Beiträge von CDL

    PS: Ich wünsche mir CDL als Co.

    Co für den Job, den du gar nicht machen möchtest und bei dem du davon ausgehst, dass Anstand und Moral zuerst über Bord gehen? Na danke für das zweifelhafte Kompliment. ^^ Bin ich dann als Ethiklehrkraft eher für die Beibehaltung gewisser ethischer Standards zuständig, auf dass diese seetüchtig gemacht werden oder als Politikwissenschaftlerin doch eher für den Job als Referentin vorgesehen, sprich um die ganzen schönen bis schmutzigen Hinterzimmerdeals vorzubereiten?

    So oder so muss ich leider ablehnen. Hätte ich meinen Weg in der Politik gesehen, hätte ich auf mein Studium der Politikwissenschaft nicht noch ein Lehramtsstudium draufgesattelt, sondern wäre direkt in den entsprechenden Bereich gegangen als politische Referentin o.ä. Ich bin ganz glücklich in meinem Beruf. Die einzigen Veränderungen, die ich mir aktuell vorstellen könnte, wären einerseits eine Vertiefung der Schulentwicklungsarbeit und andererseits irgendwann eine aktivere Rolle in der Schwerbehindertenvertretung.

    Ich muss zu Sachsen-Anhalt leider feststellen, dass der Lehrkräftemangel anscheinend gar nicht so groß ist: Im März habe ich vom LSchA ein Zusage zum 01.08.2023 erhalten. Die Schule selbst hat mir sogar bereits meinen Stundenplan für das SS 2023/24 gemailt. Allerdings habe ich bis heute noch keinen Anstellungsvertrag seitens des LSchA erhalten. Somit werde ich nicht zum 01.08.2023 starten können, da ich in meinem aktuellen Job die Kündigungsfrist einhalten muss. Insgesamt wirkt das nicht sehr organisiert und zielgerichtet!

    Willkommen im Schuldienst! :zahnluecke: Hak nach beim zuständigen Schulamt, wo der Vertrag bleibt. Leider braucht es häufig (und auch in allen anderen Bundesländern) länger, bis Anstellungsverträge endlich rausgeschickt werden. (Bei uns konnte im letzten Jahr deshalb eine Mitarbeiterin zwei Monate lang nicht bei uns arbeiten, bis ihr neuer Vertrag endlich da war, der die Zeit bis zum Planstellenantritt im September überbrücken sollte.) Langwierige, ineffiziente Arbeitsabläufe sind manchmal ein Teil des Problems (je nach Schulamt und möglicherweise übergeordneten Stellen, die erst ihr OK zum Vertrag geben müssen vorab), manchmal geht es aber auch in den Schulämtern ganz schlicht und ergreifend um Personalmangel, der dazu führt, dass man länger auf die Bearbeitung bestimmter Unterlagen warten muss. Der Fachkräftemangel im öffentlichen Dienst umfasst schließlich erheblich mehr Bereiche, als nur den Schuldienst. Also nachhaken, wo der Vertrag den bleibt einerseits und andererseits lernen, geduldig zu sein. Beides wirst du im Schuldienst dringend benötigen.

    Zitat

    Es liegt ja nicht an der Motivation.. sie will ja, kann aber ihre Konzentration einfach nicht halten. Nicht erst jetzt kurz vor den Ferien. Wäre zu lange, alles aufzuzählen, aber meine Nachhilfestunden bestehen grundsätzlich aus Lernspiielen, Quizzes und Rollenspielen, v.a. in englisch benötigen wir selten einen Tisch, aber bei manchen Themen ist das eben nicht möglich

    Ich komme aus der Sonderpädagogik und habe dementsprehend viel Erfahrung mit Verhaltensauffälligen Kindern, hier bin ich jedoch eindeutig überfragt. Die Eltern bemerken das natürlich auch, hoffen, dass ich etwas ändern kann, da sie bei mir angeblich dieses Jahr mehr gelernt hat als in der Schule.Aber ich sehe halt, wie sehr sie sich anstrengen muss und das möchte ich für sie leichter machen

    Das sind inzwischen ja doch noch einmal ganz andere Informationen, als in deinem Ausgangsbeitrag, die insofern auch eine andere Spur legen, als dieser vermuten hat lassen.

    Gibt es denn einen festgestellten Förderbedarf bei dem Mädchen? Wurde eine entsprechende Diagnostik veranlasst bzw. würdest du diese für sinnvoll/erforderlich halten? Hat eine medizinische Abklärung stattgefunden, sei es im Hinblick auf körperliche oder eben auch psychische Probleme, die es möglicherweise zu behandeln gilt? Was sagt das Mädchen selbst über seinen Zustand, bzw. auch über seine Momente der inneren Abwesenheit? Träumt es in diesen Augenblicken einfach, dissoziiert es gar?

    Lass dich von deiner Gewerkschaft oder dem Personalrat dazu beraten, ob dein "nicht in Ordnung finden" ein tatsächliches Fehlverhalten deiner SL darstellt oder nur persönliche Befindlichkeit ist. In beiden Fällen kann es angezeigt sein zunächst einmal begleitet durch den Personalrat das Gespräch zu suchen mit der SL, um das bestehende Problem zu klären.

    Ob überhaupt und wenn ja welche weiteren Schritte angezeigt sein könnten, erlaubt dein Beitrag nicht zu beurteilen. Ich gehe insofern angesichts dessen, dass "nicht in Ordnung finden" nach einem kleineren Disput klingt davon aus, dass der Dienstweg weiterhin greift.

    Klingt für mich ehrlich gesagt ziemlich normal für eine Siebtklässlerin, die kurz vor den Sommerferien, bei teilweise über 30 Grad, nach einem Schulvormittag in einem vermutlich viel zu warmen Gebäude und womöglich einer durchgedaddelten Nacht noch nachmittags, in einem ungeliebten Fach Nachhilfe mitmachen muss. Wenn ihr unbedingt jetzt Nachhilfe machen müsst, dann versuch das mitzubedenken und gestalte die Nachhilfe angepasst. Wenn sie im Sitzen fast einschläft, dann macht eine Waserpistolenschlacht mit Vokabelspiel oder wendet die wiederholte Grammatik an bei einer Runde Volleyball oder läuft rum etc. Das weckt Körper und Geist auf. Macht zusätzlich alle x Minuten "Pause" bei einem kurzen Spiel, dass natürlich Englisch gespielt wird. Zahlenbingo, Hang man,.. Überleg dir da eine Handvoll Sachen mit und ohne Bewegung, schreib fiese auf Karten oder mal Bilder davon und dann lass sie immer wenn es zäh wird eine der Karten wählen, wie sie weiterarbeiten möchte. So kann sie mitbestimmen, statt nur Zeit absitzen zu müssen.

    Hast du sie schon mal gefragt, was sie motivieren würde?

    Könnt Ihr nicht anregen den Lehrerparkplatz mit einer Schranke zu sichern oder das die einzelnen Parkbuchten Poller bekommen?

    Anregen kann man vieles an Schulen, was dann aber nur allzu oft daran scheitert, dass Schulträger kein Geld für die Umsetzung haben bzw. einplanen wollen. Poller und Schranken für Lehrerparkplätze rangieren auf der "Das brauchen wir noch dringend dieses Haushaltsjahr" - Skala sicherlich im Regelfall ganz unten.

    Wenn du eh nur möchtest, dass man deinen Fragebogen ausfüllt, würde ich dir empfehlen, das als Online-Umfrage zu erstellen. Je nach Bundesland sind wir Lehrkräfte entweder aktuell bereits in den Sommerferien und so semi-erpicht über Schule nachzudenken, aber vielleicht dennoch bereit schnell eine Online Umfrage zu bearbeiten. Oder wir befinden uns mitten im Schuljahresendspurt, haben noch zu viel zu tun in zu wenig Zeit, bei noch weniger Nerven und sicher kaum den Nerv noch per Email den Fragebogen einer Wildfremden zu erhalten und zu bearbeiten, den wir womöglich aber deutlich bereitwilliger angehen würden, könnten wir diesen einfach direkt anklicken und loslegen in einem ruhigen Moment. Deine TN-Zahlen dürften auf diese Weise erheblich höher ausfallen, als wenn man dich zunächst per Mail um den Fragebogen bitten muss.

    Ist das in BW noch offiziell so? Oder ist das nur inoffiziell, dass die Alten irgendwann versorgt werden?

    Nein, es gibt auch an den Gymnasien keine Regelbeförderung nach A14 in BW. Die Mehrheit der Lehrkräfte auch an Gymnasien bleibt bei A13Z ein Berufsleben lang.

    Hallo, ich weiß sehr wohl, dass ich Angestellter des Landes NRW bin und für mich der TVL gilt und nicht der TVÖD. Es hätte ja trotzdem sein können, dass dieser Inflationsausgleich auch für "uns" gilt, bzw. dieser übergreifend für die Angestellten beschlossen worden ist. Ganz so einfach sollte man es sich dann doch nicht machen....weiteres erspare ich mir!

    Entweder der Unterschied zwischen TVL und TVÖD ist dir klar, dann ist auch klar, dass ein Ergebnis eines völlig anderen Tarifvertrages nicht einfach übertragen wird auf einen anderen, aktuell noch laufenden und nicht in der Verhandlung befindlichen Tarifvertrag der zwischen völlig anderen Arbeitgebern und Arbeitnehmervertretern geschlossen wurde. Oder er ist dir eben nicht wirklich verständlich, wie deine Mutmaßung nahe legt.

    In der Klinik, die ich oben beschrieben habe, ging es darum, die Patienten ohne medikamentöse Behandlung auf die Beine zu bringen und fit zu machen. Die Medikamente, die man schon verordnet bekommen hatte, durfte man natürlich weiterhin nehmen, aber wer darauf gehofft hatte, hier welche zu erhalten, um seine Situation zu verbessern hörte nur: Wir sind hier kein Krankenhaus. Wenn Sie Medikamente wollen, gehen Sie dahin. Das fand ich persönlich gut, wie es andere fanden, weiss ich nicht.

    Um beispielsweise mit Antidepressiva eingestellt zu werden muss niemand in ein Krankenhaus gehen. Gerade weil die Feinjustierung aber oftmals etwas braucht und von Nebenwirkungen begleitet ist, die es abzuwägen gilt ist es für viele Patienten hilfreich, wenn das im Rahmen einer Reha begleitet stattfinden kann. Was du schreibst passt aber sehr gut zu der ersten Klinik, in der ich war. Diese hatte anders als Klinik 2 ebenfalls kein umfassendes medizinisches Konzept und keinerlei Psychiater in der Kinik, so dass bestimmte Medikamente gar nicht genommen werden durften während des Aufenthaltes und andere nur weitergekommen werden konnten. Neuverordnungen waren nicht möglich. In Klinik 2 wurden dagegen Patienten bei Bedarf auch mit Antidepressiva eingestellt, wie ich mitbekommen habe oder bei mir beispielsweise die Dosierung des Schilddrüsenmedikaments angepasst anhand der Blutwerte durch eine Ärztin.

    Für mich wäre das, was du schreibst tatsächlich ein Hinweis auf einen bestimmten Behandlungsansatz, den ich als zu einseitig empfinde, da dieser eben nicht bei allen Patientinnen und Patienten ausreichend greift, die das- wie ich, als ich in Klinik 1 war- unter Umständen zunächst gar nicht ausreichend beurteilen können, darauf vertrauen, von Expertinnen und Experten nach bestem Wissen behandelt zu werden und nicht am Ende aus rein ideologischen Erwägungen heraus sinnvolle und nachgerade betrachtet erforderliche Behandlungsansätze vorenthalten zu bekommen.

    Das ist natürlich auch eine Frage der persönlichen Haltung und Ansicht. Wenn ich an meine Erfahrungen zurückdenke, habe ich mich bei der Auswahl der ersten Klinik aber zu sehr blenden lassen von schönen Ideen, die überzeugend klangen, nur um am Ende infolge eines therapeutisch unausgegorenen Konzeptes, welches zentrale Bausteine der Traumaarbeit aus ideologischen Aspekten heraus einfach komplett ausgeschlossen und geleugnet hat innerhalb von zwei Wochen im Alltag wieder genauso instabil zu sein wie vor der mehrmonatigen Behandlung. Hätte ich nur auf dieses Konzept vertraut wäre ich wie geschrieben heutzutage nicht mehr arbeitsfähig.

    Ich freue mich, dass das für dich gepasst hat Zauberwald. Hätte es das nicht, wäre der Klinikansatz aber möglicherweise fatal gewesen für dich, weil du nicht die Hilfe bekommen hättest, auf die zu bekommen du vertraut hattest.

    Ja, das verstehe ich sehr sehr gut, dass es hilft, wenn auch andere Betroffene bestätigen, was man seiner Therapeutin in manchen Phasen kaum glauben kann, weil es einem gerade zu schlecht geht.

    Es gibt einige User: innen in diesem Forum mit PTBS, auch wenn nur ich mich bei dir offen gemeldet haben mag. Ich bin mit mehreren User: innen im unregelmäßigen Austausch via PN, wo wir uns vertraulich unterstützen oder auch mit unserem Wissen versuchen bei Fragen weiterzuhelfen. Das Krankheitsbild gibt es also deutlich häufiger unter Lehrkräften, als den meisten bewusst sein dürfte. Umso wichtiger finde ich es, immer wieder daran zu erinnern, wie ein gesundes, sich gegenseitig unterstützendes, kollegiales Miteinander aussehen könnte auch im Rahmen dieses Forums, um es letztlich allen KuK nicht schwerer, sondern leichter zu machen miteinander. Jede: r ist mal besonders belastet durch den Beruf, jede: r kann im Laufe seines Lebens schwer erkranken, schwer beschädigt werden (beruflich oder auch privat) und in der Folge unter Umständen eine Behinderung erwerben. Ich hoffe, deine oder auch meine Offenheit im Umgang mit der eigenen Erkrankung können nicht nur anderen Betroffenen direkt helfen, sondern auch etwas zu einem kollegialeren Umgang beitragen.

    Es gibt bei den meisten Kliniken neben dem stationären Angebot auch ein ambulantes Angebot als Tagesklinik. Das könnte der Spagat sein zumindest zwischen dem, was deine Kasse zu finanzieren bereit ist und die Amtsärztin für erforderlich hält an Behandlung. In dem Fall müsstest du dich umschauen, welche Kliniken es in deiner Umgebung gibt.

    Ich war zur Traumabehandlung 3x in stationärer Behandlung (Intervallbehandlung). Beim ersten Mal war ich in einer Klinik, die hauptsächlich (90%) Privatpatienten hatte. Das hat man an Angebot und Ausstattung gemerkt. Abgesehen davon war es aber die schlechteste Klinik, da diese in ihrer Behandlung nicht vorrangig darauf ausgerichtet war, die Patientinnen und Patienten wieder schnellstmöglich berufstätig zu machen oder gar zu halten. Ein Entlasskonzept, welches diesen Namen verdienen würde gab es insofern nicht, man war eher darauf eingestellt, Menschen häufiger wiederzusehen.

    Die beiden anderen Male war ich in einer Klinik der Rentenversicherung, die zu 90% GKV- Patienten behandelt hat. Das vorrangige Ziel war der Erhalt, bzw. die Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit. Die Therapieansätze waren weniger fancy, mehr old school und erprobt, dafür aber ausnahmslos wirksam. Es gab ein gut durchdachtes Entlasskonzept und auch für mich als GKV- Patientin selbstverständlich ein Einzelzimmer (in der anderen Klinik hatten nur Privatpatienten das).

    Während in der ersten Klinik viele Selbstständige, Lehrkräfte, Ärzte behandelt wurden, war in der zweiten Klinik ein tatsächlicher Querschnitt der Gesellschaft zu finden sowohl im Hinblick auf die Beruf, als auch den sozioökonomischen Status. Das fand ich ebenso erfrischend und hilfreich, wie den Umstand, dass man die Arbeitsfähigkeit in den Fokus gerückt hat und nicht einfach nur die Gewinnmaximierung durch möglichst viele und lange PKV- Aufenthalte. (In Klinik 1 war es normal, wenigstens 3 Monate am Stück in Behandlung zu sein, PKV- Patienten gerne bis zu einem halben Jahr am Stück. In Klinik 2 hat man zunächst eine Bewilligung für 3 Wochen erhalten, die zwar beide Male bei mir problemlos verlängert wurde, dennoch war jedes Mal nach 7 Wochen zurück zuhause, um im Alltag weiterarbeiten und mich in diesen reintegrieren zu können, statt mich davon komplett abzukapseln. Ich habe das als deutlich hilfreicher empfunden, um eben zurück zu finden in einen gesünderen Berufsalltag/ Alltag.)

    Ohne Klinik 2 wäre ich heute nicht mehr arbeitsfähig. Insofern würde ich dir dazu raten, sehr offen dafür zu sein, nicht in eine Klinik zu gehen, die vorrangig oder ausschließlich Privatpatienten hat, gar auf Lehrkräfte spezialisiert ist, sondern aus der Blase auszubrechen und eher eine Klinik zu präferieren, die auch die Rentenversicherung nutzt. Das sind Kliniken, die dann zwar eher grundständige, klassische Konzepte verfolgen, aber eben solche, die sich bewährt haben und funktionieren, statt vor lauter fancy Kram, die eigentliche Kernarbeit zu vergessen, um die es geht. Nachdem mir in Klinik 2 einige Menschen begegnet sind, die selbst im medizinischen Bereich arbeiten und ähnliche Erfahrungen machen mussten, gehe ich davon aus, dass das zumindest nicht ausschließliche anekdotische Evidenz ist.

    Im kommenden Schuljahr steht mein hoffentlich letztes Behandlungsintervall an, das erste Behandlungsintervall, seit ich im Schuldienst bin. Ich werde auf jeden Fall beantragen erneut in Klinik 2 unterzukommen, damit ich erneut die Art effizienter Arbeit machen kann, die ich dorthin der Vergangenheit kennenlernen konnte und seitdem kontinuierlich weiter ausgebaut habe in meinem Alltag. Und um ehrlich zu sein freue ich mich schon jetzt darauf, dann beim Essen am Tisch oder in den Gruppen nicht quasi exklusiv Akademiker: innen sitzen zu haben, sondern Menschen, die aus Berufsgruppen kommen, mit denen ich weniger Berührungspunkte habe. Das hilft zumindest meiner Perspektive auch auf meine Probleme jedes Mal enorm, sowohl weil ich mir weniger verkopfte Herangehensweisen abschauen kann, als auch wieder zu schätzen lerne, was ich mir aber aufgrund meiner intellektuellen Fähigkeiten immer wieder selbst erarbeiten kannst meinem Weg zu mehr Heilung und das ganz ohne dabei beständig philosophische Gespräche über das spezielle Ernährungskonzept der Klinik führen zu sollen oder den basischen Wert von Kräutertee X im Vergleich zu Y, etc.

    Was auch immer du uns am Ende als glorreiche Lösung verkaufen möchtest DavKon1 ist dann hoffentlich etwas strukturierter und zielführender aufbereitet, als deine sogenannte Grafik oder auch deine sogenannten Erläuterungen.

    Von jemandem, der sich als selbstständiger Dozent einführt würde ich doch eine andere Aufbereitung erwarten bei einer Debatte, die dir aus nicht ganz nachvollziehbaren Gründen unter den Nägeln zu brennen scheint. Ebenso würde ich von jemandem, der angeblich an vielen Schulen bundesweit unterwegs war als Dozent erwarten, dass dieser zumindest ein grundständiger Verständnis dafür hat, wie bestimmte Verwaltungsabläufe funktionieren (die je nach Schulform bereits sehr unterschiedlich sein können, da manche Schularten eigenständige Behörden sind und andere nicht), welche Abhängigkeiten bestehen vom oftmals eher praxisfernen Landesrecht, welches man nicht einfach unterlaufen kann, ganz gleich, was man davon halten mag und schließlich, welche spezifischen Besonderheiten nicht nur verschiedene Schulträger mit sich bringen, sondern teilweise auch derselbe Schulträger in der Behandlung verschiedener Schulformen (je nachdem, welcher Schulform das besondere Interesse gilt, fällt die Förderung durch den Schulträger nämlich ebenfalls noch einmal verschieden aus, wie ich aus meiner Stadt weiß).

    Wäre meine Schule so ausgestattet und gebaut, wie meine SL sich das vorstellen würde, dann wären wir digitale Vorreiter in so ziemlich jedem schulisch relevanten und sinnvollen Bereich. Die Realität sieht so aus, dass wir zwar manches Pilotprojekt an Land ziehen konnten, welches es uns erlaubt hat unsere Ausstattung zu verbessern im Vergleich zu der, die der Schulträger für ausreichend erachtet für Realschulen, wir aber dennoch im Alltag beständig mit der Stadt um simple Details wie Reparaturen von HDMI- Anschlüssen oder ausreichend funktionierende Beamer feilschen müssen, so dass wir vieles, was möglich wäre, gar nicht erst umsetzen können. Zumindest für Bewegungsmaterial für die Pausen ist dank des Coronaaufholprogramms aktuell genügend Geld da, wie lange wir über diesen Topf aber tatsächlich noch verfügen werden können und ab wann wir wieder beständig beim Förderverein anklopfen müssen, wenn wir neue Bälle oder einen Billardtisch für den Pausenhof oder oder oder wollen bleibt abzuwarten. Sinnvoll finden es natürlich alle, dass SuS sich mehr bewegen, deshalb sind aber noch längst keine ausreichenden Gelder dafür da, genau wie in so vielen anderen Bereichen.

    Einen Ganztag gibt es bei uns nicht. Ich kenne das aber aus meiner Refschule so, dass auch Lehrkräfte gerade bei der Hausaufgabenbetreuung mit eingesetzt werden, so dass es keine komplette Trennung dieser Bereiche geben kann. Dies geschrieben, sehe ich nicht, wie eine Ganztagesbetreuung pädagogisch besser werden würde, nur weil man iPads nutzen dürfte. Meinem Verständnis nach sollte es darum gehen abgesehen von der Hausaufgabenbetreuung die SuS vor allem zu einem Mehr an Bewegung zu animieren, zur Beschäftigung mit der Natur (beispielsweise im Schulgarten oder durch Schultiere/ Bauernhof-AG), sowie zu einem Ausbau der Lesekompetenz und der Bildungssprachkompetenz durch entsprechende AGs oder Projekte. Das sind die Baustellen, die die SuS vorrangig haben und an denen man im Rahmen einer Ganztagesbetreuung bzw. eines AG- Angebotes arbeiten sollte, nicht irgendwelche Tablets häufiger einsetzen zu können.

    Ich finde aktuelles ständig irgendwelche Stifte zufällig in meinen Taschen wieder, die ich kurz davor noch minutenlang im Klassenraum gesucht habe, nur um davon auszugehen, dass dieser wohl in den Untiefen meiner Tasche verschollen sei und sich zuhause wiederfinde. Irgendwie lerne ich daraus bislang aber nicht ausreichend, um einfach mal direkt in die Taschen zu greifen. Ich möchte das gerne einfach auf Vorferienerschöpfung schieben..

    Arbeitstage gestern noch um einen reduziert, nur noch 4 bis zu den Ferien!
    Und die Möglichkeit am für mich letzten, aber eigentlich vorletzten Schultag mit meinem Sohn mitzugehen statt meinen Schülern ;)

    Du gehst mit deinem Sohn in die Schule? Zu welchem Anlass?

    Ich freue mich auf jeden Fall für dich, dass du deine Arbeitstage reduzieren konntest. Das tut generell gut, bei diesen meist sehr heißen Tagen aber ganz besonders.

    - Reip, Gayer: Schul- und Beamtenrecht

    - das gute alte GEW-Jahrbuch ;)

    Gibt es Reip/ Gayer denn für S-H? Ich kenne das nur für BW und habe auf die Schnelle online auch keine Fassung für S- H gefunden. Das GEW- Jahrbuch ist auf jeden Fall hilfreich, weil es z.B. die wichtigsten Kommentare zur Auslegung der Normen immer noch mit beinhaltet und laufend aktualisiert, wenn es neue, einschlägige Urteile gibt.

    CDL

    Sowas? https://shop.wolterskluwer-online.de/bildungswesen-…recht/08254864/
    180€/Monat leistet sich meine kleine Schule sicher nicht, aber ich frag mal nach. Danke für den Tipp!

    Klingt passend, ja. Und ja, die sind nicht ganz günstig, dafür aber eben aktuell, gut und hilfreich. Nicht jede Schule hat diese Kommentare abonniert (was genau genommen eine Schande ist, denn jede Schulleitung sollte den Anspruch haben schulrechtlich auf dem laufenden zu bleiben). Wenn Schulrechtlich in S-H ein Teil des Refs sein sollte, dann würde ich davon ausgehen, dass aber zumindest die Lehrerseminare diese Kommentarsammlung zur Verfügung haben. Wenn du eines in der Nähe haben solltest, könntest du dieses kontaktieren und um einen Nutzerausweis für deren Fachbuchbestand bitten inklusive der Schulrechtssammlung. Auch eine umfassende juristische Bibliothek sei es an einer Universität oder an einem Verwaltungsgericht könnte über diese Kommentarsammlung verfügen, so dass ein Nutzerausweis dir Zugang währen könnte. Last gut mit least, könntest du einen Schulrechtler fragen, ob diese: r vielleicht über ein PDF der aktuellen Fassung verfügt und dieses mit dir teilen würde. So bin ich an mein Exemplar gekommen, wobei ich ansonsten auch an anderen Stellen in meiner Stadt Zugang hätte zur Kommentarsammlung, nicht zuletzt, weil mir zumindest eine Schule bekannt ist, die diese abonniert hat und wo ich um Zugang bitten könnte.

    Danke CDL

    Momentan habe ich leider wieder mal das Gefühl überhaupt nicht mehr stressresistent zu sein seit dem Vorfall...

    Das ist- leider- völlig normal bei einer PTBS, dass der Heilungsweg einerseits nicht geradlinig verläuft und es andererseits infolge der inneren „Übererregung“ schneller ist durch weitere Stressoren (wie das Gutachtengespräch oder auch den Schuljahresendstress) schneller an den inneren Anschlag zu kommen, als vor der Traumatisierung. Das wird schrittweise besser werden dank der Behandlung, die du ja äußerst konsequent verfolgst, das kann ich dir zumindest versprechen. Aber du musst, so schwer das auch fällt, an dieser Stelle geduldig bleiben mit dir selbst und lernen, planbare Stressphasen wie das Schuljahresende besonders gut vorzuentlasten bzw. durch Ressourcenarbeit zu begleiten, sowie dich bei unerwarteten Triggern/ Stressoren besonders gut zu unterstützen mittels Therapie und weiterer, alltäglicher Ressourcenarbeit. Ich habe beispielsweise eine Zeitlang immer, ehe ich das Haus verlassen habe erst eine mentale Übung gemacht, die mir geholfen hat, bei der ich meine verletzten Anteile erst einmal an einen mentalen sicheren Ort gebracht habe, damit diese nicht weiter belastet, sondern geschützt werden. Wenn nicht schon geschehen, dann könntest du dir dazu etwas in der Therapie erarbeiten, was dir weiterhilft.

    Es wird wieder besser werden und Schritt für Schritt bringt deine Stabilisierungsarbeit mehr Früchte, so dass die Traumaschleifen weniger langwierig und weniger destabilisierend werden können, ehe sie hoffentlich komplett zur Ruhe kommen in dir. Kämpf weiter für dich, du schaffst das!

    Dann solltest du das dringend angehen.

    Sehr stressige Phasen gibt es in dem Job haufenweise und sie kommen immer wieder.

    Das macht der/ die TE doch bereits, wie er/ sie hier vergleichsweise offen schildert und teilt, was ich für äußerst mutig erachte und auch hilfreich für andere Lehrkräfte mit ähnlichen Belastungen.

    Wenn du nichts Konstruktives beizutragen hast, solltest du dich angesichts dessen, dass hier ein Kollege/ eine Kollegin, die im Dienst psychisch schwer verletzt wurde mit uns ihren Heilungsweg teilt, einfach zurückhalten und vielleicht erst einmal schlau machen, was es eigentlich bedeutet an einer PTBS zu leiden und wie der Heilungsweg aussieht. Druck von außen hilft dabei keineswegs, ebensowenig wie Allgemeinplätze darüber, dass es haufenweise stressige Phasen in dem Job gebe. ( Der/ die TE ist am Ende der Probezeit, ergo rund 5 Jahre im Dienst mutmaßlich und weiß das insofern bereits.)

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