Gewaltverbrechen überlebt, wieder auf die Beine gekommen (physisch/psychisch), beruflichen Wiedereinstieg bewältigt, Zweitstudium abgeschlossen, Ref gepackt, teilweise ungewöhnliche Lösungen gefunden für Medikamentenunverträglichkeiten (z.B. Assistenzhund) und trotz der geballten Portion Realismus, die das Leben mir zu schlucken gab nicht den Glauben an den guten Kern in uns allen völlig verloren und immer noch (bzw. wieder) dazu imstande meinen Mitmenschen zu vertrauen und nicht aus Angst vor erneuten Übergriffen eingeigelt zu verharren und mein Leben als Nerd zu perfektionieren. Das war in punkto psychischer Gesundheit verdächtig auf olympischem Goldkurs würde ich sagen, vor allem, weil ich gelernt habe durch das Erlebte meine Schwächen und Fehler anzunehmen, um Hilfe zu bitten gelernt habe statt alles als Einzelkämpferin zu bewältigen- heutzutage bin ich überzeugte Teamplayerin- und mit absoluter Sicherheit die beste Version von mir geworden bin, die in mir steckt (auch wenn ich jedem Menschen einen leichteren Weg wünschen würde ist etwas Demut zu lernen als Dauerüberflieger sehr hilfreich).
Ich bin verdammt stolz auf mich! Mal schauen, was die nächsten 10 Jahre so bringen werden. Ich sehe sehr viel (innere) Sonne und Licht, wenn ich darüber nachdenke.