Beiträge von CDL

    Wegen *einer* infizierten Lehrperson die ganze Schule schliessen? Seltsames Konzept. Naja. Hauptsache den deutschen Medien wird nicht langweilig.

    Dem Artikel nach war die erkrankte Lehrerin (gute Besserung!) in der Vorbereitungswoche mit sämtlichen Lehrkräften der Schule in Kontakt. Nachdem es in MeckPomm aktuell ja noch keine Maskenpflicht in den Schulen gibt (oder hat sich das schon geändert, habe zuletzt letzte Woche nachgeschaut, wie es in den verschiedenen Ländern aussieht?) und womöglich Mindestabstände nicht ausreichend eingehalten wurden (werden konnten?), müssen natürlich erst einmal sämtliche Lehrkräfte durchgetestet werden ehe sie unterrichten können, ergo ganze Schule zu. Klingt für mich jetzt absolut nicht unvernünftig. Hilft ja niemandem, wenn am Ende über die Lehrkräfte ganze Klassen (womöglich samt Familien) infiziert werden. Insofern macht euch frei von den Verordnungen eures Bundeslands (bzw. wartet diese nicht ab, ehe ihr so gut wie möglich für euch sorgt) und tragt (soweit medizinisch möglich!) wenigstens MNS während der Vorbereitungswoche bzw. achtet (in jedem Fall!) auf Mindestabstände und ausreichendes Durchlüften (falls bauartlich möglich: in jedem Fall!). Das Schuljahr wird für keinen von uns leichter, wenn uns direkt zu Beginn gleich wieder eine Woche fehlt.

    Oh, ich füge noch hinzu: Grundschullehramt bietet auch die Universität Kassel an, dort lagen die Wartesemester zuletzt bei vier bis fünf, d. h. mit deinen dann sechs solltest du drin sein.

    Wartesemester werden aber nur dann für die Ausbildung anerkannt, wenn man sich erst an der Uni bewirbt, dort Wartesemester "verordnet" bekommt und diese Wartezeit dann mit einer Ausbildung sinnvoll nutzt, nicht wenn man sich nach der abgeschlossenen Berufsausbildung erstmalig für ein Studium bewirbt. (falsche Info meinerseits, vgl. #11, Danke chilipaprika .:rose:)

    Insofern solltest du dich bei dem Abischnitt ggf. nicht nur in Hessen für ein Studium bewerben DerNeue . Im Übrigen dient ein Studium- egal für welche Schulart- nicht nur dazu dich fachlich fitter zu machen, als deine Zielgruppe, sondern auch tatsächliche Fachkenntnis zu erlangen. Auch Grund- und Förderschullehrkräfte müssen insofern mehr von Mathe verstehen, als den Stoff, den sie am Ende tatsächlich den SuS vermitteln können, um eben auch selbst zu wissen, was sie im Hinblick auf künftige Lernschritte in der Sekundarstufe anlegen müssen. ;)

    Das ist ja auch nicht die Intention davon, sondern Lerndefizite auszugleichen.

    Und wo sollen die Lehrkräfte herkommen, die diese zusätzlichen Deputatsstunden leisten, wenn es in den meisten Schularten bundesweit aktuell weniger Lehrkräfte gibt, als zu besetzende Stellen bzw. noch nicht versorgte Bewerber oft so festgelegt sind bei den Einsatzgebieten, dass sie lieber keine Stelle antreten, als eine Planstelle in einer ungewünschten Region anzunehmen?

    Es gibt doch noch so viel mehr Inhalte im Musikunterricht. Oder liege ich damit falsch?

    Nein, natürlich nicht, aber nach bereits einem ganzen Schulhalbjahr ohne Singen und Musizieren in den Schulen fehlt eben ein wirklich wichtiger und wertvoller Baustein des Musikunterrichts, der es ganz nebenbei auch erlaubt Kinder, die nicht von Haus aus Instrumentalunterricht haben und denen insofern vieles in der Musiktheorie (angefangen mit Noten lesen) äußerst schwer fällt, emotional und fachlich "mitzunehmen" und zu motivieren im Unterricht. (Ich war selbst an einem Musikgymnasium. Da war es normal, dass es den ganzen Schultag über aus dem Musiktrakt laut geklungen und gesungen hat im ganzen Schulhaus, täglich irgendein Chor oder Orchester geprobt hat und es sehr regelmäßig Aufführungen gab, die stadtweit den Ruf hatten echte Konzerte und nicht nur für liebende Eltern hörbar zu sein. Schon die Prüfungszeiten, wenn plötzlich für zwei Wochen das ganze Haus in Stille verfiel fühlten sich sehr fremd an.) Es ist einfach wichtig, dass das im kommenden/diesem Schuljahr wieder anders möglich ist. Musikalische Bildung lebt und atmet nunmal mit der Praxis, auch wenn die Theorie das Fundament liefert.

    Mantik: Wenn du unter den Kasten mit dem Zitat klickst (ist insbesondere am Handy manchmal nicht ganz leicht zu treffen), dann erscheint deine Antwort unterhalb des zitierten Beitrags, so dass diese leichter inhaltlich auseinanderzuhalten sind für Dritte. Willkommen im Forum. :)

    Wir wirst du denn im kommenden Schuljahr das Kennenlernen in deinen Gruppen organisieren? Klassenfahrten und ähnliche teambildende Maßnahmen sind ja erstmal raus, wie gestaltest du also den ersten Tag oder sogar die erste Woche, um dennoch das von dir erwünschte Klassenklima zu erzielen?

    Ich weiß nicht, ob das auch bei Handys funktioniert, aber wenn meine Hunde Schluckauf haben, bekommen die immer eine Runde Bäuchle kraulen und "Schluckauflied" vorgesungen bekommen verordnet (das entspannt, lenkt ab und die Routine entspannt noch mehr, so dass der Schluckauf ratzfatz wieder weg ist. Frau Hund hatte das als Welpe immer nach dem Essen und musste sich übergeben, wenn es nicht schnell genug vorbei war. Kotzendes Handy ist bestimmt auch unschön...). Schaden wird es jedenfalls nicht.^^

    - Warum darf ich in der Klassenarbeit keinen Bleistift verwenden?

    - Kann ich heute ausnahmsweise neben X sitzen?

    - Muss ich mit Y in eine Gruppe?

    - Können Sie heute keine Hausaufgaben aufgeben?

    - Kann ich das AB noch einmal bekommen? Meins ist verschwunden / habe ich verloren / vom Hausaufgabenpaten nicht bekommen. / Ich habe das AB letzte Woche nicht bekommen (weil ich gepennt habe beim Austeilen).

    - Warum sind Sie IMMER so streng?

    - Können wir ein Fenster öffnen?

    - Können wir alle Fenster schließen?

    - MUSS ich das etwa AUCH machen? (sehr entgeistert) (korrekte Antwort : Nein, nur alle anderen in der Klasse.)

    Ich kenne die Gespräche für Quereinsteiger gar nicht, würde aber davon ausgehen, dass es in der Präsentation nicht einfach nur um Fach- und Sachkenntnis geht, sondern es gut wäre, wenn du dich vorher schlau machen würdest, in welchen Klassenstufen in deinem Bundesland und an deiner Schulform Induktion auf dem Lehrplan stehen kann, um dir dann zielgerichtet zu überlegen, wie du Alter der SuS, relevantes Vorwissen etc. einbeziehen könntest, worauf du bei solchen Versuchen aus Sicherheitsgründen im Umgang mit SuS achten musst und natürlich, wie du das Ganze inhaltlich gestalten könntest. Dass du mit den Materialien an sich umgehen kannst, wird dir jede und jeder voraussichtlich sofort zutrauen, da du vermutlich ein entsprechendes Fachstudium vozuweisen hast als Expertise und dich mit den Gerätschaften (anders als ich) ausreichend auskennst, in jedem Fall wirst du das ja gleich mit zeigen.

    Kannst du bei dem Studienseminar ggf. aktuell jemanden per Mail erreichen, um nochmal Details zu Präsentation und Gruppengespräch auch dort direkt zu erfragen? Alternativ könntest du dich an deine Gewerkschaft wenden mit der Bitte um einen passenden Ansprechpartner, der dir etwas mehr zu den Inhalten sagen kann.

    Treffen mit Freunden auch weiterhin weitestgehend nur zu zweit und mit Abstand. Meine engste Familie und eine gute Freundin umarme ich mit FFP2-Masken auf inzwischen wieder zu Begrüßung/Abschied, aber eben wirklich nur mit Maske, sonst Abstand. Essen gehen nur, wenn das Wetter es erlaubt im Freien zu sitzen. Kein Kino/Theater/Konzerte, kein Schwimmbad, Badesee nur äußerst begrenzt und in engen Zeitfenstern, weil sich dort sonst die Massen tummeln ohne Sinn, Verstand und Mindestabstände, keine Innenstadt wenn irgend möglich (dort steppt aktuell schon wieder der Bär- ohne Mindestabstände, weitestgehend ohne Masken und die Menschen meinen sich extra eng an dir vorbeidrücken zu müssen habe ich teilweise den Eindruck), keine Besuche bei Freunden zuhause, wenn, dann nur im Freien, Familienfeste finden weitestgehend nicht statt oder sonst nur im engsten Rahmen und im Freien, kein Tagesbesuch ins benachbarte Elsass oder in die Schweiz... Bei mir ist das Privatleben auch weitestgehend zurückgefahren und wird es auch erstmal weiter bleiben (auch wenn ich hoffe, dass wir im kommenden Jahr wieder ein größeres Familienfest machen können, das gibt es sonst bei uns einmal im Jahr, dass wir aus allen Ecken Deutschlands zusammenkommen an einem Wochenende, miteinander reden, die Kinder spielen, den Familiengarten genießen,... Das fehlt tatsächlich sehr in diesem Jahr.).

    An meiner neuen Schule wurden jetzt auch alle KuK (samt der Neuen wie mir) noch vor den Sommerferien schulintern fortgebildet im Umgang mit dem LMS der Schule, damit dies unabhängig von den Infektionszahlen ab September durchgängig auch im Präsenzunterricht implementiert werden kann (und soll).

    Na ja, letztlich ist das, was man heute als "Podcast" bezeichnet nix Neues, sondern wurde auch früher schon gemacht im Unterricht mit Kassettenaufnahmegerät (wir haben auf dem Weg in Klasse 5 oder 6, sprich ca.1991 ein Hörspiel im Unterricht aufgenommen). Reine Audioaufnahmen kann jedes Smartphone leisten, wenn man kleine Filmchen (z.B. explainitys) drehen möchte, gibt es diverse Apps, die mal mehr, mal weniger gut geeignet sind samt Videoschnittfunktion (an der Stelle sind die iPads mit zumindest bei mir vorinstalliertem iMotion dann durchaus praktisch). Wenn du es nur klassenintern teilen möchtest, wäre eine Möglichkeit, das über Office 365 auf der eigenen Klassenseite einzustellen, auch schulintern könnte man es auf diesem Weg natürlich teilen. Alternativ könnte man es im Schulmoodle für die Klasse/schulintern hochladen. Das kommt dann einfach auf das LMS der Schule an, wo man das wie hochlädt und teilt. Ein klassischer passwortgeschützter Bereich der Schulhomepage könnte ebenfalls für die schulinterne Veröffentlichung genutzt werden.

    Hier bietet sich übrigens auch "Schokolade" an, dazu gibt's von der Kakaobohne über Fairtrade bis hin zur Schokoladenfondue und dem Besuch in einer gläsernen Schokoladenmanufaktur sehr viele Ideen und Materialien kostenlos im Netz.

    Das könnte man auch ganz hervorragend verbinden mit dem Aspekt Kinderrechte, der vorher schonmal angesprochen wurde, denn auf den Kakao-Plantagen arbeiten oft Kinder. Da könntet ihr euch gemeinsam kundig machen, welche Label es gibt, die tatsächlich ohne den Einsatz von Kinderarbeitern produzieren, welche anderen Label es gibt und was diese bedeuten, etc. (Smartphones für die Recherche zuhause dürfte eine Mehrheit haben, für alle anderen könntest du z.B. die Informationen zu den weiteren Labeln die es bei Schokoloade gibt ausgedruckt mitbringen). Ihr könntet einen Podcast erstellen, in dem euer gesammeltes Wissen für die Schulgemeinschaft aufbereitet und aufgenommen wird (schriftlich mit den Erziehungsberechtigten vorab klären, dass eine Tonaufnahme erstellt werden darf und über die Schulcloud/Homepage der eigenen Klasse oder der gesamten Schule zur Verfügung gestellt werden darf), daran könnten auch die anderen WPF mitwirken mit eigenen Folgen.

    Achte darauf, dass diejenigen, die vorne stehen ausreichend Abstand zueinander halten (Markierungspunkte an den Boden kleben?) und mach das Abnehmen der Maske in so einer Situation zur Option- um die Gesichter der anderen wenigstens kurz einmal sehen zu können in der Kennenlernphase- nicht aber zur Pflicht. Wenn du nicht rausgehen kannst, könntest du über eine Placemat in Gruppen Vorwissen, Haltungen, Berufserfahrungen etc. erfragen. Oder du lässt sich sich zu zweit wechselseitig interviewen zu diesen Aspekten mit der Auflage sich danach gegenseitig vorzustellen und einen kurzen "Werbeslogan" für das gegenüber zu finden, dass diesen prägnant/witzig/einprägsam/freundlich/... vorstellt. Die gegenseitigen Interviews sollten auch mit MNS und Abstand funktionieren und so ist etwas etwas lebendiger, als wenn du gerade in einer Vorstellungsstunde fast nur schriftlich arbeiten musts. Oder sind solche Methoden bei euch auch im neuen Schuljahr generell ausgeschlossen?

    Ja, das ist wirklich so. Ich hätte auch längst einen Nobelpreis, wenn meine Lehrer, Ärzte und Anwälte einen ordentlichen Job gemacht hätten!

    Im Ernst, ich habe manchmal den Eindruck, dass es immer Eltern von Kindern mit Down-Syndrom sind, die diesen Stellvertreterkampf führen. Eltern von Kindern mit Körperbehinderungen erwarten nicht, dass diese in Stephen Hawkings Fußstapfen treten (sorry, unpassende Redensart in diesem Falle...). Woran das wohl liegt?

    Reine Spekulation, aber nachdem man- anders als manch andere Behinderung- gerade das Down Syndrom durch vorgeburtliche Gentests sehr gut nachweisen kann, stehen möglicherweise gerade Eltern dieser Kinder unter einem ekelhaft hohen gesellschaftlichen Rechtfertigungsdruck, warum sie nicht abgetrieben haben. Nicht alle Eltern sind dem im selben Maß gewachsen und versuchen möglicherweise deshalb über den vermeintlichen Bildungserfolg, den das Kind haben könnte bei ausreichender Förderung ihre Entscheidung für das Leben ihres ungeborenen Kindes zu rechtfertigen (was natürlich völlig unnötig wäre, denn das Problem sind Mitmenschen, die Eltern behinderter Kinder dieser Art Rechtfertigungsdruck überhaupt erst aussetzen und damit letztlich wir als Gesellschaft mit unserer Haltung Behinderungen und Behinderten gegenüber).

    Mal eine allgemeine Frage, Fokus auf Hessen: kann eine Schule alleine entscheiden, die ursprüngliche Regelungen vor den Sommerferien, also beispielsweise nur zwei Präsenztage oder Einteilung in A und B und wöchentlichen Unterricht in Präsenz, beizuhalten? Oder ist man als Schule vorerst "gezwungen" in den "normalen" Unterricht zu wechseln?

    Auch wenn ich nicht aus Hessen komme: Wenn die Landesvorgabe ist, dass nach den Ferien im Regelfall im annähernd Normalmodus zu starten ist, gilt das natürlich für alle Schulen, bis es eine andere Weisung gibt durch das KM oder abweichende Vorgaben des Gesundheitsamts die mit dem Infektionsschutzgesetz begründet werden können. Das rollierende System ist ein viel zu weitreichender Einschnitt in die Schulpflicht, um diesen als Schule einfach selbstbestimmt vornehmen zu können.

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