Beiträge von CDL

    Gerade die Gothic-Szene wird übrigens besonders gerne Opfer von Vorurteilen.

    Ich finde das besonders traurig, weil das mit die tolerantesten Menschen waren, sie ich so kennengelernt habe. (Was jetzt natürlich eine persönliche Einzelbeobachtung ist.)

    Ja, würde ich durchaus so unterschreiben, deshalb vermag ich bei umgedrehten Kreuzen auch nicht direkt den Bezug zu "Satanismus" erkennen, sondern sehe zuallererst ein modisches Accessoire, das eben zum Look mit dazugehören kann, als schön empfunden wird oder - gerade bei Jugendlichen- auch einfach gezielt Empörung hervorrufen soll bei Erwachsenen (sonst macht das Abgrenzen ja nur halb so viel Spaß ;) ).

    Dabei muss man aber aufpassen, dass man nicht Sprachkonstrukte kreiert, die umständlich in der Alltagskommunikation sind und bei denen letztendlich dennoch derselbe Eindruck wie beim Vorgängerbegriff bleibt.

    Wer "Zigeuner" mit dem Hintergedanken benutzt, diese Menschengruppe abzuwerten, wird nicht auf einmal positiven Assoziationen haben, wenn er den Begriff "Roma" verwendet.

    ... aber respektiert zumindest schonmal, wie diese Gruppe sich selbst bezeichnet, statt einen unmissverständlich rassistisch konnotierten Begriff weiterzuverwenden, den Sinti und Roma aus guten Gründen für sich selbst ablehnen. Sprache schafft Realität- hast du dir ja von z.B. keckks oder auch mir schon häufiger anhören dürfen- wer also abwertende Worte bewusst ablegt und einen wertschätzenderen Ausdruck wählt, hat bereits eine klitzekleine diskursive Entscheidung getroffen, die sich unter Umständen auch umgekehrt wieder auf die innere Haltung auszuwirken vermag. Vor diesem Hintergrund finde ich es auf jeden Fall begrüßenswert, Menschen mit Behinderung nicht mehr abzusondern auf Sonderschulen, sondern bewusst fördern zu wollen an Förderschulen oder Förderzentren. Im Idealfall erwächst aus so etwas am Ende mehr als nur der nächste Euphemismus, der langfristig genauso negativ konnotiert ist, weil sich in vielen kleinen Schritten etwas am Bewusstsein von Menschen ändern kann- vorausgesetzt diese sind willens sich zu ändern...

    CDL Ich dachte bei den halben Noten nicht an Noten-Zwischenstufen, sondern an sonstige Leistungsnachweise, die weniger stark gewichtet werden. Dass also zum Beispiel ein Vokabeltest nicht so viel für die Zeugnisnote zählt wie eine zwanzigminütige Kontrolle (wie auch immer die dann bundeslandabhängig heißen mag), oder ein Mini-Referat nicht so viel wie ein umfangreiches Projektportfolio.

    Ja, so ist es auch gemeint. Danke für die Erläuterung, dann kann ich mir die jetzt sparen :)

    Das hätte ich anhand der Formulierung tatsächlich gar nicht vermutet, dass es um so etwas geht. Insofern äußerst scharfsinnig Joker und danke für den Hinweis. :top:

    Warum machen die Eltern sich den Sorgen um ihre Töchter? Haben diese Anhaltspunkte abgesehen von einer jugendlichen Protesthaltung und dem Wunsch sich abzugrenzen und womöglich Aufmerksamkeit zu erregen (was ja ganz gut klappen würde, sollte das ein Ziel sein), die begründeten Grund zur Besorgnis bieten? Hast du abgesehen von einem Gothiclook und ein paar umgedrehten Kreuzen irgendwelche Anhaltspunkte, dass es Grund zur Sorge gebe? Haben die Eltern schonmal das Gespräch gesucht mit ihren Töchtern? Hast du ein gutes, vertrauensvolles Verhältnis zu den beiden und wärst eine gute Ansprechpartnerin, um einfach mal in Ruhe nachzuhören wie es ihnen aktuell geht, was sie bewegt und vielleicht dir einfach erklären zu lassen, was es mit den Kreuzen auf sich hat, ganz ohne diese direkt bewerten zu wollen? Habt ihr eine Schulsozialarbeit an der Schule die ein solch unaufgeregtes Gespräche mit den Schülerinnen alternativ führen könnte?

    Ich kann aus deinem Beitrag erst einmal nichts Besorgniserregendes herauslesen. Schülerinnen mit guten Leistungen, die mitten in der Pubertät das Bedürfnis haben sich abzugrenzen klingt zunächst einmal nicht dramatisch. Was meinst du denn damit, dass sie sich "völlig abkapseln"? Wem gegenüber kapseln sich sich ab? In welcher Form? Warum gehst du davon aus, dass das mehr ist, als normales pubertäres Verhalten?

    Welche Bedeutung haben diese umgedrehten Kreuze für dich? Welche Gefühle löst das bei dir aus? Ist das etwas mit dem du gelassen umgehen kannst? Ängstigt dich das? Ist das Grund zur Sorge? Falls ja, warum? Hinterfrag vielleicht zunächst noch einmal ein wenig deine Gefühle, um diese zu sortieren. Vielleicht ist das alles in dir auch schon ganz klar, steht jetzt nur noch nicht so klar da, dann entschuldige bitte und ignorier, was ich geschrieben habe. :)

    Ich hatte bislang zwei PCR-Tests. Die Ärzte waren aber jeweils sehr vorsichtig, so dass der Würgereiz sich sehr in Grenzen hielt. Beim zweiten Mal hat es dann sogar so sehr gekitzelt in der Nase, dass ich loskichern musste. Fand der Arzt zum Glück nicht schlimm, im Gegenteil. Der hat sich gefreut, dass es "auch mal ´was zum Lachen gebe beim Test". ^^

    Wie ist das deiner Meinung nach mit Artikel 3 und Artikel 12 GG vereinbar?

    Erklär doch erst einmal selbst, was die Frisur der Bundeskanzlerin mit den von dir genannten Grundgesetzartikeln zu tun hat. Dann kann man ja mal schauen, ob sich da eine inhaltliche Debatte lohnt oder das so weit an den GG-Artikeln vorbeigeht bei dir, dass man halt doch nur wieder bei einer Runde Rechtskunde landet.

    Inzwischen wohl nicht mehr. Zumindest wurde es hier im Forum schon zur genüge besprochen.

    Gibt's bei euch eigentlich schon Infos eurer Kumis? Oder wird es so bleiben, dass man Freitag erfährt, wie es Montag weitergeht? Die Zahlen sinken ja nun bundesweit deutlich.

    Nope, null Info bislang. Seit die vorgezogene Öffnung von Kitas/GS hier in BW kurzfristig gecancelt wurde harren wir der Dinge. Gestern hat mich eine Schülerin gefragt, ob wir nach der Fasnachtswoche wieder in Präsenz weiterarbeiten würden. Da musste ich schlichtweg passen, weil - anders als von ihr vermutet- auch wir Lehrkräfte eben nicht früher mehr wissen, als über die Presse bekannt gegeben wird. Ich konnte ihr nur versprechen, es im Unterricht anzusprechen sobald wir neue Informationen haben wann es in Präsenz wieder weitergehen darf. Ich wäre zwar unglaublich dankbar, wenn es zur Ausnahme mal nicht erst am Donnerstag klar wäre, wie es ab Montag zu laufen hat, damit man Freitag noch schnellschnell seine SuS informieren kann, aber ich habe wenig Hoffnung, dass sich an dieser Kommunikationspolitik etwas ändern wird. In jedem Fall sind wir hier bei uns vor Ort immer noch über 100 (Stand gestern, aber so stark wird das auf heute nicht gesunken sein), wie es also ggf. bei uns weitergehen wird unabhängig von einer Landesperspektive bleibt abzuwarten. Sollte tatsächlich der Präsenzbetrieb an den weiterführenden Schulen erst ab einer Inzidenz unter 50 wieder starten dürfen, wären bei uns wohl vor Ostern wirklich nur die Abschlussklassen mal in Präsenz oder vereinzelte KA-Gruppen in der Turnhalle, mehr aber auch weiterhin nicht.

    (...)

    Und hier gibt es sowas wie "halbe Noten / kleine Noten". Als Bundesland-Neuling hat sich mir diese Notenart aber auch noch nicht so recht erschlossen, ich vergebe nur althergebrachte ganze Noten :sterne:

    Von "althergebrachten ganzen Noten" habe ich bislang noch nichts gehört, klingt anhand der Formulierung aber nach einem durchaus abschneidungswürdigen Zopf. ;) Hier in BW gibt es in den Halbjahresinformationen Viertelnoten, halbe Noten und ganze Noten und in Klassenarbeiten/Tests kann ich "sogar" Zehntelnoten geben wenn ich jeck bin (war an meiner Ausbildungsschule durchgehend so üblich), in den Zegnissen dann nur noch ganze Noten. Mir ist zwar bewusst, dass es verschiedene Bundesländer gibt, in denen es nur ganze Noten gibt, aber warum das besonders positiv sein soll hat sich mir bislang noch nicht erschlossen, egal wie oft es schon angeklungen ist. Ich brauche sicherlich nicht unbedingt die Zehntelnoten (wobei gerade die besonders beliebt sind bei SuS, weil man schon mit einem halben Punkt mehr meist schon wenigstens einen Zehntelschritt macht), aber mindestens die halben Noten halte ich außerhalb von Zeugnissen für unerlässlich, denn nicht jede Leistung ist einfach "sehr gut" oder "gut" sondern manchmal ist es dann eben z.B. "gut bis sehr gut", sprich die 1,5 (etc.). Der Motivation hilft es durchaus, wenn die SuS wissen, dass siebereits mit ein wenig mehr Einsatz/Fleiß/Lernvermögen den Sprung zur besseren Note schaffen können und sie nicht direkt eine ganze Note rein rechnerisch trennt von einer Verbesserung (selbst wenn man verbal deutlich macht, dass die Leistung schon besser ist als die glatte ganze Note auszudrücken vermag, müssen SuS das rechnerisch erst einmal ausgleichen indem es gleich zu einer ganzen Note besser langt).

    Solange niemand von

    Was es alles gibt...wurden Blumendienst und Tafelwischjobs auch lobend im Zeugnis erwähnt?

    Hatte nicht jemand hier im Forum schon mal den "Kakaodienst" erwähnt, den es in der GS gegeben hätte? Der war doch ganz bestimmt auch zeugniswürdig. ^^

    Was ist mit den Nachbarn, Großeltern? Alles eine Frage des Willens.

    Müssen die etwa auch noch mit beschult werden? :P An hessischen Grundschulen aber offensichtlich problemlos möglich. Kann man ja dieses Jahr mit den überzähligen Deputatsstunden so machen, dass man die ganzen Omis und Opis und Nachbarn mit zuviel Freizeit nachqualifiziert, damit sie im nächsten Schuljahr dann schon fleißig als Lehrkräfte im Einsatz sein können. So schnell lässt sich der Lehrkräftemangel an Grundschulen beheben- man verkürzt einfach das Studium auf ein Praxissemester. :hammer:

    Ohne jetzt auf die genaue Größe der Schule einzugehen, ja, es wären im Zweifelsfall entsprechende Kapazitäten vorhanden. Was die Schüler bei Wiederholung lernen sollen? Das hängt natürlich von der Jahrgangsstufe ab. Ich würde mal pauschal sagen: die Inhalte der Bildungsstandards für die jeweilige Jahrgangsstufen.

    Echt? Ihr habt in Hessen Grundschulen, die so viele freien Deputatsstunden haben, dass ein zusätzlicher Jahrgang im Schulhaus problemlos personell zu bewältigen wäre?!? :staun: Wahrscheinlich haben deshalb alle anderen Grundschulen akuten Lehrkräftemangel, weil bei euch der Luxus ausgebrochen ist und das Land als Dienstherr zu blöd ist auf die Idee von Abordnungen oder Versetzungen zu kommen. :_o_P

    Mal noch ne andere Impffrage: als die Masernimpfung verpflichtend für Schüler*innen wurde, blieb gar nicht so richtig Zeit für einen Aufschrei... Gab es inzwischen mal Eltern, die dagegen geklagt haben? Nur interessehalber, weil wir aktuell einen beim Klassenlehrer vorlegen müssen und da sicher irgendwer protestiert.

    Letztes Jahr gab es wohl zwei Klagen bei BVerfG gegen die Masern-Impfpflicht, die damals beide abgewiesen wurden (Mai 2020?).

    Kinder fangen bereits zu Beginn der 1. Klasse nicht bei Null an. Ich dachte, dass das unter Grundschullehrern bekannt wäre.

    Ich kenne auch (Einzel-)Fälle von Abschlussklassenschülern, die gerne dieses Jahr keine Abschlussprüfungen hätten. Diese Fälle gibt es auch.

    Ja und genau solchen Einzelfällen hilft man nicht durch ein generelles Wiederholen, sondern indem man- so wie im letzen Schuljahr bereits in BW (und wie es wohl dieses Jahr wieder kommen wird)- ein freiwilliges Wiederholen dieses Schuljahrs nicht als Wiederholen im üblichen Sinn wertet. So gut und differenziert können wir Lehrkräfte dann durchaus beraten, dass wir den Eltern sehr klare Hinweise geben können, was sinnvoll wäre. Nicht alle, aber viele Eltern setzen das dann auch um.

    "Hausarbeiten" hat mein Opa immer zu den Hausaufgaben gesagt; der kam aus Pommern (da erinnere ich mich lebhaft an meine Grundschulzeit: "Hast du deine Hausarbeiten schon gemacht?").

    "Schularbeiten" ist aber doch auch noch ein gängiger Begriff für Hausaufgaben, oder?

    Nö, also für mich jedenfalls nicht. Aber ich war schon im Ref verwirrt, als keiner verstanden hat, dass ich ins "Tagebuch" eintragen will, statt ins KLassenbuch. Kaum halbwegs umgewöhnt (KuK und SuS hatten mich wirklich schlichtweg nicht verstanden und ich mich gefragt, ob der Begriff sich wirklich so geändert haben kann seit meiner eigenen Schulzeit), wechselte ich den Regierungsbezirk und urplötzlich haben mich alle mit Fragezeichen angesehen, als ich nach dem "Klassenbuch" fragte. Also für mich sind Schulaufgaben Aufgaben die meine SuS während der Unterrichtszeit bearbeiten, während Hausaufgaben zuhause bearbeitet werden. Bisher waren die SuS davon noch nicht verwirrt, das scheint also hier in BW zumindest etwas häufiger üblich zu sein, als die Frage nach Klassenbuch oder Tagebuch vermuten lassen würde. (Wie nennt ihr das bei euch? Tagebuch? Klassenbuch? Ganz anderer Begriff? Bömbl?)

    Ich kann mir zwar schon vorstellen, dass es z.B. in der GS in KLasse 1/2 noch einmal andere Auswirkungen hat als bei mir ab Klasse 5, ich glaube aber auch in der GS wäre langfristig deutlich mehr erreicht, wenn man eine kontinuierliche Förderung ermöglichen würde. Damit könnte man nämlich ganz grundsätzlich Kinder aus bildungsferneren Elternhäusern und/oder DaZ/DaF-SuS anders abholen und mitnehmen, als das aktuell vorgesehen ist und erfolgt im System Schule. Corona mag dazu führen, dass es mehr SuS betrifft als sonst, am Ende sind es aber genau dieselben SuS wie sonst auch, die das weniger gut kompensieren werden können, weil sie z.B. weniger Förderung zuhause erfahren oder aktuell noch weniger Deutsch sprechen als sonst, weil das eben nicht die Familiensprache ist oder aus finanziellen Gründen lediglich eine unzureichende technische Ausstattung für den Fernunterricht zur Verfügung haben etc. Wer diese fördern will, soll ihnen doch bitte keine ganzen Lebensjahre rauben mit Begründungen, die in dieser Pauschalität schlichtweg nicht zutreffen, sondern sie prinzipiell besser fördern und unterstützen im schulischen Kontext. Zumindest hier in BW (wie das in anderen BL geregelt ist kann ich ja nicht beurteilen) ist da noch GANZ VIEL Luft nach oben!

    OT: Eine "Pömpel"-Karte, herrlich. Mir gefallen ja "Klostampfer" (da denke ich an Fuß in der Toilette oder Harry Potter auf dem Weg ins Ministerium :D) oder "Bömbl" sehr gut. Wie heißt das in der Schweiz und Österreich denn, weiß das jemand?

    Niederlande, Österreich etc. öffnen die Schulen wieder. Bei - zum Teil deutlich - höherer Inzidenz als Deutschland. Nur wir bleiben im ewigen Fernunterricht.

    Quatsch mit Sauce. Als bekennender Christ sollte dir klar sein, dass das Konzept der "Ewigkeit" einen "etwas" längeren Zeitraum umfasst, als ein paar Wochen oder Monate. ;) Wir werden schon noch wieder öffnen dürfen zumindest im Hybridunterricht. Ich finde es gut, dass man jetzt, wo man sich zum Fernunterricht durchringen konnte, diesen nicht vorschnell beendet, ehe es tatsächlich Teil-Entwarnung geben kann (sprich bis eben auch in den Kliniken ausreichend Entlastung gegeben ist). Wenn bis dahin das ganze Impfen endlich etwas in die Pötte gekommen ist dank entsprechender Liefermengen schadet das auch keinesfalls. Ich persönlich wäre SEHR dankbar, wenn ich erst wieder Vollpräsenz hätte bei Zahlen unter 50 oder alternativ, wenn ich geimpft bin, da könnte ich deutlich ruhiger schlafen, als das bis Weihnachten der Fall war dieses Schuljahr.

    Wir sind immer noch über 100 :schimpf: Was machen die alle hier? Ich hab schon seit Samstag das Haus nicht verlassen!

    Bei uns wird es jetzt damit erklärt, dass es eine besonders umfangreiche Teststrategie gebe (da werden eben bei Fällen in der Familie prinzipiell alle Mitglieder getestet, genauso bei Fällen, die es in der Präsenzphase in Klassen gab etc.). Dadurch würden eben auch besonders viele symptomlos Erkrankte mit entdeckt, die bei einer anderen Teststrategie vermutlich unentdeckt bleiben würden. Möglicherweise ist das bei euch ähnlich.

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