Beiträge von CDL

    Ich hab da sehr große Hemmschwellen, weil mein Seminarleiter ein Mensch vom Typ Macho ist und auch mehrfach artikuliert hat, dass jeder seine Probleme hat und es trotzdem keine Extrawürste gibt, als eine Seminarteilnehmerin ihren kranken Sohn aus der Kita holen musste.

    Das fanden viele von uns extrem unter der Gürtellinie, aber ich habe es immer noch so dominant im Kopf, dass ich Probleme hätte, mich diesem Mann anzuvertrauen.

    Lass dich vor dem Gespräch mit dem Seminar ausführlich beraten z.B. von der Schwerbehindertenvertretetung zu deinen Rechten und Möglichkeiten. Bereite das Gespräch gründlich vor. Nimm dir, wenn du sehr belastet bist, sowie Sorge vor der Reaktion der Seminarleitung hast, jemandem vom Personalrat (oder der Schwerbehindertenvertretung ggf.) mit. Das Recht hast du und solltest du in so einem Fall auch nutzen.

    Ich mache das bei derartigen Gesprächen immer so, dass ich mir erst einmal überlege, was ich sagen muss bzw. will, um dann darüber hinaus zu überlegen, welche Fragen mein Gegenüber haben könnte. Dann notiere ich mir kurze Überschriften, unter denen ich aufschreibe, was ich sagen will, damit ich auch bei hohem Stress/ hoher Belastung den Faden nicht verliere.

    Dazu muss ich mir zunächst einmal überlegen, was mein Gesprächsziel ist (erste Überschrift). Als nächstes formuliere ich den Gesprächsanlass, sowie ggf. Hinweise zu Rahmenbedingungen, falls diesbezüglich eine belastende Situation auftreten würde, die ich vorneweg nicht komplett ausschließen kann. Schließlich kommen weitere zentrale Aspekte oder eben auch Antworten auf relevante Fragen, die mein Gegenüber haben könnte in diesem Kontext. Das erlaubt es mir auch in Momenten höchster Belastung, wo ich zwischendurch das heulende Elend bin, einfach letztlich ein strukturiertes und klares Gespräch zu führen.

    Geh deine Vorbereitung mit jemandem durch, der mehr Erfahrung im Schuldienst hat als du und weiß, worauf es ankommt. Ich habe solche Menschen in der Familie, Personalrat, Schwerbehindertenvertretung oder auch Gewerkschaft sind - meiner persönlichen Erfahrung nach- aber ebenfalls sehr gute Ansprechpartner in derartigen Fragen.

    Zitat

    Wenn ich den Weg der Verlängerung gehe, wer wäre mein erster Ansprechpartner. Was denkst du? Die SL, oder?

    Als erstes lässt du dich zur diesbezüglichen Rechtslage in deinem Bundesland beraten. Dann weißt du, was möglich ist und was nicht und kannst dich dahingehend sortieren, dass du überlegen kannst ob eine Verlängerung sinnvoll ist oder vielleicht doch zunächst eine Unterbrechung, damit du Zeit hast, wieder auf die Beine zu kommen.

    Diese Beratung kannst du bei deiner Gewerkschaft erhalten (Mitgliedschaft im Ref gibt es für unter 10€ monatlich, das ist leistbar).

    Wenn du ein gutes Verhältnis zu deiner Schulleitung hast, dann ja, kann diese deine nächste Ansprechperson sein, auch wenn diese Frage meines Erachtens streng genommen zunächst einmal mit dem Seminar besprochen werden sollte, da dieses genauer weiß, was gemäß der Ausbildungsverordnung unter welchen Umständen möglich ist und was nicht. Insofern sollte dein Seminar dann spätestens der dritte Ansprechpartner sein.

    Zitat

    CDL, meinen Respekt dafür, dass du die schweren Lebenskrisen auch mit deiner Behinderung in Folge dem was du erlebt hast, irgendwie so selbstwirksam bearbeiten konntest.

    Ich hab da momentan sehr Probleme.

    Rückwirkend war ich wohl schon davor ziemlich depressiv, aber die zwei Todesfälle haben meiner gesundheitlichen Situation ziemlich den Rest gegeben.

    Ganz genau, die Probleme hast du momentan, nicht generell. Das darfst du nicht vergessen, gleich wie düster es sich gerade anfühlen mag. Ich habe auch nicht generell Probleme ungeachtet meiner Behinderung.

    Das ist eine befristete Phase deines Lebens, die du, auch wenn es sich momentan einfach wie ein gewaltiger, kaum zu bewältigender Berg anfühlt, mit entsprechender Hilfe abschließen kannst und wirst.

    Lass dir von jemandem, der schon extrem viele bescheidene Momente und Krisen erlebt hat versichern, dass es am Ende schlicht um Willenskraft geht. Den Willen für sich selbst zu kämpfen, für sich selbst einzustehen, sich nicht aufzugeben, sich am eigenen Schopf aus der Sch**** zu ziehen, das ist es, wie man letztlich derartige Lebenskrisen und anderen Mist bewältigt, denn das lässt einen auch im Zweifelsfall benötigte Hilfe suchen und annehmen. Mein persönliches Credo in derartigen Momenten lautet „Nur noch ein Mal aufstehen. Nur dieses Mal, heute, hier und jetzt musst du schaffen und für dich kämpfen.“ An mehr denke ich dann nicht, bis ich wieder an dem Punkt bin „geradeaus schauen zu können“.

    Dieser Wille steckt in uns allen. Wenn du ihn in dir findest, dann ist das deine versteckte Kraftquelle, die dich in vielen Momenten durchs Leben tragen wird. Nie vergessen: Du bist das wert!

    Wodurch Mädchen bevorteilt werden.

    Das ist Quatsch, denn zieht man mal die unzulässige Vorgabe ab, dass ein Junge und ein Mädchen bei Zauberwald die Aufgabe übernehmen müssen, dann wird auch bei ihr nach dem Mehrheitsprinzip gewählt, genauso wie jedes Kind geschlechtsunabhängig gleich viele Stimmen hat.. Die Geschlechtsvorgabe ist- bei allem Verständnis für den Hintergrund- unzulässig. Sie bevorzugt oder benachteiligt aber keines der beiden Geschlechter, ganz gleich, wie viele Jungen oder Mädchen in der Klasse in wären.

    Auch auf die Gefahr hin, dass du das nicht gerne liest, aber das sind mehrere hundert Euro Unterschied was die Bezahlung angeht und es ist schon ein weiterer Unterschied, ob der Staat für dich sorgt und du auch länger zu Hause bleiben kannst, wenn du irgendwas ernstes hast oder ob du nach 6 Wochen mit massiven Abstrichen zu kämpfen hast. Mag nicht so schlimm sein, wenn man verheiratet ist, aber ich bin es nicht und als Single sind das schon andere Dimensionen.

    Ich bin schwerbehindert als Folge von Gewaltverbrechenund kann in der Folge keine Vollzeitstelle ausüben, sondern habe eine 55%- Stelle. Ich weiß also einerseits, was es bedeutet etwas Ernstes zu haben oder auch finanzielle Abstriche als Folge davon dauerhaft in Kauf nehmen zu müssen. Andererseits weiß ich aber auch, dass ich mit einer 55%- Stelle im Schuldienst erheblich mehr verdiene als außerhalb, sehr gut davon leben kann und das auch der Fall wäre, wenn ich nicht verbeamtet wäre.

    Ach so: Ich bin nicht verheiratet, sondern sorge für mich selbst finanziell, wie auch sonst.

    Ich glaube, du hast einige falsche Vorstellungen, mit denen du dir momentan selbst im Weg stehst. Wenn du nicht die Hilfe erhältst, die du offenbar aktuell benötigst ist der Schuldienst im worst case keine Option als Berufsweg. Das wäre die finanziell tatsächlich einschneidende finanzielle Variante, nicht die Ausübung des Berufs im Angestelltenverhältnis anstelle einer Verbeamtung (ganz gleich wie hoch die finanziellen Unterschiede sind), was in deinem Fall aber vermutlich nicht einmal relevant werden wird.

    Gute Vorbereitung beim Amtsarzt ist am Ende alles. Bei mir war das auch kein Selbstläufer mit der Schwerbehinderung und trotz des Schutzes, den dieser Status auch bietet. Wenn das bei dir relevant wird findest du hier im Forum zahlreiche Hinweise, um den Termin gut und gründlich vorzubereiten.

    Auch auf die Gefahr hin, dass du das nicht gerne liest: Gesund zu werden rangiert vor einer Verbeamtung. Lass dir das von jemandem sagen, der lebenslang mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen leben muss und diese jederzeit gegen die Verbeamtung tauschen würde. Geld ist nichts verglichen mit Gesundheit. Dies geschrieben ist deine Verbeamtung nicht gefährdet wegen einer depressiven Verstimmung.

    Zitat

    Aber doch nur für einen Zeitraum von 5 Jahren, oder?

    Was wäre wenn ich erst einmal im Angestelltenverhältnis bleibe und erst nach 5 Jahren den Antrag stelle?

    Ich bin nicht sicher worauf die 5 Jahre sich beziehen. Falls es darum geht, wie lange du rückwirkend Erkrankungen angeben musst, so müssen gerade psychische Erkrankungen üblicherweise angegeben werden, egal wie lange diese zurückliegen.

    Das kann aber je nach Bundesland anders sein. Ich weiß nur gesichert, wie es in BW ist. Wenn du nicht aus BW kommst, lass dich dazu von Gewerkschaft oder Schwerbehindertenvertretung beraten.

    Gelten deine Ansätze auch, wenn man das Ref abbrechen würde?

    Angesichts deiner aktuellen mentalen Verfassung solltest du jetzt keine lebensverändernde Entscheidungen dieser Größenordnung treffen. Erlaub dir erst, deine akute Trauer mit erforderlicher Unterstützung zu bearbeiten und etwas zur Ruhe zu kommen. Wenn du dann wieder etwas klarer denken kannst, kannst du in Ruhe auf deinen beruflichen Weg blicken und prüfen, ob dieser weiterhin passend ist für dich.

    Lebensverändernde Entscheidungen sollte man - soweit keine akute Gefahr für Leib und Leben besteht- niemals mitten in einer psychischen Krise fällen, sondern erst, wenn man sich innerlich etwas sortieren konnte.

    Gesteh dir die Hilfe zu, die du jetzt benötigst, damit du die Trauer anfangen kannst zu verarbeiten und wieder auf die Beine kommen kannst. Dazu gehört mit das Gespräch mit Seminar und Schule, was eigentlich los ist bei dir. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass derartige Gespräche nicht leicht sind, aber nur sprechenden Menschen kann geholfen werden, also sei mutig und setze dich für dich ein, ganz gleich, welchen Weg du im Umgang mit dem Ref für dich gehst.

    Lass dich ggf. vor dem Gespräch beraten von der Schwerbehindertenvertretung. Diese hilft nicht nur behinderten, sondern generell erkrankten Lehrkräften.

    Als ich während des Refs gesundheitlich sehr angeschlagen war infolge einer Erkrankung, wurde mir gegenüber unter anderem auch die Möglichkeit angesprochen das Ref zu unterbrechen. Letztlich habe ich mich damals für einen anderen Weg entschieden (freiwillige Verlängerung in Absprache mit dem Seminar, um die fehlende Zeit im ersten Halbjahr ohne Stress nachholen zu können), das offene Gespräch mit meinem Seminar war aber entscheidend, um eine gute Lösung finden und mich unterstützt fühlen zu können.

    Trauer kann einem zeitweise den Boden unter den Füßen entziehen. Das ist aber kein Zustand der anhalten oder den du einfach nur alleine aushalten musst. Du darfst Hilfe in Anspruch nehmen. Oft braucht es gar nicht so viel, um dann wieder auf die Beine zu kommen.

    Nach dem unerwarteten und frühen Tod unserer Mutter hat ein Geschwister von mir ebenfalls enorm zu kämpfen gehabt. Nachdem ich bereits davor therapeutische Begleitung hatte, was mir sehr geholfen hat in dieser Zeit, habe ich eine Therapie empfohlen. Letztlich war mein Geschwister 10 Monate in Therapie (erst einmal wöchentlich, dann alle zwei Wochen und am Ende alle vier Wochen einmal) wegen einer depressiven Verstimmung. Bereits nach drei Monaten ging es meinem Geschwister deutlich besser, so dass das für ein Semester pausierte Studium erfolgreich abgeschlossen werden konnte.

    Du bist es wert, jetzt die Hilfe zu erhalten, die du benötigst. Bitte erlaub dir diese ohne Angst vor beruflichen Konsequenzen .:troest:

    Was, CDL , aber nicht bedeutet, dass dadurch die Vertrauensleute der GEW oder anderer Verbände primäre Ansprechpartner bei der Interessenvertretung wären. Deren Aufgabenbeschreibung ist eine andere.

    Ich verstehe den Hinweis an mich nicht. Das habe ich schließlich nicht behauptet oder habe ich mich irgendwo missverständlich ausgedrückt gehabt?

    Das wissen wir, aber in der Grundschule kommen dann fast immer die Mädchen zu kurz, daher machen wir es an meiner Schule so. Der Schülerrat soll geschlechtsmässig ausgewogen sein. Wie ich oben lese, gibt es auch andere Freiheiten. Wir machen es so und ich finde es gut.

    In BW ist das klar geregelt. Es gibt auch in der SEK.I Lehrpersonen die festlegen, dass Junge und Mädchen gemeinsam Klassensprecher werden müssten. Ich verstehe die Intention, es bleiben aber de facto ungültige Klassensprecherwahlen, da die Wahlgrundsätze damit gerade nicht eingehalten werden. Das sorgt alle Jahre wieder für interessante Diskussionen in Klassenstufe 7, wenn ich mit denen die Klassensprecherwahlen durchnehme und wir prüfen, ob die Wahl in der eigenen Klasse allen Anforderungen genügt hat oder eben nicht (Spoiler: Bei der Mehrheit der Klassensprecherwahlen werden Wahlgrundsätze oder andere Vorgaben der SMV- Verordnung missachtet.).

    Da ich möchte, dass auch die Mädchen zum Zuge kommen, gibt es gleich viele Jungs und Mädels, die als Kandidaten an der Tafrl stehen. Jeder muss 1 Junge und 1 Mädchen wählen.

    Da ist tatsächlich aber unvereinbar mit den Wahlvorgaben in BW, bzw. den Wahlgrundsätzen. Ganz gleich, welches Ergebnis Lehrkräfte sich warum wünschen würden ist gewählt, wer die meisten Stimmen hat, nicht wer das gewünschte Geschlecht (Hautfarbe, Religion,… ) hat. Lehrkräfte dürfen auch nicht festlegen für welches Geschlecht man eine Stimme abgeben muss.

    In der BASS geht es um die Vorsitzenden der Mitwirkungsgremien. Die Klassensprecher sind in NRW nicht automatisch die Vorsitzenden des Schülerrats.

    Ich weiß zwar nicht, wer die Vorsitzenden eines Schülerrats sein konnten, wenn nicht irgendwelche Schülerinnen oder Schüler, aber habe in meiner Müdigkeit tatsächlich überlesen, dass NRW die Option offenlässt, dass auf Antrag die Wahlen auch nicht geheim verlaufen dürfen. Ich bitte um Entschuldigung für diesen Lapsus und korrigiere meinen obigen Beitrag.

    Eine Klassensprecherwahl muss nicht geheim sein. Ich mache das immer im Gespräch und mit Handzeichen.

    Zumindest für BW stimmt das nicht. Habe eben mal geschaut, weil es mich überrascht hätte, wenn das in anderen Bundesländern anders geregelt wäre und darf dir versichern, dass in Hessen (Verordnung über die Schülervertretung und die Studierendenvertretung vom 15.Juli 1993, §3 Allgemein Wahlgrundsätze) die Klassensprecherwahl geheim sein sollte.

    Ja, aber die Frage ist, kann man das auch so machen, dass es gar nicht über die Kasse geht?

    Ich möchte mir eben helfen lassen, aber auch nicht meine Verbeamtung riskieren.

    Ich kenne zwei Menschen, die sich durch den Gang zum Psychiater wegen Depressionen die Zukunft verbaut haben.

    Nicht verbeamtet zu werden bedeutet mitnichten, dass man sich „die Zukunft verbaut“ hätte. Dann wird man halt im worst case Lehrkraft im Angestelltenverhältnis.

    Wie bereits wiederholt hier geschrieben hat eine depressive Verstimmung im Rahmen akuter Trauer aber mitnichten diese Auswirkung auf eine Verbeamtung. Also bitte hör auf dem Flurfunk Glauben zu schenken, der dir derartigen Unfug vermittelt und erlaube dir selbst aktuell die Hilfe und Unterstützung zu erhalten, die du gerade benötigst. Nur das ist am Ende nämlich tatsächlich relevant für eine Verbeamtung, nicht der Umstand, dass du eine depressive Verstimmung hattest.

    Ein Privatrezept taucht genau dann bei deiner Kasse auf, wenn du dieses dort einreichst. Gleiches gilt für Rechnungen des verordnenden Arztes. Rechnungen und Rezepte nicht einzureichen entbindet dich aber nicht von der Verpflichtung im Rahmen eines Amtsarztbesuches relevante Angaben zu deiner Gesundheit- zu denen eine diagnostizierte depressive Verstimmung gehört- nicht zu unterschlagen. Das zu tun kann dich am Ende tatsächlich nicht nur deine Verbeamtung kosten, sondern dir die berufliche Zukunft verbauen. Die Wahrheit zu sagen wird dir bei einer depressiven Verstimmung umgekehrt keine Probleme bereiten.

    Und nein, die VP ist eigentlich nicht die Interessensvertretung gegenüber der SL. Dies sollte eigentlich in jedem Kollegium der Lehrerrat sein.

    Zumindest hier in BW ist der Personalrat an der Mehrheit der Schulen/Schularten nicht direkt an der Schule, sondern im Schulamt. Im konkreten Fall ist das zwar anders, dennoch gilt dein Hinweis insofern nicht absolut betrachtet, da schlicht manchmal keinerlei Personalratsmitglieder an der jeweiligen Schule Teil des Kollegiums sind.

    Weiß irgendwer was aus dem Threadersteller geworden ist?
    Mir gehts etwas ähnlich.

    Nur, dass ich noch einige Schicksalsschläge zu verkraften habe.

    Ich hab das Gefühl seitdem meine Mutter und meine Großmutter gestorben ist, kriege ich gar nichts mehr auf die Reihe.

    Mein Beileid.

    Hast du Unterstützung bei der Trauerverarbeitung (Familie, Freunde, Seelsorge, Therapie, Coaching)?

    Wissen Seminar und Schule über diese besondere Belastungssituation Bescheid? Hast du mit diesen darüber gesprochen, was du gerade brauchst, bzw. auch schlicht leisten kannst oder auch nicht?

    Hast du für dich selbst einen Vorstellung davon, was du aktuell leisten kannst oder auch nicht?

    Hast sowohl mit deinem Seminar über Möglichkeiten einer zeitweisen Unterbrechung des Vorbereitungsdienstes in deinem Bundesland gesprochen als auch mit einem Hausarzt/ Fachärztin für Psychosomatik/ Psychiater: in über deine momentane Überlastung, die deinen Berufsweg aktuell empfindlich beeinträchtigt offen gesprochen, damit diese dich einerseits zu Unterstützungswegen therapeutischerseits beraten, aber du ggf. auch ganz banal (aber gerade im Falle einer akuten Überlastung sooo hilfreich und wichtig) krankschreiben können, bis du wieder die Kraft hast, dich auf deinen Beruf zu konzentrieren ungeachtet der Trauer?

    Was würdest du brauchen von Schule, Seminar, deinem Umfeld, um in der aktuellen Situation deinem Beruf gerecht werden zu können? Was brauchst du, um es dir ggf. zu erlauben, dir eine vorläufige Auszeit zuzugestehen, bis du wieder klarer sehen und den beruflichen Herausforderungen/Belastungen gewachsen sein kannst?

    Was erhoffst du dir von diesem Forum in deiner aktuellen Lage?

    chemikus08 dürfte sich damit auskennen, möglicherweise auch s3g4 als Personalratsmitglied, auch wenn letzterer meine ich nicht in der GEW ist (Berufsschullehrerverband oder war das jemand anderes?).

    Nachdem du auch Mitglied der Schulleitung bei euch bist, solltest du dir vielleicht zumindest Gedanken machen zu dem Spannungsfeld, dass zwischen diesen beiden Aufgabenbereichen entstehen kann, sowie in der Folge prüfen, wo es taktisch klüger wäre, wenn eine andere Person aus dem Kollegium bestimmte Themen einbringt (z.B. jemand aus dem Personalrat), weil du auf Konferenzen zuerst als Mitglied der Schulleitung wahrgenommen wirst, nicht als Vertrauensperson deiner Gewerkschaft.

    Definiere "Schaden" in diesemZusammenhang!

    Schau dir die Bilanz von Trumps letzter Amtszeit an, vielleicht angefangen mit dem von ihm unterstützten Angriff auf das Kapitol und damit letztlich die Demokratie, um dir dann einfach alle Puzzleteilchen selbst zusammenzusuchen, die eine für dich stimmige und nachvollziehbare Definition von „ Schaden“ darstellen. Das schaffst du!

    Das stimmt. Aber entweder ist es flapsig formuliert, oder BaWü hat auch ein Stufenlehramt, wo man nur Sek2 ohne Sek1 studieren kann? (War in NRW eine Zeit lang so)

    SEK.1 gibt es getrennt, das sind dann HWRGRS als Schularten (Hauptschule, Werkrealschule, Gemeinschaftsschule, Realschule) mit Studium an einer PH. Gymnasiallehramt umfasst dann SEK. 1 (am Gymnasium natürlich, Wechsel an HWRGRS nach dem Ref nur mit einjähriger berufsbegleitender Nachqualifikation möglich) und SEK. II, mit Studium an einer Universität.

    es verfälscht allerdings die Ergebnisse, da es um die Sek2-Studis und deren möglicherweise existierenden Skepsis geht. (und die Hypothese vermutlich ist, dass SekII-Studis anders ticken, als SekI-Studis.)

    Um nachzuweisen, dass Studierende verschiedener Lehrämter verschieden ticken müssten aber gerade auch andere Lehrämtler befragt werden. Aber natürlich könnte es je nach Hypothese relevant sein, damit hast du selbstredend recht.

    Wenn ich etwas nicht weiß und mich nicht entsprechend informiere/weiterbilde…. Ist es mir egal.

    Damit es einem „egal“ sein kann muss man meines Erachtens zunächst einmal die Relevanz des eigenen Nichtwissens zumindest rudimentär erfassen, um dann bewusst zu entscheiden, dass man die eigene Unkenntnis dennoch hinnimmt.

    Bezogen auf den Pizzaboten mit der Rechenschwäche, von dem ich geschrieben hatte:

    Dieser hat zwar wissend, dass Kopfrechnen eine echte Schwachstelle bei ihm ist entschieden, diese vermeintlich irrelevante Lücke hinzunehmen- dieser Teil war ihm also erst einmal egal-, von den finanziellen/ arbeitsrechtlichen Implikationen, die das für ihn persönlich haben kann hatte er aber ersichtlich keinen Schimmer und dieser Aspekt war ihm auch offenbar nicht egal seiner Mimik und verbalen Reaktion nach.

    Dank für die Tipps. Das Forum ist allerdings meine bisher letzte Idee. Ich war gestern in Karlsruhe zum werben und habe ungefähr 60 Mails an Fachschaften usw. geschickt. Ich versuche es lediglich auch zusätzlich auf diesem Weg.

    Offenbar bist du wirklich bereits sehr aktiv. Ich drücke dir die Daumen, dass du ausreichend Resonanz erzielst. Sonst einfach wirklich nochmal ab an die PH Freiburg Werbung machen. Auch SEK.1- Studierende, angehende Primarlehrkräfte oder auch künftige Berufsschullehrkräfte können Fragen zum Studium der Bildungswissenschaften beantworten und sind rein formal nicht Studierende deiner Hochschule, gleich wie viele Seminare im Lehramtsstudium an der jeweils anderen Hochschule stattfinden mögen.

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