(…) und es tauchen fast im Minutentakt die ganzen Fachlehrer auf, um sich kurz vorzustellen. Von diesen erfährt man meist nur, wie viele Klassenarbeiten sie schreiben und wie viel mündlich zu schriftlich zählt, was mich als Mutter immer sehr enttäuscht hat. Es kommt so an, als ob es nur um die Note geht und nicht um das, "was in der Seele der einzelnen Lehrkörper brennt."
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Ja, denn natürlich wollen alle anwesenden Eltern total gerne einen Blick in die Seele der einzelnen Lehrpersonen werfen und mit denen einen gemütlichen Plausch halten, weshalb sie gerne auch ein paar Stunden länger bleiben… ![]()
Der Normalfall sieht so aus, dass die Eltern, wenn ich nur kurz darauf hinweise, dass alle Details zur Notengebung im Ordner des jeweiligen Fachs zu finden sind, weil ihre Kinder das bereits aufgeschrieben haben- um ganz kurz auf Themen und inhaltliche Schwerpunkte eingehen zu können- mich darum bitten, die Notengebung doch noch einmal aufzuschreiben oder zumindest zu benennen. Etwa bei einer Klasse pro Schuljahr gibt es dann ein oder zwei Elternteile (fast immer selbst Lehrpersonen), die sich tatsächlich für inhaltliche Schwerpunkte interessieren oder warum ich bestimmte Arten der Leistungsmessung nutze, andere aber nicht. Der Rest will wie gesagt lieber die Notengebung notiert bekommen (wobei sie am allerliebsten dazu einfach ein AB hätten) und schnell nachhause.
Einen Blick in meine Seele wollte noch niemand werfen von den Eltern, würde ich auch als arg übergriffig empfinden, denn die ist mein privates Vergnügen, egal ob sie „brennt“ oder einfach nur professionell agiert. Meist bleibe ich trotzdem den Eltern positiv in Erinnerung. Wenn sie dann im Schuljahresverlauf Fragen haben, beziehen sie sich oft kurz auf den Elternabend und etwas, was ich dort gesagt habe.