Vielen lieben Dank für Eure Antworten 
Ich mache mir ehrlich gesagt schon Sorgen: Die Beiden waren letztes Schuljahr noch Klassensprecherinnen und dieses Jahr wird sich über solche Ämter lustig gemacht. Auch wurden vor dem Religionsunterricht heimlich solche Symbole an die Tafel gemalt. Ich selbst verbinde mit den umgedrehten Kreuzen schon den Satanismus, aber ich bin auch ehrlich gesagt da nicht so drin.
Den Eltern macht Sorgen, dass sie eben auch teilweise nachts auf Friedhöfen sind und durch die Gegend streunern. Ich selber habe sie nur einmal tagsüber an einem Grab mit solchen umgedrehten Kreuzen gesehen, war aber zu weit weg, um mit ihnen zu sprechen.
An die Schulsozialarbeit habe ich auch schon gedacht. Das ist eine gute Idee.
Vielleicht bin ich wirklich zu empfindlich, was das Thema angeht. Vielleicht beschäftigt mich das auch nur, weil ich sie auch anders kenne 
Na ja, das ist halt erstmal einfach das Alter, dass plötzlich Klassensprecher zu sein uncool ist und nur "Streber" sowas machen. Und klar malt man wenn es darum geht Aufmerksamkeit zu erregen und Ablehnung zu provozieren, dann explizit vor dem Reliunterricht solche umgedrehten Kreuze an die Tafel. Das ist ja die ideale Unterrichtsstunde, um damit einen Aufreger zu produzieren, der womöglich dazu geeignet ist den kompletten Unterricht zu verunmöglichen, weil "erstmal etwas geklärt werden muss". Mit "Satanismus" hat das erstmal gar nichts zu tun, abgesehen von den ganzen Phantasien, die das offensichtlich direkt beflügelt. Nachts über Friedhöfe schleichen klingt erstmal nach einer typischen Mutprobe. Ich weiß nicht, was du so gemacht hast zwischen 14 und sagen wir 19, ich war sicherlich nicht besonders extrem unterwegs, aber kann Friedhofsmutproben ebenso als aboslviert betrachten, wie nachts nackt im Schwimmbad schwimmen gehen den ganzen Sommer lang oder auch den schwarzen Nagellack und den schwarzen Lippenstifft, der zusammen mit den ganzen Kreuzketten die ich mit 15 als Hals- und Armketten getragen habe bei manchen meiner Lehrer bereits gereicht hat, um vereinzelt "Satanismusalarm" auszulösen (und ich habe wirklich ganz normale Kreuze getragen, schon da haben sensiblere Gemüter Ängste ausgestanden, was das wohl zu bedeuten habe).
Du kennst die Mädels als Kinder, jetzt werden sie langsam erwachsen und müssen erst rausfinden, wer sie sind und wer sie sein wollen. Abgrenzung ist ein Teil des Prozesses. Behalt das im Blick, aber versuch es nicht ernster zu nehmen, als es aktuell offenbar ist. Mir hat es mit 15 unglaublich gut getan, dass es meinem Lateinlehrer völlig schnuppe war, was ich anhatte oder welche Farbe bei mir Lippenstift und Nagellack hatten oder auch, dass ich an meinen Doc Martens über die gesamte Schnürleiste hinweg kleine Glöckchen angebracht hatte, so dass ich bei jedem Schritt "Musik" machen konnte. War ihm alles wurscht; er war auch der Einzige, der mich in dieser Phase noch an die Tafel geholt hat und ich fand ihn ehrlich saucool, weil er sich davon überhaupt nicht provozieren ließ und auch keine übertrieben vorsichtigen Gespräche mit mir begonnen hat, um zu erroieren, was da wohl bei mir lossein könnte.