Ich habe den Eindruck, dass du mit Vorstellungen in diese Vertretungstätigkeit gestartet bist, die man bei einem Referendariat voraussetzt: Hilfe/Unterstützung/Anleitung bei der Unterrichtsplanung, Ausbildung der unerfahrenen Aufsichtsperson ohne vollen Studienabschluss oder volle Lehrbefähigung bei gleichzeitig hohem Maß an Verantwortung für den eigenen Unterricht und dich nicht ausreichend informiert hast, was bei dieser Vertretungstätigkeit tatsächlich auf dich zukommen wird. Wenn du eine Situation wie im Ref möchtest, dann mach deinen Master und danach das Ref. Vorher ist niemand an der Schule zuständig für deine Ausbildung, sondern für die der SuS und ggf. der anwesenden Referendare (oder auch noch Seiteneinsteiger oder Praktikanten) und die Kollegen haben im Regelfall weder die Ressourcen noch den Wunsch auch noch kurzzeitig anwesende Vertretungslehrkräfte anzulernen, die dann wie bei dir nach gerade mal vier Wochen auch schon wieder weg sind. Das ist auch nicht ihr Job.
Wenn die Stelle für dich nur ein "nettes Taschengeld" war, dann sollte der Wegfall zumindest finanziell nicht dramatisch sein. Einschlägige Berufserfahrung sammelst du noch genügend im Ref, ergänzende Erfahrungen stehen dir bis dahin ja weiterhin offen. Setz dich damit auseinander, was schief gelaufen ist bei dieser Stelle und zwar mit deinem Anteil daran, denn nur dich kannst du ändern. Lern daraus um dich weiterentwickeln zu können. Das wird dir bei jedem weiteren Berufsweg hilfreich sein und ist gerade im Ref ein zentraler Baustein zum Erfolg.
Du warst einfach an einer schlechten Schule, die gibt es überall. Hier blühst du auf, dort gehst du ein (oder wahlweise unter). Schuld ist natürlich immer der Schwächste im Glied.
Woraus schließt du, dass es eine "schlechte Schule" war? Es geht um gerade mal vier Wochen Vertretungstätigkeit, an die der TE mit Vorstellungen und Erwartungen herangegangen ist die sich zwischen "nettes Taschengeld", "bildet mich aus ich bin Berufsanfänger" und "lasst mich gefälligst alleine machen, ich wollte schließlich Verantwortung tragen" bewegen. Vielleicht ist das wirklich eine schlechte Schule, kann ich zumindest nicht beurteilen anhand der Aussagen des TE.Was ich aus diesen aber sehr wohl und klar herauslese sind Vorstellungen die wenig mit dem zu tun zu haben scheinen, was Schulen sich erwarten, wenn sie für vier Wochen eine Vertretungskraft erhalten. Das ist nunmal kein Referendariat mit Anleitung aber eben auch noch kein Arbeitnehmer, den man als volle Lehrkraft einsetzen könnte.
Es geht grad nicht um dich und deine Geschichte (wo möglicherweise- auch das kann ich nicht beurteilen- wirklich einiges schief gelaufen ist. Solltest du am Seminar Reutlingen sein würde mich das auch nicht wundern, nach allem was ich inzwischen über die Ausbildung dort gehört habe von ehemaligen Kommilitonen..).