Beiträge von CDL

    Ich sehe hier konkret ganz wesentliche Probleme. Nämlich:

    (…) Der Unterricht ist daher völlig beliebig und pendelt zwischen Mandalas, Hangman und Grammatikübungen.

    (…) Was soll man dazu sagen? Ich finde es nicht erstrebenswert, in den Klassen zu arbeiten.

    Ja, das was du als ungebildete Lehrkraft deinen SuS zumutest liest sich für mich auch problematisch, denn du bist es ja, der diese lieber mit Mandalas und Hangman zumüllt, statt vernünftigen Unterricht für diese Zielgruppe zu planen. Diese Form von ABM gab es bei einer früheren Tätigkeit die ich als Dozentin beim Jugendwerk hatte ebenfalls als verbreitete Unsitte bei der Mehrheit meiner KuK. Unsere SuS waren, wie deine SuS jetzt, nicht freiwillig bei uns, es gab keinen verbindlichen Lehrplan, dem wir folgen mussten und nach Aussage zahlreicher meiner KuK, hatten die SuS wahlweise keinen Bock oder keine ausreichende Perspektive oder oder oder.

    Deine Argumente sind gänzlich nicht neu für mich und empfinde ich als Dreistigkeit angesichts der Besoldung, die du für den Scheiß kassierst, statt deinen Job vernünftig zu machen. Es gibt genügend Curricula online für solche Spracherwerbsgruppen, ohne das Rad komplett neu erfinden zu wollen. Wobei die fehlenden Vorgaben letztlich eine Riesenchance sind, um eben den Spracherwerb exemplarisch anhand von Themen zu gestalten, die sowohl dich, als auch deine SuS interessieren. Entwirf einfach mal einen Fragebogen, um zu erheben, was deine SuS lernen wollen, wofür sie sich interessieren in ihrer Freizeit, pack einen QR- Link drauf zum Google- Übersetzer mit dem Hinweis, dass sie sich die Fragebogenseite übersetzen lassen und dann bearbeiten sollen. Ich lasse so SuS ohne ausreichende Deutschkenntnisse im Zweifelsfall komplette Buchseiten übersetzen an denen sie arbeiten. Die eigene Antwort muss dann mittels Übersetzer auf Deutsch übertragen werden, damit geantwortet werden kann. Dann werte den Fragebogen aus und plan deinen Unterricht rund um die Themen, die deine SuS interessieren. Kunst, Musik, Sport kannst du selbst mit einplanen, wenn es das in eurem Plan bislang nicht gibt. Ich habe beim Jugendwerk auf Wunsch meiner SuS meinen Deutschunterricht rund um eine Lektüre aufgebaut, die mehrheitlich gelesen werden wollte. Nachmittags bin ich dann 2x pro Woche mit der gesamten Gruppe für 2h in den nächsten Park gelaufen, wo sie dann im Freien Szenen eingeübt und vorgespielt haben. Das kam bei denen wirklich gut an, weil es eine willkommene Abwechslung war. Keinen strengen Lehrplan zu haben ist wirklich eine Chance, keine Strafe- vorausgesetzt du nutzt diese Freiheit konstruktiv. Wenn ihr eine eigene Sporthalle an der Schule habt, dann kannst du auch darum bitten, dass diese einmal pro Woche für mindestens eine Stunde für deine SuS reserviert wird. Unsere Willlkommensklassen haben so mindestens zwei Stunden Sport pro Woche, zusätzlich zu den Bewegungsangeboten auf dem Pausenhof.

    So, wie es bislang in deinem Unterricht zuzugehen scheint, ist dieser für deine SuS wohl auch nicht erstrebenswert. Du hast es in der Hand das zu ändern, also hör auf mit dem ständigen Mimimi und mach endlich den Job, für den du aktuell bezahlt wirst richtig.

    Deine SL soll nachhaken beim RP, wie es um die Verkürzung steht angesichts deiner sehr guten ersten Probezeitbeurteilung, sowie im selben Zug die zweite Beurteilung als abschließende Beurteilung einreichen mit dem Hinweis, dass sie davon ausgehe, dass deine Probezeit damit erfolgreich beendet sei, aber um entsprechende Bestätigung bitte.

    Manchmal brauchen die im RP so einen deutlichen Anschubser bei Verkürzungen, damit diese nicht untergehen. Ein paar Tage nach dem Einsenden der Unterlagen am besten dann noch einmal bei dem oder der zuständigen Sachbearbeiter: in im RP kurz telefonisch nachfassen, ob alle Unterlagen vollständig vorlägen und wann man mit der Bestätigung über das Ende deiner Probezeit rechnen können. Mein Vater hat als SL ein paar Mal solche Situationen gehabt, die dann nach dem telefonischen Nachfassen meist binnen zwei Tagen geregelt waren.

    Ich weiß, es gibt mittlerweise an jeder Schule die traditionelle "Kurze-Hosen-T-Shirt-Fraktion" und die "Hemd"-Fraktion.

    Ist von euch jemand an Schulen, in denen alle schick rumlaufen?

    Ist ein Lehrer mit Krawatte heute eigentlich noch ernst zu nehmen?

    Hat jemand von euch schonmal als Nicht-SL eine Krawatte getragen und wie waren die Reaktionen?

    Ist dir fad oder warum fragst du das? Falls du selbst gerne Krawatte tragen wollen würdest, dann mach das halt. Ist doch egal, was andere dann tragen oder auch nicht tragen. Wer dich mit Krawatte nicht ernst nimmt, hat dich auch vorher schon nicht für voll genommen.

    Also welche Konferenzen sollen das denn sein? Fachkonferenzen?

    Fachkonferenzen, pädagogische Konferenzen (gibt es mindestens einmal pro Halbjahr pro Klasse- das sind dann zwei Nachmittage pro Halbjahr à zwei Stunden bei uns mit den ganzen pädagogischen Konferenzen, in die man sich nacheinander digital einwählen, um das möglichst fix hinter sich zu bringen in allen Klassen- plus bei konkreten Anlässen), sowie DB (rein nominell und auch rechtlich keine Konferenzen, ich weiß).

    Das Anliegen, für das du dir Erfahrungsbericht, Tipps und Zuspruch erhoffst ist welches genau und bezieht sich auf welches Bundesland? Die von dir erhoffte dauerhafte Versetzung an deine aktuelle Abordnungsschule? Falls ja, wünsche ich dir gerne, dass dein Wunsch sich erfüllen möge mit der dauerhaften Stelle dort. Such auf jeden Fall auch das Gespräch mit der SL, um dein Interesse an einer dauerhaften Abordnung zu signalisieren, damit diese sich für dich stark machen kann, sollte es diese Option geben.

    Oder geht es um deinen Kinderwunsch gekoppelt an die Frage nach einem Rückkehranspruch an die Schule, an der du vor einer Elternzeit tätig gewesen wärst? Je nach Bundesland könnte die Antwort auf den Rückkehranspruch unterschiedlich ausfallen möglicherweise. Ausgehend von dem, was mir bekannt ist und ich hier auch im Forum häufig gelesen habe, gibt es einen solchen generellen Rückkehranspruch an die alte Schule aber wohl nicht, nein. Du könntest dich aber natürlich während der Elternzeit selbst in Teilzeit vertreten. Damit wärst du nicht komplett weg für 1-x Jahre, so dass deine Schule dich auch nicht vollständig und langfristig ausplanen müsste, sprich Ersatz benötigen würde im vollen Umfang. Mir ist aus meinem Kollegium nur ein Fall bekannt, wo eine Kollegin, die als Teilzeit in Elternzeit zurückgekehrt ist, dafür erst zu uns versetzt worden ist, was möglicherweise mit der Dauer der Elternzeit zu tun hat, dass ihre Schule bei ihrer Rückkehr keine Stelle mehr offen hatte.

    Im Sinne der Selbstfürsorge würde ich dir empfehlen einfach beide Wunschziele parallel anzugehen, also sowohl dafür zu kämpfen, an deiner Wunschschule bleiben zu können, als auch, wenn sich das für dich und deine:n Partner:in richtig anfühlt, an der Umsetzung des Kinderwunsches zu arbeiten. Weder weißt du, wann es mit einer Schwangerschaft für dich oder deine:n Partner:in klappt, noch wer am Ende tatsächlich wie lange in Elternzeit gehen (können) wird oder ob es mit der Wunschschule klappt. Das sind viele Unwägbarkeiten, die du nicht sämtlich selbst in der Hand hast, du kannst nur versuchen einen möglichst guten Rahmen für dich und deine Familie zu schaffen.

    Falls der Kinderwunsch noch nicht zu laut ist, dann wäre es allerdings (gerade im Sinne der Selbstfürsorge) sicherlich kein Schaden, diesen zumindest erst gegen Ende der Probezeit in die Realisierungsphase zu schicken, damit du an den Teil einfach einen Haken machen kannst, ehe sich Elternzeit- sowie ggf. Mutterschutzfragen stellen.

    Wie schon einmal erwähnt finden bei uns an der Schule sämtliche Konferenzen außer Notenkonferenzen und GLK auf Beschluss der GLK (und auf Antrag des Kollegiums hin) auch weiterhin digital statt, eh sei denn, das Thema erfordert aus Sicht des SL- Teams Präsenz (z.B. nach einer digitalen Gewaltdrohung gegen Lehrkräfte der Schule gab es natürlich erst einmal eine DB in Präsenz, aber auch weitere Informationen später digital). Es gilt dabei, dass wer digital teilnimmt eine Kamera einschalten muss, damit wir Gesichter sehen und nicht nur mit schwarzen Kacheln sprechen. Wer das nicht möchte kann immer auch in Präsenz teilnehmen und der Rest des Kollegiums wird in die Schule zugeschaltet.

    Meine SL war auch nicht unbedingt Feuer und Flamme ob des Kollegiumsantrags, musste den aber genauso akzeptieren, wie das Ergebnis. Komplett das Rad zurückzudrehen zu wollen nach Corona wäre aber auch für meine SL absurd gewesen, dafür sind bestimmte Dinge zu entlastend, die sich seitdem etablieren konnten, wie eben die Möglichkeit digital zu konferieren.

    Wo bekommt man eigentlich A13 Z und wo nur A13 als Studienrat?

    Zum Beispiel in Bw: A13 gibt es für uns und der SEK.I, A13 plus Zulage, sprich A13Z gibt es für die Gymnasiallehrkräfte ohne Beförderungsämter.

    Wieviel Unterschied macht denn das Z hinter der 13?

    Müsste ich nachschauen, um es ganz genau zu sagen, lässt sich auch online ganz einfach nachschauen. Ich meine, das sind am Ende in der Eingangsbesoldung nur um die 150€, das nimmt sich also nicht so besonders viel. Der Unterschied in der Besoldung zwischen BW und z.B. RLP ist bedeutend höher.

    Das stimmt, der "Chef" sagt, das ist nicht praktikabel. 3 Kollegen von 20 mucken auf und der Rest ist desinteressiert. Also keine Abstimmung, sondern Diktat vom Abteilungsleiter

    Ergo drei, die dafür stimmen und das auch entsprechend vertreten werden in der GLK, 17, denen es nicht so wichtig ist, die aber ihren KuK sicherlich nicht in den Rücken fallen würden, sprich sich im Zweifelsfall enthalten plus die vielen KuK aus anderen Abteilungen die dann ebenfalls mit abstimmen werden und das Thema vielleicht selbst schon auf der Agenda haben. Bringt das Thema in die GLK ein, das kann euer SL nicht verhindern und erzwingt damit Debatte und Abstimmung. Lest euch vorher ein in eurer Konferenzrecht um ggf. gewappnet zu sein gegen Hinhaltetaktiken eurer SL, um eine Abstimmung zu verhindern. Wer seine Rechte kennt, kann manches bewirken bei solchen GLK auch gegen den Willen der SL oder auch Abteilungsleiter.

    Im Podcast erzählt sie ja, dass sie einen Anwalt hat, der sie sehr gerne vertreten würde, aber sie will nicht vor Gericht ziehen. Sie sieht es nicht ein und hat auch keine Kraft. Sie WILL sich gar nicht rechtfertigen müssen.

    Das finde ich angesichts dessen, dass sie den Podcast umgekehrt offenbar umfassend als Plattform nutzt zur Darstellung ihrer Seite (was ja auch eine Form der Rechtfertigung ist) etwas inkonsequent.

    Mache das daran fest, dass ich mit allen betroffenen Kollegen gesprochen habe. Die meisten haben die Sorge, dass ein Einspruch gegen zu viele Einsätze von der Schulleitung negativ aufgenommen werden könnte, besonders bezüglich künftiger Beförderungen.

    Außerdem sind halt die meisten Kollegen nur morgens in der er Schule und von zusätzlichen Anreisen nicht betroffen.

    Das klingt, als hättest du das Anliegen einen Beschluss zu fassen nie in die GLK eingebracht. Vielleicht solltest du genau das, unterstützt durch den PR einfach machen, um Nägel mit Köpfen zu machen. Das stößt die Debatte an und wen das gar nicht betrifft und sich trotz der Debatte nicht einfühlen kann in die Belastung für KuK, der enthält sich im Regelfall bei so einer Abstimmung, stimmt aber nicht dagegen.

    die Schokolade, egal von welcher vornehmen oder hipsterigen Marke - handgeschöpft oder mit Rosenblüten, kommt eh fast immer nur von Großherstellern, wie Valrhona.

    Das war mir gar nicht bewusst. Ich dachte, zumindest die Schokolade wird komplett selbst hergestellt bei großen Herstellern, nicht nur vorgefertigten Schokolade weiterverarbeitet.

    Das macht die Schokoladenmanufaktur bei uns in der Gegend direkt noch außergewöhnlicher und erklärt deren Preise (wobei der Geschmack diesen in jedem Fall rechtfertigt).

    Am allgemeinbildenden Gym (anekdotische Evidenz) schaffen es Kekse, Kuchenstücke und abgelaufener Schoko selten einen halben Tag.
    Die gute Bio-Äpfelkiste des Kollegen einmal im Jahr bleibt allerdings ein paar Tage stehen, bevor sie leer ist :D

    Ehrlich, du würdest dich sooooooo wohl fühlen bei uns, willst du nicht kommen? Wir bieten zusätzlich zu all diesen Wohlfühlargumenten auch noch mehr Feiertage, höhere Besoldung bei gleicher Stufe und die Landschaft erst... :pirat:

    Was bringt dich zu der Annahme, die Süßigkeiten im Lehrerzimmer wären alt?

    Zumindest zu Schuljahresende wandern bei uns am letzten Schultag teilweise erstaunlich olle Kamellen und Co. aus den Vorräten diverser KuK in den Gemeinschaftsbereich zum Verzehr. An diese dachte ich bei meiner Antwort. Älter werden diese dann aber tatsächlich nicht mehr, da zuverlässig auch noch die ollste Schoki im Laufe des Vormittags verzehrt wird. (Der große Obstkorb mit frisch geerntetem, diversen Obst und Nüssen aus dem Garten, den ich im Herbst ab und an hinstelle wird erheblich langsamer geleert.)

    Und deswegen leben wir alle noch!

    Weil wir in der Schule geschenkten Süßkram nicht selbst futtern, sondern ans Kollegium weiterreichen, wo irgendein sprichwörtlicher Pferdemagen auch noch die ältesten Schokoriegel und härtesten Kekse garantiert getreulich und unversehrt wegfuttert, auf das wir keinen Schaden nehmen mögen? Ich bin dieses Pferd leider magentechnisch nicht. Mich halten im Zweifelsfall die Bananen meines Tischgegenübers am Leben, der im Gegenzug, wenn ich etwas backe immer mit einem persönlichen (frischen) Stück bedacht wird.

    Nö, mit 32 bist du keinesfalls zu alt und mit Mathe/ Physik in den meisten Schularten heiß begehrt am Ende. Also nur zu und viel Erfolg.

    Tu dir den Gefallen und mach vorab ein Praktikum in den Schularten, die für dich in Frage kommen könnten, um gerade auch die andere Seite kennenzulernen, sprich die Lehrerrolle, aber auch zu prüfen, ob die von dir präferierte Schulart tatsächlich passen könnte. Mit deinem Hintergrund wären sicherlich auch die BBSen eine Option (Elektrotechnik gehört dort in vielen Bundesländern zu den absoluten Mangelfächern aktuell, falls das Studium ebenfalls eine Option wäre für dich).

    mehr Feiertage, mehr Ferien, eine niedrigere Wochenarbeitszeit, höhere Löhne für dieselbe Stufe UND die schönere Landschaft...
    :heul::heul::heul:

    :troest:

    Wenn ich dir glaubhaft versichere, an dieser Stelle nur ganz leise und kurz gekichert zu haben, kommst du dann zu uns? :klatsch:

    NRW hat dafür tolle Rheinstrände und Rheinauen zum Steine sammeln, spazieren gehen, Kraft tanken, die Nähe zu Frankreich und Luxemburg und den Niederlanden und Belgien, Beförderungsämter in de SEK.I auch jenseits von SL/ stellvertretender SL und meine Schwester mit Familie (die ich allerdings dummerweise ungern teilen wollen würde, also nur ein persönlicher Bonuspunkt).

    Puh, würde natürlich 5 Jahre dauern und bekäme man denn überhaupt so easy einen Platz für ein Zweitstudium?

    Da muss ich sagen wäre mir der Quereinstieg natürlich lieber. Aber ich mein, nach der Logik dürfte es doch quasi garkeine Quereinsteiger im GS Lehramt geben, oder?

    Na ja, du könntest dir Scheine anrechnen lassen für Bio (Sachunterricht) und Päd, ggf. Praktika (je nach angestrebter Schulform) und wärst somit zumindest im Vollzeitstudium sicherlich deutlich schneller als in 5 Jahren fertig.

    Der schnelle Weg über den Seiteneinstieg wäre es wohl entweder in die SEK.I zu gehen und zu hoffen, dass es dort für Sport reicht oder an die BBS mit einer medizinischen Fachrichtung als Grundlage. Alternative: Fächer ableiten lassen, die abgeleitet werden können für die SEK.I (z.B. Bio, Chemie) und einmal dort, einarbeiten in Sport über Fortbildungen (bei Sportlehrermangel unproblematisch), um das Fach fachfremd zu unterrichten.

    Hier in BW wird für ein Ref mit Sport ja ein Vereinspraktikum vorausgesetzt. Vielleicht solltest du damit starten, um das mit der Vermittlung von Sport in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen zumindest einmal angetestet zu haben, ehe du dich für ein Fach bewirbst, welches du womöglich in der Vermittlung weniger fesselnd findest, als bislang von dir vermutet.

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