Beiträge von CDL

    Ich würde die TE, wie so oft, auch auf die Möglichkeit eines Sonderpädagogik-Studiums aufmerksam machen wollen: große Studienanteile Pädagogik und Psychologie, der vorschulische Bereich kann mit abgedeckt werden (in BW) und es schafft die Möglichkeit, regulär Lehrkraft - auch in der Primarstufe - zu werden. Und das bei einem geringeren Deputat und einer höheren Besoldungsgruppe als die Grundschulkolleginnen (aktueller Stand in BW).

    Aber das wird doch auch an den bösen PHs mit dem miesen Ruf studiert, an denen selbst Leute, die richtig dolle gut waren in der Schule in Englisch gescheitert sind, so dass sie wechseln mussten (was nur an der miesen PH gelegen haben kann, weil das doch mal wirklich motivierte und gute Schülys waren). Außerdem ist die TE nach einem ganzen Semester BA- Studiums bestimmt pädagogisch schon beinahe überqualifiziert dafür, so dass ein Direkteinstieg ohne Nachqualifizierung eigentlich angemessen wäre. :zahnluecke:

    Na, ja wenn du das so siehst, müsstest du aber auch fragen, warum man Seiteneinsteiger auf Kinder los lässt, wenn sie keine Ausbildung und kein berufliches Handwerkszeug haben?

    Zumindest bei manchen Seiteneinsteigern stellt diese Frage sich ja durchaus, auch wenn man das nicht pauschal so sagen kann, da manche eben durchaus eine passende Ausbildung und/ oder passende berufliche Vorerfahrungen mitbringen, nur eben kein klassisches Lehramtsstudium und Ref im Angebot haben.

    Das mit dem Schulformwechsel hatte ich auch schon überlegt, nur ich kann die doch jetzt wo ich noch nicht mal den Refplatz habe nicht direkt fragen, ob ich dann von der BBS auf die RS wechseln kann.

    Die Frage ist, wenn die z.B. jemanden irgendwo im Süden des Bundeslandes brauchen und da eine Stelle frei ist und die mich abordnen und ich lieber an die andere Schulform will, habe ich da sicher keine Chance, oder?

    Nein, man kann nicht mal eben an einer x- beliebigen Schulform tätig werden und selbst wenn es Wechseloptionen gibt, wird man ohne passendes Lehramt natürlich immer nachrangig berücksichtigt nach Leuten mit passendem Lehramt/ passender Nachqualifizierung.

    Der Rest der Frage mit Abordnung, den, freier Stelle etc. ist zu konfus für mich. Meinst du damit den hypothetischen Fall, dass du eine Planstelle an einer BBS hättest und an eine andere BBS in Südthingen abgeordnet werden würdest und möchtest wissen, ob du stattdessen an eine andere Schulform wechseln könntest, wenn dir das lieber wäre als die Abordnung? Welche Rolle spielt die Frage der Abordnung dabei für dich oder geht es genau genommen einfach nur um die Möglichkeit eines Schulformwechsels?

    Für den Direkteinstieg an der Grundschule mit lediglich einem BA brauchst du entweder in Deutsch oder in Mathe mindestens 30 ECTS, sowie ein ableitbares, schulbezogenes Zweitfach, indem du ergänzend mindestens 50 ECTS benötigst. Wo deine schulischen Stärken einmal gelegen haben interessiert dabei niemanden, schließlich willst du Lehrerin werden ohne Lehramtsstudium, dafür erwartet man mehr Qualifikation als reines Schulwissen, selbst in dieser massiv abgespeckten Version. Aus dem, was du über deine Studieninhalte schreibst kann ich kein ableitbares Fach für die Grundschule erkennen. Schau dir einfach in Ruhe deine Studienordnung an und geh genau durch, welche Seminare man tatsächlich ernsthaft für Deutsch oder Mathe anrechnen könnten. Kommst du in keinem der Fächer auf wenigstens 30 ECTS- Punkte ist auch die abgesteckte Direkteinstiegsoption zumindest bezogen auf BW vom Tisch.

    Könntest du dir vorstellen in einem anderen Bundesland tätig zu werden? Das könnte deine Chancen steigern. Wobei ich nicht nachvollziehen kann, warum du nicht dazu bereit bist dich grundständig zu qualifizieren für deinen Wunschberuf über ein geeignetes Studium, sprich ein Lehramtsstudium. Ich habe selbst an einer PH mein Zweitstudium absolviert, um Lehrerin werden zu können und kann aus dieser tatsächlichen Erfahrung heraus deine genannten Vorbehalte gegenüber einer Hochschule und einem Studium, die du gar nicht selbst kennst nicht bestätigen. Vielleicht solltest du dich weniger an dem orientieren, was dir andere Menschen über den angeblichen Ruf der Hochschule oder die Nachteile des Studiums berichten und mehr daran orientieren, welches berufliche Ziel du anstrebst, für das du dich qualifizieren möchtest. Das dürfen dir deine künftigen SuS nämlich auch wert sein.

    Nachdem es an den Grundschulen keine Fachlehrkräfte gibt wie in der SEK.I wüsste ich zumindest nicht, wie du ohne Lehramtsstudium und ohne diesen neuen Direkteinstieg noch Lehrerin an einer Grundschule in BW werden könntest. Zauberwald kennst du noch weitere Wege an die Grundschule in BW als Lehrkraft?

    Ich würde hierzu gerne erst einmal Toms Position wissen.

    Vielleicht solltest du dich selbst einfach einmal konkret und verständlich äußern zu deinen Positionen. Toms Positionen sind mir zumindest deutlich klarer als deine, da er diese auch tatsächlich und verständlich äußert, ohne sich hinter Worthülsen zu verstecken oder Parteiprogrammen.

    Um welches Bundesland geht es denn und was genau versteckt sich inhaltlich bei dir hinter "Technik"? Wenn ich von. BW ausgehe: Hier gibt es an den Realschulen das Fach Technik. Zusammen mit Deutsch und deiner Gleichstellung wärst du damit also bereits qualifiziert für das Ref an Realschulen.

    Das ist, glaube ich, der Punkt hier. Diejenigen, die ernsthaft Ahnung haben, schätzen die Lage bei Weitem nicht so düster ein.

    Wobei man nicht ernsthaft Ahnung von Technik haben muss, um erkennen zu können, dass eine KI unsere echte Beziehungsarbeit niemals ersetzen wird können und deren Relevanz nicht nur für Lernerfolge, sondern ganz allgemein für uns als Gesellschaft. Eine ernsthafte Ahnung von menschlichen Gesellschaften oder eben auch Beziehungsarbeit reicht dafür auch bei mittelmäßigem technischen Verständnis durchaus aus.

    Ich hab schon bei Beitrag 1 Lunte gerochen.

    Welche Lehrerin verleiht ihr Fahrzeug denn bitte an Referendare?

    Das macht wohl kein normaler Mensch.

    Na ja, auch ausgelernte Lehrkräfte können Familienmitglieder haben, die gerade im Ref sind und ein Auto benötigen oder befreundet sein mit einem Refi der eigenen Schule. Das Auto aneinander zu verleihen ist also nicht in jeder derartigen Konstellation ein Indiz für einen Fake oder - in der Realität - unnormales Verhalten. ;)

    Wir kochen heute im Kollegenkreis in der Schulküche ein 5- Gänge - Menü zusammen. Refis oder auch Studierende die mitmachen wollen sind ebenfalls mit von der Partie und der eine Refi wird tatsächlich mit dem Auto eines erkrankten Kollegen kommen, der Getränke besorgt hatte, damit diese an die Schule kommen...

    Grundsätzlich ist jeder Logopäde/Sprachtherapeut auch im Bereich Stimmstörungen ausgebildet und sollte helfen können. Aber klar gibt es manche, die spezialisierter sind und mehr Erfahrung haben als andere.

    Du meinst einen Phoniater?!

    Meine ich und habe mich eben gewundert, warum da etwas anderes steht, aber da hat mein Hirn mir einen kleinen Streich gespielt. Danke für die Nachfrage/ den Hinweis, das ändere ich gleich.

    CDL frag mal deine SuS wen sie von deinen Kolleg*innen als streng bezeichnen und denk dir deinen Teil. 8)

    Ich habe die Beobachtung auch gemacht, dass nicht der strenge Kollege für streng gehalten wird, sondern die/der unberechenbare, launische KoK.

    Meine SuS bezeichnen zwar manche KuK generell so, im Zweifelsfall aber auch mich, wenn ich ihnen abverlange den Fegedienst tatsächlich gründlich zu machen, statt sie nur so tun zu lassen als ob, mir den Stress zu schenken und sie- zu Lasten der Reinigungskräfte- zu entlasten. Dann darf ich mir auch anhören, dass ich ja voll streng wäre und ich bin definitiv weder launisch in meinem Unterricht, noch unberechenbar, sondern habe klare Regeln, die ich konsequent, aber freundlich und wertschätzend durchsetze.

    Gibt's eigentlich irgendein berufsbezogenes Thema, bei dem du nicht zuerst die Gewerkschaft kontaktieren würdest? Ernst gemeinte Frage. Bei medizinischen Problemen käme mir die Gewerkschaft so ziemlich als letztes in den Sinn.

    Jede Menge. In dem Fall fiel mir die Gewerkschaft nur deshalb ein, weil ich zuletzt mal von meiner Gewerkschaft eine Einladung zu einem Stimmbildungsseminar erhalten habe. Ginge es um BW hätte ich noch die Stimmbildung an den PHs als Ansprechpartner: innen für weitere Hinweise ergänzt. Der Phoniater wäre tatsächlich mein erster Ansprechpartner des Vertrauens.

    Bei rechtlichen Fragen wäre aber- und nur deshalb schreibe ich eigentlich hier im Forum ständig, man möge doch seine Gewerkschaft kontaktieren- ein Internetforum eher meine letzte Anlaufstelle, weil man dort eben viel Meinung bekommt, aber nicht immer weiß, wie viel juristischer Sachverstand hinter Aussagen steckt. Meine erste Anlaufstelle ist bei dem Thema zwar auch nicht die Gewerkschaft, sondern der Schulrechtler meines Vertrauens. Nachdem einen solchen aber eher eine Minderheit haben dürfte, taugt das als Hinweis deutlich weniger.

    Würdest du mir die Kontaktdaten bzw. Namen weitergeben? LG, eine Berlinerin :)

    Panama- aus BW, nicht aus Berlin- hat vor über 12 Jahren geschrieben bei einer Logopädin gewesen zu sein und war das letzte Mal vor zwei Jahren online. Selbst wenn die Logopädin aus BW also noch aktiv wäre, würde dir das in Berlin mutmaßlich nichts bringen einerseits und andererseits wird Panama deine Nachfrage vermutlich gar nicht lesen, da eben länger nicht mehr aktiv gewesen.

    An deiner Stelle würde ich meine Gewerkschaft anrufen und nachfragen ob diese Logopäden im eigenen Bundesland kennen, die sich mit berufsspezifischen Stimmproblemen auskennen (oft bieten Gewerkschaften ja auch Workshops an zur Stimmarbeit, haben also Leute, mit denen sie zusammenarbeiten in diesem Bereich). Alternativ könntest du einen Termin vereinbaren bei einem Phoniater, um dir von diesem dann einen Logopäden/ eine Logopädin empfehlen zu lassen.

    Ich habe jetzt nicht alles durchgelesen, sondern antworte auf die eingangs gestellte Frage: KI kann mich, wie der Fernunterricht überdeutlich gezeigt hat, niemals ersetzen, wird aber sicherlich künftig ganz anders unser aller Arbeit ergänzen. Dem Lehrermangel wird KI aber nicht abhelfen können, denn Beziehungsarbeit- die Basis unseres Berufs und der Kit, der uns auch als Gesellschaft zusammenhält- ist etwas Grundmenschliches, wofür es echte Menschen, echte Begegnungen und echte Interaktionen braucht.

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