Beiträge von CDL

    Der Schwamm hat mit der Zeit keinen ganz so tollen Geruch mehr ;)

    Auch ein Schwamm lässt sich reinigen.. Davon abgesehen ist in einem Klassenzimmer voller pubertierender Jugendlicher der Schamm mit Sicherheit dein geringstes Problem im Hinblick auf Duftwolken aller Art. Spätestens, wenn du mal in Klassenstufe 8 nach dem Sportunterricht im Hochsommer Unterricht hältst, wird dir klar, dass der Schwammgeruch die erträglichste Ausdünstung im Raum sein dürfte angesichts von Schweißwolken, Deogerüchen aller Art, Parfums und parfümiertem Makeup gepaart mit dem unverkennbaren Spezialduft hormonell hochaktiver Pubertiere. :uebel: (Ich entschuldige mich bei allen olfaktorisch sensiblen Gemütern für das verursachte Nasenkino.)

    Theoretisch nett gesagt. Nun die heilige Frage: Wie soll das deiner Meinung nach in der Praxis passieren?

    Um dir diese Frage so beantworten zu können, dass sie auf deine Lebenssituation passt, müsste ich dich persönlich kennen. Das Grundprinzip besteht aus Arbeit am Selbstwert, dem konstanten Bewusstmachen eigener Grenzen und dem Lernen, wie diese Mitmenschen gegenüber so artikuliert werden können, dass diese nicht nur verstehen, dass es diese Grenze gibt, sondern auch respektieren lernen diese nicht zu überschreiten, Das fordert dir eine kontinuierliche Arbeit an dir selbst ab, um dich entsprechend weiterentwickeln zu können. Therapie, Beratung oder Coaching können hilfreich sein auf diesem Weg, sind aber keine Voraussetzung. Für die Selbstauseinandersetzung kann beispielsweise von Schultz von Thun "Das innere Team" ein hilfreicher Ansatz sei, um dich gezielter mit dir selbst auseinanderzusetzen und zu verstehen, wo widerstreitende Interessen in dir dich daran hindern stark, selbstbewusst und so konsequent deiner Familie oder anderen Menschen gegenüber zu agieren, wie es notwendig wäre, um tatsächlich Grenzen setzen zu können wo nötig. Wie geschrieben ist es ein Prozess der Zeit braucht, nicht nur eine kleine Veränderung und alles würde anders werden. Das kostet viel Willenskraft, Durchhaltevermögen und Biss; Eigenschaften, die du als Lehrerin ebensogut wirst brauchen können, wie auf diesem Weg.

    Ein kleiner Tipp für den Anfang: Leg dir für typische Gespräche mit Familienmitgliedern mehr oder minder feste Sätze zu, mit denen du deutlich machst, dass du dankbar bist für die Anteilnahme z.B.deiner Eltern, aber Gespräch X jetzt nicht erneut führen möchtest oder antworte auf typische Fragen mit kurzen, knappen Antworten, die deine Position umreißen, ohne zu weiteren Nachfragen einzuladen durch die explizite oder auch unausgesprochene Bitte um Bestätigung, zu offene Formulierungen, etc. Je häufiger deine Familie dich mit bestimmten Fragen/Themen anspricht (ärgert) desto besser: Jede Frage bietet dir die Möglichkeit zu üben und deine "Grenzsätze" zu testen und so zu perfektionieren, dass du mit dem Ergebnis zufrieden bist (wieviel klare Grenze braucht es um das Thema vorerst abzuschließen, wieviel Nähe/Entgegenkommen/Beziehung, damit du es aushältst den Satz zu verwenden?). Ich habe z.B. im Hinblick auf meine Schwerbehinderung inzwischen wenigstens zwei Dutzend Standardantworten, die es mir erlauben allzu übergriffige Fragen von Mitmenschen so zu beantworten, dass diese nicht komplett vor den Kopf gestoßen sind, ich aber auch nichts preisgebe, was diese nichts angeht, mich nicht rechtfertige und unmissverständlich deutlich mache, dass es auch wenn ich antworte unangemessen wäre weiter nachzufragen. Viel Übung ist dein bester Freund auf diesem Weg. ;)

    Nein, aber in Zeiten, in denen in einer Klasse 5 Kinder am Norovirus erkranken, ist das durchaus denkbar.

    Wie gesagt: Türklinken sind bedeutend problematischer. Würdest du empfehlen wollen diese wöchentlich abzuschrauben und auszutauschen aus Gründen der Vorsorge oder doch eher deine SuS ggf.daran erinnern wie richtiges Händewaschen funktioniert und dass das Desinfektionsmittel in den Toiletten nicht nur zur Deko angebracht ist?

    Noroviren am Tafelschwamm?
    Habt ihr Universalschwämme, mit denen neben Tafeln auch Toiletten, Kinderpopos und die eigenen Zähne geputzt werden?

    Oh Gott, das Bild!!! :rotfl: Ob ich das Kopfkino das verlängerte Wochenende über wohl wieder loswerde?

    Ja und genau hier liegt der Knackpunkt. Sich gegen 5 Menschen durchzusetzen, die dir in der Woche zehn Mal erzählen, dass dieser Weg nicht der Richtige ist und sich dann trotzdem jeden Tag ins Auto oder in die Bahn zu setzen ist schon eine Herausforderung und anders als wenn du ein Umfeld hast, dass dich in deiner Entscheidung bestärkt. Da ist es auch egal, wie alt du bist.Wenn dir die Menschen, die du liebst sagen, dass du das nicht erreichst, ist das nicht motivierend.
    Und bitte sagt mir jetzt nicht: Dann trenn dich von all diesen Menschen.

    Es geht nicht um Trennung, sondern darum gesunde Grenzen zu ziehen, damit du nicht unter dem Dauerdurck stehst dich gefühlt ständig rechtfertigen zu müssen. Das ist ein Prozess, bei dem alle Beteiligten sich entwickeln müssen. Du kannst nicht die Anderen ändern, nur dich selbst. Wenn du dich selbst aber änderst, deine Rolle im Familienkonstrukt veränderst, deine Grenzen neu absteckst und dafür Sorge trägst, dass diese geachtet werden, dann ändert sich ob der Rest der Familie dies nun will oder nicht ganz automatisch auch die Familiendynamik. Der zentrale Baustein bist du selbst und wie du mit dir arbeitest und für dich einzustehen lernst.

    Stichwort Schwamm: Wie viele neue Schwämme bekommt ihr pro Monat/pro Woche?
    Das Teil an unserer Schule ist eine riesige Bakterienschleuder und ich wette, neben Noroviren findet man da allerlei Erkältungsviren usw.
    Ich hab mal still gezählt. In 3 Stunden haben den Schwamm bestimmt an die 6 Kinder angefasst.

    Das Stichwort lautet Nachhaltigkeit. Hände regelmäßig desinfizieren, sich bewusst machen, dass die meisten SuS nicht dauerkrank sind, egal wie oft sie die Tafel wischen müssen im Schuljahresverlauf, daran denken, dass Türklinken bedeutend keimlastiger sein dürften als jeder Tafelschwamm und gut. Tafelschwämme überleben im Regelfall mehrere Schuljahre und das ist auch gut so. (Ansonsten könnte man die ja auch desinfizieren/reinigen, statt einfach zu entsorgen.) Wischtücher werden bei uns regelmäßig von den Reinigungskräften gewechselt und durchgewaschen.

    Nein, warum sollte das nur zum 1. möglich sein? Ich bin damals genau zum Unterrichtsbeginn verbeamtet worden, das war der 03. eines Monats. Die zwei Tage Differenz sind natürlich vom Sold abgezogen wurden.

    Hast recht, ich Bachel hab gar nicht an den Schuljahresanfang gedacht, sondern an einen Start mittendrin im Schuljahr, angesichts des Zeitpunkts der Frage. :rotwerd:

    Ja, natürlich. Ich bin absolut unfähig und sollte es lieber lassen :(

    Es geht nicht um schwarz-weiß in Alterras Beitrag, sondern darum, dass es wichtig ist im Schuldienst Willenskraft, Durchhaltevermögen und ein wenig mehr Biss zu haben, als deinen Beiträgen hier teilweise zu entnehmen wäre. Du wirkst enorm unsicher und sehr beeinflussbar von außen, was eben nicht die besten Voraussetzungen sind, um einerseits ein Referendariat erfolgreich bestehen zu können und andererseits danach gesund durch ein Berufsleben im Schuldienst zu kommen. Ich verstehe gut, dass es schwer ist so ein Zweitstudium anzugehen, selbst zu finanzieren gegen alle Widerstände und mit allen Ängsten und Unsicherheiten, die damit einhergehen. Mit 30 dürftest du aber schon mehr über dich selbst verstanden haben, könntest dir deiner selbst schon gewisser sein und weniger von der Bestätigung Dritter abhängen, als deine Beiträge an manchen Stellen vermuten lassen. Nimm das für dich einfach als Aufgabenfeld im Bereich der Selbstentwicklung mit und arbeite an dir, damit du in einigen Jahren so deine Frau im Schuldienst stehen wirst können, wie nicht nur Ausbilder im Ref oder Schulleiter und Kollegen das von dir erwarten, sondern wie mit Sicherheit vor allem du selbst dir von dir und für dich wünschst. Wenn du das wirklich willst, wirklich an dir arbeitest, dich selbst kritisch reflektierst und Feedback von außen, das deiner Selbstwahrnehmung widerspricht besser anzunehmen lernst, kannst du dich entsprechend weiterentwickeln, daran habe ich keinen Zweifel. :)

    Ja stimmt, das Problem mit den Filzbelägen ist mir auch schon aufgefallen (natürlich erst nachdem ich mir für meine Tasche einen eigenen Filzwischer besorgt habe, für den Fall, dass in einer Klasse mal wieder der Wischlappen sonstwo gelandet ist und der Klassendienst den dann halt am Stundenende in seiner Pause rauskruschteln und nutzen soll). Mein Eindruck ist, je hochwertiger (langlebiger/wieder auffüllbar an der kleinen "Stift-Tankstelle"/sehr gute Farbintensität) ein Whiteboard-Stift ist, desto weniger gut lässt dieser sich mit reinem Filzbelag beseitigen. Meine billigen Neonstifte sind diesbezüglich völlig unproblematisch.

    Also, da der Kollege nach jeder seiner Stunden zu mir kommt bzw Mails schreibt und sich über "meine " Klasse dauerhaft beschwert, stelle ich mir die Frage, ab wann ich aktiv werden muss und bis wohin, dass einfach sein Problem ist. Schließlich gibt es genügend Methoden, Schüler zum Arbeiten zu bringen.

    Grundständige Disziplinprobleme oder mangelnden Respekt solltest natürlich auch du als Klassenleitung ernst nehmen, in deinem Unterricht mit angehen und ggf.im Rahmen einer Klassenlehrerstunde thematisieren. Natürlich muss auch der Kollege selbst Lösungen auf der Ebene des eigenen Unterrichts aktiv suchen und umsetzen (vor allem Arbeit auf der Beziehungsebene, Klassenführungsstil, Unterrichtsvorbereitung und -gestaltung, ggf.gezielter Anschluss an Regelsetzungen von dir als Klassenleitung, die mit übernommen werden von Fachkollegen, die nur wenige Stunden in der Klasse sind, etc.), das entbindet dich aber nicht von der Verantwortung für deine Klasse. Such doch einmal gezielt das Gespräch mit den anderen KuK in dieser Klasse, ob sie ähnliche Probleme mit der Klasse haben. Vielleicht lassen sich auf diesem Weg generelle Probleme identifizieren, die andere KuK möglicherweise besser zu lösen vermögen als dieser eine Kollege oder aber nur nicht ansprechen, weil sie der Ansicht sind, sie sollten diese lösen können im eigenen Unterricht. Eine positive Fehlerkultur fällt Lehrkräften ja nicht unbedingt leicht wenn es um den eigenen Unterricht geht (dafür werden wir alle wohl im Ref zu sehr darauf getrimmt zu erkennen, was noch nicht gut läuft, obwohl es das sollte).

    Sorry, aber bei manchen Antworten zu oben denk ich mir einfach Ar****. Hauptsachte man findet einen Kritikpunkt und ist selbst dabei nicht fehlerfrei.

    Die Art wie du schreibst lässt gerade vor dem Hintergrund entsprechender Erfahrungen hier im Forum nunmal eher darauf schließen einen Schüler oder ein Elternteil vor sich zu haben, als ausgerechnet eine Deutsch-Lehrkraft. In einem Internet-Forum ist das geschriebene Wort nunmal die eigene Visitenkarte und der erste Eindruck ist nicht irrelevant. Wenn du tatsächlich eine Lehrkraft bist, dann bitte versuch deine Beiträge etwas verständlicher zu formulieren, dann erhältst du auch gerne inhaltlich hilfreiche Antworten.

    Da lag ich doch mit manchem richtig. ;) OK: Überleg dir für dich selbst, gerade, wenn du jetzt noch etas Zeit hast, ob du dir auch das Lehramt für berufliche Schulen oder Sek.I vorstellen könntest, wo in vielen Fächern die Einstellungschancen deutlich besser stehen, als am Gymnasium. (Ein Praktikum an einer anderen Schulart kann helfen hier klarer zu sehen.) Schau dir auch die Bedarfsprognosen für BW durch, ob es angegebene Mangelfächer fürs Gym gibt, die für dich in Frage kommen würden. Prüf für dich, ob nach dem Ref ein Bundeslandwechsel in Frage kommen könnte oder aber ob du damit leben könntest am Ende fachbedingt doch höchstens eine Stelle in BW an einer Gemeinschaftsschule zu erlangen (und damit im Regelfall ohne gymnasiale Oberstufe und mit mehrheitlich Hautpschülern zu arbeiten.). Aktuell steht der Weg an die Gemeinschaftschulen bedingt durch den hohen Bedarf in der Sek.I auch Sek.IIlern offen in BW, wer allerdings von vornherein auf Sek.I studiert hat, kann sich nach dem Ref gezielt nur für Realschulen bewerben und die Gemeinschaftsschule als Sek.I-Schulart vollständig ausschließen.
    Persönlich würde ich immer mein Interesse und meine Begeisterung für Fächer einem Studium zugrunde legen, gerade Lehramtsstudenten wägen aber oft sehr stark ab zwischen Interesse/Begeisterung versus Einstellungschancen. Prüf also für dich selbst, in welche Richtung deine persönliche Abwägung weist, damit du eventuell erforderliche Zugeständnisse bei der Fachwahl (etc.) berücksichtigst.

    Das habe ich auch. :( Jetzt wird mir das aber erst bewusst. Ich dachte immer, das wäre normal, dass ich danach Hände wie Sandpapier habe.
    Welche Creme nimmst du?

    Ich merke es damit, dass ich schwerer atmen kann, niesen muss und staubtrockene Hände habe.

    Ja, die Symptome kenne ich allesamt, lassen sich aber enorm minimieren, wenn du vorgehst, wie von Goeba beschrieben.

    Ich bin nach vielen Versuchen vor drei Jahren bei der Handcreme von L´Occitane gelandet mit 20% Sheabutter und nehme zusätzlich für die Nagelhaut ein Nagelhautöl der Firma, wenn ich mal Kontakt mit Kreide hatte (an unserer Schule nicht mehr möglich, im Ref manchmal aber vorgekommen, wenn wir an den Schulen der Lehrbeauftragten waren). Die Handcreme nach jedem Händewaschen an "Kreidetagen" auftragen, das Nagelöl 1x täglich. Zusätzlich habe ich für solche "Kreidetage" zuhause Baumwollhandschuhe, die ich über Nacht anziehe. Vorher Handcreme und Nagelöl auftragen, Handschuhe drüber und über Nacht einwirken lassen. Damit sind auch die trockensten Hände am nächsten Morgen wieder streichelzart. (Kleines selbstgemachtes Salz-Öl-Peeling ab und zu bewirkt auch kleine Wunder.)

    Und ich liebe die Dinger. Es gibt auch Lehrer mit einer Schülerallergie und durch die Digitalisierung wird der Schülerkontakt sicher auch bald minimiert.

    ? Was genau trägt das jetzt zum Thema bei? Nebenbei bemerkt schreibe ich nur über analoge Whiteboards, die sind so wenig digital wie eine Kreidetafel, für Allergiker aber deutlich angenehmer.

    Sprecht ihr von digitalen oder analogen Whiteboards als Alternative?

    Analoge Whiteboards. Bei uns stehen in allen Klassenräumen fürs Putzen kleine Spritzflaschen mit Wasser, damit der Klassendienst die auch richtig sauber bekommt. Funktioniert gut und die Tafeln sehen auch ordentlich aus, wenn man darauf achtet, dass der Klassendienst entsprechend sauber arbeitet.

    Ersetze "brennen" durch "begeistert sein von" und ich bin bei dir @Lehrerin2007 .


    (Meine Begeisterung für deutsche Literatur hat dieser Thread ganz nebenbei bemerkt übrgens wieder sehr lebhaft geweckt, danke @keckks für deine hierfür hilfreichen Ausführungen. Ich weiß, Deutsch wäre kein Fach, dass ich unterrichten wollen würde, studiert hätte ich Germanistik und hier insbesondere die Literaturwissenschaft ergänzt um etwas diachrone Sprachwissenschaft aber ausgesprochen gerne. Bleibt mir vielleicht mal als simple Passion für ein Seniorenstudium, wenn ich von meiner jahrzentelangen Lektüre von Hesse, Lessing, Fontane, Böll und wie sie alle heißen profitieren kann.)

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