1. Fällt mir auch schwer, wird aber nach und nach besser (bin inkl. Ref im 4.Dienstjahr). Das ist meines Erachtens (2.) auch dringend erforderlich, um eine gesunde Work-Life-Balance zu haben. Wenn ich frei habe muss ich Schule und unerledigte Aufgaben auf dem Schreibtisch auch einfach mal ausklammern können, um eben wirklich frei haben zu können. Ich setze mir insofern inzwischen zeitliche Grenzen, wann ich nicht mehr korrigiere/vorbereiten, was an Konferenztagen an Vorbereitung reichen muss oder auch, wann ich am WE nichts für die Schule mache oder in den Ferien. Das klappt immer besser und hilft mir umgekehrt, meine Planung effizienter gestalten zu lernen. Ich empfinde das als äußerst wichtige Entlastung. Es lohnt sich also, daran zu arbeiten, ist aber auch möglich und in Ordnung, das erst nach dem Studium zu lernen.
3.Den Aspekt der Besoldung wird dir jede_r hier etwas anders beantworten. Manche empfinden diese als Frechheit und viel zu gering selbst bei A13z und den Beförderungsstellen an Schulen mit Sek. II-Angebot, andere würden sich zumindest eine Angleichung von Primarbereich und Sek. I an A13 wünschen oder als Angestellte, dass der Dienstherr den Arbeitgeberanteil zur KV trägt, usw.
Ich empfinde die Arbeitsbelastung als phasenweise sehr hoch, aber eben nicht durchgehend, merke auch da, wie es leichter wird mit mehr Erfahrung und weiß, dass ich vor dem Ref in meinem ersten Berufsleben genau so hart gearbeitet habe für mein Geld, aber dennoch lediglich knapp über dem Existenzminimum zur Verfügung hatte, während ich jetzt auch in Teilzeit finanziell gut dastehe und einen anderen Lebensstil pflegen kann. Ich weiß auch, dass ich mir weniger Sorgen machen muss wegen Altersarmut als früher (wer das kommentieren möchte bedenke bitte, dass ich erst Ende 30 in den Schuldienst gegangen bin, gesundheitlich bedingt in TZ tätig bin und über A13 nicht hinauskomme, ergo erhebliche Lücken bei den Dienstzeit für die Pensionsberechnung haben werde-was ich mal zu erwarten habe weiß ich sehr genau und auch, welche Lücke ich insofern in den nächsten Jahren noch zusätzlich absichern muss) . Mich motiviert das, um mich durchzubeißen und einen gesunden Weg zu finden im Beruf.