Was ein Schwachsinn… die Unterstützung fehlt meist überhaupt nicht in Familien wo beide arbeiten .
Sondern gerne bei Familien wo niemand arbeitet, Deutsch spricht, Bock hat .
Das mag dort, wo du arbeitest so verkürzt vielleicht stimmen. Ich habe dagegen zahlreiche SuS, wo beide Eltern- wenn vorhanden, sonst eben das alleinerziehende Elternteil- Vollzeit arbeiten und die Kinder tatsächlich an vielen Stellen dringend gebotene elterliche Unterstützung nicht haben, einfach weil Zeit und Kraft fehlen nach oftmals 10 Stunden unterwegs oder auch Schichtdienst.
Hilfe bei den Hausaufgaben oder beim Packen der Tasche, jemand zum Reden, wenn man aus der Schule kommt und etwas Doofes erlebt hat, ein warmes Mittagessen, das die Kinder nicht schon seit der Grundschule für sich und ggf. jüngere Geschwister kochen müssen (etc.) oder auch einfach ein Erwachsener, der Regeln festlegt und durchsetzt z. B. was das Zocken am Nachmittag/in der Nacht anbelangt - all das ist eben nicht selbstverständlich für viele SuS und zwar ganz gleich ob nun beide Eltern Vollzeit arbeiten oder beide arbeitslos sind.
Soziale Verwahrlosung gibt es dabei in jeder sozialen Schicht und ganz ungeachtet der Familiensprache oder eben auch der Einkommensverhältnisse. Insbesondere die Abgänger vom Gymnasium, die bei uns landen sind dafür regelmäßig gute Beispiele und mehrheitlich "biodeutsch", obwohl die Mehrheit der SuS hier in der Stadt (rund. 70% der Schülerschaft) einen Migrationshintergrund hat bzw. ausländischer Herkunft ist.