Beiträge von CDL

    Ich denke eigentlich nein, bin aber immer mal wieder überrascht, was in bestimmten Momenten aus mir herausbricht, wenn ich emotional sehr aufgeladen bin und mir nur mit Pinsel und Farbe auf der Leinwand emotionale Ruhe zu verschaffen vermag oder was Spannendes herauskommt, wenn ich einfach mal dem Speckstein das Kommando übergebe und einfach nur wegfeile, was der Form des Steines oder dem Verlauf einer Maßerung nach weg muss. Die Ergebnisse überraschen und begeistern mich regelmäßig, während ich bei zielgerichtetem "specksteinen" oder malen nur Unfug zusammenbringe.

    Wie gehst du vor, wenn du dich künsterlisch betätigst? Geplante Arbeit oder kreative Explosion ohne klares Ziel?

    Politiker sagen es ja immer wieder, dass wir uns nicht ins Gesicht fassen sollen...

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    Es geht um die akute Notlage die entsteht, wenn die Intensivbetten nicht ausreichen.

    Wenn sich die Zahlen so weiter entwickeln wie in den letzten Tagen, dann ist das am nächsten Wochenende der Fall. In einigen Regionen auch früher.

    Da wird dann ausgesucht, wen man behandelt. Wer zu alt ist, wird zu, Sterben liegen gelassen. (Das klingt drastisch, ist aber nunmal so.) Ich gehe davon aus, dass bei hoher Zahl nicht nur das Alte eine Rolle spielt. Sondern auch der gesellschaftliche Status.

    Ich fände es wünschenswert, wenn dann auch das eigene Risikoverhalten eine Rolle spielt.

    Und ich fände es wünschenswert, wenn wir unsere Menschlichkeit nicht als Erstes abgeben würden in der aktuellen Situation und zwar sowohl was das eigene Risikoverhalten, als auch den Umgang mit Kranken oder Schwerverletzten anbelangt, denn auch hier gilt, dass wir unseren Mitmenschen keine Rücksichtnahme und damit Solidarität und Mitmenschlichkeit abverlangen können, wenn wir selbst diese offenkundig nicht zu leisten bereit sind.

    Wow, Zahlen schreiben, ich bin total beeindruckt, das kann meine Frau Hund eindeutig nicht. :staun: Dafür kennt sie ihre rund 20 Plüschtiere sämtlich namentlich (das ist echt kniffelig wenn ein Neues dazukommt einen Namen zu finden, den ich mir auch merken kann :rotwerd:), kann links und rechts unterscheiden (ok, ist für Hundebesitzer nicht wirklich beeindruckend, lieben die Nachbarskinder aber), den Trockner ausräumen (vor allem, wenn ich ihre Plüschtiere wasche seeeeehr amüsant: "Wo ist der Affe?", "Ist das Herbert?", "Ziiiiieh am großen Plüschhund." ...) usw.

    Wer hat noch gute Tipps für Haustiere? Ich hab grad etwas Zeit für Zusatztraining mit dem Hund. :pirat:

    Da haben wohl einige den Schuß nicht gehört. Am besten sollte man verfügen (und es medial verbreiten), dass dieses Verhalten zu einer nachrangigen Behandlung im Falle eines Mangels an Beatmungsmöglichkeiten führt. Das wäre für mich ein gutes Kriterium für die Vergabe der lebensrettenden Beatmungsplätze im Falle eines Engpasses. Lässt sich vermutlich in D-Land wieder nicht durchsetzen.

    (...)

    Ja klar und als nächstes beschließen wir dann, dass Menschen mit Übergewicht bis zum Beweis des Gegenteils ja eh selbst schuld sind und künftig einen Selbstkostenanteil für die Behandlung von Herz-Kreislauferkrankungen oder Gelenkerkrankungen zu tragen haben. Traumatisiert infolge von Gewalt in der Ehe: Shit happens, war ja deine Wahl Mr. oder Mrs.X zu ehelichen, wer so doof war wird gleich mal nachrangig behandelt. Schwerverletzt nach Autofahrt unter Alkoholeinfluss: Wir verweigern die medizinische Behandlung komplett und verweisen zynisch auf Darwinismus und Selbstauslese, etc. - Nein, das hast du alles nicht geschrieben, aber das ist die Folge der menschenverachtenden Vorgehensweise die du propagierst und die glücklicherweise in Deutschland nicht durchsetzbar ist!!! Nutz die Zeit der Schulschließungen für eine vertiefte Lektüre des Grundgesetzes. Artikel 1 solltest du dabei besonders intensiv betrachten und dir ins Bewusstsein rufen, dass Corona keine Ausrede für Unmenschlichkeit darstellt.

    Sind die noch offen bei euch?

    Bei uns sind sie bereits geschlossen. Nachdem die Anzahl der Infizierten sich binnen eines Tages hier verdoppelt hat (trotzdem noch im zweistelligen Bereich), wird sicherheitshalber agiert, als wäre hier bereits zumindest ein Risikogebiet (geschlossene Büchereien, Theater, Museen, ...) um das Tempo der Neuansteckungen zu verlangsamen soweit möglich. Mehr als 50 Personen an einem Ort sind nicht mehr zulässig; Restaurants, Clubs, Kinos und Cafés haben zwar noch geöffnet (sind halt keine öffentlichen Gebäude, deshalb zögert man das sicherlich hinaus diese auch zu schließen so lange als möglich), müssen aber entsprechende Einlassbeschränkungen umsetzen. In Kliniken und Altenheimen gilt ein Besuchsverbot (hat mir eine Freundin heute auch am Telefon berichtet, dass das umgesetzt wird, deren Neffe eine Geschwulst an der Halsschlagader entfernt wurde und deren Bruder gerade mit Lungenkrebs im KKH liegt. Sehr belastend für die Familie sich an dieser Stelle nicht einmal besuchen zu können, wobei allen klar ist, warum das unerlässlich ist.).

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    Zu den Gestaltungsmöglichkeiten:

    - als Tierbesitzer die Unterwolle rausbürsten (dauert bei meinem Hund mehrere Stunden wenn ich das privat mache und nicht den Hundefriseur ranlasse, der das binnen 10min schafft)

    - die diversen Fachzeitschriften die man sonst nur querliest tatsächlich mit Muse lesen

    - Kleiderschrank auf frühlingsfrisch umräumen (dünnere Sachen nach vorne, aussortieren was nicht mehr passt etc.)

    - diverse Löcher in Socken stopfen (ist aus der Mode gekommen das selbst zu machen, aber man kann diese Phase ja auch dafür nutzen, sich ein wenig daran zu erinnern, wie man selbst oft noch aufgewachsen ist und das den eigenen Kindern mitgeben, so es solche gibt)

    - künstlerisch aktiv werden (Leinwände bemalen, Kartoffelstempel schnitzen und verwenden,...)

    - Socken stricken (lernen)

    - sich gegenseitig vorlesen

    - den Balkon frühlingsfrisch machen

    - 1x täglich Tränen lachen (sehr wichtig um gesund zu bleiben!)

    - Fenster putzen (macht mir zumindest zwar keinen Spaß, aber es ist schön, wenn es plötzlich heller wird :D)

    - dem eigenen Haustier irgendetwas völlig Nutzloses, aber Witziges beibringen (habe ich schon als Kind und Jugendliche immer mit unsere Hunden gemacht, als mir das letzte Mal fad war habe ich meiner Frau Hund beigebracht, mir die Socken auszuziehen, das ist eine ziemliche Gaudi, wenn sie das macht).

    - ein Buch lesen, dass absolut gar nichts mit Schule und Untericht zu tun hat, sich dafür auch garantiert nicht verwerten lässt, aber einfach Spaß zu lesen macht

    - Weihnachtskarten vorschreiben ^^

    Weiß jemand von den NRW Leuten, ob es mir verboten ist, mit den Abileuten trotz allem in der Schule in kleinen Gruppen bis zu 10 SchülerInnen Unterricht zu machen?

    Ich weiß, dass das dem Ansinnen zur Vermeidung von Sozialkontakten zuwider läuft, deshalb frage ich mich, ob ich es dennoch tun dürfte oder dafür eine Ausnahmegenehmigung z. B. vom Gesundheitsamt oder dem Schulministerium bräuchte.

    Auch wenn ich nicht aus NRW stamme, aber vom KuMi verordnete Schulschließung betrifft alle Schülergruppen abgesehen eben von der Notbetreuung, insofern wirst du bzw. deine SL da um eine Sondergenehmigung nicht herum kommen, gerade auch um euch rechtlich abzusichern, falls am Ende SuS erkranken sollten.

    In BW gibt es für Gym-Lehrkräfte die Möglichkeit über eine Sondermaßnahme in die Grundschulen zu kommen, berufsbegleitend nachqualifiziert zu werden und auch ganz normal verbeamtet zu werden. Diejenigen die sich darauf einlassen machen das zwar oft aus der Not heraus, weil sie in der Sek.II mit ihren Fächern und Noten kein Einstellungsangebot erhalten und mit dem Ziel nach einer gewissen Zeit in die Sek.II zurückzugehen, manchen gefällt es aber so gut, dass sie letztlich bleiben, was problemlos möglich zu sein scheint. Ggf. besprichst du dich während des Anerkennungslehrgangs noch einmal mit deiner Gewerkschaft, was deine diesbezüglichen Möglichkeiten anbelangt.

    (...) Anscheinend werden Seiteneinsteiger eben wirklich nur als absolute Notlösung gesehen und auch nur dort, wo entweder ein gravierender Mangel an Personal besteht (auf dem Land) oder eben an Know-How (dringend benötigte Fächer).

    Ist das denn wirklich überraschend oder neu für dich? Das sind doch die Grundvoraussetzungen, warum überhaupt solche Sonderqualifizierungsmaßnahmen eröffnet werden.

    Schleswig-Holstein schickt Lehrer natürlich auch weiter zur Arbeit. Von dem Bundesland kann man auch nichts anderes erwarten. (...)

    Statt zu mosern abwarten und Tee Rotwein trinken. SH schließt auch laut Tagesschau:

    Auch Schleswig-Holstein macht "Corona-Ferien"

    12:03 Uhr

    Die Schulen und Kitas in Schleswig-Holstein bleiben von Montag an bis zum 19. April geschlossen. Das teilten das Bildungsministerium und das Gesundheitsministerium Kiel mit. Schleswig-Holstein ist damit das sechste Bundesland, das sich zu einem solchen Schritt entschließt.

    Update zu BW:

    Die flächendeckende Schließung von Schulen und Kitas wird auch in Baden-Württemberg immer wahrscheinlicher. Wie der SWR aus Regierungskreisen erfahren hat, werden sie voraussichtlich bis Ostern geschlossen bleiben. Die Lehrergewerkschaft GEW mahnt an, dass die Betreuung von besonders kleinen Kindern und Kindern mit Behinderung sichergestellt werden müsse. Nach SWR-Informationen sollen dafür Notfallpläne erarbeitet werden, ebenso für die Unterbringung von Kindern, deren Eltern in Gesundheitsberufen oder bei der Polizei arbeiten.

    Laut Südwestpresse soll Kretschmann das heute nachmittag im Rahmen einer PK offiziell machen.

    Klar werde ich auch stigmatisiert wie jeder andere hier auch - das ist Teil von gesellschaftlichem Miteinander. Das heißt aber nicht, dass ich das gut finde.

    Ich hoffe, dass ihr euch gleichermaßen auch gegen deutlich schwerwiegendere Diskriminierung in der direkten Lebenswelt eurer Kids einsetzt. Ich habe mir vorgenommen, rechtzeitig die Bremse zu ziehen, wenn sich eine zähe Diskussion ankündigt, daher belasse ich es dabei, aber im Grundkern verstehe ich eure Intention.

    Nein, nicht jeder Mensch macht im Laufe seines Lebens Stigmatisierungserfahrungen und diejenigen die diese machen reflektieren nicht unbedingt in der Folge ihr eigenes Verhalten oder ihren eigenen Sprachgebrauch, um nicht selbst zu Stigmatisierungserfahrungen beizutragen und diese fortzuführen.

    Ja, ich nehme auch im real life- beruflich, wie auch privat- Diskriminierung, Ausgrenzung, Stigmatisierung, Verächtlichmachung oder Entwertung von Mitmenschen gleich welchen Alters nicht unwidersprochen hin, habe ich auch schon als Kind oder Jugendliche nicht und erst recht nicht jetzt als Erwachsene und in meinem Beruf. Besonders deutlich werde ich auch im realen Leben, wenn Kinder und Jugendliche oder andere besonders hilflose und schutzbedürftige Menschen betroffen sind. Das ist mein Job und so bin ich auch, egal wer mich dann deshalb als lästig und unfreundlich empfinden mag. Ich lebe persönlich nach dem Grundsatz, dass ich meinen Mitmenschen nicht abverlangen darf, was ich selbst nicht zu leisten bereit bin und auch tatsächlich leiste.

    (...)

    Beispiel 1: Schulen dicht und alle Beamten werden als Kontaktperson-Findungs-Team eingesetzt. Kleine Schulung, dann kann man per Telefon alle Kontaktpersonen finden. Mehrere Lehrerteams im Hintergrund werden von einem Team vom Gesundheitsamt koordiniert, dass auch Besuche durchführt (falls medizinisch unbedenklich bzw. leicht lernbar, könnten natürlich auch Lehrer umher fahren). Selbstverständlich bin ich bereit meinen Teil beizutragen. Ich muss nicht daheim hocken. Fände das sogar als Beamter irgendwie nicht unangemessen.

    Beispiel 3: Wie ich weiter oben sagte.. Notfallbetreuung bei gleichzeitiger Abfrage, wie die Kinder aufbewahrt werden, mindestens jedoch für alle systemrelevanten Berufsgruppen. Vielleicht müssen ja gar nicht alle zu Oma und Opa?

    Beispiel 2: Wenn schon Schulen zu, dann bitte klare Ansage. "Es wird alle treffen, wir müssen die öffentliche Ordnung aufrecht halten. Dafür ist der Beamtenstatus da." (...) Achja. Das müsste man kombinieren mit einer Freistellung aller Lehrkräfte mit besonderem Risiko und der Anerkennung von Corona als Dienstunfall.(...)

    Also ich bin durchaus bei dir Rets, dass Lehrkräfte auch bei Schulschließungen sinnvoll eingesetzt werden können und auch müssen meines Erachtens. Wir sind alle darauf angewiesen, dass andere systemrelevante Berufsgruppen ihrer Tätigkeit nachgehen können (übrigens fragt auch keiner Ärzte und Pflegepersonal in Krankenhäusern oder Alten- und Pflegeheimen mit wie vielen Menschen sie arbeiten müssen und welches Risiko damit einhergeht, manche Sachen gehören zum Job dazu bzw. in unserem Fall auch zur Verbeamtung), also müssen wir als Berufsgruppe auch weiterhin deren Tätigkeit durch Notbetreuungsangebote ermöglichen trotz Schulschließungen, stehen in der Verpflichtung SuS trotz Schulschließungen auf anderen Wegen auf ihre Abschlüsse vorzubereiten oder müssen eben auch davon ausgehen im Zweifelsfall in anderen relevanten Bereichen eingesetzt werden zu können als Angestellte des öffentlichen Dienstes, der gerade jetzt Höchstleistungen erbringen muss. Wer ein besonderes Risiko trägt muss das mit den eigenen Ärzten abklären und danach handeln. Das ist bereits jetzt klar und ändert sich auch nicht mit Schulschließungen, die aber durchaus zu einer Neubewertung des individuellen Risikos führen können, weil eben viele Kontaktpersonen wegfallen.

    Und ehe mir jemand mangelndes Einfühlungsvermögen vorhält: Ich gehöre selbst zu einer Risikogruppe und achte bereits seit im Dezember die ersten Corona-Fälle aus China bekannt wurden sehr genau auf mein Expositionsrisiko. Ich bin trotzdem bereit meinen 85jährigen Nachbarn oder meine immunsupprimierte Nachbarin bei Bedarf bei Einkäufen zu unterstützen, denn mein Risiko ist geringer als ihres, andere Helfer sind nicht in Sicht und panische Mitmenschen, die nur noch sich und ihr eigenes Risiko im Blick haben sind das Letzte, was wir jetzt als Gesellschaft benötigen würden. Versucht bitte bei aller verständlicher Sorge um euch selbst und eure Liebsten nicht eure Mitmenschen aus dem Blick zu verlieren, denkt an die Ärzte, Pflegekräfte, Lastwagenfahrer mit Nahrungsmittel- und Medikamentennachschub, Superparktmitarbeiter, Verwaltungsangestellte etc. auf deren fortgesetzte Berufstätigkeit trotz Eigenrisikos wir alle angewiesen sind, vergesst eure Nachbarn nicht, die gerade jetzt eurer Mitmenschlichkeit, Unterstützung (Einkaufshilfe vor allem bei Bedarf) und Fürsorge bedürfen und bringt euch im Rahmen eurer Möglichkeiten entsprechend ein.

    Wenn das Probleme sind, die deine Jugendlichen als solche empfinden, dann sollte man ich dies auf jeden Fall ernstnehmen und daran ansetzen, dass in Zukunft ein angenehmeres Miteinander möglich ist - dirs jedoch nicht durch Zensur, sondern Akzeptanz. Es gibt jedoch auch viele Jugendliche, die deutlich stärker wertende Ausdrücke gesagt bzw. durch soziale Medien und Populärkultur vermittelt bekommen, und da sollte man als erstes ansetzen. Ich möchte da nicht ausschließlich Rapmusik als Problem charakterisieren, aber sie trägt auf jeden Fall dazu bei, wenn man sich den Eklat um Fler letztens betrachtet. Schon getan, CDL ?

    (Ich habe das mal angepasst, damit es stimmiger wird. Das Problem sind nicht "man" oder "meine" Jugendliche.)

    Du als Lehrkraft solltest deinen Sprachgebrauch beruflich wie privat überdenken, weil dieser verletzend ist für Gruppen, die anders als du im Alltag regelmäßig Ausgrenzungserfahrugen machen. Du als Teil vieler Mehrheiten und damit im Besitz großer definitorischer Macht hast eine Mitverantwortung für diejenigen, die über diese nicht im selben Maß verfügen in unserer Gesellschaft. Korrigier mich, wenn ich mich täusche, aber du bist männlich, weiß, heterosexuell, nicht-behindert, ohne Migrationshintergrund/nicht-ausländischer Herkunft, christlich, relativ jung und gehörst damit keiner besonders von Ausgrenzung betroffenen Gruppe an. Umso wichtiger ist es, dass du ehe du über Ausgrenzungserfahrungen solcher Gruppen urteilst dich sehr umfassend informierst und dir die Brille von Betroffenen anziehst ehe du meinst für sie sprechen zu können. Du verweist selbst auf Fler, der neben weiteren Rappern wegen seiner frauenverachtenden Texte im Fokus steht. Auch das ist nur Ausdruck einer gesellschaftlichen Kultur Gruppen mit weniger definitorischer Macht (zu denen auch im Jahr 2020 und auch in Deutschland Frauen qua Geschlecht noch immer gehören) auszugrenzen. Überleg dir, ob du Teil einer solchen Kultur sein möchtest durch deine Art des Sprachgebrauchs oder wo du einen wichtigen Unterschied machen möchtest.

    Du machst dir da zu wenig Gedanken Lehramtsstudent. Ich habe bei meiner früheren Arbeitsstelle ausschließlich mit Jugendlichen mit und ohne deutschen Pass und mit Migrationshintergrund gearbeitet. Insbesondere die Kinder mit einem deutsch- türkischen Background haben es als enorm stigmatisierend empfunden in ihren Schulen für Lehrkräfte wie auch Mitschüler prinzipiell "die Türken" zu sein, obgleich ALLE einen deutschen Pass hatten, hier geboren und aufgewachsen sind. Ich habe jeden Nachmittag Tränen trocken müssen von dadurch tief verletzten jungen Menschen, jeden Nachmittag Gespräche geführt mit wütenden und verletzten Jugendlichen, die sich als Reaktion bewusst über ihren Glauben oder sprachlich weiter abgegrenzt haben, weil sie den Eindruck hatten wegen unreflektierter Aussagen wie deiner, dass sie in Deutschland sowieso nie dazugehören würden. Du hast offensichtlich keine Ahnung, was Ausgrenzung Menschen und hier gerade Kindern und Jugendlichen antut, null Gefühl dafür, wie Sprache diese Ausgrenzung transportiert, sonst würdest du nicht solch einen Unfug schreiben. Ich will mir an dieser Stelle gar nicht erst vorstellen, wie deines Erachtens die sexueller Orientierung einer wertneutralen Charakterisierung dienlich sein könnte. Dir ist bewusst, dass das Wort "schwul" unter Jugendlichen vor allem als Beleidigung Verwendung findet? Zur Charakterisierung gibt es bessere Kategorien, vor allem, da ich in der Schule noch nie "die Hete" zur Beleidigung oder Charakterisierung gehört hätte. Ausgrenzung wird aus der Perspektive von Mehrheiten sprachlich gestaltet, die an dieser Stelle die entsprechende definitorische Macht haben, aber auch etwas bewusst besser machen können.

    Auch Focus meldet das.

    Steht auch auf der Seite der Tagesschau so. Die haben einen Newsfeed, der die aktuellen Entwicklungen aufnimmt. Niedersachsen prüft laut des Newsfeeds Schulen flächendeckend zu schließen. In Bayern gilt jetzt Versammlungen von über 100 Personen zu vermeiden. Aus BW noch nichts, aber viele Schulen planen jetzt, wie sie bei Schließungen weiter aus der Ferne arbeiten können, da es nur noch ums "wann" geht, nicht mehr ums "ob".

    Total analoge Papierbücher. Ich mag das haptische Erlebnis, das für mich zu echtem Lesevergnügen, Entschleunigung und Entspannung dazugehört und finde es gerade bei Fachbüchern übersichtlicher und effizienter, mir diese in Papierform durchzulesen, als digital durchzublättern. Ich habe zwar auch ein paar Ebooks auf dem Rechner, merke aber, dass ich dazu neige diese zu vergessen, weil ich eher an den Bücherschrank gehe, als meine digitalen Bücher durchzuschauen. Dies geschrieben habe ich seit Jahresbeginn mein Zeitungsabo umgestellt auf die digitale Version, um etwas weniger Papiermüll zu produzieren.

    Tageszeitung- digital, analog oder gar nicht?

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