Beiträge von CDL

    Ich wünsche euch alles Gute. Ich hatte 1,5 Jahre eine Schülerin mit schwerer Diabetes. Die war sehr fit, kannte ihre Werte, hat kurz etwas gegessen bei Bedarf im Unterricht oder sich gemeldet, wenn es ihr sehr schlecht ging, was immer bedeutet hat, dass sofort der Rettungsdienst gerufen wurde, während die Eltern verständigt wurden, um direkt zum KKH zu fahren. Das muss völlig klar geregelt sein, wie wann als Schule eingegriffen /unterstützt werden muss. Wenn die Eltern den Pen aus welchem Grund auch immer nicht mitgeben möchten, muss eben im Zweifelsfall immer der Rettungsdienst kommen. Ich frag mich gerade ja, was passiert, wenn der Schüler auf dem Schulweg Probleme bekommt. Insulin kann er sich nicht spritzen bei Bedarf, hat er ein Handy, um im worst case Hilfe rufen zu können?

    Ich glaube, dass du dir vor allem etwas "verbaust" wenn du dir nicht endlich erlaubst die Hilfe zu erhalten, die du benötigst. Alles andere kannst du danach mit neuer Kraft und vor allem neuem Mut und Zuversicht angehen für dich. Du hast eingangs selbst geschrieben, dass du u.a.mit diversen Ängsten zu kämpfen hast. Genau diese Ängste lese ich massiv heraus bei deinen Überlegungen dir selbst notwendige Hilfe zumindest vorerst zu versagen. Lass nicht der Angst das letzte Wort, gib ihr nicht länger soviel Macht über dein Leben, sondern wage den ersten Schritt zu mehr mentaler Gesundheit, indem du dich dazu entschließt stärker zu sein als deine Ängste und erforderliche Hilfe anzugehen und anzunehmen. Ich weiß aus eigener Erfahrung wie groß dieser erste Schritt ist, ich weiß auch, wieviel heller, schöner und gesünder das Leben wird, wenn man sich endlich erlaubt Hilfe zu suchen und anzunehmen. Ich wünsche dir alles Gute und hoffe, es gelingt dir gut für dich zu sorgen. :troest:

    "Ich habe die Hausaufgaben/Strafarbeit ehrlich gemacht. Aber heute morgen hat mein kleiner Bruder/meine kleine Schwester sie zerissen/beschmiert/meine Mutter hat die Kackwindel draufgelegt/ich dachte das wäre Müll und könnte weg." (Jaaaaa, mein Hund frisst meine Vorbereitungen auch alltäglich zum Abendessen, sehr ärgerlich... :victory: )

    "Ich habe mein X-Heft IMMER dabei, nur heute habe ich es vergessen." (Passiert natürlich nur an den Tagen, an denen man eine Hausaufgabe/Heft einsammelt/kontrollieren möchte, sonst ist es ja immer da.)

    "Der Bus(fahrer) kam nicht/hielt nicht an/weigerte sich mich mitzunehmen." (Alle anderen aus der Klasse, die die selbe Haltestelle nutzen schaffen es magischerweise dennoch pünktlich zu kommen.)

    "Mein Wecker hatte noch Ferien." (OK, kein Bullshit-Satz, sondern menschlich sehr nachvollziehbar, Mein Wecker braucht auch immer noch Anlaufzeit nach den Ferien, um wieder in den Takt zu kommen.^^)

    Von der Lernförderschule?

    (...)

    Lernbehinderung (...) IQ von 65 oder 70 (...)

    Darf ich einmal ganz doof fragen, wie man Förderschwerpunkt Lernen von Förderschwerpunkt geistige Entwicklung abgrenzt? Ich hätte jetzt vermutet, dass solch eine IQ-Grenze eher relevant wäre bei GE, als bei Lernen, kenne mich aber natürlich auch einfach nicht aus mit den Details, die für die Diagnostik relevant sind. Die SuS mit Förderschwerpunkt Lernen die ich schon hatte waren so fit, dass bei diesen davon ausgegangen wird, dass sie letztlich mindestens einen Hauptschulabschluss erreichen könn(t)en, vermutlich zwei auch einen Realschulabschluss. Vielleicht sind die Förderschwerpunkte aber auch einfach zu unterschiedlich benannt in verschiedenen BL und was ich als GE kenne wäre in Sachsen bei dir samu ein SuS der Lernförderschule?

    Theoretisch sollte natürlich ein blinder Schüler Abitur an seiner Schule machen können. (Dass die Kapazitäten an derart kleinen Schulen nur bis Klasse 10 gehen ist auch klar.)

    Ein ehemaliger Kommilitone war einige Jahre lang auf einem Internat speziell für Blinde, dort hätte er tatsächlich auch das Abitur machen können. Da ihm diese "Sonderwelt", in der alles speziell auf die Bedürfnisse Blinder hin optimiert war aber zu künstlich war (die Welt außerhalb ist so nunmal nicht und in dieser gilt es letztlich zurecht kommen zu können), hat er sich ab der Oberstufe für den Besuch eines allgemeinbildenden Gymnasiums entschieden. (Inzwischen ist er bereits seit einigen Jahren erfolgreich Lehrer am allgemeinbildenden Gymnasium). Wie du richtig schreibst muss man eben auf die Art der Förderschule schauen, auch "Hören" oder "Verhalten" sind erstmal keine Förderschwerpunkte, die ein Abitur per se ausschließen würden. Ein Prakitkant an meiner Ausbildungsschule war ein Jahr lang an der Förderschule ("Verhalten"), ehe er über die Hauptschule und Realschule zu Abitur und Lehramtsstudium kam.

    rote und gelbe sind wieder n anderes Thema. Aber braune gehen gar nicht.

    Joghurt und rote Linsen... klingt indisch...

    Schwarze Beluga-Linsen kann man auch ganz hervorragend verwenden für schwäbische Linsengerichte (wobei ich den Essig aller Art durch Wein ersetze, das schmeckt etwas feiner von der Säure her bei entsprechend gutem Wein).

    Ich kenne solche Menschen persönlich nicht bzw. habe sie nicht in meinem persönlichen Umfeld, akzeptieren könnte ich das, will ich aber eher nicht, auch wenn ich es zu tolerieren vermag.


    DUUM hat auch etwas, dass (er/sie/diverses Pronomen) tolerieren, aber nicht akzeptieren kann/will und verrät uns, worum es sich handelt.

    Klar, in welcher Familie gibt es das nicht?! Ich habe selbst zu ein paar Menschen, mit denen ich versehentlich verwandt bin keinen Kontakt mehr, das dieser zu ungesund und vergiftet ist. Manchmal muss man eine gesunde Grenze sich selbst zuliebe ziehen.

    Welche Grenzen ziehst du dir selbst zuliebe?

    Egal wie anstrengend, entnervend, aggressiv oder lästig dein Gegenüber gerade ist: Finde eine Sache, die du an diesem Menschen ausreichend mögen kannst und konzentrier dich auf dieses Gefühl und die damit verbundene positive Grundhaltung, die sehr entwaffnend wirken kann. Funktioniert in gewissen Gesprächen gut für mich und hilft mir vor allem dabei innerlich gelassener bleiben zu können was auch nicht schadet. (Nicht der ultimative Tipp, aber ein Tipp.)

    DUUM ist mit beiden Händen gleichermaßen fähig und geübt und könnte einen Gips problemlos kompensieren.

    Oder pressen die Spätzle. Funktioniert auch, geht schneller als Schaben, so dass man ratzfatz hausgemachte Spätzle hat. Richtig lecker werden die allerdings nur mit handgeschlagenem Teig.

    Eine Möglichkeit gäbe es natürlich noch: Der TE könnte sich aus dem niedersächsischen Beamtenverhältnis entlassen lassen und sich in Rumänien als Lehrer*in bewerben. Dort wird es ja wohl auch Schulen geben.

    Das würde zwar die Präsenz gewährleisten, dürfte bei den Löhnen und Gehältern in Rumänien aber kaum dazu geeignet sein, den Lebensunterhalt von drei Erwachsenen- davon zwei mit gesundheitlichen Problemen- und den 5 Hunden sicherzustellen. Menschlich ein hartes Dilemma: Entweder der Verdienst in Deutschland, der externe Pflege in Rumänien finanzierbar macht oder eben die persönliche Anwesenheit, in der Folge aber womöglich große finanzielle Nöte (falls eine Einstellung in Rumänien überhaupt so mal eben möglich ist mit deutschem Abschluss- nicht nur wir hierzulande sind dabei ja anspruchsvoll bis kompliziert an manchen Stellen der Anerkennung ausländischer Studienabschlüsse/Lehrbefähigungen, sondern auch andere Länder). Ich wünsche dir rein menschlich alles Gute dushkoo und viel Kraft für die kommende Zeit. Dein Dienstherr ist nur nicht dafür zuständig dich weiterzubezahlen für Monate der Pflege naher Angehöriger und zwar ganz unabhängig davon, ob diese Pflege im In- oder Ausland stattfindet. Vielleicht kannst du aber mit den 10 bezahlten Tagen in Rumänien vor Ort eine Unterstützung organisieren. Gibt es vielleicht weitere Familie vor Ort, die ebenfalls helfen könnte?

    (Ich habe keine Kinder. Könnte helfen bei der Einordnung des Zeitaufwands für´s individuelle Lesevergnügen. Zusätzlich lese ich recht fix. :) )

    Ich würde eigentlich gerne mal wieder ins Kino gehen, kann mich aber gerade nicht entscheiden, was ich vielleicht sehen wollen sollte oder würde, weshalb ich wohl zuhause bleiben werde.


    Welchen Film hast du dir zuletzt im Kino angesehen und wie fandest du diesen? (Vielleicht hilft mir das ja bei meiner Unentschiedenheit.)

    Förderschule Hören ist natürlich noch einmal etwas anderes als Emotional/Sozial, aber mit dem nach gesellschaftlichen Normen als "hochwertig" betrachteten Kleidungsstil hätte ich bei euch nicht gerechnet - bin ich positiv überrascht :) .

    Was hat bitte ein/der Förderschwerpunkt mit dem Kleidungsstil eines Menschen zu tun außer genau nullkommanix, was deine Aussage zu ziemlichem Nonsense macht?! Vielleicht solltest du die von dir geschilderte positive Überraschung zum Anlass nehmen deine Vorurteile zu überdenken.

    Ich versuche mal, das zusammenzufassen, was alle betreffen könnte. Regelmäßiger Austausch mit Mentoren, die konkrete Vorschläge machen und nicht nur das Schlechte einer Stunde benennen. Anleitung zur konkreten Planung einer Stunde, inklusive Vorformulieren von Impulsen. Reflexionsmethoden/-ablauf.

    Kontraproduktiv scheint mir die Rolle des Seminars zu sein, das mit Noten "droht" und offenbar bei vielen einen enormen Druck aufbaut mit jedem sorglos gesagten Satz. "Machen Se mal das oder lassen Sie dies" wird dann zur fixen Idee, oder?

    Schon krass, wie sehr Noten Menschen behindern. Im Ref dürfte das v.a. Leute mit Prüfungsängsten treffen und welche, die es gewohnt sind, super Noten einzustreichen, wenn sie nur hart genug arbeiten. Das geht im Ref so wohl nicht mehr :gruebel:

    Ich habe mal an einer Stelle noch ergänzt. Klare Fehler müssen natürlich auch als solche benannt werden, damit man sich auch verbessern kann braucht es dann aber eben auch konkrete Hinweise wie man das besser hätte umsetzen können oder Denk- und Reflexionsanstöße, die es einem erlauben die Probleme einer Stunde zu erkennen und das zu verbessern.

    Das Seminar habe ich nicht einfach nur als drohende Instanz erlebt die Notendruck aufbauen würde. Ich denke aber, das hängt sehr sehr stark davon ab wie Seminare ticken und was Lehrbeauftragte vermitteln. Der Notendruck ergibt sich jedoch bereits durch die Situation im Ref ganz von alleine. Ich habe starke Prüfungsangst einerseits, einen enorm hohen Selbstanspruch andererseits und war mir sehr bewusst, dass ich von Tag 1 bis zum letzten Tag im Hinblick auf das SL-Gutachten beobachtet und äußerst kritisch bewertet werde. Das hat mir- ganz ohne, dass es dazu weiteren expliziten Seminardrucks bedurft hätte- immensen Druck gemacht, den auch das Wissen um die gute Einstellungslage nicht entlasten konnte. Dies geschrieben wird einem im Seminar eben auch ein hoher Anspruch vermittelt was man für gute Noten und guten Unterricht auch abgesehen von Noten leisten können muss. Ich glaube nicht, dass es Anwärter gibt die diesen Notendruck gar nicht empfinden (immerhin geht es um die berufliche Zukunft, das ist oft ein ziemlich existentielles Gefühl, was es glaube ich auch manchen erschwert mit der konstant auf einen einprasselnden, nicht immer nur konstruktiv formulierten Kritik/Feedback/Rückmeldung/Reflexionshinweisen auch konstruktiv umgehen zu können), je nach Seminar, eigener Haltung (Perfektionismus) oder Vorbelastung durch Prüfungsangst, sowie dem, was einem Mentoren noch zusätzlich vermitteln und dem Druck durch die Einstellungslage in der gewählten Schulform und den eigenen Fächern kann der Druck eben nur einfach deutlich ansteigen, der aber in jedem Fall und bei allen da ist.

    Ich habe mich diese Woche mit einer ehemaligen Mitanwärterin getroffen die erst jetzt realisiert, wie schlimm das Referendariat für sie war und gerade oft weinen muss, weil endlich einmal Raum dafür da ist und sie nicht einfach nur funktionieren und es irgendwie aushalten und schaffen können muss. Sie hatte das Pech gleich 2x an Ausbildungsschulen zu landen an denen sie keinerlei Mentorenunterstützung hatte, von Schulleitungen einerseits konsequent als Vertretungskraft für erkrankte Lehrkräfte ausgebeutet wurde (20h Unterricht pro Woche statt 13h als Ref ohne Mehrarbeitsvergütung, weil sie erst Wochen später von mir erfahren hatte, dass sie das als Ref nicht machen muss da die Ausbildung Vorrang hat und wenn sie es dennoch macht, dann einen Anspruch auf Mehrarbeitsvergütung hat) und andererseits aber von diesen für unfähig erklärt wurde als Lehrkraft tätig zu sein samt Androhung die komplette Berufslaufbahn zu sabotieren (selbst ein Schulwechsel während des Refs- vom Seminar absolut unterstützt- verbesserte die Lage nicht). Ein halbes Jahr vor dem Abschluss war sie so verzweifelt (nachdem sie auch noch von Schülern massiv bedroht worden war, weshalb Schulsozialarbeit, Seminar, KuK sich größte Sorgen um ihre Sicherheit machten, während ihre SL von ihr verlangte, die Klasse um die es ging als Konsequenz auf jeden Fall als Prüfungsklasse zu behalten, "damit man sich wieder zusammenraufen könne, statt aufzugeben"), dass sie abbrechen wollte. Ich hatte auch einige schwierige Momente im Ref, aber zumindest hatte ich immer ein wirklich tolles Kollegium auf das ich mich verlassen konnte und das ich ansprechen konnte wenn ich ein Problem oder eine Frage hatte, eine Schulleitung, die weitestgehend fair und aufgeschlossen war und vor allem Referendare nicht als ausbeutbare Arbeitskräfte betrachtet (klingt banal, ist aber den Erzählungen so mancher Mitanwärter nach alles andere als selbstverständlich, dass Referendaren auch wertschätzend begegnet wird und sie nicht nur als billige Springer betrachtet werden, die sich dank Bewertungsdruck nicht gegen zu viele Vertretugsstunden wehren können oder gar eine Mehrarbeitsvergütung beantragen würden) und eine Päd-LB, mit der ich offen über Ängste/Unsicherheiten/offene Fragen sprechen konnte ohne befürchten zu müssen, dass sie mir das als mangelnde Souveränität oder gar Inkompetenz auslegt. An Lehrprobentagen haben an meiner Ausbildungsschule alle KuK mitgefiebert, einem Glück gewünscht, Sonderaufgaben in der Woche von einem fern gehalten und einem nach bestandener Prüfung gratuliert. Nach der letzten Lehrprobe wurde ich von meinem kompletten Kollegium wie eine Heldin gefeiert (genauso meine Mitanwärterin nach ihrer letzten Lehrprobe oder auch schon die Anwärter im Jahr vor uns), weil alle sich so gefreut haben, mit stolz waren, sich daran erinnert haben wie wichtig dieser Moment für sie war. Das war wirklich schön, wirklich empathisch und passt zu dem, wie dieses Kollegium menschlich tickt und mitschwingt und sich unterstützt. Mit so einem Kollegium im Rücken, dazu einer möglichst fairen und kompetenten Schulleitung an der Seite lässt ein Referendariat sich gut absolvieren, egal wie eklig ein Seminar sein mag. Umgekehrt kann auch das beste Seminar ein unsolidarisches Kollegium mit einer inkompetenten Schulleitung nicht ausgleichen (meine ehemalige Mitanwärterin hat derart schlechte Erfahrungen gleich an zwei Schulen gemacht, dass sie trotz bestandenen Referendariats vorerst nicht weiter im Schuldienst tätig sein möchte aus Angst und Sorge am Ende gefangen zu sein für Jahre an einer Schule wie einer ihrer Ausbildungsschulen- schlechte Ausbildungsbedingungen sind damit am Ende ein echtes Verlustgeschäft für die Länder).

    Persönlich habe ich am meisten im Referendariat gelernt, wenn ich tatsächlich konstruktiv kritisiert wurde. Zu Beginn wurde mir beispielweise immer wieder gesgat, ich solle doch schülerzentrierteren Unterricht machen. Nur wie ich das umsetzen soll, dazu gab es weder von Lehrbeauftragten noch von Mentoren konkrete Hinweise. Ich selbst habe zu meiner Schulzeit fast nur Frontalunterricht gehabt, mein einer Mentor macht praktisch ausschließlich Frontalunterricht- ich hatte also keine persönliche Erfahrung mit anderen Unterichtsansätzen, konnte beim Mentor nichts Entsprechendes beobachten, wurde von diesem dennoch immer wieder darauf hingewiesen, es müsse halt noch schülerzentrierter werden, Konkrete Nachfragen, wie ich das umsetzen könnte blieben unbeantwortet. Das fand ich grässlich, zu wissen, dass ich etwas leisten können soll, dessen Umsetzung mir gänzlich unbekannt ist, aber das eben am Ende hochrelevant für meinen Abschluss sein wird. Geholfen hat mir, als ich endlich eine Kollegin gefunden hatte im Kollegium, die zum Einen selbst sehr schülerzentriert arbeitet in ihren Fächern (die Hospitationen bei ihr waren Gold wert, die Handvoll Stunden die ich in ihrer Klasse halten durfte und zu denen sie mir Hinweise gab ein absolutes Geschenk, vor allem, da sie keine Mentorin war und sich dennoch viel Zeit genommen hat) und zum anderen mir unglaublich gutes Feedback gegeben hat, wie ich meine Stunden schülerzentrierter gestalten kann. Das waren oft simple Kleinigkeiten, die aber unglaublich effektiv waren. Echtes konstruktives Feedback ist wirklich ganz und gar unersetzlich im Referendariat und leider nicht selbstverständlich.

    Oft gibt es auch einfach nur große Unterschiede wie Mentoren arbeiten: Meine Mitreferendarin hatte einmal wöchentlich eine Besprechungsstunde mit ihren Mentoren. Da erhielt sie konstruktive Hinweise, worauf sie achten solle, wie sie Entwürfe noch verbessern könne, was schon gut läuft. Ich hatte im gesamten Referendariat - abgesehen von UBs/Aubsildungsgesprächen- 4 solcher Gespräche mit dem einen Mentor (konstruktive Gespräche), sowie eine Handvoll Gespräche mit dem anderen Mentor in denen es nie darum ging, was ich schon gut mache, sondern immer nur wo ich noch nicht gut genug bin (gut gemeint, manchmal inhaltlich hilfreich, oft aber sehr destruktiv von der Art und Weise der Durchführung her). Da hätte ich mir gerade zu Beginn (später benötigt man das ja nicht mehr ganz so intensiv) auch etwas mehr Betreuung gewünscht, die ich aber auch auf Nachfrage nicht erhalten habe, da meine Mentoren keine Zeit dafür hatten. Gerade am Anfang habe ich mich dadurch ganz schön allein gelassen gefühlt.

    Also es gibt noch mehr Verpulverung. Aber willkürlich war das auch nicht gewählt. Wir geben sehr viel Geld in die Autoindustrie. Und noch nie hat es Sinn gemacht. Und es gibt zig Studien, die zeigen, dass das Geld an den Schulen und in Lehrkräften sehr wohl gut investiert wäre. Gerade wenn man seine Scheuklappen ablegt und ein wenig Übertrag leistet. Nicht nur in Fortbildungen.

    Ehrlich Julia, ich verstehe deine Beiträge größtenteils nicht. Könntest du dir bitte ein wenig mehr Mühe dabei geben einen sinnvollen Kontext herzustellen? Was meinst du damit wenn du schreibst, man solle "seine Scheuklappen ablegen und ein wenig Übertrag leisten"? Was soll das Wort Übertrag in diesem Kontext bedeuten? Ich kann inhaltlich auch nicht nachvollziehen, wie du von der Autoindustrie hinkommst zu irgendwelchen nicht näher spezifizierten Fortbildungen (gibt es dort Scheuklappen bei den Teilnehmern???). Nachdem du hier immer wieder antwortest nehme ich an, dass das Thema dir wichtig ist, Umso schöner wäre es zu verstehen was genau du sagen möchtest.

    Kleine Klassen kosten zwar viel Geld, bleiben in puncto Lernerfolg aber weitgehend ertraglos. Auf Hatties Ranking landet die Klassengröße auf Platz 106."

    Hatties Metastudie hat wohl nur 3 oder 4 Kleinststudien zur Klassengröße zusammengefasst, die im Rahmen sehr spezieller Settings erstellt wurden, so dass insbesondere diese Aussage zum Bezug von Klassengröße und Lernerfolg nicht nur aus der Praxis heraus, sondern auch wissenschaftlich höchst umstritten ist. Andere Aussagen der Hattie-Studie sind deutlich fundierter und deshalb auch nicht annähernd so umstritten.

    Ich? Nein, keine 5 Zeitungen, aber 3-5 Nachrichtenseiten. Ich habe eine Tageszeitung abonniert, lese zusätzlich (mehrmals) täglich auf der Seite der Tagesschau Hintergrundanalysen und aktuellere Nachrichten nach und dann eben ergänzend Analysen, einzelne Texte, Kommentare auf den Seiten der Süddeutschen, der Zeit, der NZZ, dem Spiegel, le Monde, BBC, Handelsblatt und CNN (das ist so etwa meine Tagesrunde, wenn nichts Spezielles passiert ist, dass ich größer abdecken wollen würde, so dass ich auch noch politische Ränder stärker abzudecken suche). Ich bin GK-Lehrerin, da gehört das zur Unterrichtsvorbereitung dazu und ist eben auch Passion.

    Liest du täglich Zeitung?

    Zählen Medikamenten-Nebenwirkungen (ärztlich verordnetes Medikament)? Falls ja hätte ich lustige optische Halluzinationen anzubieten, die ich vor einigen Jahren als äußerst seltene Nebenwirkung eines Medikaments hatte und die meine Ärzte anhand meiner Beschreibungen einordneten als LSD-ähnliche Erfahrung.

    DUUM hat noch (?) keine illegalen Dorgen konsumiert.

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