebung der jeweiligen Fächer relevant sind, dir aber dennoch- rein basieren drauf den Schachleistungen des Kindes- ein Urteil bildest über dessen Potential, vor allem aber auch dessen tatsächlich gezeigte Leistungen in seinen Unterrichtsfächern.

    Noten bestehen aus deutlich mehr als lediglich aus der Bewertung schriftlicher Leistungen, die isoliert eine beschränkte Aussagekraft haben. Unter Umständen zeigen diese vor allem, wie gut ein Kind zuhause gedrillt wird auf einen Test, damit dieser perfekt läuft oder wie leicht es einem Kind fällt auswendig zu lernen oder vorhersehbare, bereits geübte Aufgaben zu lösen. Mündliche Mitarbeit bzw. Mitarbeit im Unterricht fällt aus den verschiedensten Gründen einigen Kindern schwer, die schriftlich dennoch leistungsstark sein können.

    Hochbegabung bzw. Unterforderung KANN ein solcher Grund sein. Gut zu sein beim Schach ist aber längst kein zwingender Hinweis auf eine vorliegende Hochbegabung. Möglicherweise ist dieses Kind ganz im Gegenteil von mündlicher Mitarbeit eher überfordert, kann dabei nicht schnell genug sein Vorwissen anwenden oder traut sich nicht, sich zu melden. Möglicherweise unterschätzt das Kind die Relevanz, bestimmte Arbeitsanweisungen korrekt umzusetzen für entsprechende Mitarbeitsnoten.

    Weibliche Lehrer sind tatsächlich quatsch, weil wir dafür Lehrerin sagen können. Für männliche Lehrer ist es notwendig, weil es sonst nicht eindeutig ist.

    Bei konsequentem Gendern wäre „Lehrer“ generell unmissverständlich, weil es ausnahmslos immer die Geschlechtsangabe mit ausdrücken würde. Problematisch wird das nur, wenn Menschen die konsequent gendern mit Menschen kommunizieren, die vom generischen Maskulinum überzeugt sind, sprich z.B. zwischen Menschen wie dir und mir.

    Tatsächlich hatte ich gedacht, deine Frage würde aufzeigen, dass du Partei für "rechtsverdrehte" Deutsche ohne Migrationshintergrund ergreifst. Nach dem Motto, dass es ja gar nicht ginge, überhaupt in so eine Richtung zu denken, wohingegen es schon irgendwie okay wäre, den Gedanken zu hegen, sämtliche Menschen mit Migrationshintergrund aus Deutschland zu verbannen.

    Wenn du meine Beiträge zu dem Thema auch aus der Vergangenheit aufmerksam liest, sollte unmissverständlich klar werden, dass ich als überzeugte Demokratin, Anhängerin unseres GG, sowie Verfechterin von Menschenrechten niemals Partei ergreifen würde für Rechtsradikale, Faschisten und ähnlich menschenfeindliche Ideologien.

    Letztendlich wollte ich nur aufzeigen, dass wir auf Menschen mit solchen Ansichten generell doch ganz gut verzichten könnten, während man bei Menschen, die zu uns kommen, um bei uns zu leben, differenzieren sollten und sie eben nicht in einen Topf werfen dürfen, wie es die AfDler*innen in der Regel tun.

    Die Formulierung „auf Menschen mit solchen Ansichten verzichten zu können“ finde ich persönlich schwierig, das ist mir zu nahe an menschenverachtendem AfD- Sprech. Ungeachtet dessen, dass Toleranz selbstredend enden darf und muss im Umgang mit einer intoleranten Gruppierung wie der AfD und ihren Anhänger: innen, bedeutet das dennoch nicht, dass wir nicht differenzieren müssen im Umgang mit diesen und das ungeachtet ihrer Haltungen Menschen sind mit Menschenrechten, die insofern als Menschen natürlich nicht verzichtbar sind- anders als bestimmte ihrer Haltungen.

    Fünf Schüler heißt erst einmal "Fünf Menschen, die sich beschulen lassen.". Erst durch die zusätzliche Klammer wurde klar, dass die Schüler männlichen Geschlechts sind.

    Das wäre bei dir und deiner Art der Sprachverwendung (ich nenne nur mal als Beispiel die von dir schon seit Jahren immer mal wieder aufgebrachten „weiblichen Lehrer“ anstelle von „Lehrerinnen“) sicherlich der Fall. Bei MarieJ war mir auch ohne die Klammer klar, dass sie Personen männlichen Geschlechts meint. Die Klammer ist für Leute wie dich, die Gendern für überflüssig erachten, ad absurdum führen mit ihren eigenen, unlogischen Sprachkonstrukten und sich auch einfach nicht merken wollen, wer hier im Forum - ebenfalls seit Jahren- recht konsequent gendert, kein generisches Maskulinum verwendet und mit „Schülern“ insofern völlig unmissverständlich ausschließlich Personen männlichen Geschlechts bezeichnet.

    Dann müssten die Stellen ja prinzipiell an Männer gehen. Der einzige Beruf, der noch weiblicher ist als der Lehrerberuf ist vielleicht der Frisörberuf.

    Eigenartigerweise sind dennoch zumindest im gymnasialen Bereich Funktionsstellen noch immer mehrheitlich von Männern besetzt. Auch in anderen Schularten mit deutlich geringerem Männeranteil stellen diese bezogen auf ihren Gesamtanteil unter den Lehrpersonen überproportional viele Führungskräfte.

    Nachdem es ausschließlich um Beförderungsstellen geht bei dieser Vorgehensweise, nicht um grundlegende Einstellungspolitik ist das offenkundig weiterhin erforderlich, damit der Frauenanteil in Führungspositionen zumindest gleich hoch ist wie der Männeranteil.

    Bei diesem Modell handelt es sich um eine Arbeitszeiterhöhung, weil ohne Ausgleich eine Lerngruppe mehr hinzukommt.

    Ich stimme dir dahingehend zu, dass das eine versteckte Arbeitszeiterhöhung darstellt. Rein formal ist es aber keine, da unsere Arbeitszeit rein über Deputatsstunden verrechnet wird. Solange diese weiterhin stimmen ist das also rein formal gesehen keine Arbeitszeiterhöhung und damit zulässig.

    Ich bin unangenehm überrascht, das ausgerechnet von dir zu lesen. Gerade in dem Kontext, dass es deiner Mutter ausschließlich aufgrund ihres Geschlechts unheimlich schwer gemacht wurde. Es gibt keinen einzigen Grund, warum Frauen irgendwas anders machen müssten, sie sollten nicht anders kämpfen müssen als jeder Mann, um was auch immer zu erreichen.

    Du bist unangenehm davon überrascht, dass ich wiedergebe, was meine Mutter aus ihrer eigenen Geschichte gelernt und ihren Kindern vermittelt hat? Denn vollständig zitiert lautet der Abschnitt wie folgend:

    Frau muss auch für sich selbst kämpfen und es sich selbst wert sein, eigene Ziele zu erreichen, statt sich nur von einem Partner oder einer Partnerin abhängig zu machen im Leben. Das hat meine Mutter meinen Geschwistern und mir beigebracht, weil ihr das ungemein wichtig war, genau wie ihr Bildung immer wertvoll war, weil dass nun einmal der Weg ist, Grenzen zu durchbrechen die andere einem setzen wollen.

    Ich habe an keiner Stelle behauptet Frauen sollten anders für sich kämpfen müssen als Männer. Ich teile aber vollumfänglich das Credo meiner Mutter, dass wir als Frauen es uns auch schlicht wert sein müssen für uns selbst zu kämpfen und uns nicht nur abhängig machen dürfen von Partner oder Partnerin, die uns versorgen.

    Wenn du das für eine unangenehme Erkenntnis erachtest tut es mir leid für dich, aber unterstell mir keine Aussagen, die ich nicht getätigt habe.

    Zitate sinnentstellend zu kürzen, damit sie zur eigenen Argumentation passen ist übrigens schlicht daneben.

    Warum benötigen offene Formen weniger Personal?

    Ist das nicht gleichbedeutend damit, dass 2 Klassen von einer Lehrkraft beschult/ beaufsichtigt werden?

    Nein, nicht unbedingt,. Das kann tatsächlich mit einer völlig anderen Lernorganisation einhergehen, bei der die Lehrkräfte tatsächlich nur noch Lernbegleiter: innen sind, die Material zur Auswahl zur Verfügung stellen, dabei helfen, individuelle Lernpläne zu erstellen oder eben zu beraten auf dem individuellen Lernweg.

    I call BS.

    Frauen müssen im öffentlichen Dienst wenn überhaupt WENIGER leisten, weil bei gleicher Eignung Frauen männerdiskriminierend bevorzugt werden.

    Lass mich dich zitieren: „I call BS.“

    Um bei gleicher Eignung qua Geschlecht bevorzugt befördert zu werden müssen Frauen nicht weniger, sondern mindestens ganz genauso viel leisten wie die gleich gut geeigneten Mitbewerber, das verrät selbst dir die Formulierung „gleiche Eignung“.

    Bedenkt man, wie häufig man sich als Frau auch im öffentlichen Dienst Kommentare zu Schwangerschaften und Kindern anhören darf, wie viele Kerle es im Schuldienst gibt, die wie du meinen, dass wir uns alle qua Geschlecht nur hochheiraten wollen würden, qua Geschlecht den Beruf nur als Hobby erachten würden und weniger leisten müssten, um dennoch gleich geeignet zu sein, darf man durchaus davon ausgehen, dass es für manche Frauen auch etwas steiniger ist, diese gleiche Eignung überhaupt erst erlangen zu können.

    Auch die AfD-Politiker (m/w/d), die selbst Migrationshintergrund haben?

    Woher genau sollen wir das hier gesichert wissen? Klar ist aber, dass entsprechende Politiker: innen sich zumindest öffentlich nicht gegen entsprechende Aussagen ihrer Parteiangehörigen aussprechen. Möglicherweise bilden die sich ein, am Ende qua Parteimitgliedschaft als „gute Deutsche“ zu zählen oder sie keinen, dass Thema würde sich letztlich politisch nie durchsetzen oder oder oder. Frag das doch einfach mal die entsprechenden Politiker: innen selbst.

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