Beiträge von CDL

    Was ich wirklich gut kann, ist nur das Zeichnen. Aber das lassen wie besser mal als Hobby, denn damit lässt sich nun wirklich kein Geld verdienen.

    Quatsch. Klar, reich wird man voraussichtlich damit nicht. In der richtigen Nische, mit dem passenden Talent, Kreativität, Leidenschaft, Fleiß/ harter Arbeit und dem Mut, sich in unbekanntes Land vorzuwagen kann man damit aber vernünftig leben.

    Meine eine Schwester hat während der Pandemie als Sängerin und Gesangslehrerin nicht mehr arbeiten können. In der Zeit hat sie ihr Hobby- Zeichnen- angefangen zu professionalisieren. Sie hat inzwischen ihre Stil-Nische gefunden, in der sie außergewöhnlich gut ist als Illustratorin und könnte, obwohl sie wegen der Kinder und der weiterlaufenden, berufsbegleitenden Nachqualifizierung (Designstudium mit passendem Schwerpunkt steht kurz vor dem Abschluss) lediglich in Teilzeit tätig ist, aktuell bereits leben von ihren Einkünften.

    Wenn du also tatsächlich richtig gut zeichnen kannst, dann erlaub dir doch einfach mal ergebnisoffen darüber nachzudenken, was du damit und daraus machen könntest, zu welchen Ausbildungen (mit und ohne Studium) das passen könnte. Den sicheren Weg kannst du immer noch gehen und sei es vielleicht auch nur, um ein zweites Standbein zu haben, während du dein künstlerisches Talent zusätzlich auslebst.

    Das ist bei vielen Leuten so. Immer wenn man sich einen Beruf auswählt wie z.B. Lehrer, der dann gleich auch klappt, alles gut. Wenn man sich diverse Berufe ausgesucht hat, die jedoch nicht geklappt haben, weil man sie mal eben nicht so einfach anfangen kann wie ein Lehramtsstudium, in das man sich einfach ohne jegliche Hürden von heute auf morgen einschreiben kann, wird prompt unterstellt man wüsste nicht, was man machen soll.

    Hier müsste man eher zwischen machen wollen (Plan) und tatsächlich auch machen können (Realistisch) differenzieren. Es nützt nichts, konkrete berufliche Pläne zu haben, die unrealistisch sind, dann hat man mit 50 noch keine Arbeit.

    Wie genau soll dir hier aber jemand weiterhelfen, wenn du du lediglich über Pläne schreibst, die du dir zwar wünschen würdest, aber für unrealistisch erachtest oder die sich für dich falsch anfühlen (wie Jura oder Lehramt), wobei du völlig offen lässt, woran es liegt, dass diese ersten Pläne unrealistisch sind, welche Interessen, Fähigkeiten und Fertigkeiten du ggf. im Hinblick auf diese ersten Pläne mitbringst, welche Erfahrungen du vielleicht in anderen beruflichen Bereichen bereits sammeln konntest, etc.

    Wenn du dich nur mal kurz ausheulen möchtest ist das ok, dann schreib das einfach, damit dein Thread eingeordnet werden kann. Wenn du dir aber tatsächliche Hilfe erhoffst, dann musst du anfangen konkreter zu werden.

    Ich bin übrigens nicht im ersten Anlauf Lehrerin geworden, sondern habe erst einmal ein Jura- Grundstudium abgeschlossen, dann Politikwissenschaft und Erziehungswissenschaft abgeschlossen und letztlich berufsbegleitend (mehr als 10 Jahre außerschulische Bildungsarbeit) erst ein Lehramtsstudium gemacht, nicht, weil ich nicht zufrieden gewesen wäre inhaltlich mit meinen früheren Aufgaben, aber weil ich schlicht endlich nicht mehr in relativer Armut leben wollte infolge des minimalen Verdiensts.

    Dass Wege nicht gerade sein müssen ist mir also vertraut, das gilt aber für sämtliche Berufe. Ebenfalls gilt für sämtliche Berufe, dass man als erwachsener Mensch Verantwortung übernehmen muss für sich und den eigenen Weg. Dazu gehört meines Erachtens, sich aktiv auseinandersetzen mit dem gewählten Weg, um diesen, wenn er nicht passt, so frühzeitig wie möglich anzupassen.

    Niemand hat dich davon abgehalten dein theorielastiges Lehramtsstudium frühzeitig praxisbezogener zu gestalten, sei es durch freiwillige Praktika oder auch ein passendes ehrenamtliches Engagement. Niemand hat dir verboten, spätestens am Ende des Lehramtsbachelors die Reißleine zu ziehen und umzusatteln. Niemand hält dich jetzt davon ab statt ins Ref zu gehen endlich einen Weg zu suchen und zu beschreiten, der sich zumindest richtiger anfühlt- nur du kannst dich davon weiterhin abhalten oder aber es dir selbst erlauben, konstruktiv zu überlegen, wohin deine Reise gehen soll und diesen Weg dann auch mutig zu beschreiten. Möchtest du das denn überhaupt, also mutig ins Unbekannte starten?

    Und jetzt mal Spaß beiseite!

    Die Ausbildung bei der Bundeswehr dürfte im Pilotenbereich zum anspruchsvollstem in diesem Land gehören!

    Wie kann man jemandem dazu raten, die im Jura Grundstudium gescheitert und mit hängen und würgen durch einen LA-Master gekommen ist?

    Die wäre schon nach dem ersten Interview der Traum ausgeträumt!

    Das geht wohl an mich und nein, mein Hinweis mit der Bundeswehr war nicht ernst gemeint, zumindest nicht der Teil mit der Pilotenausbildung.

    Wenn jemand Ende 20 keinerlei Plan hat, was er/ sie überhaupt machen will, offenbar noch nie richtig auf eigenen Beinen gestanden hat, dann aber eine extrem teure Berufsausbildung angibt interessant zu finden ohne Angabe von Gründen, warum diese niemals weiter verfolgt wurde trotz medizinischer Investitionen angeblich im Hinblick darauf, dann haue ich halt auch einfach mal etwas raus, was vielleicht ja eine Reaktion provoziert, mit der sich konkret etwas anfangen lässt.

    Wenn du es so formulierst: Was ich denn beruflich konkret machen MÖCHTE, dann müsste ich dir ehrlicherweise sagen, dass ich nach 14 Jahren Schule, Mathe-Leistungskurs, 1,9 Abitur und einer 6000€ teuren Augen OP (beide Augen) sehr gerne schon immer Pilotin werden wollte. Daher habe ich das oben genannte alles gemacht.

    Versuch dein Glück bei der Bundeswehr beispielsweise. Da dürfte die Einstellungsperspektive gut sein, wenn du körperlich halbwegs fit bist. Wenn es dann nicht für eine Pilotenausbildung reicht, gibt es bestimmt sichere Alternativen im weiteren Personalbereich, wo kein Hahn nach deinen bisherigen Leistungen krähen wird. Eine duale Ausbildung kannst du dort auch noch machen.

    Danke für den Hinweis. :top:

    Ich hatte an das Schulamt gedacht.

    Werd beides weitergeben.

    Ah, die gibt es bei euch. Dann kann natürlich auch dort angefragt werden. Wenn die nicht zuständig wären, werden sie das ja deinem Bekannten mitteilen. Also erst neue Schule am alten Standort, dann Schulamt, dann Bezirksregierung. Schulämter erreicht man zumindest hier in BW telefonisch deutlich besser als unser Pendant zur Bezirksregierung.

    Ich kenne einige ehemalige Lehramtsstudierende, die bei der Agentur für Arbeit angefangen haben. Vielleicht wäre das etwas für dich.

    Oh ja, ich hatte mal so einen als Fallbearbeiter, während ich ALG- Aufstockerin war und parallel noch mein Lehramtsstudium abgeschlossen habe (ja, das geht beides zusammen unter gewissen Voraussetzungen). Das war leider ein sehr frustrierter Mensch, der sein eigenes Scheitern im Ref zum Maß der Dinge gemacht hat, um mir zu erklären, dass ich das Ref ja gleich gar nicht schaffen könne mit meiner Behinderung, wenn er als kerngesunder Mann an den Belastungen/ Herausforderungen schon gescheitert wäre, vermutlich aber bereits am Studium scheitern würde oder wenn, dann halt gerade so bestehen würde, wie er, der er nicht behindert wäre.

    (Als ich mein 2. Staatsexamen hatte habe ich dem dann mal einfach noch nachträglich eine Kopie davon und vom 1. Staatsexamen zugeschickt plus die Zusage für die Planstelle, mit dem Hinweis, dass ich als Schwerbehinderte gelernt hätte mich durchbeißen zu müssen, nichts geschenkt zu bekommen und nicht so schnell aufgeben würde, nur weil etwas schwer wäre für mich und es schön wäre, wenn er künftig eine Schwerbehinderung nicht verwechseln würde mit mangelnder Anstrengungsbereitschaft, Willenskraft, Durchsetzungsvermögen oder auch schlicht Befähigung für einen Beruf oder eine Berufsausbildung. Auch wenn ich nämlich stark genug wäre, Menschen wie ihn, die mich behindert hätten hinter mir zu lassen, hätten nicht alle Menschen mit Behinderung diese Kraft und wären deshalb darauf angewiesen, nicht weiter diskriminiert zu werden. Das ging auch cc an seine Vorgesetzte, die mich nach ihm betreut hatte. Die fand sein Verhalten genauso unsäglich wie ich und meine Mail klasse.)

    Kurz gesagt: Einfach nur zur Agentur für Arbeit zu wechseln aus Ratlosigkeit und Verzweiflung, weil man nicht weiß, was man machen will, kann nach hinten losgehen, sowohl bei der eigenen Lebenszufriedenheit als auch bei der Qualität der Arbeitsleistung, worunter andere Menschen zu leiden haben. Sinnvoller fände ich es insofern erst einmal selbst Beratung zu suchen bei der Agentur für Arbeit und dann vielleicht einfach eine Duale Ausbildung draufpacken in einem passenden Bereich.

    Abschlusszeugnisse müsse meine ich 40 Jahre aufbewahrt werden. Wenn es also die Schule nicht mehr gibt, dann muss dein Bekannter die zuständige Bezirksregierung kontaktieren, um zu erfragen, wo die Akten dieser Schule eingelagert wurden und an wen er sich insofern wenden kann mit seiner Anfrage. Wenn der alte Standort von einer anderen staatlichen Schule weitergeführt wird, wie einer Gesamtschule oder Grundschule, dann wäre diese Schule die erste Anlaufstelle würde ich sagen, da es sehr wahrscheinlich so ist, dass die alten Akten dort einfach weiter gelagert werden.

    Aus Interesse: Wir hatten kürzlich den Fall, dass eine (unglaublich problematische) Schülerin in gutem Englischen totalen, sich wiederholenden, ausgedachten Schwachsinn geschrieben hat. Ich kenne es so, dass man in solchem Fall auch die Darstellungsleistung abwerten muss, aber das gab heftige Diskussionen.

    Das wären beispielsweise bei uns an der Realschule in den Prüfungen (und damit natürlich auch davor, spätestens in 9/10) komplett null Punkte, da ohne Bezug zur Aufgabenstellung das Thema einfach komplett verfehlt wurde. Sprachliche Richtigkeit alleine gibt spätestens in den Prüfungen (und damit auch spätestens in Klassenstufen 10) keinerlei Teilpunkte mehr bei Freitextaufgaben, in denen es völlig klar nicht um isolierte Grammatik/ Satzbau oder Lexik geht. Das ist durch das Land entsprechend vorgegeben in den Fremdsprachen (in BW).

    Genau so funktioniert es mit verbindlich vorgegebenen EWH mit allein 12 ausdifferenzierten Einzelkriterien in der sprachlichen Bewertung eben nicht.

    OT: Würdest du mir vielleicht mal deine Kriterien zusenden (gerne als PN). Das liest sich für mich sehr strukturiert- strukturierter, als z. B. die Vorgaben, die wir für die Korrektur der Abschlussprüfungen in Französisch erhalten. Das fände ich insofern nicht nur spannend, das einmal zu vergleichen, sondern auch als hilfreich, da ich die Korrekturvorgaben an manchen Stellen als zu schwammig und ungenau empfinde, aber noch kein ausformuliertes ergänzendes System habe.

    Das Problem entsteht, wenn die Lehrkraft oder schlechter Unterricht Schuld an diesen Fehlvorstellungen sind. Ob nun fachfremd oder nicht, ist eine Lehrkraft nur dann geeignet, wenn sie den Unterricht fachlich korrekt erteilen kann. Leider überschätzen sich da gerne ein paar Kollegen.

    Und das gilt ausnahmslos für jedes Fach und jede Schulart. Vor allem in Politik erlebe ich es SEHR regelmäßig, dass andere Lehrkräfte- gleich ob fachfremde oder im Fach ausgebildete Personen- Klassen schlicht falsche Informationen geben zu rechtlichen Rahmenbedingungen, gewissen unumstößlichen „Spielregeln“ der Demokratie oder eben auch in sehr auffälliger Weise den Beutelsbacher Konsens missachten ihren eigenen Aussagen, aber auch manchen Materialien nach zu urteilen.

    Natürlich hast du da Chancen, aber es wird eben genau geprüft, ob die erneute Reha alternativlos ist oder es möglicherweise eine bessere Behandlungsoption geben würde angesichts der gesundheitlichen Vorgeschichte (z. B. stationär, statt erneut ambulant oder erst einmal weitere ambulante Behandlungsmöglichkeiten, die noch nicht ausgeschöpft wurden). Genau dafür ist dann der Amtsarzt da, um das zu prüfen und zu entscheiden. Ob die Reha dann in den Sommerferien ist ist dagegen nicht weiter relevant. Wenn diese tatsächlich nach so kurzer Zeit erneut erforderlich ist bei derselben Indikation, dann ist es medizinisch gesehen möglicherweise sogar besser, wenn die Reha so zeitnah, wie möglich erfolgt.

    Wenn du das Studium nur noch ein Semester lang machst, dann konzentrier dich darauf, so viel wie möglich Mathematik und Didaktik deiner Fächer zu belegen in dem einen Semester. Praxis bekommst du im Direkteinstieg dann mehr als genug und wie man Unterrichtsentwürfe schreibt kannst du dir problemlos selbst aneignen, ohne PH- Seminar. Darüber hinaus solltest du dich selbst intensiv einlesen in Klassenführung, Umgang mit Störungen, Leistungsmessung, Unterrichtsmethoden und Sozialformen.

    Gemäß der Informationen des Landes BW zum Direkteinstieg, wirst du im ersten Halbjahr 8 Stunden Hospitationen (bedeutet , du sitzt hinten drinnen bei Mentoren im Unterricht und lernst, wie es geht) bzw. begleiteten Unterricht (bedeutet, du planst mittels Verlaufsplänen deine Stunden, hältst diese, Mentoren sitzen hinten drinnen zur Beobachtung und geben dir im Anschluss Rückmeldung, genau wie das im Ref üblich wäre) haben und 6 Stunden eigenständigen Unterricht (diese Stunden planst du zu Beginn ebenfalls penibel mit Verlaufsplänen, hältst sie aber komplett alleine). Dazu kommen bis zu zwei Seminartage pro Woche.

    Im zweiten Halbjahr sind es dann 6 Stunden Hospitationen/ begleiteter Unterricht und 8 Stunden eigenständiger Unterricht. Im dritten Halbjahr 2 Stunden/ 16 Stunden, im vierten Halbjahr gibt es nur noch 18 Stunden eigenständigen Unterricht. Wenn du die Lehrproben am Ende erfolgreich schaffst, folgt das Bewährungsjahr mit den Unterrichtsstunden gemäß deinem Deputat (Voll- oder Teilzeit).

    Die Theorie, deine fundierten fachlichen Kenntnisse, sind die unerlässliche Basis dafür, dass du dich auch weiterhin berufsbegleitend in all die Fächer und Fachbereiche einarbeiten kannst, die du unterrichten wirst müssen an einer Grundschule, aber nicht studiert hast. Die Theorie ist damit das Fundament für eine erfolgreiche Berufspraxis. Deshalb musst du unbedingt im nächsten Halbjahr noch versuchen Lücken zu schließen, damit du dich im Direkteinstieg dann hoffentlich erfolgreich um die Verknüpfung von Theorie und Berufspraxis kümmern kannst.

    Das tut mir sehr leid Treasure. Ich wünsche dir viel Kraft und viele positive Begegnungen, die gerade jetzt Licht, Kraft und Liebe in dein Leben bringen. Ein geliebtes Tier zu verlieren bedeutet einen besten Freund und ein über alles geliebtes Familienmitglied in einem zu betrauern. Ich kenne das Gefühl nur zu gut. Mein Beileid!

    TF: Tanzfahrt

    Ein beliebtes Ereignis an Schulen in Bundesländern mit „B“, die sogar Hochdeutsch beherrschen. Dabei wird ein Quartal lang der Sportunterricht mit dem Geschichts- und Geographieunterricht kombiniert und der jeweilige Abschlussjahrgang der jeweiligen Schule- für den das ein unerlässliches und damit verpflichtendes Übergangsritual ist- ist einmal alle zwei Wochen in mehreren großen Reisebussen unterwegs, so weit der Tank reicht.

    Ziel einer jeden Ausfahrt ist dabei wahlweise ein historisch relevanter Ort oder aber ein geographisch interessanter Ort- relevant und interessant natürlich aus Influencer- Perspektive, schließlich gilt es als Schule stetig die Nase vorn zu behalten im Rennen um das geilste Angebot.

    Angekommen am Ziel der Woche wird vom Jahrgang eine kurze Gruppenperformance (3- 4 SuS pro Gruppe, ein Lied von 2-3min Dauer, Choreographie jeweils in der Zwischenwoche im Sport-, Geschichts- und Geographieunterricht erarbeitet und eingeübt von den Gruppen, Bezug zur Tanzlokalität muss sichtbar werden, vgl. Beispiele in den einschlägigen Bildungsplänen und Curricula*) präsentiert und auf Video aufgezeichnet (drei Durchgänge pro Gruppe, um etwas Material zum Zusammenschneiden zu haben). Für jede Präsentation gibt es Fachnoten in den zwei beteiligten Fächern (Sport plus Geo oder Sport plus Geschichte).

    Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, ein Zusatzzertifikat als geprüfte(r) Influencer(in) zu erwerben im Laufe des Quartals. Wer das Zertifikat erwerben möchte (erhältlich im Onlineshop der Schule zu einem Vorzugspreis von 139€** für Absolventinnen und Absolventen des Zertifikatskurses), muss auf jeder Heimfahrt die Videos von mindestens drei anderen Gruppen ansprechend zusammenschneiden. Diese werden im Anschluss direkt auf sämtlichen Schulkanälen gepostet. Wer zum Quartalsende die meisten Likes für seine/ ihre Endvideos generieren konnte, erhält darüber hinaus einen attraktiven Werbedeal mit einem bekannten Hersteller Spreewälder Gurken im Wert von 5000 Einmachgläsern voller Spreewaldgurken. 🥒🥒🥒🥒🥒 (Symbolbild)

    Geiz ist selbstredend nicht geil bei einem derart hochwertigen Bildungsangebot, schließlich müssen die zahlreichen externen Expertinnen und Experten, die dieses Angebot betreuen, begleiten und bewerten (Choreographinnen und Choreographen, Tanzlehrkräfte, physiotherapeutisches Personal, Cateringcrew, renommierte Historiker: innen vom Kaliber eines Björn H., die wissen, wie Propaganda Marketing geht, Reinhold Messner, Influencer: innen von internationalem Ansehen) angemessen bezahlt werden. Darüber hinaus sind die Busfahrten zu finanzieren. Es wird deshalb vorausgesetzt, dass Eltern wöchentlich 500€ pro Kind in die Klassenkasse einzahlen zusätzlich zu den 5000€ Kursgebühr, 80€ Prüfungsgebühr pro Fachnote, 3x20min Einzelcoaching à 750€, ggf. 139€ (Vorzugspreis!!!) für das Zertifikat und 50€ Pauschalbeitrag pro Person und Tag für die Nutzung der diversen Schulportale in den sozialen Medien zur Verbreitung der Videos.***


    * Beispiele: Die Armwelle ist eine bekannte Referenz auf den Wannsee, die Bodenwelle („Breakdance“/ Breaking) nimmt Bezug auf die Mecklenburger Seenplatte. Freezes aller Art sind dagegen eine Metapher für die Klimakrise reversed. Power Moves geben Hinweise auf verknüpfte historische Ereignisse.

    ** Standardpreis auf Nachfrage verfügbar.

    *** Bei der schulinternen Verkaufsveranstaltung Informationsveranstaltung sollte unbedingt hervorgehoben werden, dass die Preise insgesamt als Vorzugspreise zu erachten sind, da ein derart attraktives Angebot außerhalb der Schule deutlich kostspieliger wäre.****

    **** Hervorzuheben ist in schwierigen Zielgruppen, dass zahlreiche begleitende Expertinnen und Experten SuS der örtlichen BBSen sind, die den Kurs im Rahmen eines unbezahlten Praktikums, z.B. als physiotherapeutisches Personal oder Cateringcrew begleiten. Dies spart nicht nur Kosten, sondern macht den Kurs sogar zu einem steuerlich voll absetzbaren ehrenamtlichen Engagement für die Resozialisierung nicht studierender Menschen in die Gesellschaft.

    Keine Spritze beim Zahnarzt bekommen. 🥳 Habe damit nur kurz vor Erleichterung geweint, statt vor Angst und Panik, die Spritzen beim Zahnarzt (und nur die, bin Blutspenderin seit Anfang meiner 20er und sogar noch entspannt, wenn eine unerfahrene Sprechstundenhilfe mich in ein Nadelkissen verwandelt beim Versuch meine querliegenden Venen zu treffen) seit einer verkorksten Zahn- OP als Kind bei mir auslösen. 💉

    Außerdem: Keine Schmerzen mehr, auch ganz ohne Schmerzmittel. 🫶 Wunde ist gereinigt, Medikament wurde aufgebracht und in ein paar Tagen dürfte alles ausgeheilt sein. Damit wird meine linke Gesichtshälfte dann auch wieder Normalgröße annehmen.

    Und als Bonus habe ich endlich den richtigen Weg gefunden, die Bänderüberdehnung so zu tapen, dass es ausreichend stabilisiert wird, aber nicht einengt und den angebrochenen Vorderfuß (der auch einfach nur ausheilen soll laut Arzt bei normaler Belastung) so zu bandagieren, dass ich nicht mehr bei jedem Schritt auf die Zähne beiße oder laut ächze. 🌈❤️🌈

    Weniger Schmerzen zu haben ist einfach schön.

    Das war Ironie ... ich habe nur die Liste der Sachen fortgesetzt, die man dann in Sport von außen einkaufen könnte. (Unsinnigerweise, weil es Sache des Sportunterrichts und des Sportlehrers ist.)

    Ich habe meinen Beitrag gerade schon ergänzt, ehe ich das von dir gelesen habe, da mir klar geworden ist, dass sich das so liest, als würde ich dich mitnehmen mitmeinen. Bitte entschuldige die missverständliche Formulierung.

    Stimmt, anstelle des Theaterbesuchs kann auch das Kollegium ein Stück aufführen.

    Der Kollege mit dem größten Haus wird dann der Herbergsvater für die nächste Klassenfahrt.

    Der mit dem dicksten Auto fährt dann den Bus dorthin, usw.

    Oder man findet Wege, solche Aktivitäten möglichst häufig kostenneutral anzubieten als Schulen. Es gibt diverse Fördertöpfe, auf die Schulen dafür zurückgreifen können, in meiner Stadt gibt es außerdem mehrmals im Jahr für Schulen kostenfreie Angebote, die die Stadt komplett finanziert, damit alle Kinder herkunftsunabhängig ins Theater gehen können. Andernfalls können sich das viele Familien einfach nicht leisten.

    Finde ich überhaupt nicht Absurd, wir holen für Aufklärungsunterricht auch eine Frauenärztin, für Verkehrserziehung einen Polizisten usw. warum also nicht auch für Tanzen einen Experten?!?

    Dafür zahlen aber die Eltern nichts extra.

    und fürs Schwimmen.

    Und fürs Fußball spielen

    Und für Tennis spielen

    Und für ....

    Das könnte man beliebig fortsetzen.

    Tennis kenne ich von keiner Schule, würde das zumindest in den meisten Fällen (sprich Schule ohne kostenfreien Zugang zu Tennisplätzen) aber im AG- Bereich verorten und vermuten, dass das dann genau wie Golf- Angebote kostenpflichtig sein kann. Schwimmunterricht oder Fußball- sei es als AG oder im Sportunterricht- ist aber natürlich komplett zuzahlungsfrei für Eltern.

    Tanzuntericht im Rahmen des Sportunterrichts finde ich eine tolle Alternative- wenn es kostenfrei ist für die Eltern, da die Sportlehrkraft den Unterricht hält. Andernfalls muss es meines Erachtens immer eine kostenfreie Alternative geben.

    Dass manche hier (bezieht sich nicht auf dich kleiner gruener frosch ) darüber noch nicht einmal nachzudenken scheinen, sondern es für völlig normal erachten, dass Schulen Eltern an jeder nur denkbaren Stelle angeblich zumutbare Zusatzkosten aufbürden, empfinde ich als sehr empathiebefreit im Hinblick auf die Herausforderungen armutsgefährdeter Menschen (die keine Transferleistungen beziehen oder (noch) keinen Anspruch darauf haben).

    Ich sehe oft die Beschämung von SuS, die schon durch die 5€- Grenze ihrer Klasse beim Wichteln weit über die finanziellen Verhältnisse ihrer Familien gehen müss(t)en, was natürlich niemand mitbekommen soll. 30€ zusätzlich sind für solche Familien nicht mal eben möglich.

    Nachdem ich selbst vor dem Schuldienst rund 10 Jahre in relativer Armut gelebt habe (ALG II- Aufstockerin), weiß ich sehr genau, wie sich das anfühlt und gehe nicht leichtfertig mit dem Budget meiner SuS und deren Familien um.

    Gibt es deine Fächerkombination an deiner Schulart in RLP? Wenn nicht, könnte das ein Grund sein, falls du generell nicht nach RLP kannst. Falls du nur in dieser Runde kein Angebot aus RLP erhalten hast, dann hat RLP schlicht zu wenig eigene Abgaben im Ländertauschverfahren, als dass du noch berücksichtigt hättest werden können. In dem Fall könntest du aufs nächste Jahr hoffen.

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