Beiträge von CDL

    Habe das mit dem Asbest gerade mal nachgelesen; da war zwar nicht die Rede davon, dass in fast allen Materialproben Asbest enthalten sei, sondern lediglich in einer Minderheit. In jedem Fall sollte man aber wohl prüfen, ob die Arbeit mit Speckstein in der Schule im jeweiligen BL überhaupt zulässig ist und falls ja, sicherstellen, dass die Bezugsquelle nachweist, dass die von dort bezogenen Steine asbestfrei sind. Schade, ist so ein tolles Material.

    In BW ist das entweder bereits Teil des Studiums (Bili-Abschluss im 1.Staatsexamen + Bili-Ausbildung im Ref) oder Teil einer Zusatzausbildung im Rahmen des Refs, die von den Studienseminaren angeboten wird. Kann die Einstellungschancen verbessern. Zumindest im Sek.I-Bereich wird das sicherlich nicht den "normalen" Unterricht in den damit verbundenen Sachfächern ersetzen können. Dafür ist das für zu viele SuS eine Überforderung, die unter Umständen Deutsch als Zweitsprache haben und/oder im Unterricht mit deutscher Schriftsprache und Fachsprache zu kämpfen haben und nicht auch noch die Verknüpfung Sachfach + Fremdsprache schaffen. Im Sinne einer Profilbildung von Schulen (also im Rahmen von Schulentwicklungsprozessen) könnte ich mir dennoch vorstellen, dass Schulen mit entsprechender Klientel derartige Angebote ausbauen. Vor diesem Hintergrund gibt es hier in BW nicht nur Gymnasien, sondern auch Realschulen mit bilingualen Zügen (Englisch oder Französisch). Bei uns an der Schule gibt es das nicht, ich weiß aber von zwei Realschulen in der Region die Bili-Züge haben (Französisch + Sachfach oder Englisch + Sachfach).

    Herbst- oder Weihnachtsferien, Papa besuchen.

    ( @Miss Jones : Schokoseelen sind aber dann ein spezielles Ruhrpottseelchen. Mit dem, was wir hier in BW darunter verstehen hat das offenkundig nichts zu tun. Unsere Seelen sind ausnahmslos salzig und kümmelig. Ein wenig wie Salzbrötchen, die hier bei uns nicht annähernd so lecker schmecken, wie in Leipzig oder Köln.)


    Bedeutet "wegfahren" für dich, dass du eine Urlaubsreise machst?

    Habe angefangen und abgebrochen. Nicht vorhandene Fragen anhand von Schlagwörtern zu beantworten, die am Ende womöglich oder auch nicht anders gemeint oder anders bewertet werden, als von mir vermutet (oder hier nachträglich geschrieben) bedeutet für mich, dass ich mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit völlig falsch verstanden oder sogar bewusst anders interpretiert werde, um Antworten zu gewünschten Studienergebnissen passend zu machen dank nachträglich eingefügter entsprechender Fragestellung. Wenn du die Umfrage noch einmal sauber konzipierst unterstütze ich das auch gerne, so nicht.

    Was gibt euch das bayrische Schulrecht bzw. der für euch gültige Bildungsplan vor im Hinblick auf Methoden? Was spricht dagegen der Mitarbeitervertretung (die sollte ihren Namen ja nicht grundlos tragen) Dampf unterm Kessel zu machen, was dagegen euch bei eurer Gewerkschaft zur Rechtslage zu informieren und mit deren Hilfe und Unterstützung das Gespräch mit der SL zu suchen?

    Jede Stunde im Voraus zu planen ist ja nicht nur ein immenser Aufwand wenn noch nichts davon da ist, wenn das tatsächlich auch so rigoros umgesetzt werden soll, verhindert es auch, die Geschwindigkeit der Progression und die Art der Unterrichtsplanung an die Bedürfnisse der jeweiligen Lerngruppe anzupassen, um mit diesen zielführend arbeiten zu können. Natürlich kann man sich innerhalb von Fachschaften auf sehr vieles einigen, manche Absprachen sind auch sinnvoll als Entlastung für alle, um nach außen erkennbar an einem Strang zu ziehen. Dennoch gibt es doch sicherlich auch im bayrischen Schulrecht und auch wenn man für einen privaten Schulträger tätig ist ein gewisses Maß pädagogischer Freiheit, um den eigenen Unterricht eben nicht nur immer gleichförmig nach vorgegebenem PLan durchzuführen, sondern z.B. Bezüge zu aktuellen Geschehnissen herstellen zu können, um auf Lerngruppen eingehen zu können, um gezielt bestimmte Kompetenzen zu fördern, die Lerngruppe A vielleicht besonders schlecht beherrscht, Lerngruppe B im selben Jahrgang aber schon recht gut, so dass diese sinnvollerweise anders arbeiten werden.

    Eure SL kommt genau so lange damit durch, solange ihr euch aus Angst vor möglichen arbeitsrechtlichen Konsequenzen duckt und den Mund haltet. Also solidarisiert euch untereinander, sprecht mit MAV und Gewerkschaft und überlegt euch gemeinsam vielleicht auch, wie ein Kompromiss oder gar Konsens aussehen könnte. Wenn es der SL tatsächlich vorrangig um Methodenvielfalt geht und nicht um Gängelung um der Gängelung willen, dann wäre vielleicht ein Methodencurriculum ein sinnvoller Weg, der den Wunsch der SL ebenso berücksichtigt, wie eure Wünsche und Bedürfnisse. Dann wird eben nicht mehr jede Stunde vorgeplant und von allen exakt nach Plan identisch durchgezogen, sondern es wird festgelegt, welches Fach in welcher Klassenstufe welche fächerübergreifende Makromethode einführt, fachintern, wann welche Fachmethoden sinnvollerweise eingeführt werden sollten, bindet diese Methoden ggf. noch gezielt an bestimmte Themen im Fach.

    naja, sind die Unterschiede denn noch so gigantisch? Essen, Klamotten, Auto kosten hier und da gleich. Die Mieten passen sich je nach Region an und auch in Ba-Wü wohnt nicht jeder in Freiburg.

    BW hat in vielen Regionen annähernd Vollbeschäftigung. Auch ohne Freiburger Mietpreise ist dadurch gerade der Immobilienmarkt an vielen Orten (Stuttgart, Karlsruhe, Heidelberg, Tübingen, Heilbronn...) als äußerst angespannt zu bezeichnen mit entsprechenden Auswirkungen auf Miethöhen. Natürlich gibt es auch Ecken in BW, die damit weniger Probleme haben, dort herrscht aber auch akuter Lehrermangel in Sek.I, Primarbereich und Förderschulbereich (es gibt nicht grundlos ein Sondereinstellungsverfahren "Ländlicher Raum"). 1/3 - die Hälfte des Gehalts für die Miete aufzuwenden für eine kleine Butze kenne ich so zumindest nicht aus Brandenburg, in MeckPomm kommt es sicherlich ganz stark darauf an, ob wir von den Ferienorten an der Ostsee und den Inseln sprechen oder aber vom Landesinneren.

    Am Ende ist es denke ich aus der Perspektive hier in BaWü erstmal relevanter für uns, dass wir unsere Primarleute nach A13 bezahlen wie alle anderen Lehrkräfte auch. Für die KuK in MeckPomm, die das schon erreicht haben, mag es relevanter sein, dass ihr A13 in der Höhe an BL wie BW oder BY angeglichen wird. Das mag ich mir nicht anmaßen zu beurteilen, nachdem ich nicht in MeckPomm lebe.

    Immer mal wieder, kommt auf die Art der Nachfrage und die Person an. Mehr noch nerven mich aber Fragen zu Familienstand und Fortpflanzungsstatus denen faktisch zugrunde liegt, dass man als Frau die auf die 40 zugeht ja wohl kaum etwas anderes im Sinn haben könne als ganz zeitnah in die Brutpflege einzusteigen.


    Warum können so viele Menschen den Uterus weiblicher Mitmenschen so schlecht in deren Verantwortung belassen?

    Zumindest stellt Situation zwei eine klare Grenzüberschreitung seitens der SL dar, die wissen sollte, dass Diagnosen preiszugeben nicht Teil der dienstlichen Verpflichtungen einer Lehrkraft ist. Im Kontext mit über ärztliches Attest entschuldigten Fehlzeiten hat das schon ein äußerst ungutes Geschmäckle und gibt sicherlich Anlass zur Rücksprache mit dem PR. Zu 1. kann ich mich Seph nur anschließen, das hätte bei uns an der Schule unzweifelhaft einen befristeten Unterrichtsauschluss samt Prüfung eines dauerhaften Schulausschlusses zur Folge.

    @ CDL:

    Dein Profil sagt, dass du in der Sek.1, also wahrscheinlich an einer Realschule o.ä. arbeitest?

    Was passiert denn bei euch mit Schülern, die die Minimalanforderungen des Jahrgangs mehrfach nicht erfüllen?

    Gibt/gab es bislang bei uns nicht. Wir haben einen Fall, bei dem wir eine solche Karriere befürchten (Wiederholungen gab es schon 2x). Wäre ein Hauptschulabschluss ein völlig unerreichbares Ziel, würde ein solcher Schüler nach dem Erfüllen der Schulpflicht ausgeschult und entsprechend weitervermittelt werden z.B. an ein BVJ. Bis dahin: Beratung, Beratung, Beratung, Beratung in der Hoffnung die Eltern zu erreichen und ihnen den unrealistischen Bildungsabschluss auszureden. Wir haben aber auch Eltern von Förderschülern, die sich ungeachtet aller Beratung und Aufklärung sicher sind, ihr Kind würde bei uns nicht zieldifferent beschult (doch!), sondern eine Mittlere Reife machen und danach ans Gymnasium gehen für ein Abitur mit nachfolgendem Studium.

    (Ja, ich bin an einer Realschule.)

    Ich bin Wirtschaftslehrerin, weiß also, was Steuerprogression ist und was das im Klartext bedeutet. Ändert aber nichts daran, dass die Mehrheit der Erwerbstätigen keine Akademiker sind und mit ihrem geringeren Einkommen dennoch unsere Pensionen einmal mitfinanzieren. Wenn man keinen Respekt vor den Menschen hat, die einen nicht unerheblichen Anteil daran haben, dass man einmal einen deutlich sorgenfreieren Lebensabend als das Gros der Bevölkerung des Landes haben wird, sollte man den Ball am besten gar nicht erst aufpusten.

    In Fall c) greift aber ja genau das, was Plattenspieler hervorgehoben hat, dass eben das Feststellungsverfahren bzgl.des sonderpädagogischen Förderbedarfs auch ggf.ohne elterlichen Antrag erfolgen kann. Möglichkeiten gegen den erklärten elterlichen Willen zu arbeiten hättet ihr also durchaus in solchen Fällen im Sinne des Kindeswohls, die Frage ist, ob einerseits deine SL, andererseits ihr als private Schule das dann tatsächlich durchzieht und anstreben werdet.

    Ich lese da nur, dass das Gymnasium in NRW keine Inklusionsschüler ohne Gymnasialempfehlung mehr aufnehmen muss (nicht: kann). Ist ja auch konsequent, wenn man zu wenig Ressourcen für die Inklusion bereitstellt, dann sollte man diese zuerst dort als Pflichtveranstaltung abschaffen, wo sie den Schülern am wenigsten nützt.

    Genau, man denke nur an den Asperger-Autisten, der dem Unterricht intellektuell problemlos folgen könnte am Gymnasium, der aber gar nicht mal so selten als Folge sozialer Probleme oder Verhaltensauffäligkeiten die Realschulempfehlung bekommt. Wäre ja zuviel verlangt, wenn die Gymnasien sich mit so jemanden belasten müssten. Soziale Durchmischung bitte nur in der Theorie, die Arbeit sollen dann die Anderen leisten, sonst könnte am Ende ja noch sowas wie Empathie entstehen, statt sich gepflegt auf der Akademikerwolke auszuruhen und als was Besseres zu fühlen.

    Zitat von Mikael


    Und immerhin soll das Gymnasium diejenigen ausbilden, die mit ihren Steuergeldern später einmal auch das Gehalt und die Pension vom Meerschwein Nele bezahlen. Realistischerweise werden das eher nicht die Haupt- und sonstigen Schüler sein.

    Aber sonst geht es dir noch gut in deinem kleinen Hort der Bildungsarroganz!? Die Steuergelder von denen Pensionen finanziert werden, werden durch die Leistung aller Arbeitnehmer erbracht, von denen das Gros keine Akademiker sind und damit vielfach ehemalige Haupt- und Realschüler die Masse der Erwerbstätigen stellen. Also mal etwas mehr Respekt vor den Leuten, die künftig mal selbst am wenigsten von ihren hart erarbeiteten, kleinen Renten haben werden (Stichwort Mortalitätsraten unterer Einkommensschichten), ohne die wir aber unsere Pensionen künftig einmal nicht genießen könnten.

    Die schulrechtlichen Fragen solltet ihr mit Sicherheit mit den Juristen vom RP besprechen. Rechtsssicherheit kann ein Forum da nicht bringen. Ggf. könnte auch ein Austausch mit einem SBBZ in eurer Nähe hilfreich sein. Die wissen vermutlich auch genauer, wie das mit der Möglichkeit aussieht in BW den Förderbedarf auch gegen elterlichen Willen durchzusetzen. Ansonsten ist @Plattenspieler meine ich aus BW und an einer Förderschule, könnte also vielleicht auch die eine oder andere Frage beantworten spezifisch aufs Bundesland bezogen.

    Mal ganz unabhängig von der Frage, warum ihr wen mit welcher Leistung noch versetzt (obwohl es rein fachlich nicht rechtfertigbar ist): Spätestens in Klasse 9 stehen die Abschlussprüfungen an. Nur Eurokom und Projektarbeit WBS sind schulinterne Prüfungen, bei allen anderen habt ihr auch noch externe Prüfer mit in der Kommission, müsst also von realistischen Noten spätestens an dieser Stelle ausgehen. Ob euren SuS am Ende damit gedient wäre durchgelupft zu werden bis in die 9, nur um dort krachend zu scheitern wage ich irgendwie auch zu bezweifeln. Also bleibt nur die Arbeit mit den Erziehungsberechtigten, um denen unmissverständlich klar zu machen, dass ein Hauptschulabschluss nicht erreicht werden kann bei entsprechenden Fällen, ein Bildungsabschluss nach dem Förderplan Lernen aber absolut erreichbar und möglich wäre (und damit auch die Versetzungsproblematik sich in dieser Weise nicht stellt). Ich befürchte, dass mangelnde Einsicht der Eltern an der Stelle ein Eingreifen des Jugendamtes nicht rechtfertigen würde, versuchen solltet ihr das aber allemal.

    Wäre es nicht Aufgabe eurer SL diese Aspekte und relevanten Fragen für eure Schule rechtssauber zu klären?

    Nein, wir haben Kalender in Papierform. ;) Hängt im L-Zimmer aus + haben alle zu Schuljahresbeginn erhalten. Zusätzlich werden in den regelmäßig per Mail versandten Elternbriefen M(mindestents 1x monatlich) aktuelle Termine die für SuS/Eltern relevant sind genannt. Vor Prüfungszeiträumen und anderne "Großkampftagen" gibt es auch nochmal eine Rundmail ans Kollegium mit Terminhinweisen, wobei auch da die letztliche Planung ausschließlich analog aushängt.

    Viele KuK nutzen noch nichtmal den digitalen Stundenplan, da würde ein digitaler Kalender wohl manche momentan überfordern.

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