Gerade Frauen, die mit Familie in Teilzeit arbeiten wollen, müssen Betreuung für locker 60 h bereit halten.
Mir ist zwar unklar, warum Frauen, die familienbedingt in TZ arbeiten hier qua Geschlecht besonders viele Betreuungsstunden vorhalten müssten, da das meines Erachtens für Männer in familienbedingter Teilzeit analog gilt (auch wenn diese seltener sind, als der weibliche Gegenpart), aber für beide Geschlechter gilt doch letztlich, dass sie sich einerseits an ihren Schulen für ein vernünftiges Teilzeitkonzept stark machen müssen, so es dieses noch nicht gibt und andererseits über die Beauftragten für Chancengleichheit an ihren Schulen darauf dringen müssen, dass ein bereits bestehendes Konzept konsequent zur Anwendung kommt.
An meiner Schule ist es völlig normal, dass Lehrkräfte ab einem TZ-Anteil von 70% und weniger einen freien Tag in der Woche bekommen, wenn sie das wollen. Ab einem TZ-Anteil von 60% und weniger sind zwei freie Tage in der Woche möglich, wenn dafür keine weiteren Bedingungen wie "Vermeiden von Nachmichttagsunterricht" oder "immer erst zur 2.Stunde" dazukommen. Das reduziert die potentiellen Betreuungsstunden erheblich. Wo es dennoch Probleme gibt (z.B. im Kontext mit Projektwochen, Wandertagen, etc.) haben wir zwei äußerst engagierte Kolleginnen (unsere beiden Beauftragten), die sich nicht scheuen erforderliche- auch unangenehme- Gespräche mit der SL zu führen, um sicherzustellen, dass die Belange von KuK in TZ nicht untergehen, sondern ausreichend beachtet werden.
Schokozwerg : Sowohl du, als auch dein Mann sollten sich zum TZ-Konzept eurer Schulen firm machen und euch die Beauftragten für Chancengleichheit eurer Schulen als Unterstützung holen, damit ihr wegkommt von unnötigen Betteleien, wenn es darum geht, eure familienbedingte Teilzeit auch tatsächlich so familiengerecht auszugestalten, wie das im Rahmen eines vernünftigen TZ- Konzeptes der Fall sein sollte.