Beiträge von CDL

    In BW zumindest wird BiLi-Unterricht im Regelfall von Fremdsprachenlehrern die auch Fachlehrer im Bili-Fach sind unterrichtet. Idealiter sogar in derselben Klasse Fremdsprache + Bili-Fach vom selben Fachlehrer. Bili-Unterricht bedarf neben der reinen Fachkompetenz und eigener Fremdsprachenkenntnisse auch dem Wissen über notwendige Entlastungsplanungen für SuS wie z.B. Scaffolding, um die letztlich zweisprachig anzulegenden Fachbegriffe und Fachkonzepte gut erarbeiten und lernen zu können. Als Zweisprachler mit Fachstudium kannst du das Fachliche gut leisten, die notwendige Entlastung für zielführenden bilingualen Fachunterricht aber nicht und meines Erachtens auch im Regelfall nicht so effektiv einsetzen wie ein Fremdsprachenlehrer, der/die um die besonderen Herausforderungen der Lerner sowohl in der Fachsprache/den Fachkonzepten des Bili-Fachs, als auch beim reinen Spracherwerb in der Fremdsprache weiß und Lösungsansätze bereits kennt.

    Können wir bitte, bitte beim Thema bleiben?

    :engel:

    Latürnich, sehr gerne!

    (...) Peinlich, und BaWü kann es besser, genau so wie die Informationen für Direkteinstieger, die viel geordneter vorliegen. Über Direkteinstieg wird hier nämlich nicht halb soviel rum gefragt wie über OBAS, und wieso? Weil alles klar ist!

    :schreien:

    Nie war es mir peinlicher, dass wir außer Hochdeutsch offiziell alles können. Im Namen des Ländles gebe ich offen zu: Einstellungspolitik können wir auch nicht besser als alle anderen BL! :hammer:

    Lieber TE, wenn du hier noch mitliest: Bitte bleib bei deiner bisherigen Arbeitstätigkeit egal wie laut der schnöde Mammon aus dem schönen Süden ruft und wie groß der Mangel in E-Technik hier auch sein mag. Auch E-Technik-Schüler brauchen keine selbsterklärten "Macher" als Lehrer die sich einbilden, den Beruf könne jeder ausüben. Mag sein, dass die Einstellungspolitik des Landes dir diesbezüglich recht gibt. Allerdings verdienen sämtliche SuS Baden-Württembergs wie auch der anderen 15 BL Besseres, als einen Lehrer mit Messiaskomplex.

    Danke @Kiggie im Namen aller Fremdsprachenlehrer und -schüler!

    @Aromat : Ich finde es großartig, dass du bilingual aufgewachsen bist. Für Schuluntericht ist das aber keine Qualifikation die einen einschlägigen Studienabschluss ersetzen kann. Sprachschulen und Volkshochschulen haben diesbezüglich einen anderen Standard, dort reicht das durchaus bereits aus; Englischlehrerin im System Schule solltest du damit jedoch nicht werden dürfen (ob´s in der Realität stimmt sei dahingestellt- Lehrermangel macht (zu) vieles möglich, was streng genommen untragbar ist). Ich wünsche dir, dass du eine Stelle in deinen studierten Fächern erhältst.

    Semi-Off-Topic wg. des Stellenwerts von Latein:

    Innerhalb von nur einem Jahr, in dem ich während des Studiums Latein gelernt habe, habe ich unterm Strich gefühlt mehr über Sprache an sich gelernt, als während der gesamten Schulzeit mit Deutsch und modernen Fremdsprachen oder das gesamte Linguistik Fach im Studium.

    Würde ich genau so unterschrieben. Profitiere bis heute in den romanischen Sprachen (also beim modernen Vulgärlatein) konstant von meinen fünf Jahren Lateinunterricht an der Schule obwohl ich dort kein Fleißbienchen war. (Das war mir schon am Rande während meiner Schulzeit klar, da ich Französisch als 3.Fremdsprache hatte und so überraschend viel aus Wortschatz und Grammatik bereits kannte, wirklich bewusst geworden ist es mir aber erst im Studium.)

    *Hüstel* Wäre es zuviel verlangt die individuelle Erörterung "Warum ich gesperrt wurde und das weder verstehe noch einsehe, weil ich immer respektvoll und achtsam war bei meinen Beiträgen" bitte - ganz respektvoll- wahlweise in einen eigenen "Ich wurde zeitweise gesperrt und möchte darüber sprechen"-Thread auszulagern oder auch einfach als Betroffene(r) offene Fragen mit den Mods via PN zu klären? Danke!

    Niemand schafft alle Anforderungen mühelos Kopfschloss, also zweifel um Himmels willen nicht an deiner Belastbarkeit, sondern versuch dir selbst gesunde Entlastung zu schaffen wo möglich und nötig. Ich lese aus deinem neuen Beitrag erneut vor allem sehr viele Aufgaben, Verantwortungen, Pflichten und Belastungen heraus, die du stemmst. Perfekte Beziehungen gibt es meines Erachtens nicht, gute Beziehungen schon. Wenn du konstant über deine Grenzen gehen musst, um den Laden am Laufen zu halten ist irgendwann die Batterie leer. Davon hat deine Familie nichts und du noch weniger. Versuch dir das vor Augen zu halten in den Momenten, in denen du das Gefühl hast du könntest/müsstest/solltest doch noch und erlaube dir, dir im Alltag kurze Momente nur für dich zu nehmen, um deine Ressourcen nicht gänzlich zu erschöpfen.

    Gibt es vielleicht Geschwister, die dich mit deinen Eltern unterstützen können? Besteht die Möglichkeit als kleine Alltagsentlastung für deinen Mann und dich eine Reinigungskraft 1-2x pro Woche zu beschäftigen? Gibt deine politische Arbeit dir mehr Kraft, als sie dich kostet? Wann denkst du an dich selbst, wenn du um 5 Uhr aufstehst, durch den Tag rennst, den Kindern am Abend vorliest, den Haushalt und Unterrichtsvorbereitungen "wuppst"? Niemand steckt in deiner Haut, insofern können hier nur Anregungen erfolgen, über die du nachdenken kannst ob vielleicht etwas passt bzw.umsetzbar ist. Dein Leben ändern kannst letztlich nur du selbst. Auch das kostet sehr viel Kraft (und Mut), den du selbst aber wert bist und verdient hast.

    Ich zitiere einfach mal aus einer Zusammenfassung der bpb von 2016 zur Jugendkriminalität:

    (...)
    Zusammenfassung
    Welche der verschiedenen Messinstrumente auch immer gewählt werden – sie zeigen, dass Jugendkriminalität in ihren leichten Formen ubiquitär ist, dass sie bagatellhaft und vor allem episodenhaft ist. Einen empirischen Beleg gibt es weder für eine zunehmende Brutalisierung noch für eine Zunahme des Anteils der Mehrfachtäter. Vor allem zeigen die vorliegenden Zahlen, dass für eine Dramatisierung der Jugendkriminalität und für eine Verschärfung des Strafrechts kein Anlass besteht. Die sich nicht nur im Hellfeld, sondern auch bei selbstberichteter Delinquenz abzeichnende Höherbelastung einiger ethnischer Gruppen im Gewaltbereich deutet freilich auf Integrationsprobleme hin, insbesondere im Bildungsbereich. Die bereits vor 100 Jahren aufgestellte These "Sozialpolitik (stellt) zugleich die beste und wirksamste Kriminalpolitik dar",[20] ist deshalb immer noch und unverändert gültig.

    Wer meint es besser zu wissen, möge das doch bitte belegen, statt nur vom eigenen Rechtsempfinden auszugehen.

    Vielleicht hast du ka eine Möglichkeit dich mal mit einem dieser SLs auszutauschen über deren Gründe dich nicht zu nehmen als kleine Rückmeldung zu deinem Auftreten. Eventuell gibt es eine Diskrepanz zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung, derer du dir nicht bewusst bist und an der du arbeiten könntest, um dein Auftreten zu verbessern. Oder es gibt Fehlvorstellungen über Schule und Unterricht, die den Profis direkt auffallen, dir aber mabgels Erfahrung (noch) nicht. Hol dir ein Feedback ein, dass dich weiterbringt und kläre mit deiner Bezirksregierung/Schulamt, ob deine Vorstellungen für den Quereinstieg (Schulart/Fächer) realistisch sind oder du an einer anderen Schulart vielleicht bessere Chancen hättest.

    Stimmt es, dass sich durch das kleine Latinum das Studium ungefähr um 3 Semester verlängert? Sprich, wenn ich alles in Regelstudienzeit durchziehe, brauche ich für meinen Master of Education Mathe + Geschichte mindestens 13 Semester?

    Nö, stimmt nicht. Wenn du bereit bist, dich auf den Hosenboden zu setzen und zu lernen, gibt es entsprechende Sommerkurse über ein paar Wochen, an deren Ende dann die passende Prüfung steht. Nachteil: Diese Kurse sind im Regelfall kostenpflichtig, weil es nicht die semesterbegleitenden Unikurse sind. Vorteil: Du hast es flott hinter dich gebracht ohne dich weiter neben deinen weiteren Kursen damit herumschlagen zu müssen. Nachdem der Auwand auch bei den Uni-Latinumskursen im Regelfall überschaubar ist (an meiner ehemaligen Uni war das ein Kurs pro Semester zusätzlich zum sonstigen Programm), führt das nur dann zu einer Studienzeitverlängerung, wenn es dir nicht möglich ist, das zusätzlich zu den weiteren Kursen zu stemmen. Fleiß hilft.

    Wenn du dich am Ende deines Studiums berechtigt Historiker nennen möchtest und Geschichtslehrer am Gymnasium werden willst, gehört das Latinum meines Erachtens als Minimalvoraussetzung auf jeden Fall dazu (an meiner Alma Mater hat man für Geschichte Gym in jedem Fall das Große Latinum benötigt, selbst für eine Promotion in PoWi war noch das Latinum vonnöten). Kann man sicherlich auch anders sehen. Ich stolpere selbst an der RS und ohne Geschichtslehrerin zu sein sehr regelmäßig über kurze lateinische Zitate, Bildunterschriften, etc. und bin jedesmal froh darum in der Schule ein Latinum erworben zu haben, so dass ich auch spontan weiß, worum es dabei geht und für SuS übersetzen kann bei Bedarf. Das fängt an bei ganz popeligen Sachen, wie Art.20 GG und dem Umstand, dass wir eine Republik sind. Im Geschichtsunterricht gibt es ganz ohne Zweifel deutlich regelmäßigere Möglichkeiten ein Latinum zur Anwendung zu bringen.

    Da halte ich doch mal dagegen Kapa mit Zivilcourage, gesellschaftlicher Verantwortungsübernahme und die Schnauze aufmachen, statt sich wegzuducken wenn´s nötig ist. Der Staat kann nicht alles regeln, was wir als Mitglieder dieser Gesellschaft nicht auch selbst zu leisten bereit wären und muss es, wenn wirunseren Job als Bürger/Nachbarn/Eltern/Kinder... machen auch netterweise gar nicht so oft.

    Irgendjemand wählt ja solche "Einzelfälle" (und nicht die anderen!) zur Veröffentlichung aus. Und es werden ja auch kaum Interviews in voller Länge veröffentlicht, sondern immer ausgewählte Passagen. Auch da wählt jemand aus.
    Mein Fazit: Lehrerbashing geht immer. Und steigert die Clickzahlen. Da kann man schon einmal einen ganzen Berufsstand ins Lächerliche ziehen. Kollateralschaden...

    Ja, das stimmt. Wer weiß, was die Frau am Ende noch erzählt hat, was einfach nicht zur Story gepasst hat oder auch, wieviele Lehrer man interviewen musste, bis jemand mit ausreichend angreifbaren Positionen gefunden war. Auch seriöse Journalisten haben oft einfach eine bestimmte Geschichte im Kopf, die sie erzählen wollen. Die Clickzahlen erhöhen aber auch Verlinkungen in einem Internetforum Mikael. ;)

    Ja, das verstehe ich nach Durchsicht der alten Beiträge und Threads des TEs absolut. Angesichts der Formulierung und des Tonfalls des Ausgangsbeitrags bin ich schlichtweg nicht auf die Idee gekommen, der User könnte bereits seit Jahren angemeldet sein und habe auch nicht aufs Profil geschaut. Das las sich für mich einfach nach jemandem, der zum allerersten Mal hier schreibt und ein vollständig neues Problem schildert. Stimme dir bzgl.des externen, professionellen Beratungsbedarfs vollständig zu.

    Vielen Dank für Eure Antworten und Tipps! Großartig!
    Das Infoblatt aus Bayern habe ich schon weitergeleitet und die Schule in Gelsenkirchen schreibe ich sogleich an.

    Weiß hier vielleicht jemand von einer weiteren Schule, die Profisportler*innen beschult hat? Die würde ich dann auch anschreiben.

    Es handelt sich bei dem Sport um Triathlon, also nicht so exotisch.

    Ich freue mich auf weitere Nachrichten und Tipps. Wenn ich was von der Schule höre, berichte ich.

    Grüße
    Anja

    In Freiburg gibt es ein Sportinternat, das mit verschiedenen Schulen vor Ort zusammenarbeiten. Auf der Webseite des Sportinernats sind ein paar benannt, die könntest du kontaktieren oder auch das Sportinternat selbst (Triathlon gehört dort zu den Schwerpunktsportarten):


    (...)
    Schulen mit Sportprofil:

    • Staudinger Gesamtschule (Hauptschule, Realschule und Gymnasium mit Sportprofil)
    • Max-Weber-Schule (kaufmännische Schule mit Wirtschaftsgymnasium)
    • Rotteck-Gymnasium (Gymnasium mit Sportprofil)
    • Lehrstellen können über eine Lehrzeitverlängerung und sportfreundliche Partnerbetriebe ermöglicht werden (...)

    Ein ehemaliger Kommilitone von mir hat im Internat gearbeitet, daher weiß ich, dass die recht fit sind, wenn es darum geht Schulen zu beraten bzw.das Gespräch zu suchen im Hinblick auf mögliche Entlastungen, die das Schulrecht in BaWü erlaubt. Vielleicht ergeben sich daraus noch weitere Ansatzpunkte für dich, die sich auch in deinem BL umsetzen ließen.

    Stimmt Schwangerschaft ist Biologie ebenso wie bekannt ist, dass Fürsorge fürs eigene Kind (sei es durchs Stillen, Wickeln, Spielen, miteinander Lachen...) die Ausschüttung von Bindungshormonen begünstigt mit entsprechenden Effekten aufs "Zuständigkeitsgefühl". Stillen können Männer nicht, alles andere problemlos..

    Wofür wir Frauen uns zuständig fühlen oder fühlen sollen ist aber ganz unabhängig von Biologie gesellschaftlich geprägt. Geschlechterstereotype haben sehr weitreichende Folgen und können das Gefühl erhöhen, als Frau stärker zuständig zu sein für den eigenen Nachwuchs. Ja, man kann aus vielen verschiedenen Gründen oft Erziehung und Haushalt nicht pari-pari verteilen, darf sich aber auch eingestehen, welches davon unabänderliche äußere Gründe sind, was die Folge von aus welchen Gründen auch immer übernommenen Rollen ist und was dann aber eben auch und zuallererst Entscheidungen und Prioritäten sind, die man setzen möchte (will ich z.B. die Stelle mit den vielen Geschäftsreisen annehmen oder gibt es vielleicht eine weniger prestigeträchtige Alternative, die mir mehr Familienzeit erlauben würde?- nicht alle Arbeitnehmer haben diese Wahl, einige aber schon/ möchte ich die politische Arbeit zusätzlich noch machen, weil sie mir mehr gibt, als Kraft kostet oder ist das die eine "Hochzeit" zu viel, auf der ich gesunderweise nicht weitertanzen werde? / muss der Haushalt vor allem in meiner Verantwortung als Frau und Mutter liegen oder verlange ich meinem Partner mehr Einsatz ab?).

    Wenn die daraus resultierende Familienorganisation für alle in Ordnung ist und funktioniert ist es kein Thema, ob und warum nun am Ende doch mehr Frauen meinen Beruf und Familienorganiation haupsächlich zu stemmen zu haben und sich als Folge womöglich dann dafür entscheiden beruflich zurückzustecken. Wenn es aber eben gerade nicht passt, wie offensichtlich für die TE, darf man schon lernen sich selbst zu erlauben auch kritisch auf mögliche Geschlechterstereotype und -rollen zu blicken und für sich selbst zu prüfen, ob man da z.B.dem eigenen Partner nicht mehr abverlangen sollte, falls das tatsächlich eine Rolle spielt. Auch das ist dann nämlich eine Art für sich selbst zu sorgen und in den ganzen Aufgaben und Pflichten nicht zu vergessen. Frau muss sich das auch schlichtweg selbst wert sein, nicht am Ende auch noch dem eigenen Mann zum Hotel Mama zu werden. Ja, das kann man Emanzipation nennen oder eben auch einfach nur gesundes Selbstwertgefühl. Das steht Männern wie Frauen gut zu Gesicht und beinhaltet eben auch, sich von Geschlechterstereotypen zu befreien und dafür hinhören zu lernen, wer und wie man(n)und frau denn nun tatsächlich ist, sein und werden möchte.

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