Beiträge von CDL

    ich habe die Umfrage bearbeitet und verstehe die Empörung hierüber nicht wirklich

    Was ist unverständlich?


    Zitat von Buntflieger

    Die Umfrage war leicht zu bearbeiten und dort, wo ich mir nichtsicher war bzw. keine sinnvolle Angabe für möglich hielt, konnte ich das entsprechend quittieren.

    Ja, dass die Umfrage zu komplex gestaltet war, war auch einer der zentralen, wenn nicht überhaupt der zentrale Kritikpunkt, der hier im Thread wieder und wieder angesprochen wurde. :autsch:

    Die Mehrheit der Studenten weiß am Ende aber doch nicht derart klar, welcher Beruf zumindest herauskommen könnte, wie das bei einem z.B. Lehramtstudium/Medizinstudium/Jurastudium/Pharmaziestudium der Fall ist. Die bekommen das im Regelfall hin neben ihrem Studium diverse Praktika zu machen, um sich zu orientieren, herauszufinden, in welchem Bereich ihr Traumberuf liegen könnte und meist auch noch, welche realistische Alternative es geben könnte, wenn Plan A aus welchen Gründen auch immer nicht klappt. Es leuchtet mir nicht ein, warum ausgerechnet Lehramtstudenten derart unfähiger sein sollen. Solltest du allerdings recht haben Buntflieger und eine Vielzahl von Lehramtsstudenten wäre so, wie von dir dargestellt, dann sollte ein Ausbildung vor Studienbeginn auf jeden Fall für alle Lehrämter verpflichtend werden, um diesen Traumtänzern ein Bewusstsein für Lebensrealitäten zu verschaffen, ehe sie sich im Kreisel Schule-Uni-Schule einfach nur eine Runde weiterdrehen.

    Natürlich würde ich gern Vorurteile widerlegen, denen Lehrkräfte immer wieder aus den verschiedensten Gründen zugeschrieben werden.Allerdings stehe ich dem Ganzen etwas positiver als angenommen gegenüber. Hier eine persönliche Erfahrung:
    Mein Auslandsjahr in den USA habe ich bei einer Gastfamilie verbracht, dessen Vater den Namen Kevin trug (und bis heute trägt).
    Er ist der intelligenteste Mann, dem ich bisher in meinem Leben begegnet bin (bester Schüler, bester Student, Führungsposition in einer großen Firma). Demnach habe ich bis heute keinerlei Vorurteile gegenüber diesem Namen. Warum sollte ich auch?
    Zur Erinnerung: Kevin war in den 90ern einmal der beliebteste Vorname für ein Neugeborenes!

    Also, weil du erst durch einen USA-Aufenthalt von deinen Vorurteilen über die Kevins dieser Welt kuriert wurdest, betrachtest du das als relevante, wissenschaftliche Fragestellung um Haltungen und -den Fragen nach- vor allem Fehlhaltungen von Lehrern in zum masterfähigen Ausschlachten ausreichender Masse abzufragen?

    Können die Studenten sich nicht einfach gegenseitig innerhalb ihres Studiengangs befragen zu ihren Vourteilen, Stereotypen und Klischees? Könnte ergiebiger sein, unkritischer, man masst sich nicht konstant an gefälligst zu wissen, wie Lehrer ticken und belästigt nicht nur die künftigen KuK nicht mit unwissenschaftlichen Behauptungen vom Niveau eines D.Trump, sondern es wirft in der Folge jede Menge Folgeumfragen ab für künftige Studierendengenerationen, die sich fragen dürfen, ob ihre eigenen Fehlhaltungen ähnlich fragwürdig sind,wie die ihrer Vorgänger es waren.

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    Ganz gewöhnliche Namen, die es in mehreren Varianten gibt, z.B. als Foelke, Folke, Fohlke, Feemke oder Femke, wobei erstere mit kurzem und letztere mit langem E gesprochen sein kann.

    Und was sagt uns das?
    Nichts!

    Na, zumindest ich lerne gerade lauter Namen kennen, die ich noch nie gehört habe (oder garantiert falsch aussprechen würde- bei pepes Namensliste würde mir die Aussprache leichter fallen). Dummerweise kann ich mit keinerlei Haltungen oder Vorurteilen bezogen auf diese Namen dienen. Mit dem Studiendesgin hat es also nischt zu tun. Dennoch danke an den TE für diese Lerngelegenheit.

    Was mache ich bloß mit meinen SuS, die bei diesen ganzen Namenslisten nicht mithalten können, weil die Studien alle Menno, Hanno, Onno, Bonno, Focko, Hauke, Frauke, Geske, Eske, Dieta, Zoeke, Jürn und Foelke nicht berücksichtigen?

    Moooment, es wurde explizit nach "Phantasienamen/ungewöhnlichen Namen" und diesbezüglichen Haltungen aka "Erfahrungen" gefragt. :P Zumindest Menno, Onno, Bonno, Focko, Geske, Eske, Zoeke, Jürn und Foelke könnten damit abgedeckt sein so es sich beim einen oder anderen Namen nicht um einen mir bislang gänzlich unbekannten in Norddeutschland geläufigen Namen handelt. :zahnluecke:

    Och, der aktuelle Fachkräftemangel würde das durchaus hergeben. Azubis sind schließlich für viele Betriebe dringend benötigte günstige Arbeitskräfte, um auf auf dem Markt bestehen zu können..

    Wenn der eine oder andere sich auf dem Weg fürs Handwerk begeistert, statt ziel- und sinnlos Geschichte/Sprache X (je nach BL eine andere) fürs gymnasiale Lehramt zu studieren- weil man das als Abiturient kennt, es so schön leicht war in der Schule und man streng genommen ja bereits mit Stand Abi und etwas berufsbegleitender Ausbildung on the job dem Beruf fachlich gewachsen wäre- schadet das keineswegs und würde dem einen oder anderen, der sich nach dem Ref die Äuglein reibt, weil es trotz angeblichen umfassenden, bundesweiten Lehrermangels keine Planstelle regnet eine echte Perspektive verschaffen.


    Die Studie soll einerseits bereits gesagtes untersuchen, andererseits aber auch, wie diese Fakten im Einklang mit schulischen Erfahrungen von Lehrkräften liegen, und sich eventuell schlussendlich auf den Werdegang eines Schülers oder einer Schülerin auswirken.

    Dafür sind die gestellten Fragen nicht einmal annähernd differenziert bzw.differenzierend genug. Vielleicht wolltest du das tatsächlich abbilden, dein Umfragedesign gibt das aber schlichtweg nicht her, dafür sind das letztlich viel zu pauschale, undifferenzierte Kategorien, die du abfragst, mit lediglich einer kurzen Freitext-Option am Ende, um darauf aufmerksam zu machen, dass man seine Schüler nicht anhand von Namen oder sozialer Herkunft pauschal vorveruteilt, sondern seine Noten kriterial vergibt. Dabei gibt es je nach Schule am Ende eben bei 70% SuS mit Migrationshintergrund, im Brennpunkt wo zusätzlich rund die Hälfte der Familien Transferleistungen bezieht mehr als genug Beispiele von SuS, die Mohamed, Kevin, Chantal, Gianluca, Maximilian, Konstantin, Magda usw. heißen und ungeachtet ihrer sozialen Herkunft (und vor allem ihrer Namen) absolut leistungswillig und leistungsfähig sind und ihr Bestes geben. Als Lehrer vergeben wir unsere Noten nicht für Namen und soziale Herkunft, sondern vor dem Hintergrund tatsächlich erbrachter Leistungen (=kriteriale Norm ggf.ergänzt um die individuelle Norm). Viel relevanter, als die Frage, nach unseren angeblichen diesbezüglichen Vorurteilen (der Drops ist nun wirklich gelutscht..) ist die Frage, inwieweit es Schulen gelingt SuS verschiedenester Bildungshintergründe dabei zu unterstützen ihr Potential auszuschöpfen obwohl Elternhäuser bereits im Bereich der frühkindlichen Bildung fatale Bildungslücken verursachen, die sich in späteren Jahren kaum noch ausgleichen lassen bzw. eben nur teilweise durch längere Lernzeiten (und entsprechend andere Bildungsbiographien) kompensiert werden können.

    Mich regt so langsam auf, dass man Lehrern in solchen Studien ständig unterstellt, sie wären gefühls- und vorurteilsgeleitet in ihrer Notengebung und würden sich von Namen in der Notengebung beeinflussen lassen. Damit spricht man Lehrern die Professionalität ab. Wir haben alle studiert und wissen um das Thema.
    Das Beispiel "Kevin" der TE zeigt die Denkweise. Die Namen Lukas und Marco hatte ich schon von angepasst bis auffällig, von bildungsfern bis bildungsnah, Maximilian von sonderpäd. Förderbedarf bis hochbegabt, Ahmad von gut und sehr bildungsinteressiert bis schwach, aber bemüht. Und jetzt?

    ... bist du zu reflektiert und differenziert für den Dumm-wie-Knäckebrot-Lehrer, den der TE gerne abbilden wollte. Setzen sechs.


    Man lernt ja nie aus :)

    So ein Satz mitten im Studium liest sich reichlich vermessen und arrogant. Sowohl im Bereich der sprachlichen Eloquenz, als auch im Gestalten wissenschaftlich fundierter, zielführender Evaluationen sehe ich da ja noch ganz gewaltigen Lernbedarf und finde es eher peinlich zu lesen, dass du angehender Gemeinschaftskundelehrer_in zu sein scheinst.

    EDIT: Nach meiner - nicht repräsentativen - Beobachtung, gab es übrigens eine riesige Schnittmenge zwischen denjenigen, die sich keine Alternative gesucht haben, und denjenigen, die behauptet haben, sie bräuchten ja das viele Fachwissen im späteren Lehrerjob sowieso nie.

    Da lege ich meine analogen, ebensowenig repräsentativen Beobachtungen dazu.

    +1
    Wie zur Hölle soll ich wissen, welcher Name die schlechtesten Bildungsaussichten hat? Ich kenn doch die Jungs/Mädels nicht.

    Spoiler anzeigen

    (Sarkasmus)

    Wie, du meinst du geht nicht zu Schuljahresbeginn die Namenslisten durch und schreibst dir direkt mal pauschal bei Kevin, Justin, Chantal oder Jenni-Clarissa (nicht zu vergessen: Mohamed, Fatma, Luigi und Domenica) eine 5-6 (Tendenz 6) ins Nieten- äh Notenbuch ein, während Margarete, Luise, Maximilian direkt für das "sehr gut" vorabonniert werden?!?

    Spoiler anzeigen

    (/Sarkasmus)

    Wenn es nicht ernst gemeint wäre als Umfrage könnte man drüber lachen, so ist es echt tragisch, wie sehr man von seinen künftigen KuK unterschätzt wird, die teilweise davon auszugehen scheinen, dass wir samt und sonders zu doof wären (oder als berufliche Folgeschäden nach Studienabschluss ausreichend verdummt wären), um zu durchschauen, worauf derartige Umfragen abzielen und wie hanebüchen sie teilweise konzipiert sind. :autsch:

    "Wie hoch bemessen Sie die Anstrengungsbereitschaft/Gewissenhaftigkeit eines Schüler aus einem bildungsnahen/bildungsfernen Elternhaus" --> kein Fallbeispiel vorneweg, noch nicht einmal der Hinweis an einen bestimmten Schüler zu denken, faktisch geht es einfach pauschal um alle Schüler aus bildungsnahen oder bildungsfernen Elternhäusern. Bislang mein "Highlight" bei den Fragen. Werde den Fragebogen nicht abschließen, weil das derart oberflächlich konzipiert ist und so offensichtlich darauf abzielt möglichst viele "Lehrer-Stereotype" "feststellen" zu wollen, dass ich die Umfrage nicht für unterstützenswert halte. Tut mir leid liebe_r TE.

    Und was hat die Versetzung mit der Schulform zu tun?

    Wahrscheinlich ein Lehrer, der als Sek.I- oder Gymlehrer mangels Alternativen (Fachkombi/Noten/oder eben Gym-Lehrer ohne absolutes Mangelfach) an der GMS eine Stelle angenommen hat, eigentlich nie an die Schulform wollte, wenig glücklich geworden ist und jetzt eben hofft mittels Versetzung den Weg in die Schulform (RS/HS/WRS oder Gym- je nach Lehrbefähigung), an die er sowieso von Beginn an hätte wollen.

    @Wilhelma : Je flexibler ihr euch zeigt beim "Zielort" eurer Bewerbungen, desto höher sind eure Chancen. Wenn ihr also bereits seid wahlweise weiterhin die unegeliebte GMS zu schultern und/oder eine Stelle im ländlichen Raum anzunehmen steigen eure Chancen, da dort der Mangel unter Umständen groß genug ist, um eine entsprechende Freigabe und Versetzung für beide zu erhalten. Viele ländliche Kommunen die nicht im Speckgürtel von Freiburg, Heidelberg,Stuttgart und Co.liegen unterstützen junge Eltern auch gerne beim Finden von Betreuungsangeboten etc., um für diese als Wohnort attraktiv zu sein.

    Geht es denn vorrangig darum eine Stelle an einem anderen Ort zu bekommen oder, dass dein Partner die Schulform wechseln kann? Je nachdem kann die Strategie sich unterscheiden. In ersterem Fall wäre der simple Weg, dass dein Partner sich wegbewirbt in einem Radius, der es euch erlaubt irgendwo mittig einen neuen Wohnort zu finden zwischen deiner und seiner Stelle und erstmal beide zu pendeln.

    Hmmm, ich nehme an ein Doodle würde den wissenschaftlichen Ansprüchen nicht genügen. Bleibt nur eine Master-Umfrage. - Wer hatte sich zuletzt noch alles für eine Weiterbildung im Bereich "Schulentwicklung" interessiert?

    Die neue Rubrik scheint ja nicht sehr angenommen zu werden, wie ich gerade feststelle. Wird wohl eher als "Meckerecke" empfunden und keiner will ein "Meckerer" sein?

    Wenn demnächst mal das Sommeroch zuschlägt eröffne ich einen Motz-Motz-Motz-Thread für Meckeranfänger, Motzprofis und alle, die es werden mögen. 8) Da schulen wir dann unsere Skills, um den Bereich zu füllen. :schnelltipp: Konstante Fortbildung ist schließlich erste Lehrerpflicht. :aufgepasst:

    Lies einfach nochmal im Thread nach, was teilweise GS-Lehrer in Berlin mit jahrelanger Berufserfahrung erhalten, da ist E12 während des Refs schon verdammt gut.
    Ich finde grundsätzlich und bezogen auf die Beamtenbesoldung auch, dass "A13 für alle" not tut bundesweit. Das ändert aber längst nichts an Ausbildunsvergütungen, die nunmal darunter liegen. Niemand zwingt dich zum Quereinstieg, niemand verpflichtet dich diesen in Berlin zu machen, wer sich dafür entscheidet macht das sehenden Auges.

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