Beiträge von CDL

    Bin ich der einzige, der das Verhalten des Lehrers fragwürdig findet? Ich sehe nicht, wo das Problem ist, eben die Eltern anzurufen. Sonst muss man das eben an einem anderen Tag machen.

    Natürlich sollte man das als Lehrkaft machen. Nachdem wir aber nur die Perspektive der Mama kennen, die im Auto sitzen geblieben ist und deren Kind sich nicht bei ihr gemeldet hat, wissen wir halt nicht, ob:

    - die Lehrkraft am Ende doch vorab schriftlich informiert hat, aber die Mail nie von den Eltern gelesen wurde, weil das eine der Familien ist, die alle naselang Handynummer rund Emailadresse wechseln, ohne der Schule aktuelle Kontaktdaten zukommen zu lassen

    - das Infoschreiben in einer Postmappe liegt, die die Eltern täglich kontrollieren sollten gemäß Übereinkunft mit der Schule, was diese aber nicht gemacht haben

    - der Schüler womöglich gar nicht mehr so klein/ jung ist, wie man meinen könnte angesichts des Elterntaxis (steht irgendwo, dass das tatsächlich ein Minderjähriger war?)

    - der Schüler der Lehrkraft vielleicht dreist ins Gesicht gelogen hat, er habe seine Mutter informiert über das Nachsitzen, was er in einer Pause telefonisch machen sollte

    - …

    Es gibt genügend Gründe, woran es scheitern kann, einen Nachsitztermin mit Eltern vernünftig zu besprechen, einfach weil diese nicht reagieren auf Emails und auch telefonisch nicht erreichbar sind, auch wenn man als Lehrkraft seinen Teil mit ausreichendem zeitlichen Vorlauf erfüllt.

    Wenn man SuS an dem Tag nachsitzen lassen will, an dem man das ankündigt, dann muss man aber zumindest bei Minderjährigen selbst als Lehrkraft zum Telefonhörer greifen, um Eltern zu informieren, damit diese sich nicht unnötig Sorgen machen.

    Dass Du und Antimon ähnlich reagiert und am selben Tag dem Forum beigetreten seid, schürt einfach meine Sockenpuppen-Verschwörungstheorie. Mag sein. Mag Zufall sein. Egal.

    Antimon und Quittengelee sind zwei völlig verschiedene Userinnen, die beide davor schon ein paar andere Usernamen hatten, die dann auch nicht jedes Mal zufällig am selben Tag ihre Neuanmeldungen vollzogen haben. Beide sind aber schon seit vielen Jahren Teil dieses Forums, so dass es durchaus möglich ist, die Unterschiede in der Art zu schreiben oder auch den Reaktionen wahrzunehmen, trotz einzelner Ähnlichkeiten im Temperament.

    So wie sich hier abwechselnd (selbst) der Kopf getätschelt oder gegenseitig niedergemacht wird, wirkt das eher manisch-depressiv.

    Lehrer UND Psychiater bist du!?! :schreck: Mei, was haben wir für ein Glück, dass dieser Thread hier all diese besonderen Fachkraftschätzchen zu rekrutieren weiß, die sich offenkundig nur für die Debatten zur AfD neu anmelden.:hammer:

    Datenschutzvorschriften wie die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) in der Europäischen Union verlangen im Allgemeinen, dass personenbezogene Daten rechtmäßig, fair und transparent verarbeitet werden. Ob Videokonferenzen für Kinder und Lehrer verpflichtend gemacht werden können, hängt vom rechtlichen Rahmen der jeweiligen Region oder des jeweiligen Landes ab.

    Erzähl mal, was bedeutet das denn ganz konkret bezogen auf dein Land, deine Region, deine Schule? Damit kann man dann vielleicht sogar etwas anfangen, im Gegensatz zu diesem allgemeinen Blabla.

    Außerdem hätte die Mutter auch durch Türen, die von innen aufgehen, ins Schulhaus gelangen können,

    Das geht auf gar keinen Fall. Ernstzunehmende Elterntaxis stehen nämlich wahlweise mitten auf der Straße, direkt vor dem Schultor, um einfach den gesamten Verkehr aufzuhalten oder zumindest hälftig auf dem Zebrastreifen direkt vor der Schule, auf dass man das eigene Kind auch ja erwische (ich bin nicht verantwortlich für eure Phantasie, also nur brave Gedanken). Um aussteigen zu können müsste man sich ja am Ende einen tatsächlichen Parkplatz suchen, das geht keinesfalls.

    Und was hast du mit der Sache zu tun?

    Liest sich angesichts von Beitrag 10 so, als würde die Mutter des betroffenen Kindes schreiben.

    @coriena: Wenn du selbst Lehrkraft in Bayern bist, sogar die einschlägigen Verordnungen bereits gefunden hattest, verstehe ich nicht ganz, warum du nicht direkt die Lehrkraft deines Kindes angesprochen/ kontaktiert hast, sondern dich erst noch rückversicherst zu den gültigen Vorgaben.

    Warum genau konnte dein Kind dir eigentlich nicht in der Zeit zwischen Schulende und Nachsitzen kurz telefonisch Bescheid geben, dass es nachsitzen müsse? Selbst wenn es selbst kein Handy hätte, haben heutzutage ja genügend SuS eines dabei.

    Also bei meiner Schule ist es absolut unüblich den Schülern im Detail zu erklären, warum sie genau welche Note bekommen haben. Wir haben sogar auf Initiative der Schulleitung mal im Kollegium besprochen, das explizit nicht zu tun, damit wir uns im Zweifelsfall nicht angreifbar machen. Wenn die Schüler es nicht genau wissen, wird auch weniger diskutiert. Ich fühle mich ganz wohl damit und möchte mir da auch nicht zu sehr in die Karten schauen lassen, denn das macht nur Arbeit. Ich habe den Eltern jetzt allgemein geantwortet, dass für eine sehr gute Leistung die Erwartungen übertroffen werden müssen und das bei ihrem Sohn eben nicht der Fall war, eine gute Leistung aber auch ein Ergebnis ist, auf das man stolz sein kann. Hoffentlich geben sie sich damit zufrieden.

    Sowohl deine Schulleitung/Kollegium als auch du agieren in dieser Frage schlicht unprofessionell und missachten grundlegende schulrechtliche Vorgaben zur Notentransparenz und Leistungsmessung.

    Ich hoffe sehr, dass diese Familie sich damit nicht abspeisen gibt. Spätestens über den Rechtsweg wird euch euer Vorgehen nämlich zurecht um die Ohren fliegen.

    Wer noch nicht einmal dazu fähig ist klar und kriterial zu definieren, was eine sehr gute Leistung ausmacht, wer das auch nicht so in seinen Ergebnisbogen einzubauen vermag, dass nicht jemand mit 100% der Punkte nur eine 2 erhält, sondern entweder die 1 oder eben deutlich unter 100% landet, der hat schlichtweg keine gerichtsfeste Notengebung.

    Der saubere Weg wäre es gewesen jetzt, wo du ertappt würdest wurdest, zu deinem Fehler zu stehen und diesen zu korrigieren, nicht stattdessen irgendwelchen unprofessionellen Mist darüber zu verzapfen, dass du dir nicht in die Karten schauen lassen wolltest.

    Vielleicht finden die Eltern ja auch diese Diskussion hier und nutzen das entsprechend.

    Das ist gerade echt schön für mich auch die Gemeinsamkeiten zu entdecken, die ganz verschiedene Geschichten dennoch zu meiner Geschichte in sich tragen. So teile ich den starken, aktiven Gewerkschaftshintergrund mit Chili (GEW väterlicherseits, mütterlicherseits IGMetall) , bin wie Philio immer auf den 1.Mai-Demos gewesen und kann mit Statussymbolen nichts anfangen.

    Mit treasure teile ich die Erinnungen an ein liebevolles, aber auch ein stark leistungsbezogenes Elternhaus, was auch in mir und meinen Geschwistern als Kinder oftmals ausgelöst hat, dass wir für uns und ohne entsprechende Leistung nicht genug wären. (Das konnten wir als Erwachsene dann zum Glück irgendwann miteinander besprechen und auch emotional klären. Inzwischen macht mein Vater kommunikativ vieles in der Folge anders, so dass wir uns tatsächlich gesehen fühlen.)

    Meine Mutter kam aus einem Elternhaus mit Fluchtgeschichte, wie bei Pepe und hatte Eltern, die in der Folge nicht nur sehr hart arbeiten mussten und sparsam leben mussten, um sich etwas aufzubauen, sondern die auch keine Zeit hatten für höhere schulische Bildung, obgleich mein Opa vor dem Krieg geplant hatte zum Studium nach Deutschland (München) zu gehen, wie das in seiner Familie üblich war. Meine Mutter durfte, weil sie ein Mädchen war, nicht aufs Gymnasium gehen, Realschule war bereits ein Zugeständnis ihrer Eltern (ihre Mutter war Fabrikarbeiterin, ihre Schwester wurde nach dem Hauptschulabschluss brav Sekretärin, ehe die geheiratet hat, weil sich das so gehört hat).

    Manche Bildungselemente, die meine Mutter sich für sich selbst gewünscht hätte hat sie dann über ihre Kinder ausgelebt. Vor allem ich hatte damit zu kämpfen, mich davon freizuschwimmen, die ungelebten Träume meiner Mutter realisieren zu sollen. Da sehe ich dann die Verbindung zu Antimon.

    Vielen Dank für das, was ihr bislang geteilt habt. Es ist schön, euch so noch etwas besser und persönlicher kennenzulernen. Ich freue mich auf zahlreiche weitere Beiträge.

    Verschwendet vor allem eure Energie nicht.

    Diese Gesetzestextezitiererei, um das zu rechtfertigen, was inhaltlich in der AfD geschieht, zeugt entweder von erlerntem Nachplapperungsmuster oder von intelligenter Absicht.

    In beiden Fällen gibt es kaum eine Möglichkeit, da durchzudringen. Dieser Verdrehungs-Mist wurde jetzt mehrfach gequotet und steht da jetzt vervielfältigt.

    Übrigens: auch das Hakenkreuz hatte früher eine andere, harmlosere Bedeutung. Komisch, dass es sich trotzdem nur eine bestimmte Gruppierung heimlich in die Schlüpfer stickt.

    Es geht nicht darum zu solchen Leuten, die erkennbar verhärtete Positionen vertreten, durchzudringen, sondern Rechtsradikalen und ihren selbsternannten Resonanzorganen nicht das Feld zu überlassen.

    Die, die meinen, man könnte alles doch mal sagen dürfen, um Begriffe zu besetzen, umzudefinieren oder eben auch darüber getragene Inhalte zu verharmlosen, um diese in die gesellschaftliche Mitte tragen zu können müssen deutlich von tatsächlichen Demokratinnen und Demokraten gleich welcher politischen Couleur in ihre Schranken verwiesen werden. Zumindest jene, die die AfD zu wählen mit einem demokratischen Protest gegen aktuelle Regierungspolitik verwechseln kann man dergestalt nämlich noch erreichen.

    Dies geschrieben werte ich diese Neumitgliedschaft samt diesem inhaltlichen Einstieg als Zeichen dafür, dass der AfD der Arsch ein bisserl auf Grundeis geht ob des geballten gesellschaftlichen Widerstands gegen sie und ihre Ansichten seit dem Correctiv- Bericht. Da muss dann auch versucht werden das größte deutschsprachige Lehrkräfteforum zu instrumentalisieren als Verbreitungsmittel für die eigenen, alternativen "Fakten".

    Den Zusammenhang mit der AfD sehe ich absolut und habe ich auch entsprechend angesprochen. Das ist aber nun einmal nicht der einzige relevante Kontext, auch wenn es vor dem Hintergrund aktueller Debatten sicherlich der zentrale Auslöser war, dieses bereits seit langem in der Schublade liegende Anliegen endlich anpacken zu wollen.

    Weshalb dann die GG-Änderungsinitiative jetzt?

    Ich denke, dass, was beispielsweise ein Polen passiert ist sollte Warnung genug sein, um ein so wichtiges demokratisches Element, wie die Unabhängigkeit der Justiz in Form eines verbesserten Schutzes unserer Verfassungsgerichtsbarkeit stärker zu sichern, als man das bislang getan hat. Ganz ohne davon auszugehen, dass die AfD direkt in die nächste Bundesregierung einziehen könnte/ würde, ist das, was diese äußert, die Werte und Haltungen, die diese vertritt alarmierend genug, um sich des niemals alten „Wehret den Anfängen“ zu entsinnen und dementsprechend zu handeln.

    [...entfernt..., kl. Gr. Frosch, Moderator]

    Wer sich extra anmeldet, um…

    … zu behaupten, der Begriff „Remigration“ sei auch noch im Februar 2024 ein unschuldiger, neutraler Terminus, der nicht in völlig unmissverständlicher Weise von Rechtsradikalen besetzt wurde,

    … aktuelle Demonstrationen gegen den rechtsradikalen Diskurs der AfD, der völlig unmissverständlich auch die Ausweisung deutscher Staatsangehöriger gutheißt, als angebliche „Anwendung grundrechtlicher Normen“ darstellt,

    nur um KuK- gleich ob links, rechts oder mittig angesiedelt in ihren Ansichten-, die sich deutlich gegen einen derartigen rechtsradikalen Diskurs aussprechen über ihr angebliches Missverständnis bezüglich der Werte und Haltungen des GG aufzuklären, sollte sich mit eben diesen Werten und Haltungen erst einmal selbst vertieft vertraut machen.

    Als Lehrkraft (die du hoffentlich nicht bist) rechtsradikale Ideologien zu verteidigen mit Verweis auf das GG zeigt nur, in welchem Maß dir eben dieses GG fremd geblieben oder geworden ist.

    Immer mal wieder muss ich bei Beiträgen, in denen es um Familie und unseren Beruf geht schmunzeln, wenn dort steht, dass der Beruf sich keinesfalls negativ ausgewirkt habe/ auswirke auf das Elterndasein, wenn, dann höchstens positiv. Nein, es geht mir nicht um die drölfzigsten Debatte zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf, sondern vielmehr um die Diskrepanz, die sich zwischen dieser Selbstwahrnehmung und der Perspektive der betroffenen Kinder ergeben kann.

    Wie und wo hat der Beruf eurer Eltern- gleich ob diese nur letztlich Lehrkräfte waren oder nicht- spürbar in eurem Leben ausgewirkt? (Beruf bitte nennen, damit wir möglichst viel zum Mitschmunzeln oder auch Nachdenken bekommen.)

    Ich starte selbstredend gerne. Meine Eltern waren/ sind Lehrer (u.a. Mathematik) bzw. Technische Zeichnerin mit später aufgestocktem Wirtschaftsstudium. Das positive Verhältnis beider Eltern gegenüber Zahlen, aber auch Bildung und Büchern gegenüber hat bereits im Kindergartenalter bei mir begünstigt, dass Zahlen genau wie Bücher meine Freunde waren (was ich auch genau so gesagt habe als Kind).:love:

    Dass mein Vater Lehrer ist habe ich immer mal wieder gehört, wenn er etwas strenger wurde oder auch bestimmte Sachen erklärt hat. Dabei hat sich dann manchmal seine Stimme in einer ganz speziellen Weise geändert, genau wie seine Wortwahl, so dass ich ganz deutlich hören konnte, dass plötzlich nicht mehr Papa CDL mit mir sprach, sondern Herr Lehrer CDL-Papa.^^ Lustigerweise ist ihm das selbst nie aufgefallen. Irgendwann als Erwachsene habe ich ihm das dann mal erzählt, samt Beispielsituationen, in denen das vorgekommen war, das fand er ziemlich ulkig, genau wie ich heutzutage. Als Kind/ Jugendliche fand ich das jedoch maximal nervtötend, wenn ich auch noch zuhause plötzlich Lehreranweisungen bekommen habe, statt normal mit meinem Vater sprechen zu können. :explodier:

    Glücklicherweise war umgekehrt meine Vater aber auch derjenige, der am Geduldigsten mit mir debattiert hat über ausnahmslos alles (und das verdammt fundiert) und im Austausch mit dem ich meine lange Zeit rhetorisch ziemlich spitze Zunge nicht nur wetzen, sondern auch überhaupt erst richtig ausbilden durfte (meinen Vater das erste Mal rhetorisch geschlagen zu haben, statt mit dem dumpfen Gefühl aus einer Debatte ins Bett zu gehen, dass ich zwar recht gehabt hatte, er mir aber dummerweise trotzdem rhetorisch komplett überlegen war und alles zerlegen/widerlegen konnte- unvergessen :klatsch:). Nachdem er später Lehrer an der Schule wurde, an der ich Schülerin war (nach Einholen meiner Erlaubnis), kann ich gesichert sagen, dass seine Geduld und Gelassenheit auch als Lehrer legendär war und bis heute ist.

Werbung