Beiträge von CDL

    Und wie lange soll es dauern bis sich das "einpendelt"? Ich kenne das Theater schon seit meinem Zivildienst und der ist schon 25 Jahre her. Erleben wir das noch, daß das Pendel wieder in die Gegenrichtung schwingt?

    Das hat Bolzbold doch deutlich geschrieben, welches männliche Verhalten der Normalfall sein müsste. Dass das so lange dauert ist wirklich ätzend, finde ich als Frau auch unfassbar, wie lernresistent viele diesbezüglich sind und würde mir sehr wünschen, dass sich das schon längst geändert hätte. Damit das tatsächlich klappt, müssen wir eben alle beruflich, wie auch privat bei dem Thema noch wenigstens eine Schippe drauflegen (einige auch deutlich mehr, wie dieser Thread zeigt).

    An unserer Schule ist es männlichen Lehrern untersagt, Schülerinnen auf unangemessene Kleidung hinzuweisen. Alleine wenn Man(n) es bemerkt, hat man bereits zu sehr hingeschaut ;-). Es handelt sich um eine Tendenzschule, wo auf Sensibilisierung aufgrund von öffentlich diskutierten Missbrauchsskandalen des Trägers besonders geachtet wird.

    Das mag an staatlichen Schulen anders sein.

    Überkompensation ist sicherlich keine Lösung, vor allem, nachdem insbesondere die katholische Kirche bis heute zu sehr Kirchen--und Täterschutz betreibt bei tatsächlichen Übergriffen, statt echten Opferschutz als Leitlinie vorzugehen UND ausnahmslos zu praktizieren.

    Die Dunkelziffer der nicht angezeigten Sexualvergehen aufgrund zum Teil immer noch vorhandener patriarchischer Strukturen bei Polizei und Strafverfolgung, sowie das gespaltene gesellschaftliche Klima, das einerseits endlich stärker zur Anzeige ermutigt (und zum "Nein"-Sagen), andererseits aber eben auch immer noch Vertuschung und Scham kennt, sollte hinreichend Grund sein, diese Bewegung eben nicht als unsäglich zu bezeichnen.

    Jedes Opfer ist eins zuviel - sowohl Opfer eines Rufmords als auch Opfer sexueller Belästigung, sexuellen Missbrauchs oder Vergewaltigung.
    Letztere dürften leider immer noch in der erschreckend erdrückenden Mehrheit sein. (Und wenn Männer sich in der Vergangenheit zu benehmen gewusst hätten, dann hätte es weder Anlass gegeben, sie berechtigterweise anzuzeigen, oder aber eben auch als unerwünschte Nebenwirkung unberechtigterweise anzuzeigen.)

    Würden alle Männer das so sehen wie du und auch entsprechend handhaben (woran ich bei dir keinen Zweifel habe), wäre eine #metoo- Debatte niemals nötig gewesen. Wie dieser Thread zeigt ist der Weg aber noch weit, den wir vor uns haben.

    Wo soll ich denn sonst fragen?

    Hier sind doch die höchst Gebildeten, oder nicht?

    Klaro, nur und ausschließlich. Dummerweise sind wir aber alle keine Juristen, was bedeutet, dass deine Frage jenseits unserer Fachkompetenz liegt.

    Eine zusätzliche Anfahrt bringt immer zusätzliche Kosten mit sich und wie Moebius schon ausgeführt hat müssen diese Zusatzkosten von jemandem getragen werden. Nachdem es offenbar um ein Mehrfamilienhaus geht, gibt es eben üblicherweise zwei Sammeltermine, die der Vermieter mit Unternehmen ansetzt und für die insofern nicht jeder Haushalt individuell Anfahrtskosten tragen muss (was der Vermieter davon umlegen darf wird er dann über die Nebenkostenabrechnung umlegen auf alle Parteien).

    Wenn du aus welchen Gründen auch immer einen Zusatztermin benötigst, musst du erst einmal auf die Kulanz des Unternehmens bauen, weil dieses natürlich die zusätzlichen Anfahrtskosten abrechnen können will, die nicht einfach auf den Vermieter oder die Hausgemeinschaft abgewälzt werden dürfen. Mein Tipp wäre insofern freundlich um Verständnis zu bitten (nicht zu fordern), den KKH- Aufenthalt darlegen und warum zu diesem Termin niemand vor Ort sein konnte mit deinem Schlüssel wie Nachbarn oder Familie und warum das bei dem Nachtermin ebenfalls nicht geht. Klappt das nicht wäre die einzige Alternative mit deiner Schule zu sprechen, deutlich zu machen, dass du einen Handwerkertermin hast, den du nicht privat vereinbaren/terminieren konntest und dir Zusatzkosten entstehen, solltest du diesen nicht wahrnehmen und zu fragen, ob man dich insofern für Zeitfenster x freistellen würde an dem Tag. Das habe ich bei so einem Austausch auch schon einmal prophylaktisch gemacht, als nicht klar war, ob die Handwerker bis zur Konferenz am Nachmittag tatsächlich bei mir waren plangemäß. So lange man das Verständnis und Entgegenkommen seiner Schule in solchen Dingen nicht ausnutzt, sondern das die absolute Ausnahme ist, sollte das im Regelfall kein Problem sein.

    Seltsam, wir haben dieselbe Firma. Und ich musste noch nie zahlen.

    Aber mir wurde gesagt, ich muss rechtzeitig vorzeitig absagen und gut begründen. Einfach nicht öffnen geht nicht. Vielleicht ist das der Unterschied?

    Oder der Unterschied liegt weniger in der Rechtslage begründet als in Kulanz des Unternehmens einerseits und der Tatsache, dass du halt immer gut begründen konntest andererseits.

    Nein, aber seit wann ist er das jemals gewesen?

    Ich hatte bei meiner früheren Arbeitsstätte einen großartigen pädagogischen Tag, der von einem lokalen LGBTG- Verein gestaltet war, der dergestalt sein pädagogisches Angebot vorgestellt, aber eben auch viele meiner KuK für eine Thematik sensibilisiert hat, mit der sie bis dahin wenige bis keine Berührungspunkte hatten. Manche der Aussagen einzelner KuK waren zwar zum Fremdschämen (Stichwort „Kann man das heilen?“), für mich war der Tag aber extrem interessant und gleichzeitig ein Anbieter, den ich später im Ref für meine Refschule und unsere SuS buchen konnte, weil ich wusste, dass deren Angebot genau das war, was unsere SuS benötigten.

    Anderer Arbeitgeber, andere Region, wieder ein pädagogischer Tag dieses Jahr und wieder ein echt toller pädagogischer Tag, bei dem wir als gesamtes Kollegium das Angebot eines regionalen Anbieters mit dem wir seit längerem zusammenarbeiten, in diesem Schuljahr aber besonders intensiv in bestimmten Fächern, genaue kennenlernen durften, um dieses noch besser nutzen zu können (jede Klasse kann dieses Angebot in diesem Schuljahr einmalig komplett kostenfrei nutzen, dazu sind ein paar Klassen Teil längerfristiger Projekte).

    Seit dieser unsäglichen meeToo-Bewegung (…)

    Was genau ist denn so unsäglich an einer Bewegung, die real erlebten sexuellen Missbrauch nicht länger totschweigen will und eine Schuldumkehr zu Lasten der Opfer mitträgt, sondern gesellschaftliche Missstände offen anprangert, die diesen Missbrauch überhaupt erst ermöglichen, mittragen und letztlich auch mitdecken? „Nein heißt nein“ war beispielsweise bis 2022 kein Grundsatz des deutschen Sexualstrafrechts und wäre es ohne die #metoo- Debatte wohl bis heute noch nicht.

    Welche Art Umgang sollte es deines Erachtens mit sexuellem Missbrauch geben in unserer Gesellschaft? Wie sollte Opferschutz ausgestaltet sein und wie sollten Opfer sich artikulieren deines Erachtens, um bestehende Amtsstunden Missstände anzuprangern und erforderliche Veränderungen anzustoßen, damit sie bloß niemandem dabei auf die Zehen treten?

    Wenn Du (Friesin) in Thüringen arbeitest, dann scheint es also ganz offensichtlich sehr unterschiedlich gehandhabt zu werden. Oder was meinst Du?

    Das mag daran liegen, dass beispielsweise im Lehrplan Physik Thüringen gar kein prozentualer Rahmen für die Gewichtung von schriftlichen und anderen Leistungen vorgegeben ist... Oder steht der woanders?

    Zumindest in meinem Bundesland stehen Vorgaben zur Leistungsmessung nicht im Bildungsplan („Lehrplan“), sondern im Schulgesetz. Es fällt mir schwer zu glauben, dass das in irgendeinem Bundesland anders wäre, ich lasse mich aber gern eines föderalistischen Besseren belehren von kundigen Lehrkräften ihrer BL.

    state_of_Trance

    Also als Eltern hätten wir auch lieber die Pfingstwoche. Die Brückentage bringen nur Mehraufwand, weil man die lieben Kleinen dann ja betreuen muß, während man selber auf der Arbeit ist. :rotwerd:

    Du meinst, die Brückentage stellen für deine kleine Familie ganz persönlich einen zusätzlichen Betreuungsaufwand dar, weil zumindest du eine freie Pfingstwoche hast. Für andere Familien wird das umgekehrt mit den Brückentagen leichter zu organisieren sein, weil mal das eine, mal das andere Elternteil sich freinehmen kann, wohingegen über Pfingsten und eine Woche am Stück nicht in jedem Betrieb möglich sein wird. dies geschrieben hat ja nur einer von euch beiden fixe Schulferien, deine Frau könnte sich also doch bei Bedarf die Brückentage frei nehmen, wenn die Betreuung nicht anderweitig sichergestellt werden kann, oder nicht?

    Wie alt sind deine Kinder denn eigentlich? Waren die nicht schon in der Pubertät?

    Von solchen gruseligen Hexen wurden meine 3 Kinder alle auf einmal geraubt, als wir hier erst 6 Wochen wohnten und nichtsahnend auf einen Fasendumzug gingen. Mein Sohn war erst 6 Wochen alt und wurde mitsamt Kinderwagen von so angetrunkenen Hexen auf einen Wagen geschleppt und mitgenommen, meine beiden kleinen Töchter jeweils woanders hin. Wir fanden diese Aktion überhaupt nicht witzig uns sind da erst 15 Jahre später wieder mal hingegangen...

    Das klingt nach einer schrecklichen Erfahrung für euch. :troest: Ich verstehe gut, warum ihr danach den Umzug so lange gemieden habt. Leider passt das zu Beobachtungen, die ich alljährlich mache, dass vor allem sehr kleine Kinder ungefragt hochgehoben, rumgewirbelt, mitgetragen werden und erst weg dürfen, wenn sie laut schreien und weinen, was mit einem Lachen kommentiert wird. Das hat zwar deutlich abgenommen in den letzten 20 Jahren meiner Beobachtung nach, aber dass es überhaupt passiert unter dem Deckmantel einer Tradition ist ein Unding.

    Digitalisierung und digitales Lernen in der Schule sind aber nicht das gleiche wie das Daddeln am Handy. Das eine schadet, das andere (kann helfen) hilft.

    Vor allem muss man das digitale Lernen auch nicht derart extrem ausgestalten, wie das offenbar in Schweden bereits ab der Grundschule der Fall war. Digitalität sollte ein weiterer, sprich zusätzlicher Lernkanal sein, der dort greift, wo das tatsächlich sinnvoll und lernförderlich ist, was eben gerade nicht prinzipiell der Fall ist. Ich finde es auf jeden Fall spannend zu lesen, dass Schweden in diesem extremen Kurs jetzt zurückrudert. Das bestätigt für mich den Weg, den wir an der Schule gehen einerseits und wirft andererseits manches Fragezeichen auf im Hinblick auf bestimmte private Grundschulen, die als Verkaufsargument damit werben komplett und ausschließlich digital zu arbeiten.

    So was gibts bei uns nicht. Aber wir haben halt auch einige Doppelbesetzungen, die wir auflösen können, bevor jemand zusätzliche Stunden leisten muss.

    Klingt erst einmal nett, dass es bei euch Freizeitausgleich gibt. Nachdem es die Doppelsteckungen in eurem Bereich aber ja nicht grundlos gibt, nehme ich an, der Preis dafür ist eine Überlastung der Lehrkräfte, die dann in Einzelsteckung arbeiten müssen oder wie nehmen du und deine KuK das wahr?

    (https://www.schure.de/20411/mastervo-lehr.htm) (falls dieser nicht funktioniert, es geht um die Verordnung über Masterabschlüsse für Lehrämter in Niedersachsen und konkret Paragraph 8 )

    Link funktioniet nicht und das Dokument suche ich auch sicherlich nicht heraus, solange du dir nicht die Mühe machen möchtest von extern funktionierende Links einzustellen. Wenn du Hinweise möchtest, wie der betreffende Paragraph auszulegen ist, dann schlage ich dir vor diesen direkt zu zitieren samt der einschlägigen Bedingungen aus deinem Modulhandbuch zur Masterarbeit. Alternativ könntest du letzteres wie von Chili vorgeschlagen auch erst einmal selbst konsultieren und die Hinweise dort prüfen zur Masterarbeit. Steht beispielsweise irgendwo, dass sämtliche Leistungsnachweise vor dem Anmelden der Masterarbeit abgeschlossen sein müssen?

    Für mich als Schwuler ist sowas sexuelle Belästigung. Wo ist mein Männerbeauftragter?

    Oder soll ich mich jetzt "nicht so haben"?

    Erklär mal: Inwiefern wirst du qua sexueller Orientierung und als erwachsener Mann von 10-15jährigen Mädels in knapper Bekleidung sexuell belästigt, die sich weder für dich interessieren, noch deine Kommentare, Blicke oder gar Taten wünschen, sondern sich einfach nur bekleidungstechnisch ausprobieren in der Pubertät? Kannst du nicht? Dann schenk dir den dämlichen Spruch das nächste Mal doch einfach.

    Das "Ritual" zählt seit diesem Jahr zum immateriellen Kulturerbe der Unesco ;)
    https://www.pressreader.com/germany/schwae…282162180353214

    Darf man trotzdem übergriffig finden, was du beschreibst und ablehnen. Ich mag vieles an der traditionellen Fasnacht gerne, die zahlreichen, übergriffigen Rituale und Traditionen, die einem meist ungefragt übergestülpt werden gehören jedoch eindeutig nicht dazu. Das empfinde ich als respektlos.

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