Beiträge von CDL

    Äääh, da muss ich mal kurz nachfragen. Ich habe Lehramt für Haupt-, Werkreal- und Realschulen studiert (PO 2011, Staatsexamen). Entspricht das nicht eurer Auffassung von „Sek. 1“? Denn selbstverständlich kann man sich damit auf Stellen im GMS Bereich bewerben. Oder habe ich hier gerade einen massiven Denkfehler...?

    Klar kannst du dich nach dem Ref damit auf GMS bewerben, du musst es aber nicht. Kleiner, aber feiner Unterschied. Für "originäre" Sek.I-Leute gibt es die Möglichkeit sich für das Bewerbungsverfahren für GMS zu bewerben oder dieses Beberbungsverfahren nicht zu nutzen, sich aber für Realschulen/Werkrealschulen/Hauptschulen zu bewerben. Sek.II-Leute können sich neben dem Gym aktuell auch noch für die GMS für Planstellen bewerben (Sek.I-Stellen im Regelfall), können sich aber nicht für Realschulen bewerben.

    Ja, Wurde bei Schneesturm geboren- bis heute eine meiner liebsten Wetterlagen. Für den Weg zur Arbeit mag es praktischer sein ohne richtig kalte und verschneite Winter, gefühlt fehlt eine halbe Jahreszeit in den meisten Jahren.


    Tatort oder Inspector Barnaby?

    Klasse, danke Onkel Willy für diesen vorhersehbaren Trainingslauf. Du kennst seine typischen Fragen, überleg dir, welche Antworten du in der Vergangenheit schon gegeben hast die nicht hilfreich waren deinem Empfinden nach und versuch etwas Neues, vielleicht auch Unerwartetes. Wenn es schief geht: Das nächste Gänsebratenfuttern kommt zuverlässig im nächsten Jahr, wenn es besser läuft als bislang, finde heraus, was dich erfolgreicher gemacht hat und baue diesen Strang aus.

    In jedem Fall lautet die korrekte Antwort selbstredend: "Ja, ich habe sogar drei Jobs gefunden: Mutter, Studentin und Pflegefachkraft (oder was du letztlich in deinem Job machst) mit der Aussicht auf eine gesicherte berufliche Zukunft dank meiner kontinuierlichen Weiterqualifizierung. Frau zu sein hilft ja angeblich, um multitaskingfähig zu sein oder wie siehst du das Onkel Willy?" (Frage beantwortet, deine Stärken ausgespielt, ihm eine Frage mit dir genehmerem Thema zurückgespielt, soll er mal nachdenken, wie deine Fragen zu beantworten sind. Du bist nicht Onkel Willys Spielball und lässt dich nicht von ihm vor sich hertreiben mit seinen Fragen, sondern änderst das Spiel zu deinen Gunsten ohne deshalb fies werden zu müssen zu Onkel Willy. Der wird womöglich ein wenig sprachloser werden, weil er das so nicht kennt von dir, aber vermutlich dennoch weiter mit dir reden, bis du weißt, wie weit deine Grenze im Umgang mit ihm gehen muss. Manche Menschen muss man irgendwann ausklammern aus dem eigenen Leben- solche Verwandte habe ich auch, dürften viele nicht nur im Forum, sondern generell haben- bei anderen einfach nur herausfinden, welche Grenze für einen selbst gesund und richtig ist und wie diese funktionieren kann mit dem jeweiligen Gegenüber.)

    Nein, hier nicht.
    Danke CDL für diese tolle Antwort :rose:

    Meine Schwiegereltern lassen leider keine Situation aus, um mich als schlechte Mutter dastehen zu lassen, weil sie meinen Sohn so oft betreuen. Meine Eltern liegen mir dauerhaft in den Ohren.
    Vom Rest fange ich nicht an.

    Wenn du dich irgendwann etwas souveräner fühlst mit deinen "Grenzsätzen" und dir jeck zumute ist, dann kannst du ja mal deinen Schwiegereltern dafür danken, dass sie dir so viele Gelegenheiten gegeben haben zu wachsen, wenn sie dir wieder eine übergriffige Frage stellen. Dazu lächelst du ganz freundlich und ehrlich (Muss ernst gemeint sein, um richtig zu wirken!), so dass die gar nicht mehr wissen, wie sie das einordnen sollen, schiebst deinen Grenzsatz nach und beendest das Gespräch ganz freundlich. Das kann sehr entwaffnend wirken, wenn du dir die dafür erforderliche innerliche Gelassenheit zugelegt hast und für dich nicht nur kognitiv, sondern auch emotional weißt, dass es am Ende nur darum geht, dass du dir selbst im Spiegel aufrecht begegnen kannst nicht um deren Urteil über dich. ;)

    Der Schwamm hat mit der Zeit keinen ganz so tollen Geruch mehr ;)

    Auch ein Schwamm lässt sich reinigen.. Davon abgesehen ist in einem Klassenzimmer voller pubertierender Jugendlicher der Schamm mit Sicherheit dein geringstes Problem im Hinblick auf Duftwolken aller Art. Spätestens, wenn du mal in Klassenstufe 8 nach dem Sportunterricht im Hochsommer Unterricht hältst, wird dir klar, dass der Schwammgeruch die erträglichste Ausdünstung im Raum sein dürfte angesichts von Schweißwolken, Deogerüchen aller Art, Parfums und parfümiertem Makeup gepaart mit dem unverkennbaren Spezialduft hormonell hochaktiver Pubertiere. :uebel: (Ich entschuldige mich bei allen olfaktorisch sensiblen Gemütern für das verursachte Nasenkino.)

    Theoretisch nett gesagt. Nun die heilige Frage: Wie soll das deiner Meinung nach in der Praxis passieren?

    Um dir diese Frage so beantworten zu können, dass sie auf deine Lebenssituation passt, müsste ich dich persönlich kennen. Das Grundprinzip besteht aus Arbeit am Selbstwert, dem konstanten Bewusstmachen eigener Grenzen und dem Lernen, wie diese Mitmenschen gegenüber so artikuliert werden können, dass diese nicht nur verstehen, dass es diese Grenze gibt, sondern auch respektieren lernen diese nicht zu überschreiten, Das fordert dir eine kontinuierliche Arbeit an dir selbst ab, um dich entsprechend weiterentwickeln zu können. Therapie, Beratung oder Coaching können hilfreich sein auf diesem Weg, sind aber keine Voraussetzung. Für die Selbstauseinandersetzung kann beispielsweise von Schultz von Thun "Das innere Team" ein hilfreicher Ansatz sei, um dich gezielter mit dir selbst auseinanderzusetzen und zu verstehen, wo widerstreitende Interessen in dir dich daran hindern stark, selbstbewusst und so konsequent deiner Familie oder anderen Menschen gegenüber zu agieren, wie es notwendig wäre, um tatsächlich Grenzen setzen zu können wo nötig. Wie geschrieben ist es ein Prozess der Zeit braucht, nicht nur eine kleine Veränderung und alles würde anders werden. Das kostet viel Willenskraft, Durchhaltevermögen und Biss; Eigenschaften, die du als Lehrerin ebensogut wirst brauchen können, wie auf diesem Weg.

    Ein kleiner Tipp für den Anfang: Leg dir für typische Gespräche mit Familienmitgliedern mehr oder minder feste Sätze zu, mit denen du deutlich machst, dass du dankbar bist für die Anteilnahme z.B.deiner Eltern, aber Gespräch X jetzt nicht erneut führen möchtest oder antworte auf typische Fragen mit kurzen, knappen Antworten, die deine Position umreißen, ohne zu weiteren Nachfragen einzuladen durch die explizite oder auch unausgesprochene Bitte um Bestätigung, zu offene Formulierungen, etc. Je häufiger deine Familie dich mit bestimmten Fragen/Themen anspricht (ärgert) desto besser: Jede Frage bietet dir die Möglichkeit zu üben und deine "Grenzsätze" zu testen und so zu perfektionieren, dass du mit dem Ergebnis zufrieden bist (wieviel klare Grenze braucht es um das Thema vorerst abzuschließen, wieviel Nähe/Entgegenkommen/Beziehung, damit du es aushältst den Satz zu verwenden?). Ich habe z.B. im Hinblick auf meine Schwerbehinderung inzwischen wenigstens zwei Dutzend Standardantworten, die es mir erlauben allzu übergriffige Fragen von Mitmenschen so zu beantworten, dass diese nicht komplett vor den Kopf gestoßen sind, ich aber auch nichts preisgebe, was diese nichts angeht, mich nicht rechtfertige und unmissverständlich deutlich mache, dass es auch wenn ich antworte unangemessen wäre weiter nachzufragen. Viel Übung ist dein bester Freund auf diesem Weg. ;)

    Nein, aber in Zeiten, in denen in einer Klasse 5 Kinder am Norovirus erkranken, ist das durchaus denkbar.

    Wie gesagt: Türklinken sind bedeutend problematischer. Würdest du empfehlen wollen diese wöchentlich abzuschrauben und auszutauschen aus Gründen der Vorsorge oder doch eher deine SuS ggf.daran erinnern wie richtiges Händewaschen funktioniert und dass das Desinfektionsmittel in den Toiletten nicht nur zur Deko angebracht ist?

    Noroviren am Tafelschwamm?
    Habt ihr Universalschwämme, mit denen neben Tafeln auch Toiletten, Kinderpopos und die eigenen Zähne geputzt werden?

    Oh Gott, das Bild!!! :rotfl: Ob ich das Kopfkino das verlängerte Wochenende über wohl wieder loswerde?

    Ja und genau hier liegt der Knackpunkt. Sich gegen 5 Menschen durchzusetzen, die dir in der Woche zehn Mal erzählen, dass dieser Weg nicht der Richtige ist und sich dann trotzdem jeden Tag ins Auto oder in die Bahn zu setzen ist schon eine Herausforderung und anders als wenn du ein Umfeld hast, dass dich in deiner Entscheidung bestärkt. Da ist es auch egal, wie alt du bist.Wenn dir die Menschen, die du liebst sagen, dass du das nicht erreichst, ist das nicht motivierend.
    Und bitte sagt mir jetzt nicht: Dann trenn dich von all diesen Menschen.

    Es geht nicht um Trennung, sondern darum gesunde Grenzen zu ziehen, damit du nicht unter dem Dauerdurck stehst dich gefühlt ständig rechtfertigen zu müssen. Das ist ein Prozess, bei dem alle Beteiligten sich entwickeln müssen. Du kannst nicht die Anderen ändern, nur dich selbst. Wenn du dich selbst aber änderst, deine Rolle im Familienkonstrukt veränderst, deine Grenzen neu absteckst und dafür Sorge trägst, dass diese geachtet werden, dann ändert sich ob der Rest der Familie dies nun will oder nicht ganz automatisch auch die Familiendynamik. Der zentrale Baustein bist du selbst und wie du mit dir arbeitest und für dich einzustehen lernst.

    Stichwort Schwamm: Wie viele neue Schwämme bekommt ihr pro Monat/pro Woche?
    Das Teil an unserer Schule ist eine riesige Bakterienschleuder und ich wette, neben Noroviren findet man da allerlei Erkältungsviren usw.
    Ich hab mal still gezählt. In 3 Stunden haben den Schwamm bestimmt an die 6 Kinder angefasst.

    Das Stichwort lautet Nachhaltigkeit. Hände regelmäßig desinfizieren, sich bewusst machen, dass die meisten SuS nicht dauerkrank sind, egal wie oft sie die Tafel wischen müssen im Schuljahresverlauf, daran denken, dass Türklinken bedeutend keimlastiger sein dürften als jeder Tafelschwamm und gut. Tafelschwämme überleben im Regelfall mehrere Schuljahre und das ist auch gut so. (Ansonsten könnte man die ja auch desinfizieren/reinigen, statt einfach zu entsorgen.) Wischtücher werden bei uns regelmäßig von den Reinigungskräften gewechselt und durchgewaschen.

    Nein, warum sollte das nur zum 1. möglich sein? Ich bin damals genau zum Unterrichtsbeginn verbeamtet worden, das war der 03. eines Monats. Die zwei Tage Differenz sind natürlich vom Sold abgezogen wurden.

    Hast recht, ich Bachel hab gar nicht an den Schuljahresanfang gedacht, sondern an einen Start mittendrin im Schuljahr, angesichts des Zeitpunkts der Frage. :rotwerd:

    Ja, natürlich. Ich bin absolut unfähig und sollte es lieber lassen :(

    Es geht nicht um schwarz-weiß in Alterras Beitrag, sondern darum, dass es wichtig ist im Schuldienst Willenskraft, Durchhaltevermögen und ein wenig mehr Biss zu haben, als deinen Beiträgen hier teilweise zu entnehmen wäre. Du wirkst enorm unsicher und sehr beeinflussbar von außen, was eben nicht die besten Voraussetzungen sind, um einerseits ein Referendariat erfolgreich bestehen zu können und andererseits danach gesund durch ein Berufsleben im Schuldienst zu kommen. Ich verstehe gut, dass es schwer ist so ein Zweitstudium anzugehen, selbst zu finanzieren gegen alle Widerstände und mit allen Ängsten und Unsicherheiten, die damit einhergehen. Mit 30 dürftest du aber schon mehr über dich selbst verstanden haben, könntest dir deiner selbst schon gewisser sein und weniger von der Bestätigung Dritter abhängen, als deine Beiträge an manchen Stellen vermuten lassen. Nimm das für dich einfach als Aufgabenfeld im Bereich der Selbstentwicklung mit und arbeite an dir, damit du in einigen Jahren so deine Frau im Schuldienst stehen wirst können, wie nicht nur Ausbilder im Ref oder Schulleiter und Kollegen das von dir erwarten, sondern wie mit Sicherheit vor allem du selbst dir von dir und für dich wünschst. Wenn du das wirklich willst, wirklich an dir arbeitest, dich selbst kritisch reflektierst und Feedback von außen, das deiner Selbstwahrnehmung widerspricht besser anzunehmen lernst, kannst du dich entsprechend weiterentwickeln, daran habe ich keinen Zweifel. :)

    Ja stimmt, das Problem mit den Filzbelägen ist mir auch schon aufgefallen (natürlich erst nachdem ich mir für meine Tasche einen eigenen Filzwischer besorgt habe, für den Fall, dass in einer Klasse mal wieder der Wischlappen sonstwo gelandet ist und der Klassendienst den dann halt am Stundenende in seiner Pause rauskruschteln und nutzen soll). Mein Eindruck ist, je hochwertiger (langlebiger/wieder auffüllbar an der kleinen "Stift-Tankstelle"/sehr gute Farbintensität) ein Whiteboard-Stift ist, desto weniger gut lässt dieser sich mit reinem Filzbelag beseitigen. Meine billigen Neonstifte sind diesbezüglich völlig unproblematisch.

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