Beiträge von CDL
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Nochmal zur Selbsttesterei, Shells hat woanders den Erklärfilm aus HH verlinkt, hat das jemand schon im real life durch? Ich kann mir aktuell nicht vorstellen, dass meine Schüler das hinbekommen, weil es Geschick und Kraft in den Fingern erfordert, sie sind motorisch aber eher auf dem Stand von 6-Jährigen. ich möchte aus hygienischen Gründen nicht jedem Kind helfen.
Edit: und was passiert eigentlich an Schulen mit 1000 SuS? Da fliegen jede Woche 1000 potentiell verseuchte Testkits als Sondermüll wie und wohin genau weg?
Ich berichte mal, wie sich das bei uns ab kommender Woche entwickelt, wenn 5/6 zum Nasen-Popel-Test auflaufen darf, während die Abschlussklassen parallel den klassischen Schnelltest machen dürfen wenn gewünscht.
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Warum können diese Gastronomen nicht liefern oder abholen lassen? Gibt es dafür einen vernünftigen Grund?
Ja, gibt es. Ich denke jetzt einfach an den großen Betrieb meiner Bekannten. Die haben im ersten Lockdown To Go versucht, um sich über Wasser zu halten. Blöderweise sind sie der Lage und Klientel nach das klassisches Familien- und Ausflugslokal im Grünen. Da gab es schlichtweg nicht genügend Nachfrage der Kundschaft nach dem To Go, so dass der Waren- und Personaleinsatz sich nicht gerechnet hat. Die hatten dann halt 2-3 Bestellungen am Tag und dafür einen ganzen Tag Personaleinsatz. Das klappt halt einfach nicht für alle Lokale, egal wie gut sie unter normalen Umständen laufen mögen. (Meine Bekannten hatten direkt vor Corona in ihre Außengastronomie investiert, da ging der Hauptteil der Rücklagen rein, weil man darauf hoffen konnte, dass sich das schnell refinanziert.)
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Mich würde mal die Gegenseite interessieren. Dass bei vielen Gastronomen gerade Landunter ist, wisst ihr, oder?
Ja, zumindest ich weiß das, kann mir auch vorstellen, dass Verzweiflung bei so etwas eine Rolle spielt, aber wenn die Kellner dann nicht mal Masken tragen geht es letztlich nicht einfach um Verzweiflung, sondern um ignorantes Leugnen und sich selbst über Wasser halten wollen, egal um welchen Preis (den dann Andere im Zweifelsfall bezahlen). Da endet meine Empathie dann auch wieder ganz schnell, meine Toleranz sowieso schon weit davor.
Ich hoffe sehr für meine Bekannten, dass sie zumindest die Außengastronomie mit Hygienekonzept (auf das sie auch durchgehend achten) im April wieder öffnen dürfen.
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Ich bin der Ansicht, dass die Schulen schon immer maßgebliche Verbreitungsorte in dieser Pandemie waren, aber aufgrund der Untertestung von Kindern, die Infektionsfälle erst erkannt wurden, als der Ursprung schon nicht mehr erkennbar war (enges PCR Zeitfenster abgelaufen). B117 verschärft das, was absehbar war, aber verursacht hier nichts fundamental Neues. Man kann jetzt aber bequem so tun, als wäre das etwas Neues damit über frühere Fahrlässigkeit und politische Fehler nicht gesprochen werden muss.Das würde ich jetzt zumindest so undifferenziert nicht so sehen. Bei uns im Bezirk (eigenes Gesundheitsamt in der Stadt mit sehr umfassender Teststrategie) wurde wirklich sehr gründlich getestet bei positiven Fällen in den Klassen (und davon hatten wir einige bis Weihnachten, an einem Punkt war mal ein Drittel des Kollegiums zeitgleich in Quarantäne plus entsprechend viele Klassen), dennoch gab es nie weitere positive Fälle in den Klassen wenn ein Mitschüler positiv getestet worden war. In den Schulen selbst wurde aber halt auch noch am Umfassendsten auf Einhaltung der Hygienekonzepte geachtet, die Zuhause bzw. bei privaten Treffen dann oft nicht mehr ausreichend beachtet wurden (oder auch werden konnten infolge beengter Wohnverhältnisse). Ich wage zu behaupten, dass insofern in Welle 1 und 2 nur eine Minderheit der Ansteckungen am Ende auf direkte Kontakte in den Schulen zurückgeführt werden könnten (so genau wird das aber mangels ausreichender Tests von Kindern und Jugendlichen bundesweit betrachtet niemand sagen können), schulische Kontexte aber sicherlich absolut betrachtet zu vielen Ansteckungen beigetragen haben, weil eben viele mit Bus und Bahn anreisen, dort und an Haltestellen meist keine Abstände einhalten könnten oder wollen, Masken gar nicht oder nicht korrekt getragen wurden etc.
Ich glaube- leider- auch, dass sich das jetzt in der 3.Welle ändern könnte. Nicht, weil man jetzt endlich auch Kinder und Jugendliche umfassender zu testen beginnt, sondern weil ich befürchte, dass B117 hier einen entscheidenden Unterschied macht, der durch Öffnungskonzepte ohne ausreichende Mindestabstände wie aktuell in BW "gefüttert" und verstärkt wird.
Ich bin ehrlich: Im Moment mache ich mir nur wenig Gedanken um LongCovid, dazu ist für mich noch zu vieles nicht klar oder bekannt dazu, weshalb ich mir auch nicht anmaßen möchte, das zu bewerten. Mir reicht es, was man aktuell über B117 erfährt, um mir Sorgen zu machen um meine Schützlinge.
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Alternative? Es ist politisch gewünscht, dass die Kinder wieder in Präsenz beschult werden und Kinder dürfen ja (noch) nicht geimpft werden. Immerhin durchlaufen Kinder in den allermeisten Fällen milde Verläufe.
Irgendwie scheint dir entgangen zu sein, dass die Schülerinnen und Schüler keine Ferien hatten seit vor Weihnachten, sondern Fernuntericht. Sie werden also nicht überhaupt erst wieder beschult, sondern nur wieder in Präsenz beschult (soweit das nicht bereits geschieht, teilweise sind ja schon direkt nach den Weihnachstferien erste Lerngruppen wieder in die (Teil-)Präsenz gegangen). Versuch doch daran beim nächsten Mal, wenn du dich dazu äußerst zu denken, dann könnte ich dir zur Abwechslung womöglich auch mal zustimmen an der einen oder anderen Stelle.
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Man kann natürlich nur die Impfdosen verteilen, die da sind, aber man kann es zumindest möglichst unbürokratisch und pragmatisch machen. Um mich selbst geht es dabei nicht, ich kann warten, und auch bei meinem Vorschlag mit dem Alter wäre ich doch auch später dran.
Was heißt das denn ganz konkret, dass du warten könnest? Hast du dich schon für einen Termin registriert und wartest jetzt auf Zuweisung?
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Ich melde mich auch, wenn auch nicht angesprochen, Kopfschmerzen sind seit heute nach 4 Tagen weg, aber mein Arm ist um die Einstichstelle gut 5 cm breit rot, (5 mm hoch geschwollen), extrem hart und schmerzt noch immer. (Es sieht lustig aus, weil es wie abgeschnitten endet, so ähnlich wie Ayers Rock bzw. Uluru)
Gut zu lesen, dass es dir langsam besser geht und pepe : Ich habe irgendwo gelesen, dass man einem drohenden Impfkater am besten mit einem Whiskey begegnet. Kannst du ja jetzt mal für uns alle testen und dann die Ergebnisse deiner Selbststudie vermelden.

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Ich hab mich jetzt dazu entschieden angesichts der rücksichtlosen Öffnungsstrategie, die unser aller Herzenssusi fährt und vor dem Hintergrund früherer Äußerungen am liebsten ohne Rücksicht auf Inzidenzen zu öffen sowie den wieder steigenden Ansteckungszahlen nicht länger zu warten mit der Vereinbarung eines Impftermins. Das Risiko ist mir schlichtweg zu groß geworden in der persönlichen Abwägung.
Gerade kam ich leider nicht durch (da scheint es bei diversen Impfzentren die insgesamt freie Termine angeben wohl Termine für Biontech/Moderna zu geben, nicht aber für AZ), werde es aber heute Nacht direkt erneut versuchen, wenn die neuen Termine eingestellt werden. Ich habe mit einem Fahrtweg von maximal einer Stunde um mich herum acht oder neun Impfzentren zur Auswahl. Irgendwo werde ich hoffentlich schnell genug sein und hoffentlich einen Termin für vor Ende der Osterferien ergattern können. Je nachdem, wie die Zahlen sich entwickeln überlege ich sonst - zum ersten Mal in diesem Schuljahr- ganz ernsthaft übergangsweise meine Risikogruppenzugehörigkeit zu nutzen, um bis zu einem ersten Impftermin im Fernunterricht zu verbleiben.
Ich merke, dass meine Bereitschaft das alles einfach mitzutragen um meiner Schülerinnen und Schüler willen gerade ganz empfindlich leidet. Ich reiß mir den Allerwertesten auf, um meinen Fernunterricht nicht nur am Laufen zu halten, sondern meine SuS immer wieder aufs Neue zu motivieren, zu begeistern, aufzumuntern, ihnen bestmöglichen und abwechslungsreichen Unterricht anzubieten (wofür ich mich "natürlich" in meiner Freizeit fortgebildet habe), sie immer wieder auch dazu zu bringen rauszugehen, spazierenzugehen, die Natur wahrzunehmen, damit sie sich nicht verlieren vor den Bildschirmen, nur um am Ende einfach in voll gestopfte Klassenräume gesteckt zu werden, in denen dank Vollbelegung der Maximalabstand zum Nebensitzer bei 20cm liegen dürfte, wenn nach Ostern womöglich tatsächlich alle Klassen in die Präsenz geholt werden. Und das Schlimmste für mich daran ist, dass es mich noch am Allerwenigsten um meiner selbst willen empört: Ich kann jetzt für mich die Entscheidung treffen die Impfung vorzuziehen und werde mit etwas Glück auch halbwegs zeitnah einen Impftermin haben, meine Schülerinnen und Schüler können sich nicht impfen lassen, egal wie "sardinig" sie zusammengestopft werden müssen mangels adäquater Klassenräume.
Spoiler anzeigen
Ich lese die aktuellen Entwicklungen zu steigenden Ansteckungszahlen bei Kindern und Jugendlichen und zu einer offenbar höheren Tödlichkeit, die bei B117 jetzt erwiesen scheint, lese, dass diese Variante hier in BW inzwischen fast 60% der Ansteckungen ausmacht (im Bereich Schwäbisch Hall wohl sogar um die 70%) und mache mir fürchterliche Sorgen, was diese Öffnungen ohne Einhaltung von Mindestabständen für die Schülerinnen und Schüler bedeuten kann. Entschuldigt, ich will keine Panik verbreiten oder so, das belastet mich einfach, dass der Schutz der Kinder an der Stelle ganz bewusst vernachlässigt wird.
Ich kann dagegen gerade mal remonstrieren, wenn ich wieder in Präsenz gehen soll, bringen, sprich ändern wird das aber gar nix. Ich kann versuchen mich selbst zu schützen und hoffen, dadurch zumindest nicht auch noch das Risiko für meine Schützlinge zu erhöhen, sie wirklich schützen kann ich nicht.
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Ich habe es übrigens im Gefühl, dass wir alle die dies wünschen bis September geimpft sein werden. Man möge mir das Gegenteil beweisen, wenn es Fakten dazu gibt und bis dahin mein Gefühl als alternatives Faktum respektieren.
(Ich könnte mir ja jetzt die Mühe machen aktuelle Hochrechnungen zu verlinken, aber wer will schon Fakten, wenn er reine Gefühle haben kann... // Ironie off. ) -
Ich denke, es war im konkreten Fall unklar, ob man mit bestimmten Vorerkrankungen in eine Prioritätsgruppe höher wechseln dürfe. Mit stärkerer Flexibilität hätte man sagen können: "Ist jetzt blöd gelaufen, aber wenn Sie schon einen Impftermin haben, impfen wir sie jetzt auch.". Ich bin mir sicher, dass es so in der Schweiz gemacht werden würde.
Und wem genau soll das an der Stelle ganz konkret helfen, was wie womöglich oder tatsächlich in einem anderen Land gehandhabt werden würde?
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Nennt doch bitte mal einen einzigen Grund, was gegen das Impfen in Praxen spricht und warum wir Testläufe brauchen in dieser angespannten Lage? Hausarztpraxen können schon impfen, das haben die alle gelernt. AZ ist halt ein Ladenhüter, da beißt die Maus kein' Faden ab. Dann muss man offenbar umdenken und den impfen, der will. Das ist doch jetzt seit mindestens 4 Wochen im Gespräch.
Also hier bei uns ist AZ eindeutig kein (das -k vergessen, entschuldigung
) Ladenhüter. Insbesondere seit jetzt Gruppe 2 komplett vorgerückt ist und geimpft werden darf und die Lehrer sowieso schon ausnahmslos dürfen ist die Nachfrage nach Terminen wohl etwa 10x höher, als es freie Termine gibt (laut örtlicher Tageszeitung heute, die das mit Zahlen belegt hat). Meine ehemaligen Mitanwärter sind quer übers Ländle verstreut inzwischen. Alle berichten, dass man schnell sein müsse, um einen Termin zu bekommen, manchmal auch in ein weiter entfernt liegendes Impfzentrum fahren müsse dafür und es an manchen Tagen auch gar keine Termine mehr gab, als sie geschaut haben. Für mangelnde Nachfrage spricht auch das nicht.Grundlegend spricht erst einmal gar nichts dagegen die Hausärzte impfen zu lassen außer eben, dass es halt grad als größtes Problem die Impfstoffknappheit gibt und nicht etwa, dass überall der Impfstoff vergammeln würde, den keiner verimpft. Bevor man dann anfängt den Ärzten 2 Dosen hier und 3 da zuzuweisen (was ja auch wieder zusätzliche Logistik erfordert) macht man das halt jetzt noch in den Impfzentren und bereitet die Umstellung vor für April/Mai, wenn die Liefermengen entsprechend steigen sollen. Ich sehe darin aktuell nun wirklich kein Probem. Wie gesagt: Es vergammelt kein Impfstoff, nur weil die Hausärzte noch nicht mit im Boot wären. Sobald man dann die Impfstoffmengen hat, um in die Fläche zu gehen ist es natürlich das einzig Vernünftige, die Hausärzte die Priorisierung und Impfung vornehmen zu lassen. Die Hausarztpraxen sind unsere "lokalen Impfzentren" in der Fläche und sie wissen vor allem genau, was zu tun ist (deshalb sind sie ja auch jetzt schon häufig Teil der Impfteams die in die Pflegeheime gehen etc.).
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Mir persönlich ist es grad auch ziemlich wurscht, auf welchem Platz wir weltweit betrachtet wären. Mehr als verimpfen was da ist geht nicht und das müssen nunmal nicht nur wir hierzulande machen oder europaweit, sondern wir benötigen weltweit diese Impfungen, um weiteren, womöglich noch aggressiveren Mutationen das Wasser abzugraben, die sich sonst gerade in den Ländern entwickeln werden, die wir aktuell bei den Impfungen schlichtweg ausklammern und zu vergessen drohen. @Lindbergh : Schau dir lieber mal an, wie viele Länder noch alle gar nicht impfen können weltweit. Darüber solltest du dich empören, statt über "Platz 26" zu sinnieren.
Heute habe ich bei der Tagesschau gelesen, dass die USA wohl AZ mehrere Millionen Impfdosen vorproduzieren haben lassen, die sie aktuell selbst gar nicht verimpfen, da AZ bei ihnen noch nicht zugelassen ist, die aber trotz entsprechender Anfragen aus Ländern, die noch gar nicht mit ihren Impfkampagnen starten konnten mangels Impfstoff keine Exporterlaubnis erhalten, weil sie Teil der den USA vertraglich garantierten Menge sind. DAS finde ich persönlich viel relevanter und dramatischer als Platz 26. Das ist es aber auch, was ein zu enger Blick nur auf die eigene Nation bewirkt, ohne mitzubedenken, dass man all die anderen Länder auch benötigt, um in dieser Pandemie nicht nur kurzfristige Etappensiege zu verzeichnen, sondern einen nachhaltigen Erfolg zu erzielen (denn es nur global betrachtet geben kann- kommt einem ja irgendwie bekannt vor...).
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Ich finde es fair, dass Grund- und Förderschullehrkräfte früher dran sind in der Reihenfolge. Es ist politisch gewollt und in meinen Augen auch sinnvoll, dass die Kinder wieder in Präsenz unterrichtet werden, und im Anfangsunterricht bzw. im Unterricht mit behinderten Kindern kann man einfach keinen Abstand halten. Hausmeister, Putzkräfte oder auch Schulleiter mit Unterrichtsverpflichtung <50% sollen auch irgendwann drankommen, aber nicht jetzt, wenn es gleichzeitig Behinderte, Kranke oder Hochbetagte gibt, die noch Wochen auf ihre Impfung warten müssen.
Die wurden auch bislang schon unterrichtet, keine Bange.

Mal etwas anderes: Nachdem auch Hessen ja Grund- und Förderschullehrkräften vorgezogene Impfungen anbieten möchte (ob das schon mit der praktischen Umsetzung klappt steht dann auf einem anderen Blatt, aber registrieren kann man sich in Hessen wohl bereits), hast du dich denn bereits um einen Impftermin für dich selbst bemüht?
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Wir dürfen ab Montag wieder singen


....dann können wir endlich das Osterhasenlied, das ich ihnen letztes Jahr versprochen habe, singen.Ich bin grad hin-und hergerissen wegen der Reaktion. Einerseits freue ich mich total für euch. Das wird den Kindern, aber auch den Erwachsenen unglaublich gut tun und andererseits meldet sich direkt mein Kopf mit Sorgen, ob das auch vernünftig wäre. Aber ich weiß, dass das in der Schweiz anders gehandhabt wurde und wird, insofern ist das womöglich einer der Bereiche, bei dem man sehr geteilter Ansicht sein kann. Trotz allem Bauchgrummeln und aller Sorgen: Schön, dass das für euch möglich ist.
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Heute hat ein Drittel einer jungen Klasse besorgt auf mich eingeschnattert, mich bloß nicht impfen zu lassen. Dass da Gift drin sei, wussten sie in ihrem zarten Alter ganz genau. Da weiß man, was in der Region in den Köpfen los ist. Frustrierend.
Und wie hast du reagiert? Hast du mit denen ehrlich über deine Bedenken bezüglich AZ gesprochen, aber auch darüber, warum du dir umgekehrt bei den mRNA-Impfstoffen persönlich weniger Sorgen machst? Hast du ihre Bedenken ernst genommen in dem Sinne, dass man tatsächlich Langzeitfolgen aktuell noch gar nicht abschätzen kann, aber auch eingeordnet, weil man eben umgekehrt abwägen müsse, ob diese unbekannten Langzeitschäden tatsächlich gewichtiger wären, als eine aktuelle Corona-Infektion es wäre (für einen selbst oder eben auch Mitmenschen, die Risikogruppen angehören)? Hast du darauf verzichtet, ihnen Vorträge über LongCovid zu halten (was ziemlich überwältigend sein könnte), ihnen aber umgekehrt Raum gegeben Fragen offen stellen zu können?
Ich finde, dass sehr viele meiner Schülerinnen und Schüler sich aktuell intensiver denn je mit aktueller Tagespolitik befassen und darüber informieren, versuchen aktuelle wissenschaftliche Ergebnisse zu erfassen, die auch für uns Erwachsene oft verwirrend und überwältigend sind und ganz nebenbei auch noch darum ringen eigene
nPositionen zu finden und zu begründen. Ich sehe es nicht als meine Aufgabe an meine SuS zu bekehren; tatsächlich weise ich immer als erstes mal drauf hin in solchen Debatten, dass die Impfstoffe für sie ja eh nicht frei gegeben wären, sie also womöglich noch Jahre Zeit hätten, Langzeitfolgen zu beobachten, ehe das für sie releavnt sein könnte. Das nimmt erfahrungsgemäß nämlich ganz viel Fahrt raus aus der Debatte, die sich ruhiger und emotional weniger aufgeheizt einfach viel besser führen lässt. Ich halte dich genau deshalb allerdings für einen eher schwierigen Ansprechpartner für deine SuS aktuell zu dem Thema, denn ich befürchte, es könnte dir schwer fallen, ihnen den Raum zu geben, den sie für ein solches Gespräch (dass sie ja letztlich zu suchen scheinen) benötigen würden.Und weil es an der Stelle passt: Geht es dir eigentlich mental aktuell gut Nymphicus? Hast du Menschen um dich herum, mit denen du über deine tiefgreifenden Sorgen offen sprechen kannst und die dir Halt geben? Achtest du ausreichend auf dich, dass du raus kommst, die Natur wahrnimmst, die vielen schönen Frühblüher mit allen Sinnen erfasst, Vögel hörst und siehst, erste Knospen bewunderst, den Eichhörnchen nachschaust, dich in die Wolken träumst oder was immer sonst dir gut tut und dir hilft den Kopf wieder einmal ganz und gar frei zu bekommen von Fernuntericht, Wechselunterricht, Präsenzunterricht, LongCovid, B117, Impfungen und allem anderen? Ich mache mir um ehrlich zu sein zunehmend Sorgen um dich angesichts der Vehemenz sämtlicher deiner Beiträge und der Verbissenheit, mit der du dich praktisch ausschließlich zu Corona äußerst. Wir alle müssen unserem Verstand auch mal eine kleine mentale Auszeit von diesem Wahnsinn erlauben (das geht ganz regelkonform, also kein Grund, sich aufzuregen), damit wir den Marathon durchstehen. Pass auf dich auf, dass du dich nicht nur noch verlierst in all dem (geht viel zu einfach, ich weiß. Ich verbringe auch täglich deutlich zu viel Zeit damit Nachrichten zu lesen und zu sehen, die sich nur mit Corona beschäftigen. Ist seit einem Jahr das erste am Morgen und das letzte am Abend...)
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Vielleicht ist meine Selbstwahrnehmung falsch, dann korrigiert mich bitte, ich bin noch lernfähig.
Nö, ist sie nicht. Mach dir keinen Kopp.

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"Mindestabstände nach Möglichkeit"

Zum Totlachen. OK, an meiner Ausbildungsschule wäre das gar kein Problem gewesen. Die hatten aber einen Neubau mit mehr Räumen, als die Anmeldezahlen erforderten, dazu viele rausnehmbare Trennwände und dadurch vergrößerbare Räume- easy. Meine aktuelle Schule hat mehr Klassen als Klassenzimmer, die alle bis zum Anschlag voll sind, dazu kleine, enge Räume, in denen man mit Vollbesetzung beispielsweise kein Rollenspiel vorbereiten könnte (ging im Ref in den Zimmern problemlos, da waren aber auch nur ausnahmsweise mal 27 SuS in der Klasse, sonst meist 22-24 SuS) und Mindestabstände nur im Halbklassenunterricht durchgehend möglich sind (und teilweise auch dann nur, wenn die Lehrkraft sich ausschließlich in dem 1,5m -Radius vor der Tafel aufhält), es wird also auch mit nur 5ern, 6ern plus Abschlussklassen in Teilpräsenz sehr schwer mehr als Minimalabstände zu haben mit vollen Klassen, auch wenn die dann in die größten zur Verfügung stehenden Räume umziehen können für 14 Tage.Heute habe ich im Newsfeed der Tagesschau gelesen, dass B117 tatsächlich eine höhere Tödlichkeit habe, als die Wildform einerseits und andererseits die Patienten auf den Intensivstationen inzwischen immer jünger werden würden und das jetzt zunehmend die Altersgruppe von 20-40 betreffen würde, die eben arbeitsbedingt viele Kontakte habe aktuell, aber eben noch nicht geimpft seien. Mir macht das wirklich Sorgen, was das für unsere Schüler*innen bedeuten könnte in letzter Konsequenz und was diese Öffnungen im Weiteren verursachen werden.

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Dankeschön für die vielen hilfreichen Einlassungen. Ich weiß nun woran ich bin und an wen ich mich mit welchen Fragen zu wenden habe.
Ich wünsch dir alles Gute.

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Der Schulrechtler meines Vertrauens ist so "erschüttert" (entgeistert trifft es wohl eher), dass ein SL solch eine Frage in einem öffentlichen Forum stellen soll, statt sich mit den Schuljuristen (rechtzeitig) zu besprechen, dass mit einer Antwort die über "der SL MUSS das leisten" hinausgeht basierend auf der aktuellen Informationslage wohl nicht auszugehen ist.
(Dem hab ich´s aber gegeben- fertig in Runde 1.
)Mir ist in der Zwischenzeit aber noch eingefallen, dass ich vor etwa zwei Jahren von einem Gerichtsverfahren gelesen habe, das ein ehemaliger Lehrer angestrengt hatte, der sich auch nach Verlängerung der Probezeit nicht bewährt und dagegen geklagt hatte. Das Urteil war ziemlich spannend zu lesen. (Einer der wenigen gerichtsfest dokumentierten Fälle einer Nichtbewährung in der Probezeit.) U.a. hatte der ehemalige Lehrer angegeben, seine ursprüngliche Probezeitbeurteilung sei seitens der SL zu spät ausgestellt worden, was ja nicht sein Verschulden gewesen wäre, insofern sei- seines Erachtens- bereits die ursprüngliche Verlängerung der Probezeit nicht zulässig gewesen, er hätte damals mangels Nachweis´der Nichtbewährung die Probezeit bestanden gehabt, bereits die Verlängerung sei insofern rechtsfehlerhaft gewesen, weshalb deren Nichtbewährung erst recht nicht zulässig sei. Am Ende waren die weiteren Gründe der Nichtbewährung zwar relevanter, an dem Punkt wurde aber meine ich darauf abgestellt, dass er als Beamter ja wisse um seine Probezeitebeurteilungen, auch wisse, wann diese anstünden und abschließend zu erstellen seien, insofern hätte es in seiner Verantwortung gestanden seinen SL auf die dafür erforderlichen Unterrichtsbesuche hinzuweisen, diese anzumahnen und im Zweifelsfall weitere Schritte einzuleiten zur Inkenntnissetzung der dienstlichen Vorgesetzten, um das Ausbleiben der Beurteilung rechtzeitig abwenden zu können. Dies alleine dem SL anzulasten scheint also nicht einfach möglich zu sein, es gilt durchaus auch der Grundsatz der Selbstverantwortung. Spricht dafür, dass egal in welcher Rolle der TE schreibt, eine schlichtes Nichtverfassen des Probezeitgutachtens keine automatische Bewährung und damit eine Beendigung der Probezeit zur Folge hätte, sondern es dem Beamten auf Probe angelastet werden würde ein solches Gutachten nicht angemahnt zu haben (so er das nicht macht/gemacht hat) und dieses Fehlverhalten unter Umständen (ich habe die exakte Begründung nicht im Kopf, möglicherweise müssen weitere Umstände hinzukommen) sogar schon ausreichend wäre, um die Nichtbewährung in Ermangelung eines positiven Gutachtens anzunehmen.
Als SL sollte die Frage aber wirklich mit den Schuljuristen besprochen werden. Bestimmt gibt es- gerade in diesem Jahr- gute Gründe, als SL kaum den Kopf für so etwas zu habe, das muss man aber ansprechen, ggf. eine Überlastungsanzeige erstellen etc.
Sollte das am Ende kein SL sein, sondern ein Beamter in der Probezeit: Übernimm die Veranwortung für deine Beurteilung, fordere diese von deiner SL ein, weise im Zweifelsfall schriftlich darauf hin, biete Termine für Unterrichtsbesuche an und lass dich, wenn du den Eindruck hast, es könnte zu Problemen mit der rechtzeitigen Erstellung der Beurteilung kommen noch einmal von deiner Gewerkschaft oder deinem PR beraten in der Angelegenheit, um das weitere Vorgehen abzustimmen. Einfach abwarten und aussitzen dürfte die schlechteste Lösung sein.
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Hallo,
ich stehe gerade vor der Herausforderung eine dienstliche Beurteilung durchführen zu müssen als Vorraussetzung zur Verbeamtung auf Lebenszeit. Wenn das nicht rechtzeitig vor Ablauf der Probezeit durchgeführt wird, was sind dann die rechtlichen Folgen? Wird dann automatisch auch ohne Beurteilung auf Lebenszeit verbeamtet?
Vielen Dank!
Ich habe die Vermutung, dass wenn du als SL das nicht rechtzeitig fertigstellst, die Probezeit der betroffenen Lehrkraft im Zweifelsfall verlängert werden würde, denn die Bewährung wurde ja offiziell nicht festgestellt. Umgekehrt wurde aber ja auch die Nichtbewährung nicht festgestellt insofern kniffelig was die Rechtsfolgen anbelangt, weshalb ich an den Schulrechtler meines Vertrauens weitergeleitet habe mit der BItte um erste Hinweise. Wenn ich die erhalte, melde ich mich nochmal. Ich verstehe, warum du das als SL in so einem Fall nicht direkt mit den Schuljuristen klären möchtest (die sonst ja die passenden Ansprechpartner wären), aber falls du in einer Gewerkschaft bist, wären das vielleicht noch gute Ansprechpartner (bei denen du vor allem Vertrauensschutz genießt).
Seph , fossi74 , Bolzbold : Dazu könntet ihr mehr wissen angesichts eures soliden Wissens im Beamtenrecht (inklusive des Wissens um eigene Grenzen). Was sagt ihr denn zu der Frage?
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