Beiträge von CDL

    ^^^^Niemand braucht Ausbilder, die nicht in der Lehre tätig sein wollen und das lediglich als das kleinere Übel im Vergleich zum Unterrichten von Heranwachsenden ansehen. Wer unterrichten will, aber in anderem Rahmen, mit neuen Verantwortungsbereichen ist auch an den Seminaren eine Bereicherung. Wen Unterricht allgemein massiv ankäst sollte vielleicht über sowas wie ein möglichst schnell angespartes Sabbatjahr (3 Jahre Ansparphase) nachdenken, um einfach einmal komplett rauszukommen und dann entscheiden zu können, wie es gesund weitergehen kann.

    Die allermeisten Menschen hierzulande haben vor der Ehe Sex oder wollen das gern. Diesen das Gefühl zu vermitteln, sie und ihre Bedürfnisse hätten kleinen Platz oder seien "verkehrt" gehört auf keinen Fall in irgendeinen Aufklärungsunterricht. Was da rein gehört, ist, dass man sich nicht drängeln lassen soll, dass Sex vor und in der Ehe in Ordnung ist und was Schönes sein kann, wenn es beidseitig aus sexuellen Gründen ("habe Lust!" und nicht "fühle mich verpflichtet/kann nicht nein sagen") gewollt, in gegenseitiger Rücksichtnahme und geschützt stattfindet, dass jede/r jederzeit "stop" sagen kann und dass jede/r es vor allem zum Vergnügen des anderen und sich selbst) tut.

    = Aufklärung, um einen selbstbestimmten, mündigen Umgang zu ermöglichen statt Erziehung zu weiterer Unmündigkeit.

    Hallo CDL,

    das mit den "Meta-Diskussionen" beherrschst du aber - mit Verlaub - auch nicht schlecht.

    Wir können das gerne per PN fortführen.

    der Buntflieger

    Und ein weiterer Rauchkörper... Ich verstehe das so, dass du bei den Meta-Diskussionen bleiben möchtest und dich nicht inhaltlich konstruktiv zu äußern wünschst. Ist registriert. Was auch immer du mir per PN sagen möchtest steht dir selbstredend frei zu formulieren. In diesem Thread diskutiere ich dann allerdings mit anderen Usern weiter, die etwas zum eigentlichen Thema beitragen möchten.

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    Die beschriebenen Konsequenzen gingen von der Initiative meiner Schulleitung aus, aber ich stehe da auch hinter.

    Vermutlich nicht, aber was wäre denn deine Alternative dazu gewesen?

    Als Schule hat man diesbezüglich finde ich keine Alternative, als konsequent geltendes Recht umzusetzen. Ergänzend ließe sich dann eben darüber nachdenken, inwieweit Präventionsansätze sich verbessern lassen. Die DroBs die meine Abischule beraten hat hatte z.B.ein Projekt zur Peer-Beratung. Dabei wurden Mitglieder der SMV als Multiplikatoren von den DroBs-Leuten geschult und sensibilisiert und konnten damit sehr viel niederschwelliger als das Lehrkräften möglich wäre mit ihren Mitschülern oder Freunden sprechen, ggf.Hilfsangebote ansprechen oder eben auch den schulischen Drogen- und Suchtbeauftragten, mit dem das Ganze in enger Abstimmung erfolgte und von dem das begleitet wurde, hinzuziehen. Das kam bei einigen meiner Mitschüler damals gut an.

    Die Fürsorgepflicht ist in Bezug auf dich selbst im Regelfall erfüllt, dafür sind die Anwärterbezüge normalerweise ausreichend. Beamtenrechlicht greift faktisch diese Fürsorgepflicht tatsächlich aber erst nach Abschluss der Ausbildungsphase, wie mir ein Fachanwalt für Verwaltungsrecht im Rahmen einer anderen Abklärung vor einigen Monaten einmal erklärt hat. Insofern kannst du dich darauf jetzt auch noch nicht berufen.

    na ja, das bedeutet ganz einfach, dass jemand Gedanken über den möglichen Umgang mit dem Thema Drogenkonsum (hier speziell unter Jugendlichen) im schulischen Rahmen sofort als moralisch fragwürdig bezeichnet, wenn sie über den plakativen Leitspruch "Keine Macht den Drogen!" hinaus gehen.

    Mit der Argumentation könntest du eventuell recht haben, wären die Beiträge des TEs die die Basis für deine Argumentation darstellen nicht so außerordentlich fragwürdig. Eine sachliche Diskussion über verschiedene Drogenpräventionskonzepte verschiedener Schulen hätte einen völlig anderen Diskussionsverlauf ergeben, als die problematischen Selbstäußerungen des TEs. Insofern greift deine Argumentation wie ich finde nicht, sondern lenkt den Fokus einfach nur auf einen Metaschauplatz, der Diskussion darüber wie diskutiert wird, statt selbst etwas zu Inhalten beizutragen.

    Ich habe den Eindruck, dass alle KuK, die sich in diesem Thread geäußert haben sich Gedanken zum Thema Drogenkonsum machen. Die Mehrheit wendet sich dabei äußerst explizit gegen eine Vorgehensweise nach schwarz-weiß Schema (wegschauen und ignorieren versus "gesündere" Dosierungen empfehlen). Deine Beiträge zum eigentlichen Thema lassen darauf schließen, dass du bislang auch lieber die Augen verschließt vor der Thematik. Wie stellst du dir denn einen sinnvollen Umgang vor jenseits dieses Hinnehmens und Ignorierens? Was macht ihr an deiner Schule im Bereich Prävention? Was würdest du dir wünschen im Umgang? Butter bei die Fische Buntflieger, keine Rauchkörper zünden am laufenden Band.

    Ja, aber es ist schon traurig dass man überhaupt ALG beantragen muss, wenn man fast Vollzeit arbeitet (Ref und Schule). Ich finde das nach wie vor unnatürlich.

    Das Ref ist eine Ausbildungszeit. Wer in dieser Phase mehr zum Leben benötigt als ein durchschnittlicher Singlehaushalt, auf den die dienstlichen Alimente in dieser Zeit vorrangig ausgelegt sind benötigt eben ergänzende Unterstützung. Das geht anderen Auszubildenden nicht anders, die Bafög, Ausbildungsbeihilfen oder eben auch aufstockendes ALG II benötigen. Was genau ist daran "unnatürlich" während einer Ausbildungsphase noch nicht wie eine vollausgebildete Vollzeitkraft bezahlt zu werden?


    Zum Thema "Umwelt" fällt mir noch die umweltfreundliche Stromerzeugung ein. Nicht viele afrikanische Länder haben bisher die Solarenergie für sich entdeckt. Vielleicht gibt es in dieser Beziehung etwas, was sich lohnt anzuschauen? Jemand, der Solarautos und Photovoltaikanlagen vorführen und demonstriern kann? Gibt es ein Wasserwerk in der Nähe? Das kann man auch kostenlos besichtigen.

    Klasse Idee Caro. Vielleicht chilli könntet ihr gemeinsam einen Solarofen basteln (im Idealfall unter Verwendung von möglichst viel recyceltem Material) und dann damit etwas kochen.

    Die Anleitung hier klingt gar nicht so kompliziert und sollte auch für SuS gut umsetzbar sein. Zumindest Karton, Zeitungspapier und alte Klorollen sind schon mal wiederverwendet, eventuell bekommt ihr sogar bei einem lokalen Glaser eine alte Glasscheibe kostenfrei. das ist was, was eure Gastschüler auch im geistigen Gepäck mit nachhause nehmen und dort an ihrer Schule weitervermitteln können.

    Oder ihr bastelt einen kleinen Wasserfilter in einer Plastikflasche und setzt euch ergänzend damit auseinander, wie wertvoll Trinkwasser ist.

    Alter-Reife-Situation, das ist das zentrale Mantra der Aufsichtspflicht.

    Wenn der hypothetische Schüler X, der seinen Mitschler erwürgt nicht bereits vorab als gewalttätig bekannt war, nicht zu erwarten war, dass er an diesem Tag, in diesem Moment, diesem Mitschüler gegenüber derart ausrastet, wenn das Aufsichtskonzept ausreichend Kräfte vorgesehen hat, an die Schüler sich hilfesuchend wenden konnten (bei uns gibt es auch verschiedenen Bereiche, in großen Bereichen aber immer zwei Aufsichten und sonst überschneiden sich die Sichtzonen, damit man eben auch den Bereich eines Kollegen in der Toilettenpause mit übersehen kann), wenn die Aufsichtskräfte ihren Pflichten ohne schuldhaftes Zögern nachgekommen sind und die SL sichergestellt hat, dass sie ihre diesbezüglichen Pflichten kennen und wahrnehmen, dann gibt es wenig Spielraum Lehrkräften eine Verletzung der Aufsichtspflicht nachzuweisen ungeachtet der hochdramatischen Folgen. Hellsehen können auch Lehrer nicht.

    Lehrkraft muss dabei sein (nicht immer dabei stehen, aber eben präsent als Ansprechpartner) und sicherstellen, dass die SuS, die bestimmte Teilaufgabe übertragen bekommen haben ihre Grenzen beachten, aber eben auch deren Anweisungen von anderen Schülern umgesetzt werden. Haben wir auch an der Schule, klappt gut. Hast du ja auch selbst zitiert, dass die Aufsichtspflicht der Lehrpersonen fortbesteht.

    1. Gibt es mehr als eine Aufsichtsperson normalerweise (bei uns sind das in jeder Pause 5-6 KuK). Dazu sind in den ersten 2-3min (länger dauert es bei uns nicht ein Zimmer abzuschließen, Tasche entspannt wegzubringen, zurück zur Aufsicht zu gehen) genügend KuK in den Gängen unterwegs, dass die SuS sich beaufsichtigt fühlen durften (im Rahmen der Abwägung Alter-Reife-Situation stellen Gerichte darauf ab).

    2. Sind längere Gespräche mit SuS bei uns klar auf die nächste Pause zu verschieben, nicht ausgerechnet dann zu führen, wenn man Aufsicht hat.

    3. Konkretes Problem oder hypothetischer Fall?

    Einen so flapsigen Kommentar halte ich nicht nur für christenfeindlich, wie er vermutlich gemeint war, sondern da schwingt für mich auch etwas Antisemitismus mit, die Heilige Schrift des Judentums so zu verunglimpfen.

    Die folgende international gültige Definition für Antisemitismus teilt auch die Bundesregierung:

    „Antisemitismus ist eine bestimmte Wahrnehmung von Juden, die sich als Hass gegenüber Juden ausdrücken kann. Der Antisemitismus richtet sich in Wort oder Tat gegen jüdische oder nichtjüdische Einzelpersonen und/oder deren Eigentum sowie gegen jüdische Gemeindeinstitutionen oder religiöse Einrichtungen. Darüber hinaus kann auch der Staat Israel, der dabei als jüdisches Kollektiv verstanden wird, Ziel solcher Angriffe sein.“

    Da fällt Meikes Kommentar unzweifelhaft nicht drunter. Ziemlich widerwärtiger Nebenschauplatz, den du damit eröffnest Plattenspieler.

    Ich empfinde eine Metadiskussion über den Diskussionsverlauf im Thread als wenig weiterführend.

    Zitat von Buntflieger

    Wieso sind so wenige Informationen im Umlauf? Vielleicht auch deshalb,
    weil man lieber nicht offen drüber spricht und im Zweifel gerne mal
    wegschaut.

    In meiner Schulzeit gab es in der Unter- und Mittelstufe jedes Schuljahr in wenigstens einem Fach eine Einheit zu Drogen, Drogenkonsum, Prävention, sei es durch die Bio-Lehrer, Klassenlehrer, Polizei oder auch Experten einer Drogenberatungstelle. Auch ohne die familiäre Begleitgeschichte (die sicherlich die beste Prävention war für mich), wusste ich sehr genau welche problematischen Folgen welche Drogen haben, welche Alkoholmengen als pubertierendes, menstruierendes Mädchen bereits eine Alkoholvergiftung zur Folge haben können etc. (Zu) "wenig Informationen" waren sicherlich nicht das Problem.
    Die Schule an der ich jetzt tätig bin hat ebenfalls ein Präventionskonzept, das kontinuierlich ergänzt und überarbeitet wird, um auf akute Probleme besser reagieren zu können, aber eben auch SuS zielführender beraten, informieren und ggf.schützen zu können.

    Schulen sind als Organismen sehr unterschiedlich aufgestellt, wenn es an deiner Schule (jetzt oder nach dem Ref) Bedarf gibt Umgangsweisen zu verbessern, liegt es mit an dir dich entsprechend einzubringen, damit sich etwas ändern kann.

    Es ist offensichtlich ein Reizthema und es wird sehr schnell scharf geschossen.

    Na ja, mit etwas gesundem Menschenverstand ist es jetzt ja nicht soooo überraschend, dass ein Ansatz Schülern "gesündere" Dosierungen illegaler Drogen empfehlen zu wollen in einem Lehrerforum recht umfassenden Gegenwind auslösen wird. Wenn die eigene Begründung angeblicher Sachkompetenz dann ehemaliger Drogenkonsum gepaart mit einem Rollenkonflikt lautet löst das nachvollziehbarerweise viele Assoziationen aus, die auch beim besten Willen nicht auf ein besonderes Verantwortungsbewusstsein des TE schließen lassen (das offenbar gerade so weit reicht, mal nachzufragen, ob er sowas wohl machen könne, nicht aber dafür sich Implikationen für sich selbst, wie auch seine SuS jenseits seiner Perspektive als ehemaliger User vor Augen zu halten).


    Ich habe ein Geschwister, dass ab der Pubertät massiv mit Drogen experimentiert hat mit allen denkbaren und entsetzlich undenkbaren Konsequenzen, die das für eine Familie haben kann. Die Lehrer an der Schule dieses Geschwisters haben sich dafür entschieden einfach nicht sehen zu wollen, dass in den aufklappbaren Tischen in den Klassenräumen Haustiere gehalten (Ratten/Mäuse/Hamster), hochprozentiger Alkohol, Gras oder Tabletten zur Weiterverteilung gelagert wurden und in den Mittagspausen (angeblich beaufsichtigte Hausaufgabenzeit) eben dieses Zeugs auch massenhaft konsumiert wurden bereits von 14jährigen. Da waren ein paar "extra-lockere" Lehrer, die meinten, mitzukiffen wäre ein Weg den Konsum der Jugendlichen in vernünftige, "gesunde" Bahnen zu lenken. Mir persönlich geht die Hutschnur also ganz gewaltig hoch, wenn ich die vom TE geäußerte Mischung aus Verharmlosung, fehlender Distanz, mangelnder echter Kompetenz und vor allem fehlendem Problembewusstsein lese. Den Preis für diese Scheiße zahlen früher oder später die Jugendlichen selbst und immer und ausnahmslos ihre Familien mit ihnen. Von einem Lehrer erwarte und verlange ich hier einen professionellen Umgang, Dazu gehört es Grenzen der eigenen Kompetenz zu kennen, frühzeitig Eltern/Kollegen/Klassenleitung/Schulleitung hinzuzuziehen, wie auch echte Experten, die wissen, was sie machen, statt laienhaft rumstümpern zu wollen, bis das Kind in den Brunnen gefallen ist (war wohl zu stoned bei Betreten des Schulgeländes..- Shit happens!- Sprichwörtlich.)

    Es geht um die wissenschaftliche Anerkennung der Textgrundlage und vor allem der Übersetzung, nicht um eine Korrektheit der Inhalte im Sinne eines neuzeitlich-positivistischen naturwissenschaftlichen Verständnisses.

    OK, ist registriert. Wenn es dir ein Bedürfnis ist, steht es dir ja frei einen alternativen Text zum selben Thema zu posten. Bleibt dennoch die offene Frage:

    Was ist denn nun dein Tamponproblem?

    Vielleicht gibt es bei euch vor Ort kleine, lokale Unternehmen, die Upcycling betreiben und die ihr besichtigen könntet, ggf. im Rahmen eines Exkursionstags, bei dem die SuS sich in Kleingruppen verschiedene Betriebe, städtische Müllverwertung, lokale Umweltgruppen, etc. anschauen, deren Arbeit mithilfe eines Fragebogens (Leitfrage?) auswerten und dann am Ende vielleicht damit die Basis schaffen für die gemeinsame Weiterarbeit im Plenum oder eben in neuen Kleingruppen, in denen sie jeweils versuchen aus dem, was sie erfahren haben Handlungsempfehlungen für die eigene Lebenswelt abzuleiten etc.

    Ich glaibe, ich würde wirklich sehr viel versuchen von dieser Begegnung und damit den enorm unterschiedlichen Lebensituationen zu profitieren suchen: Welche Fragen stellen wir uns, welche Probleme haben wir, welche Lösungen sind für unsere Lebenswelt realistisch, wie sieht das für das Gegenüber vom anderen Kontinent aus?

    Volle Zustimmung! Dieser Teil des Aufklärungsunterricht kommt mir gefühlt auch meist zu kurz. Wenn ich von meinen Mädels höre, dass sie mit irgendwelchen Kerlen ins Bett gehen, nur weil er das jetzt sofort möchte und sie sonst verlassen würde, rollen sich mir immer die fußnägel hoch.

    Persönlich sehe ich das genauso und äußere mich ggf.auch entsprechend. Das hat für ich aber weniger etwas mit "Aufklärungsunterricht" im engeren Sinn zu tun, als mit gesundem Ich-Bewusstsein und Grenzziehung ("Nein-Sagen-Können")- etwas, was man im Prinzip schon ab dem Kindergarten entsprechend mit Kindern übt (bzw.im Idealfall natürlich auch im Elternhaus).

    Das Üben an derlei Objekten ist nah genug an der Realsituation, um die entsprechenden Handgriffe in eben dieser zumindest schonmal kennengelernt zu haben und abrufen zu können. Einen Eingriff ins Schamgefühl von SuS stellen derartige Hilfsmittel nicht per se dar, das kommt ganz klar auf den Kontext an. Bei uns an der Schule gibt es dafür eine Spezialveanstaltung zur Aufklärung die nach Geschlechtern getrennt erfolgt- um erste Schamgrenzen zu nehmen- bei der nicht benotende Lehrer im Vordergrund stehen, sondern jeweils zwei Lehrkräfte der Schule, die das Projekt seit einigen Jahren anbieten ergänzt um externe Experten. Es besteht zu keinem Zeitpunkt eine Verpflichtung für SuS Kondome über Bananen zu ziehen (ja, bei uns sind das Bananen und Gurken. Penismodelle wären den Eltern nicht vermittelbar), den Erzählungen der KuK nach, finden die SuS in ihren Gruppen das aber immer sehr witzig und probieren es in diesem geschützen Rahmen gerne aus. Dann kichern alle mal ne Runde und ganz nebenbei stellen die SuS ihre Fragen, die auch beantwortet werden. Die Rückmeldungen der SuS sind nach diesen Veranstaltungen wohl immer sehr positiv, weil sie froh sind, einfach mal ausprobieren zu dürfen wie man mit Kondomen umgeht, statt nur abstrakt darüber zu sprechen. Das macht es vielen leichter sensible Fragen zu stellen.
    Ich glaube am Ende kommt es einfach darauf an sensibel mit den eigenen SuS und der Altersgruppe zu arbeiten- in der Unterstufe sind Gurken und Bananen unproblematischer- ein Penismodell gibt es aber tatsächlich bei diesen Veranstaltungen auch, an dem die Lehrer/Experten Dinge veranschaulichen bei ihren Antworten.

    In welcher Beziehungsform Sex deines, meines oder irgendjemand anderes Erachtens erfolgen "sollte" ist für mich persönlich- abgesehen von der Grenzziehung zu Missbrauch- absolut kein Teil eines Aufklärungsunterrichts. Aufklärung bedeutet, wie was funktioniert, was zu Schwangerschaften führt und wie man diese- jenseits von Abstinenz und ungeachtet der gewählten Beziehungsform- ebenso wie Geschlechtskrankheiten so sicher wie möglich verhindern kann, ohne deshalb auf Sex verzichten zu müssen. Kondome sind unersetzlich beim Schutz vor Geschlechtskrankheiten, zum Schutz vor Schwangerschaften müssen ergänzend weitere Verhütungsmethoden mit einbezogen werden, da Kondome allein nicht safe genug sind. Das ist ziemlich simpel eigentlich und habe ich auch schon in meinem früheren Berufsleben jungen Erwachsenen erklärt, die mich vor ihrem ersten Mal um Rat gefragt haben, wie sie möglichst sicher verhüten können.

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