Beiträge von CDL

    Super, dass du dich mit denen in Verbindung gesetzt hast und traurig, dass sie das nicht wissen. Ich frag morgen mal in der Familie nach, ob das jemand gesichert weiß, falls Kris bis dahin nicht schon Erhellung bringen konnte.

    Ich finde es toll, dass du so eine klare und bewusste Entscheidung für dich getroffen hast und natürlich ist es großartig, wenn die GS Verstärkung erhalten, die nicht nur im Rahmen der Sondermaßnahme darauf schielt in einigen Jahren dann an ein Gymnasium wechseln zu können. :top: Kleiner Trost zur Finanzlage: Mit A12 erhält man in BW zumindest mehr (brutto wie netto), als in RLP oder auch Hessen mit A13. BW gehört an dieser Stelle zumindest zu den Bundesländern, die besonders hohe Bezüge im Schuldienst zahlen.

    Wenn islamische Religionslehre bislang nur am Seminar Heilbronn angeboten wird, wirst du dort auch zugewiesen werden. Du musst in dem Fach ja ausgebildet werden bei lediglich zwei Studienfächern, andere Anwärter können auch an anderen Seminarstandorten ausgebildet werden. Ich mutmaße zwar, würde aber getrost davon ausgehen, dass es bis Februar auch keine weiteren Seminarstandorte geben wird, die das Fach anbieten. Die Anzahl der Absolventen aller Schularten in Islamischer Religionslehre ist einfach viel zu gering, um mehr als einen Seminarstandort pro Schulart damit ernsthaft "füllen" bzw. sinnvoll betreiben zu können. Das gibt es bei allen kleineren Ausbildungsfächern, dass nur wenige Seminar dieses anbieten (Ethik ist auch so ein Beispiel) und Anwärter:innen mit diesen Fächern eben vorrangig den entsprechenden Seminarstandorten zugewiesen werden. Heilbronn ist meines Wissens auch nicht so besonders überlaufen, obwohl sowohl das Gymnasialseminar, als auch das GS-Seminar einen hervorragenden Ruf haben und sehr engagiert sein sollen für ihre Anwärter:innen. Falls du Unterstützung bei der Wohnungssuche vor Ort benötigen sollte melde dich gerne per PN, da kann ich Kontakte vermitteln oder im Zweifelsfall auch eine Couch als Zwischenstation. Eine Bekannte von mir (Sek.I) unterrichtet in Heilbronn u.a. Islamische Religionslehre. Bei Interesse könnte ich diesen Kontakt vermitteln, damit du eine Station hast zum "Andocken" und "Ankommen".:)

    Wenn du dich in die Themen einarbeitest die ich dir genannt habe hast du schon einiges nachgeholt, was deine Mitanwärter:innen bereits im Studium gelernt haben (die passende Literatur hat die von dir aus nächstgelegene PH-Bibliothek sicherlich zur Ausleihe und Auswahl). Darüber hinaus könntest du dich an das Seminar Heilbronn wenden mit dem Hinweis, dass du dich (Fächer nennen) als Prio 1 dort fürs Ref beworben hättest und der Bitte um Literaturhinweise zur sinnvollen Einarbeitung für dich als Absolventin des Lehramts für Gymnasien. Die haben nicht nur ein Interesse daran dich zu unterstützen, sondern wissen auch, welche Lücken es üblicherweise zu stopfen gilt, wo besondere Stolpersteine liegen etc. Darüber hinaus können sie dich ggf. in Kontakt bringen mit früheren Anwärter:innen, die denselben Weg gegangen sind wie du und dir insofern von ihren konkreten Erfahrungen berichten können.

    Kris24 war meine ich letztes Jahr auch in den Lernbrücken aktiv und kann das insofern sicherlich beantworten. Sonst: Gewerkschaft anfragen, die wissen das genau und können dir ggf. sagen, was du deinem Finanzamt gegenüber angeben musst, um das durchzusetzen (ich hatte auch gelesen, dass das als reine Aufwandsentschädigung steuerfrei wäre, war aber letztes Jahr nicht in den Lernbrücken und kenne insofern die steuerliche Praxis nicht genau).

    Zauberwald hat immer wieder GS- Anwärter:innen (ebenfalls BW) als Mentorin und sicherlich viele gute Hinweise, wenn sie aus dem Urlaub zurück ist Ende August.

    Ich gehe davon aus, dass du deine Entscheidung abgesichert hast durch ein Praktikum an einer GS, so entschlossen, wie du bist. Vermutlich wäre es sinnvoll die Zeit bis zum Ref zu nutzen, um dich in GS-Didaktik deiner Fächer einzulesen oder auch zu Anfangsunterricht, DaZ, Differenzierung in der GS und natürlich GS-Pädagogik. Vieles wird zwar im Ref noch einmal wiederholt, baut aber bei den anderen Anwärtern auf auf das Vorwissen aus dem Studium, welches dir in diesen Bereichen bezogen auf GS fehlen dürfte (und auch nicht einfach übertragen werden kann, auch wenn es toll ist, was du fachwissenschaftlich wirst einbringen können), insofern ist das eine sinnvolle Vorentlastung.

    Du gehst bei Englisch von der Grundschule aus Lindbergh, die TE ist aber in der Sek.I, wo es deutlich leichter ist in der Fremdsprache zu differenzieren, weil es eben mehr freie Sprechanteile gibt. Da kann z.B. ein selbst zu erstellender Dialog der vorgespielt werden soll in unterschiedlichem Umfang vorenlastet sein, es Tippkarten mit Formulierungshilfen geben oder auch von vornherein unterschiedlich anspruchsvolle Aufgabenstellungen zum selben Themenbereich. Gerade in der GS wird aber doch sehr viel auch mit Stationen lernen gearbeitet, was ja perfekt dazu geeignet ist zu differenzieren, weil man Zusatzstationen einrichten kann für SuS mit X Fehlern bei Station Y oder besonders schnelle SuS oder diejenigen, die ein Thema vertieft bearbeiten möchten (und vielleicht muss jede_r sich eine solche Vertiefunsaufgabe aus mehreren aussuchen zu Bearbeitung) ...

    Geht es wirklich um Hausunterricht zusätzlich zu deinem bestehenden Deputat? Oder eine Fernunterrichtsversorgung eines einzelnen Schülers der Klasse, der längerfristig nicht am Präsenzunterricht teilnimmt? Vor allem in ersterem Fall würde ich dir dringend nahelegen dich über die rechtlichen Aspekte mit deiner Gewerkschaft/deinem PR auszutauschen und von diesen beraten zu lassen. In letzterem Fall wäre das ja etwas, was im letzten Schuljahr viele von uns hatten. Hier in BW konnten SuS das gesamte Schuljahr über aus gesundheitlichen Gründen vom Präsenzunterricht befreit werden. Ich hatte so insgesamt drei verschiedene SuS, die teilweise nur einige Wochen, teilweise fast das komplette Schuljahr über nicht am Präsenzunterricht teilnehmen konnten und von mir zusätzlich zur Gesamtklasse versorgt werden mussten. Teilweise habe ich Unterricht aus dem Klassenraum gestreamt, teilweise Aufgabenblätter online den SuS verfügbar gemacht über das Lernportal mit Datum, wann was zurückgeschickt werden musste. In bestimmten Abständen (meist alle 2 Wochen) haben diese SuS dann mit mir einen Einzeltermin als Videokonferenz gehabt, wo wir offene Fragen besprochen haben, ich Rückmeldung gegeben habe, wir erforderliche Debatten führen konnten etc. Das war als Einzelunterricht intensiv genug, so dass etwa 30min alle 2 Wochen völlig ausreichend waren. Zeitlich habe ich mir diese Zusatzkonferenzen dann natürlich so gelegt, dass sie für mich passen, um es den SuS zu erleichtern aber ein festes Zeitfenster alle zwei Wochen dafür vorgegeben, damit das den SuS etwas Struktur gibt.

    Würde mir die Energie da auch sparen.

    ABER das durchaus thematisieren. Gerade am BK, wo die Berufswelt nah ist, so geht man nicht mit Terminen um. Immer absagen, man sieht sich immer zweimal im Leben.
    Wenn ein Schüler heute nicht erschienen wäre und ich ihn morgen im Unterricht hätte, würde ich da deutliche Worte finden und auch die möglichen Konsequenzen aufzeigen.

    Immer zeigen, wie das wirkt, wenn er sich im kommenden Jahr noch einmal melden würde für eine Nachprüfung oder so.

    Meine erstellte Prüfung kann ich ja durchaus wieder verwerten.

    Genau so, danke Kiggie.:top: (Thematisieren muss man das natürlich immer.)

    Ich habe Latein in der 6. Klasse gewählt, Unterricht von 7.-11. Klasse.
    Glaubst du in der 6. Klasse überblickt man die Zusammenhänge zwischen den Fächern? Also ich bestimmt nicht.

    Habe Latein gewählt, weil der Unterricht auf Deutsch war und ich dachte so eine Chance zu haben. (Hat auch fürs Latinum gereicht, welches ich nie wieder brauchte, um das ich aber von den Romanisten beneidet wurde).

    Deshalb kann man das große Latinum oder auch nur Latinum ja auch zu Studienbeginn noch nachholen, wenn noch nicht vorhanden. Wer aber ein Fach studieren möchte, bei dem der Bedarf ein (großes) Latinum zu haben schon evidenter sein könnte im Hinblick auf ein eigenständiges Quellenverständnis und dann auch noch über einen wissenschaftlicheren Berufsweg in diesem Fachbereich nachdenkt, aber dennoch diese recht einfach zu erfüllende Grundvoraussetzung nicht leisten möchte (6 Wochen Crashkurs vor Studienbeginn oder 2-Semester-Kurs, mehr braucht es nicht) darf die eigene Studien- und Berufswahl durchaus noch einmal überdenken.

    Das Durchfallen war wohl deren eigene Entscheidung. Wenn ich bedenke, wie viel Zeit manche Kollegen für die Prüfungen verschwendet haben (Vorbereitung, stundenlanges Warten, nur um einen Kandidaten nach dem anderen als "nicht erschurnen" abzuhaken), finde ich unentschuldigtes Nichterscheinen unfassbar dreist.

    Das verstehe ich vollkommen und ist möglicherweise an der BBS in den beruflichen Zweigen auch üblich/angemessen hier deutlich zu machen, dass man sich so nicht aufführt und Termine einzuhalten oder abzusagen sind. Aus meiner Sek.I-Perspektive wäre das ärgerlich, würde ich aber sagen, dass am Ende vor allem die SuS selbst den Preis zahlen durch ihr Nichtbestehen und damit gestraft genug sind und der Rest halt Teil meines Jobs ist, für den ich bezahlt werde. Mein persönlicher Ärger ist dabei dann eben unter Umständen mein Privatvergnügen, weil es pädagogisch- je nach Situation- meines Erachtens völlig unangemessen sein kann auch noch zusätzliche Strafen zu verhängen.

    Hallo liebe Forumsgemeinschaft,

    ich habe eine - wahrscheinlich eher ungewöhnliche - Frage, zu der ich bisher noch nichts im Forum finden konnte.

    Kann ich als Lehrkraft bei der Auswertung der Schulstatistiken mitarbeiten? (Ich meine nicht die Übermittlung der Daten der eigenen Schule, sondern die zentrale Auswertung der Daten.)

    Welche Aufgabenbreiche könnte ich dort übernehmen? Wie kann ich mich auf so eine Tätigkeit bewerben?

    Bundeslandangabe wäre wie so häufig äußerst hilfreich, um ggf. konkretere Hilfestellung geben zu können.:essen: Hier in BW läuft das über das "Statistische(s) Landesamt", die schreiben auch Stellen aus z.B. für Mathematiker, Informatiker, Diplom-Verwaltungswirte, Menschen mit BA in Allgemeiner Finanzverwaltung, Finanzwirte und bieten auch Ausbildungen an. Initiativbewerbungen werden nicht entgegen genommen aktuell, aber wenn etwas passendes für dein Profil dabei wäre würde man sich über deine Bewerbung freuen ( https://www.statistik-bw.de/UeberUns/BerufAusbild/ ). Allerdings arbeitest du dann NICHT nur an der Auswertung der Schulstatistik mit, sondern natürlich insgesamt beim Statistischen Landesamt. Auch eine Mitwirkung an passender Stelle im RP oder KM könnte passen, denn wenn es um die Interpretation der Daten geht (auch das ein teil einer Auswertung, je nachdem, was dich reizen würde), landet man eher früher, als später im KM. RPs und KM schreiben ebenfalls Stellen aus, auf die man sich bei passendem Profil bewerben kann. Man sollte auch in dem Fall davon ausgehen viele weitere Dinge bearbeiten zu dürfen, als lediglich Schulstatistiken.

    Bolzbold oder Sissymaus : Habt ihr angesichts eurer Tätigkeit in der jeweiligen Bezirksregierung Einblick, ob es für NRW Stellen bei den Bezirksregierungen dafür geben würde oder nur direkt beim KM?

    Natürlich gibt es keine A/B/C- Aufgaben, die dann namentlich zugewiesen werden würden je nach Lernniveau. Differenzierung bedeutet auch, dass man die SuS nicht fächerübergreifend über einen Kamm schert. Im einen Fach kann ein Kind schon mit den einfachen Aufgaben an Grenzen stoßen, im anderen Fach damit aber vollkommen unterfordert sein. Ich arbeite z.B. mit Aufgaben mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden und/oder Zusatzaufgaben für schnelle Gruppen.

    Beispiel GK:

    Klasse 7, Erziehungsstile: Alle SuS erhalten einen Text zu einem Erziehungsstil (jeweils derselbe Erziehungsstil in der Tischreihe), sollen den Text durchlesen, dann zuordnen welches Bild aus einer Bildreihe zu diesem Erziehungsstil passt und warum. Neben dem Bild notieren sie auf dem AB den Namen des dazu gehörigen Erziehungsstils und die zentralen Merkmale (also ihr "warum"). Schnelle Gruppen/SuS holen sich vorne einen Text zu einem weiteren Erziehungsstil und bearbeiten diesen. Am Ende muss jede Gruppe/jeder SoS mindestens einen Text bearbeitet haben und vorstellen können im Plenum, wo wir sammeln und das AB gemeinsam vervollständigen. Habe ich so u.a. bereits in einer Klasse mit SuS auf HS-/RS-/Gym-Niveau, sowie SuS mit Förderbedarf Lernen oder Verhalten oder Geistige Entwicklung durchgeführt. Alle konnten das bearbeiten (SuS mit GE hatten eine erleichterte Version des Arbeitsblatts mit mehr Hilfestellungen, die vorne bereit lag, falls andere SuS diese ebenfalls hätten nutzen wollen, in jeder Tischreihe saß ein "Joker", den man um Hilfe bitten konnte. Das sah aber bis auf die Hilfestellungen genau so aus, wie beim Rest der Klasse, was wichtig war. Wichtiger war aber, dass die Kinder am selben Thema gearbeitet haben und damit auch bei der Besprechung etwas beitragen konnten, das hat dem Selbstwertgefühl gut getan). Im Folgenden gab es bei dem Thema in der Gesamtklasse ein Rollenspiel zum Thema Erziehungsstile wo alle Niveaustufen gemischt waren (voreingeteilte Gruppen von mir, damit es funktioniert, vorgefertigte Rollenkarten die je nach Rollenspieler:in sehr anspruchsvoll waren oder auch serh viele Erleichterungen enthielten, Tippkarten zu allen Rollen. Gruppen durften Rollen selbst einteilen, lediglich die SuS mit GE haben feste Rollen bekommen und hatten stark vorentlasteten Text, sowie eine_n Mitschüler:in der/die die Rolle mit ihnen gemeinsam ausgefüllt und geübt hat. Das war eine wichtige Entlastung, so dass diese SuS auch den Mut hatten sich im Rollenspiel zu präsentieren, was sie umgekehrt sehr stolz gemacht hat am Ende.).

    Beispiel Wirtschaft:

    Klasse 8, Bedingungsloses Grundeinkommen (HS-/RS-/Gym-Niveau in der Klasse): Aufgabenblatt mit Aufgaben mit aufsteigendem Schwierigkeitsgrad. Alle SuS müssen in der vorgegebenen Zeit alle Aufgaben mit einem Stern bearbeiten, sowie eine vorgegebene Anzahl an Aufgaben mit zwei Sternen. Schnelle SuS finden Aufgaben zur Vertiefung mit drei Sternen. Vorne liegen zu bestimmten Aufgaben Tippkärtchen. Muss man üben mit Klassen, also einfach sehr konsequent nutzen, wenn man den Weg mit Tippkärtchen gehen möchte. Dann gibt es eben in quasi jeder Stunde mindestens eine Tippkarte mit einer Hilfestellung zu einer total typischen Frage zu dem Thema. So kann man alle mal darauf verweisen doch bitte die Tippkarte zu prüfen und dann erst nachzufragen, was noch offen wäre und es sind vermutlich auch nicht immer nur 2-3 die die prinzipiell Kärtchen benötigen würden, weil es normal ist für die SuS das zu nutzen, genau wie mal etwas im Buch nachzuschlagen bei einer Gruppenaufgabe.

    Alternative: Aufgaben mit verschiedenenen Operatoren zum selben Thema, also eine Aufgabe mit "nenne", einmal "ordne zu" oder "ergänze", einmal "analysiere"/"erläutere"/"erkläre", etc. SuS/Gruppen müssen wahlweise z.B. mindestens 1 Pflichtaufgabe zur Wahl aus dem Sortiment bearbeiten oder alle x und yz zur Auswahl. Ist viel Aufwand in der Vorbereitung solcher Arbeitsblätter, damit man tatsächlich am selben Ziel auf unterschiedlichen Niveaustufen und Wegen arbeitet auf diese Weise, erlaubt es aber SuS auch mal nach Tagesform eine leichtere Aufgabe zu wählen oder besondere Stärken/Interessen zu vertiefen.

    Such dir einen Weg aus und üb den für dich und mit deiner Klasse, damit sie z.B. wissen "Ah, bei Herrn/Frau Elphaba haben wir vorne meistens die Tippkarten/den Joker in der Sitzreihe/die Aufgabenblätter mit den Sternchen/die Bonusaufgaben für schnelle Gruppen/die Aufgabenblätter mit den verschiedenen Operatoren etc." Wenn das Grundprinzip dir klar ist und auch für die Klasse sicher funktioniert kannst du ergänzen, um variieren zu können. Gerade wenn nicht alle KuK differenzierend arbeiten (in der 7.Klasse aus der das GK-Beispiel stammt war ich eine von insgesamt vier Kolleginnen die differenziert haben in der Klasse, der Rest hat stur nach RS-Niveau unterrichtet, weil es eine Inklusionsklasse war und offiziell ja alle an einer RS waren im RS-Niveau) muss man Klassen erst trainieren in dieser Arbeitsweise. Je mehr KuK mitmachen, desto leichter wird es. Absprachen utnereinander sind eindeutig hilfreich, damit man z.B. weiß, dass Kollegin A bereits den Weg mit den verschiedenen Operatoren im letzten Schuljahr eingeführt hat, alle anderen aber wenn, dann mit Tippkärtchen arbeiten (rausfinden, wie die KuK das einsetzen, evtl. lässt sich das dann über eine Klassenkonferenz systematisieren), etc.

    Ja, Bildung kostet Geld. Wer sich den Luxus eines Studiums leisten kann sollte das aber halt auch nutzen. Hat noch niemandem geschadet ein paar Semester länger zu studieren. In BL mit 10 Semestern Regelstudienzeit ist die Mehrheit der Studierenden dann auch nicht nach exakt 10 Semestern fertig, sondern eher nach 12-13 Semestern, insofern geht es eher selten nur um 1,5 Jahre mehr, vor allem, weil viele eben auch noch studienbegleitend arbeiten (hilft enorm bei Finanzierungsproblemen habe ich gerüchteweise gehört ... ).- das hilft bei der persönlichen Entwicklung auch durchaus, weil man eben nicht nur Schule-Studium-Schule kennt, sondern zumindest nebenbei auch mal noch etwas andere Arbeitswelt erleben konnte.

    Ich würde zum Studium in Hessen, also Frankfurt oder Kassel, raten, da man nicht BA/MA, sondern auf 1. Staatsexamen studiert, und man hier in der Sek 1 generell mindestens A13 bekommt. Das Studium für H/R dauert 6 Semester (Regelstudienzeit) + 1 Semester für die 1. Staatsprüfung, mit BA/MA in anderen Bundesländern ist das deutlich länger. Reine Realschulen gibt es hier allerdings nicht.

    In Anbetracht der Kosten würde ich auch zu Kassel raten.

    Man kann auch mit einem Lehramtsstudium aus NRW, Niedersachen oder Hamburg später in Hessen Lehrkraft werden, A13 erhält man in der Sek.I auch generell z.B. in BW. Auch wenn es sicherlich einigen das Ref erleichtert, wenn sie im Rahmen der Studienpraktika bereits das Schulsystem kennenlernen, in dem sie später selbst tätig werden, kann es sehr bereichernd sein, den eigenen Radius, Blickwinkel und die Erfahrungen zu erweitern und dann eben erst zum Ref zu wechseln ins Wunschbundesland. Solange die Fächerkombination im Wunschbundesland zulässig ist und der Wechsel nicht gerade nach Bayern erfolgen soll ist das recht problemlos möglich. Ein längeres Studium hat den ganz entscheidenden Vorteil, dass man mehr Zeit hat zum Erlernen von Fachinhalten, zum Ausbau der eigenen Wissenschaftlichkeit, zum Vertiefen von interessanten Fachbereichen und nicht zuletzt auch für die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit. Abi mit 18 + 3,5 Jahre würde im Zweifelsfall bedeuten, dass da jemand mit knapp 22 im Ref steht. Das ist schon arg jung, um als gereifte Lehrpersönlichkeit spätestens 6 Monate nach Refbeginn im eigenständigen Unterricht den Pubertieren erforderliche Grenzen aufzuzeigen, ein ausreichend differenziertes Rollenverständnis entwickelt zu haben etc. Natürlich gibt es Kandidaten, denen das problemlos gelingt auch in diesen jungen Jahren, ich wage aber zu behaupten, dass es vielen gut tut, wenn sie erst mit Mitte 20 aufwärts in den Schuldienst gehen.

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